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Miet- und Wohnraumkosten in Bayern (Antwort zu Drs. 21/5973)

dip / drucksache 01.06.2026 · WP 21 · 21/6248 · Antwort · Original ↗

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Miet- und Wohnraumkosten in Bayern (Antwort zu Drs. 21/5973) Deutscher Bundestag Drucksache 21/6248 21. Wahlperiode 01.06.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Nicole Gohlke, Caren Lay, Agnes Conrad, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/5973 – Miet- und Wohnraumkosten in Bayern V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Die Bundesregierung möchte „Wohnen für alle Menschen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich gestalten“ (vgl. Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD „Verantwortung für Deutschland“, S. 22). Doch die Mieten steigen weiter an (vgl. www.zdfheute.de/wirtschaft/miete-grossstadt-anstieg-w ohnungen-100.html). München ist diesbezüglich Deutschlands teuerste Stadt und auch andere Regionen und Städte in Bayern sind im deutschlandweiten Vergleich, was die Wohnkosten betrifft, teuer (vgl. www.br.de/nachrichten/bay ern/wohnkosten-nennenswerter-anteil-bezahlt-mehr-als-40-prozent,UW4 o9Pu). V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g Die Bundesregierung setzt auf eine Vielzahl von Maßnahmen, um Wohnen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich zu gestalten. Wichtige Schritte zur Ausweitung des Wohnungsangebots wurden bereits gegangen. Mit dem Bau-Turbo setzt die Bundesregierung Anreize für den Neubau. Weitere Schritte werden folgen: Die Bundesregierung setzt sich mit Maßnahmen wie der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) oder dem Gebäudetyp E sowie Verfahrensvereinfachungen dafür ein, dass das Bauen einfacher, günstiger und schneller wird. Zugunsten dieses Ziels werden auch die investiven Anreize weiter verbessert werden. Die Verlängerung der Mietpreisbremse verfolgt das Ziel, den Anstieg der Wiedervermietungsmieten zu dämpfen. Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung die privaten Haushalte auch direkt. Dazu zählt neben dem Mietrecht vor allem der Soziale Wohnungsbau. Die Bundesregierung hat die Bundesfinanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau der Länder für das Programmjahr 2025 auf 3,5 Mrd. Euro und für 2026 auf 4 Mrd. Euro aufgestockt. Im aktuellen Finanzplan bis 2029 sind für das Programmjahr 2027 5 Mrd. Euro und für die Programmjahre 2028 und 2029 jeweils 5,5 Mrd. Euro vorgesehen. Mit den Finanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau leistet der Bund einen wichtigen Beitrag dazu, dass der jahrzehntelange negative Trend beim Sozialwohnungsbestand umgekehrt wird und wieder Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen vom 29. Mai 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. mehr Sozialmietwohnungen geschaffen werden können als aus der Bindung fallen. Es liegt nun in der Verantwortung der Länder, diese Summen mit Landesmitteln aufzustocken. Allgemeine Hinweise zu den Antworten zu den Fragen 1 bis 5: Der Bundesregierung liegen Angebotsmieten nur in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten vor. Diese werden zur Beantwortung der Fragen herangezogen. Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche untenstehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder Aushänge fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 2. Halbjahr 2024 im Aggregat der 300 Kreise, für die Daten einbezogen werden konnten, um knapp ein Viertel unterhalb der Internet- Wiedervermietungsmieten. Hinweise zur Revision: Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Angebotsmieten zum Berichtsjahr 2025 hat das BBSR eine Revision der Datenselektion vorgenommen und die Zeitreihe rückwirkend ab dem Berichtsjahr 2010 neu berechnet. Zur Verbesserung der Repräsentativität der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen hat das BBSR die Filterung erweitert, so dass eine deutlich größere Anzahl an Wohnungsinseraten in die Berechnungen einfließt. Damit ändern sich die Durchschnittswerte der berechneten Angebotsmieten und die enthaltenen Wohnungstypen. Die neu berechneten Angebotsmieten sind nicht mehr vergleichbar mit Ergebnissen aus früheren Veröffentlichungen. Zeitreihenvergleiche sollten ausschließlich mit den revidierten Daten der Angebotsmieten erfolgen. Ergänzende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten: Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau. Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen unmöblierter Angebote mit Wohnflächen von 30 bis 130 Quadratmeter mit mittlerer Wohnungsausstattung. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet. 1. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils die Angebotsmieten in den 20 größten bayerischen Städten in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Städten und Jahren angeben)? Die folgende Tabelle enthält die durchschnittlichen Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen aus Erst- und Wiedervermietungen der Jahre 2015 bis 2025 der 20 größten kreisfreien bayerischen Städte. Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den 20 größten kreisfreien Städten im Land Bayern 2015 bis 2025 Kreisfreie Städte 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2015– 2025 Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² jährliche Entwicklung in % München, Landeshauptstadt 14,71 15,68 16,74 17,85 18,46 19,12 19,26 19,70 20,53 21,19 21,44 3,8 Nürnberg, Stadt 8,44 8,86 9,29 9,88 10,00 10,27 10,46 10,79 11,35 11,98 12,71 4,2 Augsburg, Stadt 8,55 9,08 9,64 10,15 10,72 11,17 11,54 11,94 12,51 13,18 13,80 4,9 Regensburg, Stadt 9,86 9,93 10,51 11,10 11,46 11,41 11,75 12,21 12,68 13,05 13,92 3,5 Ingolstadt 10,36 11,13 11,33 11,57 11,67 11,63 11,75 12,09 12,42 12,93 13,26 2,5 Würzburg, Stadt 8,82 9,63 9,94 10,07 10,25 10,62 10,91 11,47 11,73 12,10 12,81 3,8 Fürth, Stadt 8,12 8,46 9,05 9,22 9,61 9,92 10,14 10,52 10,78 11,80 12,95 4,8 Erlangen 9,11 9,34 9,79 10,29 10,98 10,78 10,95 10,99 11,69 12,34 13,24 3,8 Bamberg, Stadt 7,99 8,60 8,92 9,36 9,83 10,24 10,18 10,73 10,83 11,58 12,09 4,2 Aschaffenburg, Stadt 7,64 8,31 8,73 9,17 9,69 9,50 10,08 10,51 11,35 11,68 11,84 4,5 Bayreuth, Stadt 7,59 7,91 8,32 9,07 9,14 9,49 9,53 9,97 10,36 10,89 11,62 4,4 Landshut, Stadt 8,76 9,26 9,55 9,86 10,24 10,47 10,90 11,37 11,55 12,36 13,03 4,1 Kempten (Allgäu) 7,09 7,71 8,35 8,87 9,02 9,56 10,19 10,55 11,40 11,95 12,41 5,8 Rosenheim, Stadt 9,05 9,69 10,00 10,81 10,70 11,55 11,89 12,26 12,70 14,25 14,65 4,9 Schweinfurt, Stadt 5,70 6,08 6,58 6,88 7,79 8,06 7,64 8,31 8,70 9,42 8,93 4,6 Passau, Stadt 7,76 8,04 8,53 9,00 8,98 9,11 9,13 9,46 9,79 10,21 10,61 3,2 Straubing 6,67 7,05 7,60 7,81 8,17 8,30 8,64 8,96 9,57 10,12 10,29 4,4 Hof, Stadt 4,49 4,62 5,15 5,49 5,87 5,96 6,07 6,58 7,28 7,84 7,48 5,2 Kreisfreie Städte 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2015– 2025 Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² jährliche Entwicklung in % Kaufbeuren 6,32 6,56 7,13 7,70 8,10 8,54 9,52 9,43 9,96 10,79 10,62 5,3 Memmingen 7,21 7,83 8,16 8,69 9,22 9,55 10,49 10,70 11,28 11,75 12,08 5,3 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH. 2. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche landesweite Angebotsmiete in den letzten zehn Jahren in Bayern entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)? Die durchschnittlichen Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen aus Erst- und Wiedervermietungen lagen im Land Bayern im Jahr 2025 bei 14,42 Euro je Quadratmeter und hatten im Zeitraum 2015 bis 2025 eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate von 4,3 Prozent. Tabelle: Durchschnittliche Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen im Land Bayern 2015 bis 2025 Land 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2015–2025 Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² jährl. Entwicklung in % Bayern 9,45 10,03 10,60 11,24 11,66 12,04 12,35 12,79 13,36 13,93 14,42 4,3 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH 3. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen Angebotsmieten in Bayern (bitte für den jüngst verfügbaren Stichtag nach Landkreisen und kreisfreien Städten aufschlüsseln)? Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen aus Erst- und Wiedervermietungen im Jahr 2025 in den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Bayern 2025 Kreisname Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² 2025 Landkreise Aichach-Friedberg 12,31 Altötting 10,65 Amberg-Sulzbach 8,62 Ansbach 9,37 Aschaffenburg 10,54 Augsburg 12,44 Bad Kissingen 8,13 Bad Tölz-Wolfratshausen 14,85 Bamberg 12,43 Bayreuth 9,66 Berchtesgadener Land 12,41 Cham 8,73 Coburg 7,83 Dachau 16,33 Deggendorf 10,41 Dillingen a.d.Donau 10,64 Dingolfing-Landau 9,83 Donau-Ries 10,46 Ebersberg 16,06 Eichstätt 11,45 Erding 13,58 Erlangen-Höchstadt 11,43 Forchheim 10,65 Freising 14,73 Freyung-Grafenau 8,40 Fürstenfeldbruck 16,83 Fürth 11,66 Garmisch-Partenkirchen 14,21 Günzburg 10,75 Haßberge 8,52 Hof 7,14 Kelheim 10,60 Kitzingen 9,60 Kronach 8,36 Kulmbach 8,49 Landsberg am Lech 13,14 Landshut 10,94 Lichtenfels 8,60 Lindau (Bodensee) 12,90 Main-Spessart 8,98 Miesbach 16,29 Miltenberg 10,06 Mühldorf a.Inn 11,14 Kreisname Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² 2025 Landkreise München 19,11 Neuburg-Schrobenhausen 11,22 Neumarkt i.d.OPf. 11,00 Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim 9,62 Neustadt a.d.Waldnaab 8,30 Neu-Ulm 12,41 Nürnberger Land 11,04 Oberallgäu 12,41 Ostallgäu 12,08 Passau 9,42 Pfaffenhofen a. d. Ilm 12,25 Regen 8,05 Regensburg 10,65 Rhön-Grabfeld 8,30 Rosenheim 13,36 Roth 10,91 Rottal-Inn 9,16 Schwandorf 9,58 Schweinfurt 8,95 Starnberg 17,53 Straubing-Bogen 9,51 Tirschenreuth 7,88 Traunstein 12,01 Unterallgäu 11,61 Weilheim-Schongau 13,58 Weißenburg-Gunzenhausen 9,85 Wunsiedel i. Fichtelgebirge 7,34 Würzburg 11,11 Kreisfreie Städte Amberg 10,49 Ansbach, Stadt 9,86 Aschaffenburg, Stadt 11,84 Augsburg, Stadt 13,80 Bamberg, Stadt 12,09 Bayreuth, Stadt 11,62 Coburg, Stadt 9,04 Erlangen 13,24 Fürth, Stadt 12,95 Hof, Stadt 7,48 Ingolstadt 13,26 Kaufbeuren 10,62 Kempten (Allgäu) 12,41 Landshut, Stadt 13,03 Memmingen 12,08 München, Landeshauptstadt 21,44 Nürnberg, Stadt 12,71 Passau, Stadt 10,61 Regensburg, Stadt 13,92 Rosenheim, Stadt 14,65 Schwabach 10,91 Schweinfurt, Stadt 8,93 Straubing 10,29 Kreisname Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² 2025 Kreisfreie Städte Weiden i. d. OPf. 9,44 Würzburg, Stadt 12,81 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH 4. Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte in Bayern haben nach Kenntnis der Bundesregierung in diesem Jahr jeweils den höchsten Mietenanstieg (im Vergleich zum Vorjahr und im Vergleich zum Stand vor zehn Jahren) zu verzeichnen (bitte sowohl Landkreise bzw. kreisfreie Städte als auch den prozentualen Anstieg der Miete angeben)? In den folgenden Tabellen sind jeweils die zehn kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten jährlichen prozentualen Steigerungsraten der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen aus Erst- und Wiedervermietungen in den Zeiträumen 2024 bis 2025 und 2015 bis 2025 dargestellt. Tabelle: Zehn kreisfreie Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten Steigerungsraten der Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen 2024 bis 2025 Kreisfreie Städte und Landkreise Kreistyp 2024 2025 2024–2025 Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² jährl. Entwicklung in % Bamberg Landkreis 9,93 12,43 25,2 Unterallgäu Landkreis 10,52 11,61 10,4 Fürth, Stadt Kreisfreie Stadt 11,80 12,95 9,7 Neustadt a. d. Waldnaab Landkreis 7,57 8,30 9,6 Altötting Landkreis 9,74 10,65 9,3 Freyung-Grafenau Landkreis 7,70 8,40 9,1 Nürnberger Land Landkreis 10,19 11,04 8,3 Weilheim-Schongau Landkreis 12,54 13,58 8,3 Fürth Landkreis 10,77 11,66 8,3 Neumarkt i. d. OPf. Landkreis 10,17 11,00 8,2 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH Tabelle: Zehn kreisfreie Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten jährlichen Steigerungsraten der Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen 2015 bis 2025 Kreisfreie Städte und Landkreise Kreistyp 2015 2025 2015-2025 Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² jährl. Entwicklung in % Bamberg Landkreis 6,38 12,43 6,9 Freyung-Grafenau Landkreis 4,46 8,40 6,5 Weißenburg- Gunzenhausen Landkreis 5,36 9,85 6,3 Dillingen a. d. Donau Landkreis 5,84 10,64 6,2 Tirschenreuth Landkreis 4,34 7,88 6,1 Altötting Landkreis 5,96 10,65 6,0 Neustadt a. d. Aisch- Bad Windsheim Landkreis 5,49 9,62 5,8 Kitzingen Landkreis 5,48 9,60 5,8 Straubing-Bogen Landkreis 5,43 9,51 5,8 Oberallgäu Landkreis 7,09 12,41 5,8 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH 5. Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte weisen in Bayern nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell die höchsten Angebotsmieten auf? Die folgende Tabelle zeigt die zehn kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten durchschnittlichen Niveaus der Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen aus Erst- und Wiedervermietungen im Jahr 2025. Tabelle: Zehn kreisfreie Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen 2025 Kreisfreie Städte und Landkreise Kreistyp Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² 2025 München, Landeshauptstadt Kreisfreie Stadt 21,44 München Landkreis 19,11 Starnberg Landkreis 17,53 Fürstenfeldbruck Landkreis 16,83 Dachau Landkreis 16,33 Miesbach Landkreis 16,29 Ebersberg Landkreis 16,06 Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis 14,85 Kreisfreie Städte und Landkreise Kreistyp Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m² 2025 Freising Landkreis 14,73 Rosenheim, Stadt Kreisfreie Stadt 14,65 Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 30 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Im Zuge einer Revision hat das BBSR zum Berichtsjahr 2025 die Filterung der in die Auswertungen eingehenden Wohnungsinserate angepasst und die dem BBSR vorliegende Zeitreihe rückwirkend neu berechnet. Angaben der Angebotsmieten aus früheren Veröffentlichungen sind mit den neuen Ergebnissen daher nicht vergleichbar. Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH 6. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Bestandsmieten in Bayern in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)? Mit dem Index der Nettokaltmieten im Rahmen des Verbraucherpreisindex werden vor allem Mieten in bestehenden Mietverhältnissen abgebildet. Die folgende Tabelle zeigt die Indexwerte der Nettokaltmieten für Bayern der Jahre 2015 bis 2025. Tabelle: Index der Nettokaltmieten in Bayern 2015 bis 2025 Jahr Nettokaltmieten (Index 2020=100) Veränderung zum Vorjahr in % 2015 92,1 1,5 2016 93,6 1,6 2017 95,1 1,6 2018 96,9 1,9 2019 98,4 1,5 2020 100 1,6 2021 101,4 1,4 2022 103,5 2,1 2023 106,2 2,6 2024 109,3 2,9 2025 111,1 1,6 Datenbasis: Statistisches Bundesamt – Verbraucherpreisindex Mit der Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 erfolgte erstmals eine flächendeckende Erhebung von Bestandsmieten in Deutschland. Die Bestandsmieten sind für eine große Mehrheit der Mieterinnen und Mieter die relevante Größe. Zum Erhebungsstand 15. Mai 2022 wurde für das Land Bayern durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine durchschnittliche Bestandsmiete von 8,74 Euro je Quadratmeter nettokalt ermittelt. Damit lagen die Bestandsmieten im Jahr 2022 deutlich unter den Internet- Angebotsmieten (12,79 Euro je Quadratmeter). Auch stiegen die Nettokaltmieten laut Verbraucherpreisindex in den letzten zehn Jahren mit 1,4 bis 2,9 Prozent pro Jahr deutlich moderater als die Internet-Angebotsmieten (4,3 Prozent). 7. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baulandpreise in Bayern in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren und Landkreisen aufschlüsseln)? Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Freistaat Bayern hat im Immobilienmarktbericht Bayern 2024 eine Zeitreihe der Jahre 2015 bis 2023 zu den durchschnittlichen Bodenpreisniveaus von unbebauten Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau veröffentlicht. Berücksichtigt wurden dabei Grundstücke in jeweils örtlich mittlerer Lage. Der folgende Auszug aus dem Immobilienmarktbericht 2024 zeigt die durchschnittlichen Bodenpreise für die kreisfreien Städte und Landkreise sowie die Regierungsbezirke in Bayern. Quelle: Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Freistaat Bayern (2024): Immobilienmarktbericht Bayern 2024 – Daten, Fakten, Trends. Landshut, S. 84–85. 8. Wie hat sich der Bestand an Sozialwohnungen in Bayern in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)? Der Bestand an Sozialmietwohnungen in Bayern in den letzten zehn Jahren (Stand: 31. Dezember) ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Jahr Bestand an Sozialmietwohnungen in Bayern (Stand: 31.12.) 2016 138.036 2017 135.619 2018 136.904 Jahr Bestand an Sozialmietwohnungen in Bayern (Stand: 31.12.) 2019 135.655 2020 135.346 2021 133.552 2022 133.129 2023 134.793 2024 134.499 2025 140.102 Datenbasis: Angaben der Länder 9. Wie hoch ist der Anteil am Haushaltseinkommen, der in Bayern für Wohnen ausgegeben wird (bitte angeben: durchschnittlich; Anteil und Anzahl, der bzw. die mehr als 30 Prozent ausgibt; Anteil und Anzahl, der bzw. die mehr als 40 Prozent ausgibt)? Wohnkostenbelastungen werden über die Befragung European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) nur auf Bundesebene erhoben und berechnet. Das alle vier Jahre umgesetzte Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus bietet die Möglichkeit, Mietbelastungsquoten auf der räumlichen Ebene der Bundesländer zu ermitteln, zuletzt für das Jahr 2022. Demnach lag die durchschnittliche monatliche Mietbelastungsquote der Hauptmieterhaushalte im Jahr 2022 in Bayern, bezogen auf den Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen, bei 28 Prozent. 903 000 Mieterhaushalte (33 Prozent der Hauptmieterhaushalte) in Bayern hatten im Jahr 2022 eine monatliche Mietbelastungsquote von mindestens 30 Prozent. Bei 448 000 Mieterhaushalten (16 Prozent der Hauptmieterhaushalte) lag die monatliche Mietbelastungsquote in Bayern bei mindestens 40 Prozent (Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Mikrozensus 2022 – Wohnsituation, Standardtabellen Endergebnisse). Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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