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Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Dr. Götz Frömming, Matthias Helferich,

dip / rede 07.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 6a und 6b: Dr. Götz Frömming, Matthias Helferich,.

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Text

Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Dr. Götz Frömming, Matthias Helferich, Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wenn in Deutschland das Wort „Erinnerungskultur“ fällt, denkt jeder automatisch an das sogenannte Dritte Reich – und dann lange an nichts. Das, meine Damen und Herren, ist der ambivalente und traurige Ertrag von 50 Jahren Vergangenheitsbewältigung. Einerseits war es völlig richtig, die monströsen Verbrechen der Nationalsozialisten nicht unter den Teppich zu kehren, ihrer Opfer zu gedenken und, was seltener geschah, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Diktaturen entstehen und wie sie funktionieren. Andererseits versperren die Gräuel der NS-Zeit den Blick auf die ganze und große Geschichte unseres Volkes. Vom größten Teil unserer Vergangenheit trennt uns ein Abgrund. „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein“, schrieb Friedrich Nietzsche. Ein Land kann auf Dauer nicht allein aus der Erinnerung an seine Abgründe leben. Wir wollen deshalb mit unserem Antrag gewissermaßen eine Brücke über diesen Abgrund schlagen. Die bisherige Gedenkstättenkonzeption und Erinnerungskultur des Bundes bezieht sich fast ausschließlich auf die beiden totalitären Staaten auf deutschem Boden, also auf etwas Negatives. Deutschland sollte aber eine ausgewogene Erinnerungskultur etablieren, die die Höhen und guten Seiten unserer Geschichte von den Freiheitskriegen bis zur Wiedervereinigung viel stärker berücksichtigt, meine Damen und Herren. Die Erinnerung an die NS-Diktatur und den SED- Unrechtsstaat soll natürlich Bestandteil deutscher Erinnerungspolitik bleiben – wobei ich mir die persönliche Anmerkung gestatte, dass ich es obszön finde, sie für aktuelle politische Auseinandersetzungen zu missbrauchen, wie wir es gerade mit der Wahl des Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt gehört und gesehen haben. Und noch ein Wort zu jenen Parteien hier auf der linken Seite, die sich am eifrigsten der Bewältigung der NS-Diktatur widmen: In Berlin will die SPD jetzt Seit an Seit mit Grünen und Linkspartei marschieren, also mit den erklärten Feinden jüdischen Lebens in Deutschland, auf deren Veranstaltung – wir haben es heute schon gehört – Rapper „Yallah, Yallah, Intifada“ singen. Das ist offenbar Ihr Beitrag zum Gedenken an das Massaker vom 7. Oktober in Israel. Von Ihnen lassen wir uns keine Lehren über die deutsche Geschichte erteilen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit dem Aussterben der Generation der Täter und Mitläufer ändert sich etwas Grundlegendes. Es gibt praktisch niemanden mehr, der persönliche Schuld an den NS-Verbrechen trägt. Was bleibt, ist die Verantwortung, dass nie wieder eine Diktatur auf deutschem Boden errichtet wird. Diese Verantwortung besteht besonders dann, wenn sich die antidemokratischen Zeichen mehren. Und tun sie das nicht in diesen Tagen? Die Ostdeutschen, meine Damen und Herren, haben dafür feine Antennen. Auch deshalb wählen sie AfD. Die positive Identifikation aller deutschen Staatsbürger, übrigens auch derer mit Migrationshintergrund, mit der deutschen Nation und ihrer Geschichte ist nach unserer Ansicht eine wesentliche Voraussetzung, um als Nation zu gesunden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wir müssen wieder den aufrechten Gang lernen, ohne überheblich zu sein. Wir müssen wieder lernen, Deutschland aus ganzem Herzen zu lieben, ohne auf andere Länder herabzublicken. (Martin Rabanus [SPD]: Da müssen Sie aber noch viel lernen!) Und wir rufen vor allen Dingen unserer Jugend zu: Ihr seid frei von Schuld. Ihr dürft stolz sein, Deutsche zu sein. Ihr habt wie die Jugend anderer Völker und Nationen auch das Recht, aufrecht und ohne Scham für Verbrechen, die ihr nicht begangen habt, in die Zukunft zu gehen, in eure Zukunft. Ich bedanke mich.

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