Rede von Hartmut Koschyk (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 15. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Hartmut Koschyk (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 15/96
Herr Staatssekretär, sind Sie bereit einzuräumen, dass
es im Zusammenhang mit den Auswertungen beim
Bundeskriminalamt zur Schleuserproblematik ein Schreiben
des Vizepräsidenten des Bundeskriminalamts im
Mai 2002 an das Bundesministerium des Innern gegeben
hat, in dem vonseiten des BKA auch im Zusammenhang
mit diesem Verfahren und im Zusammenhang mit
organisierter Kriminalität auf umfangreiche Schleusungen
hingewiesen wurde? Wie hat das BMI auf diese
Warnung des BKA im Rahmen seiner Ermittlungstätigkeit
reagiert und was hat das BMI zum Beispiel gegenüber
dem Auswärtigen Amt daraufhin unternommen?
Fritz Rudolf Körper, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister des Innern:
Um es ganz einfach zu machen: Es gab im Mai 2001
einen Bericht des Bundeskriminalamtes, in dem
Erkenntnisse zu einer gewissen Missbrauchsproblematik
vorlagen. Dieses Thema ist in den darauf folgenden
Monaten konsequent bearbeitet worden, indem
beispielsweise bestimmte Abstimmungen stattfanden. – Ich
hoffe, Ihre Chronologie stimmt mit meiner Chronologie
überein. – Dies führte dazu, dass das so genannte
Reisebüroverfahren am 3. August 2001 eingestellt worden ist.
Man muss bedenken, dass wir es hier mit einem
Stufenverfahren zu tun haben. Ich denke, dass die
Erkenntnisse, durch die es zu dieser Entscheidung kam,
ordnungsgemäß aufgenommen worden sind.