Rede von Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 15. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Frau Ministerin, halten Sie es für üblich, dass eine
solche Gruppe, die von der EU aus Brüssel in eine
deutsche Botschaft kommt, diese Visumstelle untersucht und
dann unverrichteter Dinge wieder zurück nach Brüssel
reist, ohne irgendwelche Feststellungen zu treffen?Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen
Amt:
Nein. Ich kann aber trotzdem nur noch einmal meine
Antwort auf die Frage des Herrn Koschyk wiederholen:
In dem Moment, in dem wir von Hinweisen Kenntnis
erlangt haben, sind wir entsprechend tätig geworden. Im
Sommer 2001 gab es zum Beispiel Hinweise von
Schengen-Partnern – da ging es aber um etwas ganz anderes –
auf vermehrten Missbrauch von an der deutschen
Botschaft in Kiew ausgestellten Besuchsvisa. Daraufhin
haben wir – das war ja bereits Thema der letzten
Fragestunde – das entsprechende Reisebüroverfahren
eingestellt, und zwar mit Erlass vom 3. August 2001 mit
Wirkung zum 1. Oktober 2001. Das hatte aber nichts mit
dem von Ihnen genannten Erlass, dem so genannten
Volmer-Erlass vom März 2000, zu tun. Es ging um das
so genannte Reisebüroverfahren. Insofern möchte ich
auf meine Antworten und auch auf die Beantwortung der
schriftlichen Fragen verweisen. Es geht dabei um etwas
ganz anderes als um den so genannten Volmer-Erlass.
(Abg. Dr. Hans-Peter Uhl [CDU/CSU] meldet
sich zu einer Zusatzfrage)