Projekt "Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika"
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Projekt "Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika"
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6454
21. Wahlperiode 11.06.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli, Johann Martel,
Martina Uhr, Dr. Alexander Wolf, Dr. Michael Espendiller und der Fraktion der AfD
Projekt „Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer
Demokratisierung von links in Afrika“
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) hat das Projekt „Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit
einer Demokratisierung von links in Afrika“ (IATI-Maßnahmen-ID [IATI =
International Aid Transparency Initiative]: DE-1-201928290; www.transparenz
portal.bund.de/de/detailsuche/DE-1-201928290?title=Sozial-%C3 ProzentB6ko
logische+Transformationen+verbunden+mit+einer+Demokratisierung+von+lin
ks+in+Afrika&tab=list) gefördert.
Das Programm hatte folgende Eckdaten:
– Laufzeit: 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023,
– Finanzierungsvolumen: 24 669 200 Euro und
– Tatsächliche Ausgaben: 23 434 178,55 Euro.
In der Maßnahmenbeschreibung heißt es wörtlich: „Durch Kooperation mit
PartnerInnen und Eigenmaßnahmen trägt das Regionalprogramm Afrika zu
mehr sozialer Gerechtigkeit sowie selbstbestimmtem Handeln diverser
AkteurInnen bei. Aktive Beteiligung am Prozess politischer Willensbildung, Stärkung
sozialer und demokratischer Rechte, Fragen nachhaltigen Wirtschaftens und
ökologischer Transformation stehen im Zentrum.“
Das Programm wird zu 100 Prozent dem Sektor „Demokratische Teilhabe und
Zivilgesellschaft“ zugeordnet. Die Durchführungsorganisation wird lediglich
als „donor country based NGO“ (NGO = Nichtregierungsorganisation)
anonymisiert (a. a. O.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche konkreten Maßnahmen und Aktivitäten wurden im Rahmen dieses
Programms in den jeweiligen afrikanischen Ländern durchgeführt, und
welche Kosten wurden dafür je Maßnahme aufgewendet (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller; bitte detailliert auflisten und alles nach Ländern
aufschlüsseln)?
2. Welche konkrete Nichtregierungsorganisation (vollständiger Name,
Rechtsform, Sitz, Geschäftsführung) war als „donor country based NGO“
die Durchführungsorganisation dieses Programms (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
3. Welche lokalen Partnerorganisationen (vollständige Namen, Sitz,
Rechtsform) wurden in den afrikanischen Ländern durch diese NGO gefördert
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
4. Warum trägt das Programm den expliziten Titel „Sozial-ökologische
Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in
Afrika“ (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
5. Was versteht die Bundesregierung bzw. die durchführende NGO konkret
unter „Demokratisierung von links“, und welche politischen,
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ziele sind damit verbunden (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Inwiefern dient dieses Programm der Förderung linksgerichteter,
sozialökologischer und gender-spezifischer Agenden in afrikanischen Ländern
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Sieht die Bundesregierung die gezielte Förderung einer
„Demokratisierung von links“ nicht als unzulässige Einmischung in die inneren
politischen Angelegenheiten souveräner afrikanischer Staaten an (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
8. Auf welcher völkerrechtlichen und demokratischen Legitimation beruht
es, dass die Bundesregierung mit deutschen Steuergeldern versucht, die
politische Ausrichtung anderer Staaten in eine bestimmte (linke) Richtung
zu beeinflussen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. Wer im BMZ entscheidet letztlich darüber, welche politische Richtung
und welche gesellschaftlichen Transformationen in afrikanischen Ländern
als förderungswürdig gelten und welche nicht (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
10. Wie rechtfertigt die Bundesregierung, dass auch bei diesem Programm die
durchführende NGO lediglich als „donor country based NGO“
anonymisiert bleibt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
11. Plant die Bundesregierung, derart ideologisch ausgerichtete Programme
künftig einzustellen oder zumindest ideologisch neutrale Förderansätze zu
wählen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Berlin, den 1. Juni 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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