Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF)
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Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF)
Tätigkeit: Nichtregierungsorganisation (NGO)
Zum Zwecke der Interessenvertretung werden Gespräche mit
Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramtes und der
Bundesministerien sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages zur
Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten geführt, die als Rahmenbedingungen für die
Entwicklung der Energieeffizienz in Deutschland von großer Bedeutung sind. Teil der Interessensvertretung sind weiterhin Stellungnahmen zu relevanten Politikvorhaben und Veranstalungen zu denen o.g. Personenkreise eingeladen werden. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz formiert dabei die Stimme derjenigen Unternehmen und Personen, die für eine zielgerichtete Energieeffizienzpolitik einstehen und sich dafür starkmachen.
Interessenbereiche: Erneuerbare Energien; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Bauwesen und Bauwirtschaft; Sonstiges im Bereich "Energie"; Klimaschutz; Wohnen; Öffentliches Recht; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Allgemeine Energiepolitik; Energienetze; Stadtentwicklung; Kleine und mittlere Unternehmen; Verbraucherschutz; Parlamentarisches Verfahren; Industriepolitik; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Handwerk
Regelungsvorhaben:
- Gebäudeenergierecht: Einsatz für energieeffiziente Gebäude und ambitionierte Umsetzung des EU-Rahmens: Die DENEFF setzt sich für mehr Energieeffizienz in Gebäuden ein, insbesondere für die Reduzierung des Energiebedarfs von Bestandsgebäuden sowohl durch bauliche Maßnahmen, als auch die rationelle Beheizung/Klimatisierung und einen effizienten Gebäudebetrieb. Die DENEFF setzt sich außerdem für die ambitionierte Umsetzung der Vorgaben aus dem EU-Recht ein.
- Erhalt von Energieeinsparzielen für die BReg sowie Energieeffizienzregelungen für Unternehmen und den öffentlichen Sektor: Die DENEFF setzt sich dafür ein, die Energieeffizienzziele durch konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in öffentlicher Hand und Wirtschaft sowie zur Abwärmenutzung zu erreichen. Dazu zählt auch die vollständige Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben an die öffentliche Hand und "Efficiency First" und die Beseitigung von Barrieren für Energiedienstleistungen. Eine Absenkung bestehender Ziele und Vorgaben lehnt die DENEFF ab. Die DENEFF setzt sich ein für eine Beseitigung von regulativen Hindernissen für Energiedienstleistungen ein.
- Schaffung eines sicheren Investitionsrahmens für Energieeffizienzmaßnahmen: Die DENEFF plädiert dafür, für Investitionen in Energieeffizienz wie bei erneuerbaren Energien und Infrastruktur einen sicheren Rahmen zu schaffen.
- Verbesserte steuerliche Förderung von Investitionen in den Klimaschutz: Gesetz zur steuerlichen Förderung von Investitionen in den Klimaschutz (Klimaschutz-Investitionsprämiengesetz – KlimaInvPG) - insbesondere Ausgestaltung der Investitionsprämie, die in einem ersten Schritt Investitionen fördert, die es den Unternehmen ermöglichen, die Energieeffizienz zu verbessern.
- Investitionsbedingungen für energieeffiziente Wärmebereitstellungen: Die DENEFF setzt sich dafür ein, dass im Rahmen der Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) förderliche Rahmenbedingungen für Klimaschutzinvestitionen im Rahmen von Energiedienstleistungen, insbesondere der energieeffizienten Wärmebereitstellungen, geschaffen werden.
- Anpassung der Regelungen zur Umstellung auf energieeffiziente und klimafreundliche Wärmelieferung: Die DENEFF setzt sich dafür ein, dass im Rahmen Wärmelieferverordnung eine Umstellung auf energieeffiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung ermöglicht wird. Die bisherige Regelung setzt keine ausreichenden Ansätze für die Steigerung der Energieeffizienz. Durch die Novelle des Gebäudeenergiegesetz 2024 und die zwischenzeitlichen Energiepreissteigerungen sind hier aus Sicht der DENEFF Anpassungen notwendig.
- Berücksichtigung von Energieeffizienz im Wärmeplanungsgesetz: Im Rahmen der Einführung einer flächendeckenden Wärmeplanung stebt die DENEFF an, das dabei ambitionierte Ziele verfolgt werden, Attentismus verhindert und Energieeffizienz berücksichtigt wird - auch im Sinne des EU-Rechtsgrundsatzes Efficiency First.
- Verbindliche Ziele und ambitionierte Maßnahmen in der EU-Energieeffizienzrichtlinie: Die DENEFF setzt sich dafür ein, dass die bestehenden EU-Energieeffizienzziele für die kommenden Jahrzehnte und verbindlich festgeschrieben und konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz gestärkt werden.
- EU-Rechtsahmen für Gebäudenergieeffizienz weiterentwickeln: Die DENEFF setzt sich für ambitionierte Vorgaben für den Gebäudebestand ein. Insbesondere unterstützt sie die Einführung von Mindesteffizienzstandards (MEPS) und die Einführung einer Gebäudedatenbank.
- Sicherstellung von Kontinuität Ausbau der Bundesförderung "Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft" (EEW): Die DENEFF setzt sich für eine verlässliche Fortführung und den Ausbau der Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft (EEW) ein. Die Förderung darf nicht von Haushaltsverhandlungen abhängig gemacht werden. Schnelle Bewilligungen und stabile Rahmenbedingungen entlasten Unternehmen und ermöglichen die Konzentration auf die Umsetzung. Vorgeschlagen werden u.a.: beschleunigte Förderverfahren, Ausbau der EEW zur zentralen Anlaufstelle für Effizienzprojekte, stärkere Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens, technologieoffene Förderung der industriellen Wärmewende, Gleichstellung von Energiedienstleistern bei Eigenleistungen sowie eine Stärkung des Förderwettbewerbs zur Effizienzsteigerung für Unternehmen.
- Bessere Berücksichtigung von Energieeffizienz im Baugesetzbuch: Die DENEFF setzt sich dafür ein, dass die Kommunen dabei unterstützt wer-
den, die Senkung des Energiebedarfs durch Effizienzmaßnahmen und die Nutzung von Abwärme
planerisch zu integrieren, indem dies etwa bei der Aufstellung von Bauleitplänen durch die räum-
liche Zuordnung von Baugebieten mitgedacht wird
- EnWG: Beschleunigung und Vereinfachung von Netzanschlussverfahren zur Unterstützung der elektrifizierten Prozesswärmewende in Industrie und Gebäuden: DENEFF und DENEFF EDL_HUB begrüßen die geplante EnWG-Novelle, insbesondere Maßnahmen zur Beschleunigung und Digitalisierung von Netzanschlüssen. Für die Dekarbonisierung der Prozesswärme sind schnelle, verlässliche Netzanschlüsse essenziell – aktuell stellen langwierige Verfahren ein zentrales Hemmnis dar. Die vorgeschlagenen Regelungen zu Rückmeldefristen, digitaler Sofortauskunft und Kapazitätsreservierung sind wichtige Schritte. Entscheidend ist, dass unnötige Verfahrenshürden abgebaut und Automatisierungspotenziale genutzt werden. Nur mit einem konsequenten Ausbau der Stromnetze und effizienten Prozessen kann die Wärmewende in Industrie und Gebäuden gelingen.
- Berücksichtigung von Efficiency First in der Kraftwerkstrategie: Die Konsultation unterstützt die Planung der Bundesregierung zur Umsetzung der Kraftwerkstrategie. Die DENEFF und der DENEFF EDL_HUB empfehlen den Efficiency First Grundsatz der EU zu berücksichtigen, ein Ausschreibungsverfahren für Energieeffizienz- und Nachfragesteuerungsmaßnahmen gemäß § 53 EnWG zu starten und dezentrale Energieangebote berücksichtigen.
- Entwicklung einer umfassenden Wassereffizienzstrategie zur Hebung von Energieeinsparpotenzialen entlang der gesamten Wasser- und Abwassernutzungskette: Die DENEFF setzt sich ein für die Ausgestaltung und Umsetzung einer nationalen Wassereffizienzstrategie, die sektorübergreifend Potenziale zur Energieeinsparung und Treibhausgasminderung entlang der gesamten Wasserverwendungskette – von der Wassergewinnung über -nutzung bis zur Abwasserbehandlung – systematisch erschließt. Ziel ist es, durch geeignete gesetzliche und politische Rahmenbedingungen Wasser- und Energieeffizienz in Kommunen, Industrie und Gebäuden zu fördern, Synergien mit bestehenden Klimaschutzinstrumenten zu nutzen und entsprechende Maßnahmen langfristig zu verstetigen.
- Zuverlässige Förderpolitik für eine effiziente Energiewende: Die DENEFF setzt sich für eine verlässliche, strategische und unbürokratische Förderpolitik ein, um Energieeffizienz und CO2-Reduktion wirkungsvoll voranzubringen. Nur durch langfristig planbare und auskömmlich finanzierte Programme können notwendige Investitionen in Gebäudesanierung, Industrie und Wärmenetze ausgelöst und Markthemmnisse überwunden werden. Eine effiziente Förderpolitik sichert nicht nur Klimaschutz, sondern auch Kostenentlastung und wirtschaftliche Resilienz. Die DENEFF fordert deshalb eine konsequente strategische Ausrichtung, Einbindung von Fachverbänden und Zielgenauigkeit.
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