Schriftliche Frage 84 von Caren Lay (DIE LINKE): Welche zehn kreisfreien Städte hatten nach Kenntnis der Bundesregierung im vergangenen Jahr den größten prozentualen Anstieg bei Erstund Wie…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 19. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Text
Schriftliche Frage 84 von Caren Lay (DIE LINKE): Welche zehn kreisfreien Städte hatten nach Kenntnis der Bundesregierung im vergangenen Jahr den größten prozentualen Anstieg bei Erstund Wie…
Frage 84 (Caren Lay, Die Linke):
Welche zehn kreisfreien Städte hatten nach Kenntnis der Bundesregierung im vergangenen Jahr den größten prozentualen Anstieg bei Erstund Wiedervermietungen zu verzeichnen, und wie hoch waren die durchschnittlichen Mietentwicklungen im vergangenen Jahr in diesen Städten (bitte auch Bundesschnitt der kreisfreien Städte sowie Bundesschnitt aller Gebietskörperschaften angeben)?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Sören Bartol vom 20. Oktober 2026:
Vorbemerkung und Hinweis: Die hier vorgelegte Übersicht zu den Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m2 Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH Hinweise zur Revision der Erst- und Wiedervermietungsmieten Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Angebotsmieten zum Berichtsjahr 2025 hat das BBSR eine Revision der Datenselektion vorgenommen und die Zeitreihe rückwirkend ab dem Berichtsjahr 2010 neu berechnet. Zur Verbesserung der Repräsentativität der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen hat das BBSR die Filterung erweitert, so dass eine deutlich größere Anzahl an Wohnungsinseraten in die Berechnungen einfließt. Damit ändern sich die Durchschnittswerte der berechneten Angebotsmieten und die enthaltenen Wohnungstypen. Die neu berechneten Angebotsmieten sind nicht mehr vergleichbar mit Ergebnissen aus früheren Veröffentlichungen. Zeitreihenvergleiche sollten ausschließlich mit den revidierten Daten der Angebotsmieten erfolgen. Erläuterungen zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten Dem BBSR liegen Angebotsmieten in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten vor. Diese Angebotsmieten sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen. Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Nach Sonderauswertungen des BBSR lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 2. Halbjahr 2025 im Aggregat der rund 300 Kreise, für die Daten einbezogen werden konnten, um knapp ein Viertel unterhalb der Internet- Wiedervermietungsmieten. Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau. Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen unmöblierter Angebote mit Wohnflächen von 30 bis 130 m2 mit mittlerer Wohnungsausstattung. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet. Die folgenden zehn kreisfreien Städte hatten zwischen 2024 und 2025 den größten prozentualen Anstieg bei Erst- und Wiedervermietungen im Internet inserierter Wohnungen. Zehn kreisfreie Städte mit dem größten prozentualen Anstieg bei Erst- und Wiedervermietungsmieten 2024 bis 2025 Kreisname Kreisfreie Stadt/Landkreis Erst- und Wiedervermietungsmieten in Euro je m2 Entwicklung in Prozent Entwicklung in Euro je m2 2024 2025 2024 bis 2025 Fürth, Stadt Kreisfreie Stadt 11,80 12,95 9,8 1,15 Dresden, Stadt Kreisfreie Stadt 9,14 9,95 8,9 0,82 Erfurt, Stadt Kreisfreie Stadt 9,25 10,00 8,1 0,75 Wiesbaden, Landeshauptstadt Kreisfreie Stadt 12,44 13,39 7,7 0,96 Ulm, Stadtkreis Kreisfreie Stadt 13,12 14,11 7,6 0,99 Erlangen Kreisfreie Stadt 12,34 13,24 7,3 0,90 Jena, Stadt Kreisfreie Stadt 11,19 12,00 7,2 0,81 Delmenhorst, Stadt Kreisfreie Stadt 8,53 9,12 6,8 0,58 Oldenburg (Oldenburg), Stadt Kreisfreie Stadt 10,94 11,68 6,7 0,73 Regensburg, Stadt Kreisfreie Stadt 13,05 13,92 6,7 0,87 Durchschnitt Kreisfreie Städte in Deutschland 12,35 12,67 2,6 0,32 Deutschland 11,02 11,36 3,1 0,34
Relationen
- asked ← Caren Lay (Schriftliche Frage)
- part_of → Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 19. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung