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DWS Group GmbH & Co. KGaA

lobbyregister / register_entry 24.02.2022 · Original ↗

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DWS Group GmbH & Co. KGaA Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen Die DWS Group (DWS) ist mit einem gesamten verwalteten Vermögen von 1.093 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2026) ein führender Vermögensverwalter in Europa mit globaler Reichweite. Mit rund 5.000 Mitarbeitern an Standorten in der ganzen Welt bietet die DWS Privatpersonen, Institutionen und großen Unternehmen Zugang zu umfassenden Anlagelösungen und maßgeschneiderten Portfolios über das gesamte Spektrum der Anlagedisziplinen hinweg. Ihre breitgefächerte Expertise als Vermögensverwalter im Active-, Passive- und Alternatives-Geschäft ermöglicht es der DWS, Kunden gezielte Lösungskonzepte in allen wichtigen liquiden und illiquiden Anlageklassen anzubieten. www.dws.com/de Unsere Wertschöpfungskette umfasst verschiedene Interessengruppen, darunter Kundinnen und Kunden, Anlegerinnen und Anleger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Aktionärinnen und Aktionäre, aber auch Aufsichtsbehörden, Öffentlichkeit, Medien, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft sowie öffentliche und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Wir halten einen konstruktiven Dialog für wesentlich, um die Erwartungen und Bedenken unserer Interessengruppen nachzuvollziehen. Im Dialog mit Politik und Aufsichtsbehörden setzen wir uns ein für offene, wettbewerbsfähige Finanzmärkte und eine leistungsfähige Fondswirtschaft, die Kapital für eine nachhaltigere Gesellschaft zur Verfügung stellen kann. Wir nehmen unsere Interessen über einzelne Gespräche, schriftliche Eingaben, Stellungnahmen bei Konsultationsprozessen und Beiträge bei Fachveranstaltungen wahr. Seit 2021 gibt es in der DWS Executive Division eine Funktion zu Public Affairs & Regulatory Strategy, die sich mit einschlägigen gesellschaftlichen Debatten und regulatorischen Vorhaben weltweit befasst, darunter auch in der Bundespolitik. Interessenbereiche: Arbeitsmarkt; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Rente/Alterssicherung; Bauwesen und Bauwirtschaft; Bank- und Finanzwesen; EU-Gesetzgebung; Klimaschutz; Energienetze; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Erneuerbare Energien; Verbraucherschutz; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz Regelungsvorhaben: - Zweites Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und zur Änderung anderer Gesetze (2. Betriebsrentenstärkungsgesetz): Die DWS setzt sich für die Ausweitung des Sozialspartnermodells ein, um die betriebliche Altersvorsorge mehr Mitarbeitenden zugänglich zu machen und es zu ermöglichen, auf die Expertise von Asset Managern zurückzugreifen. - EU Retail Investment Strategy: Die DWS unterstützt das Vorhaben der EU-Kleinanlegerstrategie den Zugang von mehr Retail-Anlegerinnen und -Anlegern am Kapitalmarkt zu vereinfachen. Es besteht jedoch das Risiko von detaillierter Preis- und Produktregulierung sowie einer Einschränkung von bewährten, provisionsbasierten Vertriebswegen. - EU-Kapitalmarktunion (nun Savings & Investment Union): Die DWS unterstützt die Neuausrichtung der Kapitalmarktunion in eine Spar- und Investitionsunion. Wir finden das Vorhaben der Kommission richtig, um mehr Kapital aus privaten Quellen für die Transformation in der EU zu mobilisieren. In der EU wird für die Periode der Kommission / des Parlaments 2024-29 ein Neustart der Kapitalmarktunion (CMU) diskutiert, insbes. in den Bereichen Aufsicht, Verbriefungen, Beteiligung von Retail-Anlegern und Wettbewerbsfähigkeit. - Vereinfachung sowie Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsregulierung wie die CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie sowie CBAM: Wir unterstützen eine Überprüfung der Taxonomie-Verordnung, Sustainable Finance Disclosures Regulation und Corporate Sustainability Reporting Directive, um doppelte Berichtspflichten auszuschließen. In diesem Zusammenhang ist auch der Omnibus-Vorschlag der Europäischen Kommission relevant, da dieser darauf abzielt, Nachhaltigkeitsregulierungen wie CSRD, CSDDD, die EU-Taxonomie und CBAM zu harmonisieren und zu vereinfachen. Wir begrüßen diesen Schritt zur besseren Kohärenz, sehen jedoch weiteren Verbesserungsbedarf, insbesondere auf praktikable Berichtspflichten, klare Taxonomie-Definitionen und eine ausgewogene Ausgestaltung der Sorgfaltspflichten. - Impulse der DWS für die Koalitionsverhandlungen (Altersvorsorge, Transformationsfinanzierung, Reform der Förderung des Sparens): Damit Deutschland zukunftsfähig wird, sehen wir im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und SPD Handlungsbedarf insbesondere in den Feldern Altersvorsorge, Transformationsfinanzierung und Sparen. Wir schlagen eine Reform der Altersvorsorge (Fondsspardepot in der privaten Altersvorsorge; Weiterentwicklung Betriebsrentenstärkungsgesetz sowie kapitalgedeckte Sparen in der Altersvorsorge durch staatliche Beiträge für Kinder), eine Reform der Transformationsfinanzierung (steuerrechtliche Rahmenbedingungen verbessern) sowie Reform der Förderung des Sparens vor (Entbürokratisierung der Regeln für Geldanlagen; Schaffung eines einfachen Spar- und Investitionskontos für Sparerinnen und Sparer mit steuerlicher Förderung; Beibehaltung der Abgeltungssteuer). - Gesetzliche Klarstellung zur Normenhierarchie des Fondsaufsichtsrechts (KAGB) und des AGB-Rechts erforderlich: Auf dem deutschen Fondsmarkt besteht größere Unsicherheit darüber, ob sich Fondsgesellschaften gegenüber allen Anlegern offener Publikumsfonds auf die Anlagebedingungen bzw., im Falle von deren Änderungen, auf die geänderten Anlagebedingungen berufen können. Die DWS befürwortet eine zeitnahe gesetzliche Lösung, die den Vorrang der detaillierten Regelungen des Aufsichtsrechts vor allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen klarstellt und damit das Prinzip der Einheitlichkeit der Anlagebedingungen als gesetzliches Grundprinzip verankert und eine Gefährdung des Fondsstandort Deutschlands vermeidet. Die DWS unterstützt eine Initiative des BVI für eine gesetzliche Klarstellung, wonach der Vorrang des Fondsaufsichtsrechts (KAGB) gegenüber dem AGB-Recht deutlich gesetzlich klargestellt wird.

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