Pirelli Deutschland
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Pirelli Deutschland
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Pirelli wurde 1872 in Mailand gegründet und ist heute einer der weltweit größten Reifenhersteller und der Einzige, der sich ausschließlich auf den Verbrauchermarkt konzentriert, mit Produkten und Dienstleistungen für Autos, Motorräder und Fahrräder. Mit einer unverwechselbaren Positionierung im „High Value“-Segment ist Pirelli eine globale Marke mit tiefen italienischen Wurzeln, die für ihre Spitzentechnologie, hervorragende Produktion und Leidenschaft für Innovation bekannt ist. Um die höchsten Leistungs-, Sicherheits- und Umweltstandards zu erreichen, investiert Pirelli kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen stark für Nachhaltigkeitsinitiativen, was im Laufe der Jahre dazu geführt hat, dass das Pirelli in den führenden weltweiten Rankings Spitzenpositionen einnimmt und in die wichtigsten Indizes
wie den Dow Jones Sustainability World und Europe Indices aufgenommen wurde. Pirelli ist seit 1907 in der Welt des Motorsports aktiv und seit 2011 ist das Unternehmen der globale Reifenpartner der Formel 1 Weltmeisterschaft.
In Deutschland beschäftigt die Pirelli Deutschland GmbH 2.329 (zum 31.12.2025) Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1,25 Mrd. €.
Die Tätigkeiten in der Interessensvertretung der Pirelli Deutschland GmbH umfassen u. A. das Monitoring und die Analyse politischer und regulatorischer Entwicklungen. Zum Zwecke der Interessenvertretung werden gelegentlich auch Gespräche mit der Bundesregierung und Mitgliedern des Bundestags geführt.
Interessenbereiche: Industriepolitik; Automobilwirtschaft; EU-Gesetzgebung; Erneuerbare Energien; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Klimaschutz; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Straßenverkehr; Allgemeine Energiepolitik; Arbeitsmarkt; Berufliche Bildung; Verkehrspolitik; Verbraucherschutz
Regelungsvorhaben:
- EURO 7: Sachgemäße Grenzwerte Reifenabrieb und Anerkennung verschiedener Messmethoden: Auf EU und globaler (UN/ECE) Ebene werden aktuell die Grenzwerte zum Reifenabrieb sowie unterschiedliche Messmethoden (indoor / outdoor) diskutiert und im Rahmen der EURO 7-Verordnung (EU 2023/851) überarbeitet
- Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR): Praxistaugliche Nachhaltigkeitskriterien und kohärente Ausgestaltung mit anderen Regelwerken: Ein erfolgreicher delegierter Rechtsakt für die Produktgruppe Reifen sollte einen Balance-of-Performance-Ansatz sicherstellen. Künftige Ecodesign-Kriterien für Reifen sollten auf belastbaren Daten, klaren Definitionen und einem realistischen Verständnis industrieller Entwicklungsprozesse beruhen müssen. Die ESPR (EU 2024/1781) sollte zudem kohärent mit bestehenden und künftigen Regelwerken ausgestaltet werden.
- Fachkräftesicherung durch Qualifizierung und Weiterentwicklung des Qualifizierungschancengesetzes: Das Qualifizierungschancengesetz sollte weiterentwickelt werden, damit es innovative betriebliche Qualifizierungswege besser abbildet.
Die Förderung beruflicher Weiterbildung sollte stärker auch Beschäftigte erfassen, die bereits über eine Berufsausbildung verfügen, deren Qualifikationsprofil aber nicht mehr dem technologischen Stand moderner industrieller Produktion entspricht.
- Änderung der EU-Reifenkennzeichnungsverordnung (EU) 2020/740: Praxistaugliche Vereinfachung und stärkere Digitalisierung der Reifenkennzeichnung: Im Rahmen der geplanten Änderung der EU-Reifenkennzeichnungsverordnung (EU) 2020/740 setzt sich Pirelli für eine praxistaugliche Vereinfachung und stärkere Digitalisierung der Reifenkennzeichnung ein. Pirelli unterstützt dabei die Positionen von Tyres Europe, dem europäischen Verband der Reifenhersteller, in dem Pirelli Mitglied ist. Ziel ist eine praxistaugliche Vereinfachung und Digitalisierung der Reifenkennzeichnung, insbesondere durch die Begrenzung zusätzlicher Informations- und Dokumentationspflichten in EPREL sowie die Vermeidung unnötiger administrativer Belastungen.
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