Schriftliche Frage 41 von Robin Wagener (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Veröffentlichung von Namen und Adressen europäischer Drohnen-Hersteller durch da…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 11. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern.
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Schriftliche Frage 41 von Robin Wagener (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Veröffentlichung von Namen und Adressen europäischer Drohnen-Hersteller durch da…
Frage 41 (Robin Wagener, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Veröffentlichung von Namen und Adressen europäischer Drohnen-Hersteller durch das russische Verteidigungsministerium (siehe www.merkur.de/politik/medwedew-droht-n ach-selenskyj-besuch-in-berlin-mit-angriffsliste-9 4266277.html), und was haben die Bundesregierung und ihre nachgeordneten Behörden unternommen, um neue, kleine und mittelständische Unternehmen der deutschen Verteidigungsindustrie vor den Gefahren ausländischer Sabotage zu schützen?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Daniela Ludwig vom 12. Mai 2026:
Die Bundesregierung stellt fest, dass sich die Veröffentlichung in die aktuelle Gefährdungslage für deutsche Unternehmen der Sicherheitsund Verteidigungsindustrie einfügt. Russische Nachrichtendienste versuchen, die Produktion, Lieferketten und Geschäftsabläufe von deutschen Rüstungsunternehmen auszuspähen oder zu sabotieren. Vor dem Hintergrund der militärischen Bedeutung von Drohnen für die Kriegsführung in der Ukraine zielen die Veröffentlichungen des russischen Verteidigungsministeriums insbesondere auch auf den Aufbau einer Drohkulisse. Angesichts der beschriebenen Bedrohungslage haben das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt bereits im März 2026 ein gemeinsames Sensibilisierungsschreiben an Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft herausgegeben, um auf die Risiken von Ausspäh- und Sabotageversuchen durch russische Nachrichtendienste hinzuweisen. Darüber hinaus greift auch die Initiative Wirtschaftsschutz, ein vom Bundesministerium des Innern koordinierter Zusammenschluss von Sicherheitsbehörden mit Spitzenwirtschafts- und Sicherheitsverbänden, aktuelle sicherheitsrelevante Entwicklungen auf. Die Partner der Initiative analysieren gemeinsam die Risikolage globaler Wertschöpfungsund Lieferketten deutscher Unternehmen und stellen ihre Expertise im Bereich Wirtschaftsschutz zur Verfügung – insbesondere mit Blick auf hybride Bedrohungen und Sabotage. Der Fokus liegt dabei auf fachlichem Austausch, Sensibilisierung, Information und der Unterstützung von Unternehmen im Umgang mit Sicherheitsrisiken.
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