Schriftliche Frage 87 von Linda Heitmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, wie sich die Hitzewelle in Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die gesundheitli…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des BMG. Ressortforschungsinstitute sind in der Methodik und der Bewertung der wissenschaftlichen Ergebnisse frei. Die Auswahl der Forschungsgegenstände und die Umsetzung der Forschungsergebnisse unterliegen jedoch, wie bei allen Ressortforschungseinrichtungen des Bundes, der Rechts- und Fachaufsicht durch das übergeordnete Bundesministerium. Das bedeutet, dass zum Beispiel in Bezug auf Empfehlungen zum Krisenmanagement Vorgaben durch das BMG erfolgen können. Auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/14802 wird verwiesen..
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Schriftliche Frage 87 von Linda Heitmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, wie sich die Hitzewelle in Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die gesundheitli…
Frage 87 (Linda Heitmann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, wie sich die Hitzewelle in Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 auf die gesundheitliche Versorgung von obdachlosen Menschen, Menschen ohne Krankenversicherung sowie Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen ausgewirkt hat, insbesondere mit Blick auf den Zugang zu medizinischer Akutversorgung, aufsuchender Hilfe, Trinkwasser, Schutzräumen und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 21. Juli 2026:
In der Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 hat es in Deutschland eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regionalen Temperaturen über 40 Grad Celsius gegeben. Die Bundesregierung nimmt die gesundheitlichen Auswirkungen solcher klimawandelbedingten extremen Wetterereignisse, die in Zukunft noch häufiger und intensiver auftreten werden, sehr ernst. Mit dem „Hitzeschutzplan für Gesundheit“ hat das Bundesministerium für Gesundheit bereits im Jahr 2023 auf die wiederkehrenden Hitzeperioden reagiert, um die Bevölkerung für kommende intensivere, häufigere und längere Hitzeperioden noch besser vorzubereiten und zu schützen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Verwaltungs- und Finanzierungskompetenz für den Schutz der Gesundheit vor Hitze bei den Ländern liegt. Der Bundesregierung ist bewusst, dass obdachlose Menschen, Menschen ohne Krankenversicherung sowie Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen zu den besonders hitzegefährdeten Bevölkerungsgruppen zählen. Der Bundesregierung liegen jedoch keine Erkenntnisse darüber vor, wie sich die Hitzewelle in Kalenderwoche 26 des Jahres 2026 konkret auf die gesundheitliche Versorgung der genannten Personengruppen ausgewirkt hat. Eine bundesweite Erfassung hitzebedingter Auswirkungen auf den Zugang zur medizinischen Akutversorgung, aufsuchenden Hilfen, Trinkwasserversorgung, Schutzräumen oder niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten erfolgt nicht. Die Bereitstellung und Organisation von Maßnahmen wie Trinkwasserangeboten, Schutzräumen, aufsuchender Sozial- und Gesundheitsarbeit sowie weiteren niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten liegt im Wesentlichen in der Zuständigkeit der Länder und Kommunen. Entsprechend verfügt die Bundesregierung über keine Übersicht über die vor Ort getroffenen Maßnahmen oder deren Inanspruchnahme während der infrage stehenden Hitzewelle.
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