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Rede von Ralph Edelhäußer (CDU/CSU) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,

dip / rede 09.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 36: Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,.

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Text

Rede von Ralph Edelhäußer (CDU/CSU) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann, Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir über Bildungschancen sprechen, dann schauen wir häufig auf unsere Schulen. PISA lässt grüßen. Dabei wissen wir doch alle: Viele Unterschiede entstehen schon deutlich früher. Wenn ein Kind mit sprachlichen oder anderen Entwicklungsrückständen in die Schule kommt, haben wir bereits wertvolle Zeit verloren. Deshalb müssen wir einfach früher hinschauen und vor allem auch früher handeln. Genau hier setzt nun das Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz an. Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld in den Ausbau von Krippen und Kindergärten und in die Qualität der Kindertagesbetreuung investiert und dabei auch ohne Zweifel Fortschritte erzielt; aber noch immer macht es einen Unterschied, wo ein Kind in Deutschland aufwächst. Was erhoben wird, wann das geschieht und welche Förderung folgt, ist von Bundesland zu Bundesland immer noch sehr unterschiedlich. Das wollen wir mit diesem Gesetz ändern – nicht indem der Bund künftig jede Kita nach demselben Schema F organisiert, sondern indem wir uns auf das verständigen, was für jedes Kind eigentlich selbstverständlich sein sollte. Deshalb wird spätestens im fünften Lebensjahr der Sprach- und Entwicklungsstand festgestellt. Und wer einen individuellen Förderbedarf feststellt, der muss auch entsprechende Förderung ermöglichen. Denn ein Test allein – das wissen wir alle – hilft keinem einzigen Kind. Das ist evident. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD) Gleichzeitig konzentrieren wir die Unterstützung dort, wo sie besonders gebraucht wird. Kitas mit vielen Kindern in herausfordernden Lebenslagen erhalten zusätzliche personelle Ressourcen. Denn gleiche Chancen zu gewährleisten, bedeutet nicht, überall das Gleiche zu tun. Es bedeutet, dort stärker zu unterstützen, wo die Herausforderungen am größten sind. Eins muss klar sein: Eine Förderung darf nicht mit dem letzten Kitatag enden. Kita und Grundschule müssen noch stärker zusammen gedacht werden, damit die Förderung weitergeht und nicht alles wieder bei null beginnt. Und der Bund stellt für die Zeit von 2027 bis 2034 über 9 Milliarden Euro zur Verfügung. (Dr. Anja Weisgerber [CDU/CSU]: Ein Riesenbetrag!) Ja, es kann immer mehr sein – das wissen wir; ich habe es beim letzten Mal schon ausgeführt –; aber mehr geht halt nicht, und 9 Milliarden Euro sind eine wahnsinnig tolle Summe. (Beifall der Abg. Dr. Anja Weisgerber [CDU/ CSU]) Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können nicht versprechen, dass jedes Kind mit den gleichen Voraussetzungen ins Leben startet; aber wir können dafür sorgen, dass wir Unterschiede früh erkennen und den Kindern die Unterstützung zuteilwerden lassen, die sie einfach brauchen. Genau darum geht es: nicht erst zu reparieren, wenn Bildungswege irgendwie ins Stocken geraten sind, sondern früh die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Bildungswege auch gelingen können. Das ist unser aller Aufgabe, und der stellen wir uns. Jetzt geht es in die Beratungen. Vielen Dank.

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