Förderung geschlechterresponsiver Bewirtschaftung von Waldökosystemen und Agroforstsystemen in Indien
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Förderung geschlechterresponsiver Bewirtschaftung von Waldökosystemen und Agroforstsystemen in Indien
Deutscher Bundestag Drucksache 21/4433
21. Wahlperiode 03.03.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Denis Pauli, Rocco Kever, Johann Martel, Matthias Rentzsch,
Alexis L. Giersch, Wolfgang Wiehle, René Bochmann, Lars Haise, Maximilian
Kneller, Ulrich von Zons, Stefan Henze, Leif-Erik Holm, Dr. Rainer Kraft, Hans-
Jürgen Goßner, Volker Scheurell, Otto Strauß, Andreas Mayer, Carsten Becker,
Dr. Gottfried Curio, Steffen Janich, Martin Hess und der Fraktion der AfD
Förderung geschlechterresponsiver Bewirtschaftung von Waldökosystemen und
Agroforstsystemen in Indien
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
(GIZ GmbH) gibt auf ihrer Netzseite bekannt, dass die „geschlechterresponsive
Bewirtschaftung von Waldökosystemen und Agroforstsystemen“ in Indien mit
deutschen Fördergeldern in Höhe von 6 Mio. Euro unterstützt wird (http://gi
z.de/de/projekte/staerkung-der-geschlechterresponsiven-bewirtschaftung-von-w
aldoekosystemen-und/).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Mit welcher Arbeitsdefinition des Begriffes „geschlechterresponsive
Bewirtschaftung von Waldökosystemen“ arbeitet die Bundesregierung?
2. Welche Ziele werden mit der Förderung konkret verfolgt?
3. Wofür werden die Mittel in Höhe von 6 Mio. Euro im Einzelnen
verwendet?
4. In welchen Regionen Indiens findet die Förderung statt?
5. Mit welchen Partnern arbeitet die GIZ GmbH bei diesem Vorhaben
zusammen (bitte vollständig auflisten)?
6. Wodurch zeichnet sich eine „geschlechterresponsive“ Bewirtschaftung im
Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen aus (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
7. Welche Bevölkerungsgruppen profitieren von dem Projekt, und wie sehen
diese Vorteile aus?
8. Werden lokale Gemeinden oder indigene Gruppen eingebunden, und wenn
ja, wie erfolgt diese Einbindung?
9. Welchen verbindlichen Regelungen zur Projektplanung, Projektsteuerung
und Projektkontrolle unterliegen die Maßnahmen der GIZ GmbH?
10. Mit welchen Indikatoren, Evaluierungen und Monitoring-Maßnahmen
wird die Zielerfüllung der Projekte abgesichert?
11. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit Auszahlungen im Rahmen des
Projekts geleistet werden?
12. Gibt es eine Erfolgskontrolle für die geförderten Projekte?
13. Welche Mechanismen werden im Detail eingesetzt, um etwaigen
Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten in der Mittelverwendung nachzugehen?
14. Welche Maßnahmen kommen bei festgestellten Verstößen konkret zur
Anwendung, wurden jemals Verstöße festgestellt, und wenn ja, welche
konkret?
15. Auf welche Initiativen geht nach Kenntnis der Bundesregierung die
Gewährung der Förderung zurück, und wie lange dauerte der Antragsprozess
bis zur Genehmigung?
16. Wie bewertet die Bundesregierung den Mitteleinsatz im Hinblick auf die
Effektivität und Verhältnismäßigkeit?
17. Wie erklärt die Bundesregierung die Notwendigkeit von Förderungen von
Maßnahmen in Indien mit deutschen Steuergeldern?
18. Gibt es umgekehrt auch Projekte in Deutschland, die mit indischen
Steuergeldern finanziert bzw. unterstützt werden, und wenn ja, welche (bitte
nach Maßnahme und Höhe der jeweiligen Förderung durch Indien
aufschlüsseln)?
19. Wie viele Projekte im Zusammenhang mit Geschlechterresponsivität
werden gegenwärtig, global, noch durch die Bundesregierung gefördert (bitte
nach Projekt und Fördersumme aufschlüsseln)?
20. Gibt es in diesem Zusammenhang (vgl. Frage 19) gegenwärtig
förderwürdige oder beantragte Projekte im Inland, die nicht gefördert werden, und
wenn ja, warum wurde dann der Förderung in Indien der Vorzug gewährt?
Berlin, den 2. März 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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