Rede von Frank Schäffler (FDP) – Drucksache 16/3797
Teil von Protokoll der 73. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP ZP 7: Drucksache 16/3797 –.
Text
Rede von Frank Schäffler (FDP) – Drucksache 16/3797
Es mag sein, dass die Verbände das so interpretieren.
Die können das so interpretieren, wie sie wollen. Sie
werden die Einigung im Sparkassenstreit aber nicht
verändern können. Die ist zwischen Bundesregierung und
Europäischer Kommission so verabredet, wie ich es
gerade dargestellt habe. Das ist ja auch im Internet
öffentlich einzusehen.
(Dr. Axel Troost [DIE LINKE]: Das ist eine
klare Antwort!)
Natürlich können verschiedene Verbände
unterschiedlicher Meinung sein, aber tatsächlich zählt, was in dieser
Einigung steht.
Damit sind die Länder in Deutschland künftig frei,
ihre Sparkassengesetze nach ihren Vorstellungen zu
ändern, ohne dass der Bund über § 40 KWG dies
verhindern kann. Aber auch die Kommunen können sich
künftig auf europäisches Recht beziehen, ohne dass die
Länder ihnen die Veräußerung ihrer Sparkasse
untersagen können. Von Bedeutung ist, dass in der Einigung
nichts mehr von einer vollständigen gemeinnützigen
Gewinnverwendung steht. Die Länder können den
Sparkassen lediglich bestimmte gemeinwirtschaftliche
Verpflichtungen auferlegen. Eine Veräußerung durcheine Kommune können auch die Länder künftig nicht
verhindern.
Meine Damen und Herren, die FDP erkennt die
Verdienste der Sparkassen für die Versorgung breiter
Bevölkerungsschichten und des Mittelstandes mit
Finanzdienstleistungen ausdrücklich an.
Gerade um dies auch zukünftig sicherzustellen, ist die
Einigung eine wichtige Grundlage für eine dynamische
Weiterentwicklung des Sparkassensektors und des
Finanzstandortes Deutschland. Es ist aber auch eine gute
Nachricht für den Wettbewerbsföderalismus und eine
Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung in
Deutschland.
Vielen Dank.
Relationen
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