Schriftliche Frage 71 von Dr. Michael Arndt (DIE LINKE): Hat die Deutsche Bahn AG Alternativen zu den in den Jahren 2028 und 2029 geplanten Vollsperrungen im Rahmen von Sanierungsarbeiten der Bahns…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr.
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Schriftliche Frage 71 von Dr. Michael Arndt (DIE LINKE): Hat die Deutsche Bahn AG Alternativen zu den in den Jahren 2028 und 2029 geplanten Vollsperrungen im Rahmen von Sanierungsarbeiten der Bahns…
Frage 71 (Dr. Michael Arndt, Die Linke):
Hat die Deutsche Bahn AG Alternativen zu den in den Jahren 2028 und 2029 geplanten Vollsperrungen im Rahmen von Sanierungsarbeiten der Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und Forbach geprüft, und wenn ja, mit welchem Ergebnis (bitte dabei die jeweiligen prognostizierten Gesamtkosten und Zeiträume der Sanierung, sowie den prognostizierten volkswirtschaftlichen Schaden für die jeweiligen Sanierungsmodelle angeben), und wie wird sie in den Zeiträumen der Vollsperrung den Anschluss von Personen- und Gewerbekunden an das Netz der Deutschen Bahn AG bzw. der SNCF sicherstellen?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange vom 23. Juli 2026:
Im Rahmen der europäischen Vorgaben hat die DB InfraGO AG, die aus den Sperrungen der Korridorsanierung angezeigten Kapazitätsbeschränkungen herangezogen und Varianten dargestellt. Die Planungen des Bauablaufs der Korridorsanierung Forbach – Ludwigshafen im 2. Halbjahr 2029 schreibt die DB InfraGO AG regelmäßig fort. Ziel ist es, die Sperrbedarfe trotz des umfangreichen Sanierungsumfangs zu optimieren und Einschränkungen für Reisende und den Güterverkehr zu begrenzen. Die Kostenermittlung befindet sich derzeit noch in Erarbeitung. Die volkswirtschaftlichen Bewertungen der bisher durchgeführten Korridorsanierungen zeigen einen Vorteil des gebündelten Sanierens gegenüber dem Bauen unter dem Rollenden Rad. Wesentlicher Treiber sind die in Summe geringeren Umleitungsbedarfe infolge geringerer Sperrzeiten. Für die Sperrzeiträume erarbeitet die DB InfraGO AG ein umfassendes Verkehrskonzept. Nach aktuellem Planungsstand soll der Güterverkehr 2029 über Perl/Apach ins SNCF-Netz und der Fernverkehr über Strasbourg/POS-Süd umgeleitet werden. Für den Güterverkehr von und zu den Betrieben, die direkt an der gesperrten Strecke liegen, soll ein gesondertes Vorgehen mit Fahrten im sogenannten Baugleis analog den vorangehenden Korridorsanierungen angewendet werden. Im Nahverkehr ist ein hochwertiger Schienenersatzverkehr vorgesehen. Zur Ausarbeitung der Verkehrskonzepte bestehen Arbeitsgruppen mit der SNCF Infra für den grenzüberschreitenden Verkehr sowie den zuständigen Aufgabenträgern ZÖPNV Süd für Rheinland-Pfalz und ZPS im Saarland.
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