Auswirkungen der reduzierten Trassenvarianten des Projekts Hannover-Bielefeld auf die L712n sowie der damit verbundenen Planungs- und Beratungskosten
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Auswirkungen der reduzierten Trassenvarianten des Projekts Hannover-Bielefeld auf die L712n sowie der damit verbundenen Planungs- und Beratungskosten
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4660
21. Wahlperiode 12.03.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Maximilian Kneller, Wolfgang Wiehle, René Bochmann,
Alexis L. Giersch, Lars Haise, Stefan Henze, Ulrich von Zons, Carsten Becker,
Hans-Jürgen Goßner, Leif-Erik Holm, Dr. Rainer Kraft, Andreas Mayer, Volker
Scheurell, Otto Strauß und der Fraktion der AfD
Auswirkungen der reduzierten Trassenvarianten des Projekts Hannover–Bielefeld
auf die L712n sowie der damit verbundenen Planungs- und Beratungskosten
Mit dem von der Deutschen Bahn AG (DB AG) vorgestellten Neubauprojekt
zwischen Hannover und Bielefeld soll im Rahmen des sogenannten
Deutschlandtakts die Fahrzeit auf 31 Minuten verkürzt werden. Die Planung von
ursprünglich zwölf Trassen-Korridor-Varianten ist auf eine Anzahl von zwei
eingegrenzt worden. (www.hannover-bielefeld.de/). Eine Planungsvariante weist
in der Darstellung eine Überschneidung mit der sich im Bau befindenden
L712n auf (www.strassen.nrw.de/de/l712n-lueckenschluss-der-ostwestfalenstra
sse-projektueberblick.html). Eindrücklich ist der Webseite der DB InfraGO AG
zu entnehmen, dass die Trassenvariante „V3“ eine Überschneidung mit der sich
im Bau befindenden L712n aufweist. Auf der Schaukarte ist die
Trassenvariante „V3“ als geplanter Bahndamm auf dem Abschnitt angezeigt, in dem diese
sich mit der sich im Bau befindenden L712n überschneidet (www.hannover-bie
lefeld.de/trassen-korridor/v03). Ebenfalls wird durch die Landesregierung von
Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass diese Kenntnis über mögliche
Überschneidungen zwischen der L712n und einer der durch die DB InfraGO
veröffentlichten Planungsvarianten verfügt (www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumenten
archiv/Dokument/MMD18-13772.pdf). Die Bundesregierung jedoch verfügt
über keine Kenntnis von möglichen Überschneidungen der sich im Bau
befindenden L712n und einer der Planungsvarianten der DB, in Bezug auf die
Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover (Antwort der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/751).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Aus welchem Grund bestehen Widersprüche zwischen der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/751 insbesondere hinsichtlich der Antworten zu den Fragen 1 bis
3 und der Antwort der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (www.landt
ag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-1377
2.pdf) auf die entsprechende Kleine Anfrage, insbesondere zu Frage 1?
2. Beeinflusst die Planungsvariante „V3“ der seitens der DB AG
ausgewählten Trassen-Korridor-Variante nach Kenntnis der Bundesregierung die
Realisierung der sich im Bau befindenden Straße L712n zwischen Bielefeld
und Herford?
3. Welche konkreten baulichen Maßnahmen sind bei einer Umsetzung der
Trassen-Korridor-Variante „V3“ vorgesehen, insbesondere vor dem
Hintergrund, dass sich gemäß der veröffentlichten Kartendarstellung in dem
Planungskorridor „Anbindung Schildesche“ zwei Überschneidungen mit
der geplanten Trasse der L712n ergeben, die jeweils in den Bauformen
„Damm“ beziehungsweise „Einschnitt“ dargestellt sind?
4. Hat die DB AG nach Kenntnis der Bundesregierung die Landesregierung
Nordrhein-Westfalens über eine Überschneidung der Planungsvariante
„V3“ mit der L712n informiert?
a) Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt wurde die Landesregierung
informiert?
b) Wenn ja, welche konkreten Ergebnisse gingen aus dem Austausch
hervor?
c) Wenn nein, weshalb kam es zu keinem Austausch?
5. Welche Planungskosten sind nach Kenntnis der Bundesregierung seit
Beginn der Variantenuntersuchungen bis zur nun erfolgten Reduzierung auf
zwei Trassenvarianten entstanden?
6. Sind nach Kenntnis der Bundesregierung im Rahmen der
Variantenuntersuchungen des Projekts „Hannover–Bielefeld“ Rechtsberatungskosten
angefallen?
a) Wenn ja, welche externen Rechtsdienstleister wurden für welche
jeweilige Leistung beauftragt?
b) Wenn ja, welche Kosten sind jeweils pro Rechtsberatungsdienstleister
entstanden?
7. Sind nach Kenntnis der Bundesregierung im Verlauf der bisherigen
Planungen mit der Eingrenzung auf eine Anzahl von zwei Trassen-Korridor-
Varianten externe Gutachter beauftragt worden?
a) Wenn ja, welche Gutachterbüros, Institute oder Sachverständigen
wurden beauftragt?
b) Wenn ja, welche Leistungen wurden jeweils erbracht?
c) Wenn ja, welche Kosten sind für die jeweiligen Gutachter angefallen?
8. Welche Kosten sind nach Kenntnis der Bundesregierung im Rahmen der
Bürgerbeteiligung und der damit zusammenhängenden
Öffentlichkeitsarbeit angefallen?
9. Verfügt die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viel Fläche beim Bau
einer der jeweiligen Trassen-Korridor-Varianten versiegelt werden würde?
a) Wenn ja, wie hoch wäre der Flächenverbrauch bei der Realisierung
von Variante V3?
b) Wenn ja, wie hoch wäre der Flächenverbrauch bei der Realisierung
von Variante V4?
10. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten bei der
Realisierung der Trassen-Korridor-Varianten V3 und V4 (bitte die jeweilige
Annahme der Kosten einzeln aufschlüsseln)?
Berlin, den 27. Februar 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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