Schriftliche Frage 157 von Lisa Badum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie begründet die Bundesregierung, dass sie nun zum zweiten Mal einen fossilen Tankrabatt finanziert, der vor allem Vielfahrern mit Verbrenn…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 5. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.
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Schriftliche Frage 157 von Lisa Badum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie begründet die Bundesregierung, dass sie nun zum zweiten Mal einen fossilen Tankrabatt finanziert, der vor allem Vielfahrern mit Verbrenn…
Frage 157 (Lisa Badum, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Wie begründet die Bundesregierung, dass sie nun zum zweiten Mal einen fossilen Tankrabatt finanziert, der vor allem Vielfahrern mit Verbrenner- Autos zugutekommt und von Ökonominnen und Verbraucherschützern scharf kritisiert wird (www. mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/entlastun g-tankrabatt-preisdeckel-grimm,spritpreise-28 2.html), gleichzeitig aber nichts gegen die erneute Preissteigerung beim Deutschlandticket unternimmt, welches von 14,5 Millionen Menschen genutzt wird und bald über 36 Prozent teurer sein wird als nur dreieinhalb Jahre zuvor (www.tagess chau.de/wirtschaft/verbraucher/deutschlandticketpreis-110.html), was die Verteuerungsrate beim Sprit übersteigt?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange vom 9. Oktober 2026:
Die Senkung der Energiesteuersätze für Diesel und Benzin jeweils um 14,04 Cent je Liter reduziert die Kraftstoffpreise erneut. Einschließlich des darauf entfallenden Anteils an der Umsatzsteuer ergibt sich eine schnelle und unbürokratische Entlastung von rund 17 Cent brutto. Dabei handelt es sich um eine befristete Sofortmaßnahme, welche der kurzfristigen Abfederung der Belastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft, insbesondere im Handwerk und in der Logistikbranche, dient. Das Deutschlandticket wird jährlich mit drei Mrd. Euro von Bund und Ländern bezuschusst. Der Preis für das Deutschlandticket wird zum 1. Januar 2027 angepasst und beträgt für das kommende Jahr 66,80 Euro pro Monat. Damit greift erstmals der von der Verkehrsministerkonferenz (VMK) bei der Frühjahrskonferenz im März in Lindau einstimmig beschlossene Preisindex. Grundlage der Preisanpassung um 3,80 Euro im Vergleich zu 2026 sind Personal-, Energie- und allgemeine Kosten, die detailliert gewichtet und mit Stichtagserfassung anhand einer Formel durch die D-Tix GmbH & Co. KG berechnet wurden. Der Preisindex wurde unter Mitwirkung der Verbände der Verkehrsunternehmen und der Aufgabenträger entwickelt. Der Preisindex wird nun jährlich zur Feststellung des Preises des Deutschlandtickets zur Anwendung kommen. Neben dem Preis für das Deutschlandticket werden auch die Preise für das Deutschlandticket als Jobticket mit 63,46 Euro und als Semesterticket mit 40,08 Euro für 2027 neu festgelegt. In einigen Ländern werden darüber hinaus weitere Deutschlandticketvarianten angeboten, die durch öffentliche Mittel bezuschusst werden, z. B. Sozialticket oder Deutschlandtickets für Schüler/Azubis/Senioren.
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