Sepsis-Stiftung
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Sepsis-Stiftung
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation
Die Sepsis-Stiftung möchte durch Aufklärung und Forschungsförderung zur frühzeitigen Diagnose und Behandlung, zur Prävention sowie zur Minderung der Folgeschäden einer Sepsis beitragen.
Als Mitglied der Global Sepsis Alliance, einem weltweiten Dachverband von über 100 Länderorganisationen, ist die Stiftung eng in die Aktivitäten internationaler Sepsis-Initiativen eingebunden. Die Sepsis-Stiftung wurde im Jahr 2012 als Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Jena gegründet, hat ihren Sitz aber mittlerweile nach Berlin verlegt.
Unsere Vision: Vermeidbare Sepsisfälle verhindern
Unsere Mission: Sepsis soll schneller erkannt und besser behandelt werden.
Unsere Ziele: Überlebenschancen und Reha-Möglichkeiten in Deutschland verbessern.
Unsere Stärken: Unabhängigkeit und wissenschaftlich fundierte Expertise
Was wir fordern:
Aufklärung
Nur wenige Menschen sind ausreichend über Symptome, Ursachen, Häufigkeit, Gefährlichkeit und Vermeidbarkeit von Sepsis informiert. Wir fordern, dass im Hinblick auf gesundheitliche Aufklärung und Maßnahmen die gleichen Anstrengungen unternommen werden wie etwa bei Krebs, Herzinfarkten, Schlaganfällen und sexuell übertragbaren Krankheiten.
Prävention
Es muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Sepsis durch die Verhinderung von Infektionen und deren frühzeitige Behandlung vermeidbar bzw. reduzierbar ist. Es sollte zum Allgemeinwissen gehören, dass die effektivsten Maßnahmen hierzu Impfungen und das Beachten von Hygieneregeln sind.
Früherkennung
Menschen aller Altersgruppen und das medizinische und Pflegepersonal aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und aus Pflegeeinrichtungen sollten die Frühzeichen einer Sepsis kennen und gleichzeitig wissen, dass Sepsis wie Herzinfarkt und Schlaganfall als Notfall behandelt werden muss. Dies erfordert die Stärkung der Gesundheitskompetenz zu Infektionen und Sepsis in Schulen, Erste-Hilfe-Kursen, Rettungsdiensten und auf den Lehrplänen für das pflegende und ärztliche Personal.
Umsetzung anerkannter Diagnose und Behandlungsstandards
Die Sepsissterblichkeit und die Einhaltung der wissenschaftlich belegten effektivsten Maßnahmen zur Vermeidung, Früherkennung und Behandlung von Infektionen und Sepsis müssen für alle Bereiche des Gesundheitswesens verpflichtende und transparente Qualitätsindikatoren werden.
Um diesen Zielen auf politischer Ebene näher zu kommen, treten wir im Sinne der Interessenvertretung an Bundestagsabgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung heran, machen auf herrschende Missstände sowie vorhandenes Optimierungspotential aufmerksam und versuchen auf diese Weise auf unterschiedlichste Lösungsmöglichkeiten hinzuwirken, die die gegenwärtige Situation in fachlicher wie gesellschaftlicher Hinsicht verbessern.
Interessenbereiche: Gesundheitsförderung; Pflege; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Gesundheitsversorgung
Regelungsvorhaben:
- Verbesserung von Sepsis-Diagnose und -Management: Gesetzesvorhaben zur Verbesserung der Qualität der Sepsis-Diagnose, des Sepsis-Managements und der Nachsorge unter anderem durch rechtsverbindliche Vorgaben für die Krankenkassen
- nationaler Sepsis-Plan: Einführung eines nationalen Sepsis-Plans und einer bundesweiten Aufklärungskampagne zur Sepsis-Prävention, Verbesserung der Kenntnisse zur Prävention und Früherkennung in der Zivilgesellschaft. Hierfür soll ein gesetzlicher Anknüpfungspunkt geschaffen werden.
- Verbesserung der Patientenrechte: Weiterentwicklung der Patientenrechte im Interesse der Beseitigung bestehender Defizite bei der zeitgerechten Erkennung und Behandlung von Sepsis und damit verbundener vermeidbarer Patientenschädigungen, Einführung von Organisationshaftung und Härtefallfonds sowie Zugang zu qualitätsgesicherten Gutachten.
Relationen
Keine Relationen.