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Rede von Jasmina Hostert (SPD) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,

dip / rede 09.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 36: Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,.

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Text

Rede von Jasmina Hostert (SPD) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann, Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! 2019 trat das Gute- KiTa-Gesetz in Kraft, 2023 das KiTa-Qualitätsgesetz. Jetzt beraten wir gerade für das Jahr 2027 das Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz. (Birgit Bessin [AfD]: Und irgendwie wird’s nicht besser!) Ja, der Titel ist etwas sperrig, aber was ich damit sagen will: Der Bund investiert seit Jahren in die frühkindliche Bildung, weil uns Kinder wichtig sind, weil uns die Chancengerechtigkeit bei Kindern wichtig ist. Wer in Kinder investiert, investiert in die Zukunft unseres Landes. Das ist heute ein guter Tag. Kinder benötigen heute gezielte Unterstützung bei den Basiskompetenzen, bei der Sprache, bei der Motorik, bei der sozialen und emotionalen Entwicklung. Und genau hier setzen wir mit dem Gesetz an. Mit dem Startchancenansatz unterstützen wir – wie bereits an den Grundschulen mit dem gleichen Programm – dort, wo der Bedarf am größten ist, also gezielt wirksam und eben nicht nach dem Gießkannenprinzip. Kitas in herausfordernden Lagen erhalten zusätzliche Unterstützung für sprachliche Bildung, Kitasozialarbeit und gezielte Förderung; denn, liebe Kolleginnen und Kollegen, kein Kind in unserem Land darf zurückgelassen werden. Vor allem Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und zu sozialer Integration. Ich selber habe in den 90er-Jahren als Flüchtlingskind mit zehn Jahren begonnen, die deutsche Sprache zu lernen. Und wo habe ich Sie am besten gelernt? Nicht in der Schule im Unterricht, sondern gemeinsam mit den Kindern auf dem Schulhof, spielerisch. Das hat wunderbar geklappt. Kinder lernen eine Sprache in rasantem Tempo. Deshalb sind der Besuch einer Kita, das Zusammensein mit anderen Kindern und die Unterstützung durch Erzieherinnen so bedeutend. Wenn bei festgestelltem Bedarf eine zusätzliche Förderung erfolgt, dann ist das genau der richtige Ansatz, der zum Erfolg führen wird. Das Gesetz darf aber – da müssen wir jetzt drauf achten – nicht zu kleinteilig und bürokratisch werden; denn das brauchen unsere Fachkräfte nicht. Erhebungen dürfen auf keinen Fall verschult werden. Wir sprechen hier von kleinen Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren. Kinder dürfen auch nicht gebrandmarkt werden. Ich möchte nicht, dass sich Kinder schlecht fühlen, weil sie etwas nicht können. Deswegen müssen wir hier sehr sensibel sein. Der Fokus muss auf der Förderung und darf nicht auf der Erhebung liegen. Wir müssen unseren Erzieherinnen vertrauen; denn sie kennen ihre Kinder. Sie sind ja jeden Tag mit ihnen zusammen und wissen, wo die Bedarfe sind. Der Gesetzentwurf ist eine wichtige Grundlage; das Gesetz wird auf jeden Fall zu mehr Chancengerechtigkeit führen. Das ist unser Ziel. Ich freue mich, dass wir heute die erste Lesung haben, und ich freue mich auf die Beratungen, damit wir diesen Entwurf zu einem noch besseren Gesetz machen. Vielen Dank.

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