Schriftliche Frage 50 von Vinzenz Glaser (DIE LINKE): Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus der zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Präsenz Chinas in Lateinamerika, insbe…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 2. Juni 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.
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Schriftliche Frage 50 von Vinzenz Glaser (DIE LINKE): Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus der zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Präsenz Chinas in Lateinamerika, insbe…
Frage 50 (Vinzenz Glaser, Die Linke):
Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus der zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Präsenz Chinas in Lateinamerika, insbesondere im Bereich von Infrastrukturinvestitionen, und welche Auswirkungen sieht sie für die deutsche und europäische Außen- und Handelspolitik in der Region?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Bernhard Kotsch vom 6. Juni 2025:
China hat seine Präsenz und seinen Einfluss in Lateinamerika und der Karibik in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Die Bundesregierung beobachtet diese Entwicklung genau. Lateinamerika und die Karibik sind für Deutschland und Europa wichtige Partner in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie für das gemeinsame Engagement für Demokratie und die Stärkung der regelbasierten internationalen Ordnung. Der Ausbau ihrer Partnerschaften mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik ist für die Bundesregierung daher von besonderer Bedeutung. Die Bundesregierung strebt eine weitere Vertiefung der Handelsbeziehungen mit den Staaten der Region Lateinamerika und Karibik an. Hierzu sollen rasche Fortschritte bei der Annahme im Rat der Europäischen Union und der Ratifizierung von EU-Handelsabkommen mit den MER- COSUR-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) sowie mit Chile und Mexiko einen Beitrag leisten. Infrastrukturinvestitionen in Lateinamerika erfolgen unter anderem im Rahmen der EU-Konnektivitätsinitiative Global Gateway. Ein Beispiel für ein Global-Gateway-Projekt in Lateinamerika mit deutscher Unternehmensbeteiligung ist der Ausbau des Flughafens Lima/Callao in Peru. Für dieses Projekt hat die Bundesregierung zwei Investitionsgarantien übernommen. Daneben setzt die Bundesregierung Anreize für eine stärkere Diversifizierung der Außenwirtschaftsbeziehungen und bietet vergünstigte Konditionen für die Übernahme von Investitionsgarantien in ausgewählten Diversifizierungszielen u. a. in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru an, um deutsche Unternehmen noch wirkungsvoller bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen.
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