Rede von Lydia Westrich (SPD) – Drucksache 16/2520
Teil von Protokoll der 73. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 6: Drucksache 16/2520 –.
Text
Rede von Lydia Westrich (SPD) – Drucksache 16/2520
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Obwohl Sie von der FDP die derzeitige Wirtschaftslage
in Ihrem Antrag so positiv geschildert haben, Herr
Wissing, und mit Ihrem Eingeständnis natürlich auch die
Politik unserer Koalition loben,
(Dr. Volker Wissing [FDP]: Nein, überhaupt
nicht!)
dürfen wir uns keinen Illusionen hingeben. Herr
Bernhardt hat das schon ausgeführt. Die Finanzpolitik in
unserem Land steht immer noch vor den größten
Herausforderungen der letzten Jahrzehnte.
(Frank Schäffler [FDP]: Das stimmt! Weil Sie
ein Jahr nichts gemacht haben!)
Wir als Volksvertreter müssen angesichts des sich
vollziehenden demografischen Wandels die
Leistungsfähigkeit des Staates und der Volkswirtschaft sichern.
Das ist unsere Pflicht. Immer mehr alte Menschen
werden immer weniger jungen Menschen gegenüberstehen.
Das bedeutet, dass wir gemeinsam – das ist eine viel
spannendere Aufgabe, als einen solchen Antrag zu
schreiben – entscheiden müssen, wie und in welchem
Umfang wir uns staatliche Tätigkeit in Zukunft noch
leisten können und wollen. Das ist eine ganz wichtige
Frage für unser Volk.
Das Ziel der damaligen rot-grünen Bundesregierung
wie auch der jetzigen großen Koalition ist es, auch für
die künftigen Generationen einigermaßen Wohlstand
und einen finanziell leistungsfähigen Staat zu sichern,
(Beifall bei Abgeordneten der SPD sowie des
Abg. Georg Fahrenschon [CDU/CSU])
der auch ihren Kindern und ihren Enkeln gute
Lebensgrundlagen bescheren wird.