Basell Polyolefine GmbH
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Basell Polyolefine GmbH
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Die Basell Polyolefine GmbH (LyondellBasell) ist einer der weltweit größten Hersteller von Polymeren und Chemikalien mit mehreren Produktionsstandorten in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet innovative und hochwertige Produkte, die u.a. in Anwendungen wie nachhaltiger Mobilität, Lebensmittelsicherheit, Trinkwasserversorgung und Gesundheitsversorgung eingesetzt werden. Eines der Hauptziele des Unternehmens ist es, bis 2030 jährlich 800.000 Tonnen recycelte und biobasierte Polymere zu produzieren und zu vermarkten. Darüber hinaus wird mit konsequenten Zwischenschritten das Ziel verfolgt, den Treibhausgasausstoß der Produktion bis 2050 auf Netto-Null (Scope 1 & 2) zu reduzieren. Ziel unserer Interessenvertretung ist es, die notwendigen Rahmenbedingungen für unsere zielgerichtete Transformation aufzuzeigen und die Sicht der Praxis zu vermitteln.
Zwei Bereiche stehen aktuell im Vordergrund: (1) Kreislaufwirtschaft: LyondellBasell ist bestrebt, Kunststoffabfälle als wertvolle Kohlenstoffquelle zu nutzen und Produkte und innovative Lösungen aus kreislauffähigen und erneuerbaren Materialien zu entwickeln, um der weltweit wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen gerecht zu werden. Wir bieten mechanisches Recycling an, und möchte in Zukunft auch die Vorteile des lösemittelbasierten und chemischen Recyclings bei schwer recycelbaren Abfallströmen nutzen. (2) Klimaneutrale Produktion: Als energieintensives Unternehmen mit schwervermeidbaren CO2-Emissionen prüft LyondellBasell neben der Elektrifizierung durch erneuerbaren Strom die Anwendung von CCS und CCU im Produktionsprozess.
Zum Zwecke der Interessensvertretung werden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien, des Bundeskanzleramtes sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages geführt. Im Fokus steht dabei der Dialog zu Themen und Sachfragen, die als rahmengebende Bedingungen für die unternehmerische Tätigkeit, auch im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten des Unternehmens, von großer Bedeutung sind. Im Zuge dessen werden unter anderem parlamentarische Veranstaltungen durchgeführt, zu denen Regierungsmitglieder, Abgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien eingeladen werden. Darüber hinaus werden in Einzelfällen auch Stellungnahmen und Gutachten zu konkreten Regelungsvorhaben erarbeitet und übermittelt.
Interessenbereiche: Außenwirtschaft; Allgemeine Energiepolitik; Sonstiges im Bereich "Energie"; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; EU-Gesetzgebung; Fossile Energien; Klimaschutz; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Energienetze; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Industriepolitik; Erneuerbare Energien; EU-Binnenmarkt; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz
Regelungsvorhaben:
- Einführung der Fuel Use Excluded Methode in der Single Used Plastics Directive (Implementing Act): Wir setzen uns dafür ein, dass Deutschland im Europäischen Rat für die Massenbilanz-Methode "fuel use excluded" im Rahmen der Single Use Plastics Directive sowie des zugehörigen Implementing Act stimmt.
- Ermöglichung von CCS und CCU in der chemischen Industrie: Wir setzen uns für regulatorische Akzeptanz und Ermöglichung der Anwendung von Carbon Capture & Storage (CCS) and Carbon Capture and Utilization (CCU) in der chemischen Industrie ein. In diesem Zusammenhang benötigen wir außerdem Regelsetzung zum Aufbau von CO2-Pipelines.
- Gesetz zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40: Mit dem Gesetz zur Anpassung des Verpackungsrechts wird die EU-Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) in nationales Recht umgesetzt. LyondellBasell setzt sich für eine ambitionierte Quote für das chemisches Recycling ein.
- Strompreiskompensation - Erweiterung des Anwendungsbereichs: LYB setzt sich für die Erweiterung des Begünstigtenkreises und für eine Fortsetzung der Strompreiskompensation über 2030 hinaus ein. In der nationalen Förderrichtlinie fordern wir eine Anpassung der ökologischen Gegenleistungen, der einer 1:1 Umsetzung der europäischen Vorgaben entspricht.
- Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Mit der geplanten Novelle soll das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) an die novellierte Abfallrahmenrichtlinie sowie an weitere umsetzungsrelevante Rechtsänderungen angepasst werden. Zudem soll es die Erfüllung der Doppel-Recyclingquote nach dem Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz ermöglichen und das chemische Recycling in die Abfallhierarchie aufnehmen. LYB setzt sich für einen technologieneutralen und europarechtskonformen Rechtsrahmen ein, der mechanisches und chemisches Recycling gleichbehandelt, Investitionen ermöglicht und neue Rechtsunsicherheiten vermeidet.
- EU Verpackungsverordnung (PPWR) Sekundärgesetzgebung: Wir unterstützen eine zügige Umsetzung der PPWR-Sekundärgesetzgebung, die Planbarkeit und Investitionssicherheit herstellt. Für den erfolgreichen Ausbau der Kreislaufwirtschaft und zur Bereitstellung hochwertiger Rezyklate braucht es einen technologieneutralen Rahmen, in dem chemisches und mechanisches Recycling komplementär wirken. Daher sprechen wir uns für die Übernahme des im SUPD-Durchführungsbeschluss verankerten „fuel-use-excluded mass balance“-Ansatzes im PPWR-Implementing Act aus. Dies würde regulatorische Konsistenz schaffen und Investitionen in kreislauffähige Kunststofflösungen fördern.
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