Rede von Elke Reinke (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Elke Reinke (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 16/162
Vielen Dank. – Es ist leider in der letzten Zeit
vermehrt vorgekommen, dass Einladungen verschickt
wurden, woraufhin man sich melden muss. Man hat also die
Pflicht, sich bei der Agentur zu melden. Dadurch
entstehen Kosten. Darauf bezieht sich meine Frage.
Es muss doch eine Möglichkeit geben, die
entstandenen Fahrtkosten – seien es auch 5,99 Euro – zu erstatten.
Diese Menschen erhalten keine Bezüge. Von Geld, das
man nicht hat, kann man keine Fahrtkosten bezahlen. Ich
kann es Ihnen schriftlich geben; diese Einladungen
werden verschickt. Es mag sein, dass es dieses Gesetz gibt,
aber man hält sich nicht daran. Ich weiß nicht, wie wir
da weiter verfahren sollen. In letzter Zeit wird sogar
vermehrt darauf gedrängt, dass man sich alle vier Wochen
meldet. Dadurch wird das schon zu einem Problem.
Franz Thönnes, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Arbeit und Soziales:
Frau Reinke, auch Nichtleistungsbezieher bekunden
ein Interesse, vermittelt zu werden. Ich glaube, es ist
gute Praxis, von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob das Interesse,
vermittelt zu werden, noch besteht, und darüber zu
sprechen, ob man eine Eingliederungs-,
Qualifizierungsoder Trainingsmaßnahme anbieten kann. Das geschieht
über diesen Weg. Diese Nichtleistungsbezieher sind
eingeladen, an einem aktiven Prozess der Integration in den
Arbeitsmarkt oder des Bauens einer Brücke
teilzunehmen.