Rede von Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 15. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Frau Staatsministerin, es gibt den Erlass vom 3. März
2000 und ein Schreiben des Bundesinnenministers in
dieser Sache an den Bundesaußenminister. Ferner gibt es
ein Antwortschreiben aus Ihrem Hause an den
Bundesinnenminister, das Sie eigentlich kennen müssten. Es
wurde von Staatssekretär Pleuger unterschrieben. Wären
Sie bereit, dem Parlament diese beiden Briefe
auszuhändigen?
(Frank Hofmann [Volkach] [SPD]: Die haben
Sie doch!)
Wären Sie zweitens bereit, zur Kenntnis zu nehmen,
dass der Lebenssachverhalt Visumerteilung an
Ausländer zur Einreise nach Deutschland, zu welchem Zweck
auch immer, niemals in die alleinige Zuständigkeit des
Außenministeriums gehören kann, sondern dabei immer
eine kombinierte Zuständigkeit von mindestens dem
Innen- und dem Außenministerium vorliegt? Auf das
Finanzministerium werden wir nachher noch zu
sprechen kommen.
Ich gehe davon aus, dass der Brief des Herrn Schily
an Herrn Fischer berechtigt und begründet war. Wenn
Sie ihn lesen, werden Sie das vielleicht bestätigen
können.
(Eckart von Klaeden [CDU/CSU]: Es gibt ihn
ja gar nicht!)
Dr. Hans-Peter UhlOffensichtlich haben Sie den Brief nicht gelesen, aber,
glauben Sie mir, es gibt ihn. Es gibt ebenfalls ein
Antwortschreiben des Herrn Pleuger, glauben Sie mir. Wir
hätten diese Korrespondenz gerne, damit wir klären
können, ob der Innenminister in seinem Begehren, die
Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen, am Thema
vorbeigeredet hat, oder wie darf ich Ihre heutige Auskunft – –
Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen
Amt:
Die wievielte Frage ist das jetzt, Frau Präsidentin?