Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) wurde im Jahr 2000 auf Initiative der Bundesregierung gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Die dena ist ein öffentliches Unternehmen in Bundeseigentum. Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland. Mehr als 80 Prozent ihres Jahresumsatzes macht sie mit Projekten im Auftrag ihrer Gesellschafter. Über 700 Mitarbeitende arbeiten kontinuierlich an rund 100 laufenden Projekten in Deutschland und weltweit.
Die dena versteht sich als Thinktank und Kompetenzzentrum für angewandte Energiewende und Klimaschutz. Sie arbeitet mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und allen Teilen der Gesellschaft zusammen, in Deutschland und weltweit. Ziel der dena ist es, die Bundesregierung beim Erreichen ihrer energie- und klimapolitischen Ziele zu unterstützen und den Weg in eine klimaneutrale Gesellschaft mitzugestalten. Hierzu berät die dena auch Akteure in den Bundesministerien und im Deutschen Bundestag.
Laut Gesellschaftsvertrag erbringt die dena bundesweit und international Dienstleistungen im allgemeinen Interesse, zur Ausgestaltung und Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der Energiewende gemäß aktueller Beschlusslage der Bundesregierung unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, der Umweltverträglichkeit und der Versorgungssicherheit.
Dies umfasst insbesondere folgende Leistungen: politische Konzept- und Strategieentwicklung, Beratung für Bund, Länder und Gemeinden, für Wirtschaft und Forschung, sowie der entsprechenden Akteure auf europäischer und internationaler Ebene, Entwicklung, Begleitung, Umsetzung, Evaluierung von Programmen und Projekten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene; Erstellung von Studien zu energie- und klimapolitischen Fragestellungen, Kampagnen-, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Aus- und Fortbildung, nationale und internationale fachliche und politische Stakeholderdialoge und Netzwerkbildung, Organisation von politischen und wirtschaftlichen Meinungsbildungsprozessen, Unterstützung der exportorientierten deutschen Wirtschaft bei der Vorbereitung und Durchführung von Auslandsgeschäften in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Rahmen der Außenwirtschaftspolitik der Bundesregierung.
Dabei erarbeitet die dena konkrete Vorschläge, vernetzt verschiedene Akteure, entwickelt Lösungsansätze und setzt sie in die Praxis um. Zu den Aufgaben gehört es auch, an Zukunftsszenarien zu arbeiten, Multiplikatoren zu qualifizieren, Verbraucherinnen und Verbraucher zu informieren, Modellprojekte zu realisieren und den internationalen Austausch zu fördern.
Zur Vernetzung von Akteuren und der gemeinsamen Arbeit an konkreten energie- und klimapolitischen Fragestellungen, gründet die dena auch eigene Initiativen. Hier sind aktuell folgende zu nennen:
Biogaspartner
Marktoffensive Erneuerbare Energien
Plattform Nachhaltiger Schwerlastverkehr
Bündnis Gebäudewende
Mit diesen Initiativen bündelt die dena fachliche Expertise in spezifischen Themenfeldern und fördert die Entwicklung marktbasierter Lösungen für die klimapolitischen Herausforderungen.
Die dena-Teams haben in allen Themenfeldern von Energiewende und Klimaschutz umfassende Kompetenzen. Sie agieren mit ganzheitlichem Blick und binden unterschiedliche Perspektiven ein aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und allen Bereichen der Gesellschaft. Die dena betrachtet das Energiesystem als Ganzes, setzt auf Innovation und einen breiten Mix an Instrumenten.
Interessenbereiche: Klimaschutz; Allgemeine Energiepolitik; Erneuerbare Energien; EU-Gesetzgebung; Wohnen; Energienetze; Fossile Energien
Regelungsvorhaben:
- Forderung von Nachschärfungen im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz): Das Bündnis Gebäudewende fordert, dass das Gebäudemodernisierungsgesetz eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung gewährleistet. Dabei sollten nicht nur kurzfristige Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden, sondern auch mittel- und langfristige Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland – insbesondere, ob Produktionskapazitäten, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Sozialabgaben im Inland entstehen oder finanzielle Mittel in den Import fossiler Energieträger fließen.
Die Mitglieder des BGW appellieren an den Gesetzgeber, die Anpassungen des GModG im anstehenden Verfahren so auszugestalten, dass die Gebäudebranche weiterhin ein starker Wirtschaftsfaktor bleibt und gleichzeitig eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz für die Wärmewende erreicht wird.
- Nachschärfung und Durchführung von EU-Gebäudevorgaben, insbes. mit Blick auf die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) und das Emissionshandelssystem (ETS 2): Mit der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringt die EU die Gebäudewende entscheidend voran. Für Deutschland bedeutet die EU-Gebäudewende enorme Chancen für Wirtschaft und Klima, gerade in einer Phase wirtschaftlicher Stagnation. Moderne Heizungssysteme auf Basis erneuerbarer Energien, effiziente Gebäudehüllen und innovative Gebäudetechnik zählen bereits heute zu marktbewährten Zukunftstechnologien. An diesen Punkt setzt das BGW an, das von der Deutschen Energie-Agentur (dena) koordiniert wird. In seiner neuesten Publikation gibt das Bündnis unter anderem Empfehlungen zur Umsetzung der EPBD in nationales Recht.
- Stellungnahme des Bündnis Gebäudewende zum Eckpunktepapier Gebäudetyp E des BMJV und BMWSB vom 20.11.2025: Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Deutschland wächst, während die Baukosten steigen und die Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz weiter an Bedeutung gewinnen. Mit dem „Gebäudetyp E“ schafft die Bundesregierung nun einen innovativen Ansatz, um den Wohnungsbau zu beschleunigen.
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