Projekt "Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-Aktivistinnen voranbringen - mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-Rechte" (IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201806009-3320)
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Projekt "Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-Aktivistinnen voranbringen - mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-Rechte" (IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201806009-3320)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6111
21. Wahlperiode 26.05.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli, Johann Martel,
Dr. Michael Espendiller und der Fraktion der AfD
Projekt „Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-
Aktivistinnen voranbringen – mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-Rechte“
(IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201806009-3320)
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) hat im Zeitraum vom 15. September 2018 bis zum 30. April 2022 das
Projekt „Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-
Aktivistinnen voranbringen – mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-
Rechte“ gefördert (www.transparenzportal.bund.de/de/detailsuche/DE-1-20180
6009-3320). Die Maßnahme wurde durch die Engagement Global gGmbH als
Durchführungsorganisation und medica mondiale e. V. als Umsetzungspartner
realisiert (a. a. O.). Das Finanzierungsvolumen sowie die tatsächlichen
Ausgaben beliefen sich auf 249 758,00 Euro (a. a. O.).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Auf Basis welcher fachlichen Kriterien und politischen Erwägungen hat
das BMZ entschieden, gerade dieses Vorhaben zur Stärkung von NGO-
Aktivistinnen (NGO = Nichtregierungsorganisationen) zur Förderung
auszuwählen, und welche Alleinstellungsmerkmale gaben den Ausschlag
gegenüber konkurrierenden Projektvorschlägen (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
2. Welche konkreten Zielvorgaben und qualitativen Indikatoren lagen der
Bewilligung der Projektmittel in Höhe von 249 758,00 Euro zugrunde, um
den Erfolg der Maßnahme am Ende der Laufzeit messbar zu machen (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
3. Wie schlüsseln sich die Gesamtausgaben von 249 758,00 Euro detailliert
nach den Kostenarten Personal, Sachmittel, Reisekosten sowie den
indirekten Verwaltungsgemeinkosten auf (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
4. Welche spezifischen Aktivitäten und methodischen Ansätze wurden zur
Stärkung von NGO-Aktivistinnen im Rahmen der Laufzeit konkret
durchgeführt, und wie wurde deren Relevanz für die Zielgruppe vorab geprüft
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
5. Wie viele Aktivistinnen haben an den im Projekt vorgesehenen
Maßnahmen und Schulungen tatsächlich teilgenommen, und wie verteilen sich
diese Zahlen auf die verschiedenen Projektregionen in Südafrika (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
6. Auf welche Weise wurde die in der Projektbeschreibung genannte
Schwerpunktsetzung auf LGBTI-Rechte operativ in die Maßnahmen
integriert, und welche finanziellen Mittel wurden explizit für diesen
Teilbereich aufgewendet (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Welche lokalen Partnerorganisationen oder zivilgesellschaftlichen Akteure
in Südafrika oder der angrenzenden Region waren in die operative
Durchführung der Maßnahmen vor Ort eingebunden (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
8. Um welche konkreten Nichtregierungsorganisationen handelte es sich bei
den durch das Projekt gestärkten Aktivistinnen, und nach welchen
Kriterien wurden diese Organisationen für die Förderung ausgewählt (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
9. In welcher Form und durch welche Monitoring-Instrumente wurde die
Wirksamkeit der Maßnahme hinsichtlich der angestrebten
menschenrechtlichen Verbesserungen während der Laufzeit überwacht (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Liegt der Bundesregierung für dieses Projekt ein bereits abschließend
geprüfter Verwendungsnachweis vor, und gab es Beanstandungen
hinsichtlich der Mittelverwendung (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
11. Welche zentralen Ergebnisse, identifizierten Best-Practices und
verbliebenen Herausforderungen führt der Abschlussbericht des
Umsetzungspartners medica mondiale e. V. auf (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
12. Wurde nach Abschluss der Laufzeit im April 2022 eine unabhängige
externe Evaluierung oder eine vertiefte Erfolgskontrolle durch das BMZ
bzw. die Engagement Global gGmbH veranlasst (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
13. Wie hoch beziffern sich die jeweiligen Verwaltungskostenpauschalen und
Management Fees, die an die Engagement Global gGmbH sowie an
medica mondiale e. V. für die Abwicklung gezahlt wurden (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller)?
14. Aus welchem spezifischen Haushaltstitel des Einzelplans 23 wurde die
Finanzierung dieser Maßnahme geleistet, und war dieses Projekt Teil einer
übergeordneten Länderstrategie für Südafrika (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
15. Welche konkreten Maßnahmen wurden ergriffen, um die Nachhaltigkeit
der Projektergebnisse und die finanzielle Unabhängigkeit der gestärkten
Aktivistinnen über das Ende der deutschen Förderung hinaus zu sichern
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
16. Inwieweit wurden die im Verlauf dieses Projekts gewonnenen
Erkenntnisse systematisch für die Planung und Auswahl künftiger
menschenrechtlicher Vorhaben im südlichen Afrika herangezogen (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller)?
Berlin, den 20. Mai 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
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