Schriftliche Frage 154 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen getroffen, um die Hitzeschutzmaßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit der Hitzesaison 2025…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 11. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 154 von Johannes Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen getroffen, um die Hitzeschutzmaßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit der Hitzesaison 2025…
Frage 154 (Johannes Wagner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen getroffen, um die Hitzeschutzmaßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit der Hitzesaison 2025 zu evaluieren, und wenn ja, welche, und welche Indikatoren – etwa hitzebedingte Mortalität oder Hospitalisierungsraten – werden dabei herangezogen?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 11. Mai 2026:
Die mit dem „Hitzeschutzplan für Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelten Strategien zielen darauf ab, hitzeassoziierte Todesfälle zu vermeiden, zu reduzieren sowie Krankheitsverläufe abzumildern. Die Auswirkungen auf die hitzeassoziierte Morbidität und Mortalität in der Bevölkerung sind abhängig von der Intensität der jährlichen Hitzeperioden. Da diese teilweise erheblichen jährlichen Schwankungen unterliegen, ist eine einfache kausale Korrelation bzw. eine methodisch belastbare Quantifizierung von Effekten einzelner Maßnahmen nur sehr eingeschränkt möglich. Das Robert Koch-Institut (RKI) arbeitet mit dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Wetterdienst zusammen, um das Hitzemonitoring methodisch weiterzuentwickeln. Dabei ist insbesondere der Austausch von Daten und Ergebnissen der regionalen Modellierungen auf Ebene der Landkreise relevant. Zugleich werden auch Möglichkeiten einer KIbasierten Modellierung der hitzebedingten Mortalität mit regionaler Auflösung durch das RKI in den Blick genommen und wissenschaftlich validiert. Überdies entwickelt das RKI aktuell mit dem Forschungsprojekt MOCCHA (Monitoring of Climate Change-related Health Aspects) klimabezogene Gesundheitsindikatoren für das Gesundheitsmonitoring, die auch den Bereich Hitze (z. B. Hitzeschutzkompetenz) umfassen werden. Auf Basis des Erkenntnisgewinns des MOCCHA-Vorhabens können perspektivisch auch Interventions- und Kommunikationskaskaden durch gezielte Warn-Information verbessert werden. Auch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit evaluiert systematisch und regelmäßig seine Informationsangebote zum gesundheitlichen Hitzeschutz und passt auf dieser Grundlage seine Kommunikationsaktivitäten beim gesundheitlichen Hitzeschutz an.
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