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Schriftliche Frage 95 von Harald Ebner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung hinsichtlich positiver Effekte durch Biber auf den Wasserhaushalt und Rückhalt von Wasser in der…

dip / schriftliche_frage 30.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 26. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Schriftliche Frage 95 von Harald Ebner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung hinsichtlich positiver Effekte durch Biber auf den Wasserhaushalt und Rückhalt von Wasser in der… Frage 95 (Harald Ebner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung hinsichtlich positiver Effekte durch Biber auf den Wasserhaushalt und Rückhalt von Wasser in der Landschaft, für die Renaturierung von Gewässern und Feuchtbiotopen sowie für die Erhöhung der Artenvielfalt, und wie berücksichtigt die Bundesregierung dieses Wissen konkret für ihre thematisch betroffenen Strategien und Förderprogramme insbesondere im Rahmen der Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie und der EU- Wiederherstellungsverordnung (W-VO)? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn vom 27. Oktober 2026: Die positiven Effekte von Bibern als ökologischer Schlüsselorganismus für den Wasserhaushalt, die Gewässerrenaturierung und die Artenvielfalt sind belegt. Biberdämme erhöhen die Retention von Wasser, wodurch die Grundwasserneubildung steigen kann, und sie schaffen naturnahe Feuchtflächen. Diese Feuchtflächen fördern wiederum die Biodiversität, weil sie Lebensräume für Amphibien, Fische, Insekten und Vögel bieten. In der Nationalen Wasserstrategie werden nature-based solutions angeführt, um Wasser in der Fläche zu halten und den Landschaftswasserhaushalt zu stärken. Dazu zählen auch Biberdämme. In Förderprogrammen wie dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt, dem LIFE- Programm der EU und diversen Landes- und Kommunalinitiativen wird das Thema aufgegriffen und finanziell unterstützt. Pilotprojekte in Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg zeigen bereits messbare Verbesserungen der Grundwasserstände und eine gesteigerte Artenvielfalt. Durch Monitoring-Programme des Umweltbundesamtes, und des Bundesamtes für Naturschutz fließen die Ergebnisse kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Wasser- und Naturschutzstrategien ein. Auch bei der Durchführung der EU-Wiederherstellungsverordnung (W- VO) und insbesondere der Entwicklung des Nationalen Wiederherstellungsplans werden diese Erkenntnisse berücksichtigt. Maßnahmen unter Förderprogrammen wie den beschriebenen können auch dazu beitragen, die Ziele der W-VO zu erreichen. Auf der anderen Seite können Aktivitäten von Bibern lokal Konflikte mit der Landnutzung, dem Hochwasserschutz sowie wirtschaftliche Schäden verursachen. Ziel ist es deshalb, die genannten Programme so zu gestalten, dass ein Ausgleich zwischen dem Schutz des Bibers und den berechtigten Interessen der Betroffenen erreicht werden kann und so ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben gefördert wird.

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