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Covestro Deutschland AG

lobbyregister / register_entry 25.02.2022 · Original ↗

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Covestro Deutschland AG Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Als einer der weltweit führenden Hersteller von Polymer-Werkstoffen steht Covestro im engen Austausch mit politischen StakeholderInnen. Um den Dialog mit den Entscheidungsträgern in der Bundespolitik weiter zu vertiefen, hat das Unternehmen im Jahr 2018 ein Verbindungsbüro in Berlin eröffnet. Im Liaison Office können sich Gäste darüber informieren, wie Covestro-Produkte der Gesellschaft nutzen und welche Bedeutung diese in den einzelnen Branchen haben. Klimawandel, Ressourcenknappheit, Bevölkerungswachstum: Die globalen Herausforderungen benötigen neue, nachhaltige Lösungsansätze. Weg von der Einmal-Nutzung - hin zur Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zum Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen. Eine umfassende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ist nötig - mit der Chemie- und Kunststoffindustrie als Treiber. Covestro gestaltet diese Zukunft als Vorreiter mit. Besonders Kunststoffe müssen am Ende ihrer Nutzung umfassend als Rohstoffquelle verstanden und recycelt werden. Sie leisten z.B. als Dämmmaterialien oder in Windrädern einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Covestro wird sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft ausrichten und sich aktiv für die Schließung des Kohlenstoffkreislaufs einsetzen. Das Verbindungsbüro ist das Zentrum der politischen Kommunikation von Covestro auf Bundesebene und damit die wichtigste Kontaktstelle zur Berliner Politik. Für Covestro ist die politische Mitgestaltung ein wesentliches Merkmal unternehmerischen Handelns. Dabei verhält sich das Unternehmen parteipolitisch neutral. Im Zuge des fortlaufenden Dialogs nimmt Covestro daher regelmäßig Kontakt mit Behörden, Abgeordneten, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen auf. Das Unternehmen versteht sich als Impulsgeber: Daher beteiligt sich Covestro aktiv an politischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Debatten. Covestro setzt sich vor allem für einheitliche und faire Rahmenbedingungen sowie eine faktenbasierte Entscheidungsfindung ein. Zu den großen Themen zählen dabei unter anderem der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, die Chemikalienregulierung, die Energiepolitik und der Erhalt der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Covestro sucht zudem den anlassbezogenen Austausch mit VertreterInnen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestags im Hinblick auf die strategische Entwicklung des Unternehmens. Dazu engagiert sich das Unternehmen in Deutschland auch in einer Vielzahl von Interessengruppen und Organisationen. Auch hier gelten verbindliche Richtlinien für die politische Arbeit. Wie sehr sich Covestro für eine transparente Interessenvertretung einsetzt, verdeutlicht unter anderem die Lobbytransparenzinitiative des VCI und Transparency International, die Covestro mit vorangetrieben hat. Die Interessenvertretung wird ausschließlich in eigenem Interesse selbst sowie durch die Beauftragung Dritter wahrgenommen. Interessenbereiche: Erneuerbare Energien; Digitalisierung; Außenwirtschaft; Industriepolitik; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Güterverkehr; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Wettbewerbsrecht; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Allgemeine Energiepolitik; Artenschutz/Biodiversität; Klimaschutz; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Fossile Energien; Energienetze; Immissionsschutz; EU-Binnenmarkt; EU-Gesetzgebung; Bauwesen und Bauwirtschaft; Sonstiges im Bereich "Energie" Regelungsvorhaben: - Erweiterung Carbon Management Strategie: Die Carbon Management Strategie der Bundesregierung setzt den politischen Rahmen für CCU/S. Wir setzen uns für einen offenen Ansatz ein, der CCU/S sowohl für unvermeidbare als auch für schwer vermeidbare Emissionen gangbar macht und Zugang zu Förderinstrumenten (u.a. KSVs, BIK) für schwer vermeidbare Emissionen ein - besipielsweise an gasgefeuerter industrieller KWK. - Anpassung Individuelles Netzentgelt nach § 19 Abs. 2 Satz 2StromNEV: Wir setzen uns für die Einführung einer Monatsbetrachtung bei der Bandlastprivilegierung nach § 19 Abs. 2 Satz 2 StromNEV ein, um saisonale Flexibilitäten abbilden zu können. - Grüne Leitmärkte & Alternative Rohstoffe: Wir unterstützen die Schaffung eines nachfrageseitigen Anreizes für grünere, aber teurere, Produkte. Das vom BMWK entwickelte Modell für chemische Grundstoffe bietet Potenzial für methodische Weiterentwicklung. Wir setzen uns daher für eine Fortsetzung der Entwicklung eines validen Konzepts für chemische Grundstoffe ein. Weil die Nachfrage chemischer Werkstoffe durch die öffentliche Hand gering ist, setzen wir uns zudem für Anreize wie steuerliche Abschreibungen oder Quoten für private Nachfrage ein. Ferner betonen wir, dass nachfrageseitige Instrumente nicht zu einer Abkehr von Fördermaßnahmen für transformative Industrieprojekte bedeuten dürfen. - Anpassung Energieforschungsprogramm: Covestro setzt sich für die Ausgestaltung des Energieforschungsprogramms im BMWK ein, da erwartet wird, dass es in Zukunft maßgeblich zur Entwicklung und Implementierung innovativer Energielösungen beiträgt. Durch die Förderung von Forschung und Entwicklung in Bereichen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Produktionsprozesse soll das Programm helfen, die Energieversorgung klimaneutral und sicher zu gestalten. Ein weiteres Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen chemischen Industrie zu stärken, indem neue Technologien und Verfahren schneller zur Marktreife gebracht werden. Dies soll nicht nur den Klimaschutz vorantreiben, sondern auch Arbeitsplätze sichern und den Wohlstand in Deutschland fördern. - Umsetzung Zukunftsstrategie Forschung und Innovation: Covestro setzt sich für die Umsetzung der Zukunftsstrategie Forschung und Innovation der Bundesregierung ein, da dadurch Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Industrie geschafft werden können. Wir setzen uns dafür ein, dass die Förderung von Forschung und Entwicklung in Zukunft auch weiterhin innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Digitalisierung entwickelt. - Reallaborgesetz (Konzept - Grünbuch Reallabore): Covestro setzt sich für den Aufbau von Reallaboren ein, um Innovationen unter realen Bedingungen zu testen und zu validieren. Der Einsatz eines Reallaborgesetzes und die Nutzung von Reallaboren ermöglicht es, neue Technologien und Prozesse sicher und effizient zu erproben, bevor sie großflächig implementiert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das sogenannte "regulatorische Lernen". In Reallaboren können gesetzliche Rahmenbedingungen flexibel angepasst werden, um zu sehen, wie neue Technologien und Prozesse am besten reguliert werden sollten. Dies beschleunigt die Entwicklung und Markteinführung von Innovationen erheblich. - Vereinfachung der Klimaschutzverträge entsprechend den Anforderungen der chemischen Industrie: Wir unterstützen eine Betriebskostenförderung transformierter Produktionsprozesse durch Klimaschutzverträge. Aufgrund der Komplexität der chemischen Industrie, die häufig in unternehmensübergreifenden Produktionsverbünden produziert, sind Klimaschutzverträge nur bedingt anwendbar. Wir setzen uns daher für eine Vereinfachung der Klimaschutzverträge entsprechend den Anforderungen der chemischen Industrie ein und fordern eine Revision der Förderrichtlinie, sodass beispielsweise Chemie- und Industrieparkbetreiber eigenständig Klimaschutzverträge abschließen können. Im Detail fordern wir eine Betrachtung industrieller Prozesswärme als Produkt in Klimaschutzverträgen und eine Förderung von Carbon Capture für schwer vermeidbare Emissionen im Sinne der Carbon Management Strategie. - Förderung von Quantencomputern: Covestro setzt sich für den Ausbau von Quantencomputing ein. Covestro setzt Quantencomputing ein, um chemische Reaktionen schneller und effizienter zu simulieren, was zu einer erheblichen Reduzierung von Ressourcen und Zeit führt. Diese Technologie ermöglicht es, neue Materialien zu entwickeln und umweltfreundlichere Prozesse zu gestalten. Als potenzieller Anwender der Technologie setzt sich Covestro speziell für die Förderung der Entwicklung von Anwendungen und Software, deren Kommerzialisierung sowie eine bessere Koordination des Aufbaus eines deutschen Quantencomputer-Ökosystems ein. - Einführung wissenschaftsbasierter Ansatz bei Regulierung von Bisphenol A: Covestro setzt sich für einen wissenschaftsbasierten Ansatz bei der REACH-Regulierung, dem Setzen von Arbeitsplatzgrenzwerten und von Umweltqualitätsnormen für Bisphenol A ein. Wir unterstützen eine Regulierung, die auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer umfassenden Risikobewertung basiert und bringen Daten und Informationen in die Prozesse ein. - Umsetzung EU Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM): Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) soll an der Grenze des europäischen Binnenmarkts CO2-Emissionen importierter Waren bepreisen. Wir setzen uns für Vereinfachung der CBAM-Berichtspflicht sowie Überlegung zur Stärkung des Carbon Leakage Schutzes durch eine Überarbeitung des CBAM oder die Einführung alternativer Konzepte ein. Eine Ausdehnung des CBAM auf weitere Sektoren sollte nur erfolgen, wenn Exportausnahmen sowie die Erfassung aller Wertschöpfungskettenschritte bis hin zu Endprodukten und den damit einhergehenden direkten und indirekten Emissionen erfolgt. - Stabilisierung von Netzentgelten: Wir setzen uns für eine Wiederaufnahme des Bundeszuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten zu deren Stabilisierung und Deckelung auf ein Niveau von 2023 ein. Eine Wiederaufnahme wurde u.a. durch das BMWK im Papier „Impuls für eine Modernisierungsagenda“ vom 23.10.2024 angedacht und könnte eine sofortige entlastende Wirkung für alle Stromverbraucher erzeugen. - Anpassung Gebäudeenergiegesetz: Covestro setzt sich für eine Anpassung der einseitigen Ausrichtung auf klimafreundliches Heizen und Wärmeträger ein. Wir fordern eine gleichwertige Anerkennung für Energieeffizienz steigernde Maßnahmen, insbesondere an der Gebäudehülle. Als Innovationsführer für hocheffiziente Dämmmaterialien unterstützen wir einen ganzheitlichen Ansatz zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor. - Nationale Umsetzung EPBD (Energy Performance Building Directive): Covestro setzt sich für eine praxisnahe Umsetzung der Europäischen Energy Performance Building Directive in nationale Sanierungspläne für den Wohngebäudebestand ein. Unser Fokus liegt dabei auf Maßnahmen an der Gebäudehülle der energetisch schlechtesten Gebäude. Als führender Hersteller innovativer Dämmmaterialien unterstützen wir effiziente Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor. - Verstetigung Bundesförderung Energieeffiziente Gebäude: Covestro setzt sich nachdrücklich für eine Verstetigung der Förderprogramme im Rahmen der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude ein. Wir plädieren dafür, dass Maßnahmen an der Gebäudehülle die gleiche Förderhöhe erhalten wie Heizungsanlagen. Als Hersteller innovativer Dämmmaterialien betonen wir die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Energieeffizienz im Gebäudesektor für den Klimaschutz und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele. - Umsetzung REDIII in deutsches Recht (RFNBO-Quote): Die sogenannte RFNBO-Quote verregelt den Einsatz von erneuerbarem grünen Wasserstoff in der Industrie durch das Setzen von Einsatzquoten. Vor dem Hintergrund ambitionierter Anforderungen an die Strombezugskriterien zeichnet sich ein verzögerter Markthochlauf ab. Wir setzen uns daher für eine Anrechenbarkeit von kohlenstoffarmem Wasserstoff durch Berücksichtigung im Nenner der RFNBO-Quote ein, die als nationales Ziel angelegt werden sollte. - Beibehaltung einer einheitlichen Stromgebotszone in Deutschland: Der Erhalt einer einheitlichen deutschen Stromgebotszone gewährleistet einheitliche Strompreise in Deutschland. Eine Abkehr von einer einheitlichen Gebotszone würde die Standortbedingungen für die Industrie insbesondere in Südwestdeutschland verschlechtern, weil dort mit höheren Strompreisen zu rechnen ist. Wir setzen uns daher für den Erhalt einer einheitlichen deutschen Stromgebotszone ein. - Einführung von Strom-Footprints im Delegated Act im Rahmen der EU BatterieVO: Der von der EU vorgeschlagene Rechtsakt für die Bestimmung des CO2-Fußabdrucks von Batterien im Rahmen der E-Mobilität verhindert eine Nutzung von Herkunftsnachweisen und vertraglichen Instrumenten, wie netzbasierten Power Purchase Agreements. Stattdessen sind nur der Netzemissionsfaktor der Preiszone oder direktbezogene Erneuerbare anrechenbar. Dies limitiert Anreize für Power Purchase Agreements zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks. Wir setzen uns daher für eine vollständige Anerkennung von Herkunftsnachweisen und vertraglichen Instrumenten, wie netzbasierten Power Purchase Agreements, in der Berechnung des CO2-Fußabdrucks ein. - Ermöglichung von CCS und CCU in der chemischen Industrie - Reform EU ETS: Aktuell gibt es keine Anerkennung im EU ETS für die Nutzung von abgeschiedenem Kohlenstoff für Produktanwendungen an deren Ende eine Reemission aufgrund des Verwertungsweges möglich ist. Wir setzen uns daher für die vollumfängliche Anerkennung von CCU-Anwendungen im EU ETS ein. Anstatt Lebensdauern und Verwertungswege zur Maßgabe einer Regulierung zu machen, sollte das Augenmerk auf der Schließung von Kohlenstoffkreisläufen liegen und das Prinzip des "emitter pays" Prinzips bei der Regulierung zugrunde gelegt werden. - Schaffung der Rahmenbedingungen für Wasserstoffkernnetz (EnWG): Das Wasserstoffkernnetz bildet die Grundlage für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang für die Deckelung initialer Netzentgelte ein, um prohibitive Kosten zu vermeiden. Ferner fordern wir, dass die Umsetzung des Wasserstoffkernnetzes als im "überragenden öffentlichen Interesse" eingestuft wird. - Umsetzung EU Industrial Emissions Directive: Covestro setzt sich dafür ein, dass die Bundesregierung bei der nationalen Umsetzung der IED konsequent alle bestehenden Berichtswege und Daten nutzt und anerkennt. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Umsetzung auf eine 1:1 Übernahme der europäischen Vorgaben beschränkt. Als innovatives Unternehmen der chemischen Industrie unterstützen wir effiziente und praxisnahe Regulierungsansätze, welche zusätzliche Bürokratie vermeiden und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen garantieren. - Umsetzung Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Covestro setzt sich ein für die Reduktion von bürokratischem Mehraufwand durch neue Berichterstattungs- und Datenerhebungspflichten, die Förderung des Einsatzes alternativer Rohstoffe und den Abbau regulatorischer Hürden, sowie eine technologieoffene Definition von Recycling und die Anerkennung des Massenbilanzverfahrens. Als innovatives Unternehmen der Kunststoffindustrie unterstützen wir effiziente Regulierungsansätze, die Nachhaltigkeit fördern und gleichzeitig die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärken. Wir setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft und den Einsatz nachhaltiger Materialien begünstigen, um so einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz zu leisten. - EU-Regelung zur Berechnung von Rezyklatanteilen gem. der Einwegkunststoffrichtlinie (Massenbilanzierung): Covestro setzt sich für die Anerkennung des Fuel-use-Exempt Ansatzes zur Anrechnung von Rezyklatanteilen in Kunststoffen im implementierenden Rechtsakt zur Einwegkunststoffrichtlinie ein. Als führendes Unternehmen in der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Kunststofflösungen unterstützen wir Methoden, die eine präzise und faire Bewertung des Recyclinganteils in unseren Produkten ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und zur Reduzierung von Kunststoffabfällen leistet, während er gleichzeitig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärkt. - Risikobasierte Bewertung von PFAS (EU PFAS-restriction): Wir setzen uns dafür ein, dass eventuelle Risiken aufgrund von PFAS wissenschaftlich untersucht sowie bewertet werden und erforderliche Beschränkungen auf der Basis fundierter Erkenntnisse unter Abwägung gesamtgesellschaftlicher Interessen differenziert erfolgen. Sichere Anwendungen müssen zulässig bleiben. Bei Beschränkungen plädieren wir dafür, die Dauer der Entwicklung adäquater Ersatzprodukte und somit nachhaltiger Lösungen, sofern dies möglich ist, sowie Umstellungsprozesse angemessen zu berücksichtigen. - Einführung eines Forschungsdatengesetzes: Covestro unterstützt die Einführung eines Forschungsdatengesetzes, um den Zugang zu Daten für die Wissenschaft zu verbessern und die Rahmenbedingungen für die Weitergabe, Aufbewahrung und Sicherung von Forschungsdaten zu gestalten. Jedoch muss ein Gesetz zu Forschungsdaten industriespezifische Anforderungen berücksichtigen und Anreize zum freiwilligen Datenteilen bieten. Daher fordert Covestro eine klare Definition des Begriffs "Forschungsdaten" und die Differenzierung von anderen Datentypen, wie zum Beispiel Gesundheitsdaten. - Umsetzung Industrieemissionsportal Direktive: Covestro setzt sich dafür ein, dass die Bundesregierung bei der nationalen Umsetzung des IEP konsequent alle bestehenden Berichtswege und Daten nutzt und vertrauliche Daten schützt. Wir plädieren dafür, dass sich die Umsetzung auf eine 1:1 Übernahme der europäischen Vorgaben beschränkt und Konflikte mit der Vertraulichkeit der Daten bei der Umsetzung bedacht werden. Als innovatives Unternehmen der chemischen Industrie unterstützen wir effiziente und praxisnahe Regulierungsansätze, die sowohl Umweltschutz als auch industrielle Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigen. - Umsetzung Kraftwerksicherheitsgesetz: Das Kraftwerkssicherheitsgesetz soll den Neubau gasgefeuerter und wasserstofffähiger Kraftwerke zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit regeln. Zudem soll ein Kapazitätsmechanismus geschaffen werden in dem Lastflexibilität und gesicherte Leistung vermarktet werden können. Wir setzen uns für eine schnelle Verabschiedung unter der Maßgabe eines pragmatischen Ausschreibungsmechanismus ein, der für die neuen Kraftwerke eine Vorhaltung einer technologieoffenen Dekarbonisierungsoption vor dem Hintergrund von Unsicherheiten bzgl. Infrastrukturverfügbarkeit und Wasserstoffangebot. Ferner setzen wir uns für die Schaffung eines technologieoffenen Kapazitätsmarktes nach belgischem Vorbild ein. - Kohlenststoffdioxidspeicher- und Transportgesetz (KSpTG) und Ratifizierung des Art. 6 des London Protokolls: Das Kohlenstoffdioxidspeicher- und Transportgesetz (KSpTG) regelt die Modalitäten des CO2-Transports in Deutschland und schafft die rechtliche Grundlage für Speicherstätten. Das London Protokoll regelt den grenzüberschreitenden CO2-Transport. Wir setzen uns für eine Vereinfachung der Planfeststellung, Genehmigung und Bau von CO2-Pipelines unter "überragendem öffentlichen Interesse" ein. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass initiale Netzentgelte gedeckelt werden, um prohibitiv hohe Kosten zu vermeiden. - Umsetzung Bürokratieabbau (Umsetzung Bund-Länder-Pakt,Umsetzung Praxis-Checks): Wir setzen uns für die Praxischecks des BMWK ein. Diese könnten gewinnbringend auch auf alle Ressorts ausgeweitet werden. Eine Verschlankung von Berichtspflichten, die Harmonisierung von Gesetzen und die Reduzierung der Pflichten zur Überprüfung durch externe Sachverständige würden zur Entlastung beitragen. Eine vollständige Umsetzung des Bund-Länderpakts würde zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren beitragen. Eine Digitalisierungsoffensive in Bundes- und Landesbehörden auf Basis bundeseinheitlicher Standards könnte Genehmigungsprozesse stark vereinfachen und Bürokratiekosten reduzieren. Zusätzliches Potenzial liegt in der Überprüfung von Fördermaßnahmen und Verwaltungsprozessen auf innovationshemmende Regulierungen - Anpassung Verlängerung der Strompreiskompensation: Covestro setzt sich für eine Fortsetzung der Strompreiskompensation über 2030 hinaus ein. Covestro spricht sich für eine Anpassung der Förderrichtlinie der Strompreiskompensation aus. Die ökologischen Gegenleistungen der Strompreiskompensation können durch die Umsetzung von wirtschaftlichen Energieeffizienzmaßnahmen oder durch den Nachweis eines Anteils von 30% ungeförderten erneuerbarem Strom erfüllt werden. Wir setzen uns für die Gleichbehandlung aller Herkunftsnachweise (HKN) zur Erfüllung der Grünstromkriterien ein. Dieser Schritt würde deutsche HKN wieder mit HKN aus anderen Ländern gleichstellen und somit die Nachfrage für Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland steigern. - Stabilisierung von Netzentgelten: Wir setzen uns für eine Beibehaltung und Verstetigung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzkosten für die Jahre 2027 bis 2029 zu deren Stabilisierung und Deckelung auf ein Niveau von 2023 ein. Der von der Bundesregierung vorgesehene Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für die Jahre 2027-2029 sollte über das Jahr 2029 hinaus verstetigt werden, um den Netznutzern größtmögliche Planungssicherheit zu bieten. - Wettbewerbsfähiger und pragmatisch ausgestellter Industriestrompreis für die energieintensive Industrie: Covestro setzt sich für einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis ein, der eine echte zusätzliche Entlastung für stromintensive Unternehmen bietet und mit der bestehenden Strompreiskompensation kombinierbar ist. Das Unternehmen befürwortet die Beihilfefähigkeit indirekter Stromverbräuche in Chemie- und Industrieparks und fordert pragmatische, harmonisierte Anforderungen bei den ökologischen Gegenleistungen. Covestro lehnt eine Überregulierung ab und plädiert für einfache, wirtschaftlichkeitsbezogene Kriterien bei Energieeffizienzmaßnahmen sowie für ausreichende Umsetzungsfristen für Transformationsprojekte. Ziel ist es, ein Level-Playing-Field zu schaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. - EU-ETS Reform: Covestro setzt sich für eine Reform des EU-Emissionshandelssystems ein, um strukturelle Wettbewerbsverzerrungen gegenüber außereuropäischen Konkurrenten zu vermeiden und die Transformation der europäischen Chemieindustrie zu ermöglichen. Das Unternehmen fordert das Einfrieren der Benchmarks für kostenlose Zuteilungen auf dem Niveau von 2020, die Deaktivierung der Marktstabilitätsreserve und eine Abflachung des linearen Reduktionspfads ab 2026. Zur Verhinderung von Carbon Leakage soll die Abschmelzung kostenloser Zuteilungen für CBAM-Produkte gestoppt und eine Ausweitung des CBAM auf komplexe chemische Wertschöpfungsketten verhindert werden. Ziel ist es, die industrielle Basis in Europa zu erhalten und gleichzeitig die Klimaneutralitätsziele zu erreichen. - Vereinfachung und Abmilderung des Energieeffizienzgesetzes: Covestro setzt sich für eine Vereinfachung und Abmilderung des Energieeffizienzgesetzes ein. Dazu gehören u.a. eine Harmonisierung von Defintionen und Begriffen sowie der Verzicht auf eine Pflicht zur Kosten-Nutzen-Analyse zur Nutzung der technisch unvermeidbaren Abwärme am Standort und außerhalb des Standortes bei Modernisierungsvorhaben. Eine verpflichtende Kosten-Nutzen-Analyse bei Modernisierungsmaßnahmen wird abgelehnt. Eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Nutzung von Abwärme wird bei Modernisierungsmaßnahmen stets durchgeführt. Die Durchführung einer zusätzlich vorgegebenen Kosten-Nutzen-Analyse erzeugt somit zusätzlichen Kosten-, Personal- und Zeitaufwand und wirkt sich anreizhemmend für Modernisierungsmaßnahmen aus. - Umsetzung der revidierten Wasserrahmenrichtlinie: Covestro setzt sich für eine Revision der Wasserrahmenrichtlinie ein, die hohe Umweltstandards wahrt und gleichzeitig Planungssicherheit sowie Verhältnismäßigkeit in Genehmigungsverfahren sicherstellt. Wir fordern eine rechtssichere, wissenschaftsbasierte Anwendung des Verschlechterungsverbots sowie die Berücksichtigung der gesamten Umweltperformance bei Genehmigungsentscheidungen. - Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Covestro setzt sich im Rahmen der Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes für einen technologieneutralen Rechtsrahmen ein, der chemisches Recycling gleichberechtigt in die Abfallhierarchie integriert und bundesweit einheitliche Bedingungen für Recyclinginvestitionen schafft. Ziel der Interessenvertretung ist die Sicherstellung von Planungs- und Investitionssicherheit für industrielle Kreislaufwirtschaftsprojekte am Standort Deutschland bei gleichzeitiger Wahrung bestehender stoffrechtlicher Systematiken. Das in diesem Zusammenhang beschlossene NKWS-Aktionsprogramm setzt die richtigen Themen auf die Agenda – greift in der Umsetzung aber zu kurz. Ohne mehr Verbindlichkeit und einen klaren industriepolitischen Rahmen bleibt es hinter seinem eigenen Transformationsanspruch zurück.

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