Sicherheitspolitische Konsequenzen des unerlaubten Entfernens ukrainischer Soldaten (Deserteure) während der Ausbildung durch die Bundeswehr
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Sicherheitspolitische Konsequenzen des unerlaubten Entfernens ukrainischer Soldaten (Deserteure) während der Ausbildung durch die Bundeswehr
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7986
21. Wahlperiode 11.09.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Jörg Zirwes, Andreas Paul, Thomas Ladzinski, Kurt
Kleinschmidt und der Fraktion der AfD
Sicherheitspolitische Konsequenzen des unerlaubten Entfernens ukrainischer
Soldaten (Deserteure) während der Ausbildung durch die Bundeswehr
Bezugnehmend auf Medienberichte wurden seit dem 17. Oktober 2022 im
Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen der Bundeswehr auf diversen Standorten im
Bundesgebiet etwa 25 000 ukrainische Soldaten ausgebildet (www.bundesweh
r.de/de/auftrag/einsaetze/missionen/anerkannte-missionen/unterstuetzungsmisio
n-eumam-ukraine, abgerufen am 24. August 2026). Berichten zufolge kam es
hierbei in zahlreichen Fällen zum unerlaubten Entfernen von
Truppenübungsplätzen durch ukrainische Soldaten (www.welt.de/politik/ausland/article6a8722
27c3692834ff6d7936/ukrainische-soldaten-desertieren-bei-ausbildung-in-deuts
chland-bericht-ueber-mehrere-hundert-faelle.html, abgerufen am 24. August
2026). In Sachsen-Anhalt soll es bereits mehr als 80 Fälle gegeben haben
(www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/jerichow/deserteure-flieh
en-100,ukrainische-soldaten-122.html, abgerufen am 24. August 2026). Das
unerlaubte Entfernen von Truppenübungsplätzen birgt nicht nur potenzielle
Sicherheitsrisiken im Bundesgebiet, sondern wirft auch erhebliche aufenthalts-
und ordnungsrechtliche Fragen auf.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Fälle des unerlaubten Entfernens oder der Fahnenflucht von
ukrainischen Soldaten während ihrer Ausbildung in Deutschland sind der
Bundesregierung seit Beginn der Ausbildungsmaßnahmen im Jahr 2022
bundesweit bekannt (bitte nach Jahren und Bundesländern aufschlüsseln)?
2. Wie verteilt sich die Anzahl dieser Fälle (vgl. Frage 1) auf die jeweiligen
Standorte und Truppenübungsplätze der Bundeswehr?
3. Welche rechtlichen Schritte und polizeilichen Fahndungsmaßnahmen leitet
die Bundesregierung bzw. die Bundespolizei in Absprache mit den
Landesbehörden ein, wenn das unerlaubte Entfernen eines ukrainischen Soldaten
festgestellt wird?
4. Welchen aufenthaltsrechtlichen Status besitzen die Betroffenen zum
Zeitpunkt ihres Entfernens, und wie wird ihr Aufenthalt nach einem
Entweichen rechtlich eingeordnet bzw. geahndet?
5. In wie vielen Fällen konnten bisher entweichende Soldaten aufgefunden,
aufgegriffen oder an ukrainische Behörden bzw. Stellen überstellt werden?
6. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den Verbleib der
entweichenden Soldaten innerhalb des Bundesgebiets oder des Schengen-
Raums?
7. Welche Sicherheitsüberprüfungen finden im Vorfeld der Einreise und der
Ausbildung ukrainischer Soldaten auf deutschem Hoheitsgebiet statt, um
sicherheitsrelevante Risiken zu minimieren?
8. Welche Maßnahmen ergreift das Bundesministerium der Verteidigung
gegebenenfalls, um das Entweichen von ausländischen Soldaten auf deutschem
Staatsgebiet künftig zu verhindern?
Berlin, den 10. September 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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