Schriftliche Frage 49 von Josef Oster (CDU/CSU): Welche Fallzahlen für ME/CFS sowie für Post COVID und Post Vac, getrennt nach Altersgruppen (vor allem Jugendliche und Erwachsene), sind der…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 28. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 49 von Josef Oster (CDU/CSU): Welche Fallzahlen für ME/CFS sowie für Post COVID und Post Vac, getrennt nach Altersgruppen (vor allem Jugendliche und Erwachsene), sind der…
Frage 49 (Josef Oster, CDU/CSU):
Welche Fallzahlen für ME/CFS sowie für Post COVID und Post Vac, getrennt nach Altersgruppen (vor allem Jugendliche und Erwachsene), sind der Bundesregierung in Deutschland und in einer lokal darstellbaren Größe, etwa für den Wahlkreis 198 oder die Region Koblenz, bekannt?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Dittmar vom 2. Mai 2025:
Konkrete Daten zu den verschiedenen Krankheitsbildern getrennt nach Altersgruppen und Regionen/Wahlkreisen liegen dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nicht vor. Bevölkerungsbasierte Studien berichten größtenteils Prävalenzen für Long COVID zwischen 5 Prozent und 10 Prozent bei Personen mit vorangegangener SARS-CoV-2-Infektion unter Berücksichtigung von Symptomen im Zeitraum von mindestens drei Monaten nach Infektion in Anlehnung an die vorläufige Falldefinition von Post-COVID-19 der WHO (https://iris.who.int/handle/10665/345824). Bei dem Krankheitsbild ME/CFS ist es schwierig, genaue Angaben zur Häufigkeit von ME/CFS zu machen, da zur Diagnosestellung verschiedene Kriterienkataloge verwendet werden. Unterschiede in den dort beschriebenen Leitsymptomen und fakultativen Symptomen sowie den auszuschließenden Komorbiditäten führen zu unterschiedlichen Prävalenzschätzungen. Insgesamt schätzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Prävalenz von Patientinnen und Patienten mit ME/CFS in Deutschland in der Zeit vor der SARS-CoV-2-Pandemie auf ungefähr 140.000 bis 310.000 Patientinnen und Patienten (Quelle: Abschlussbericht zum aktuellen Wissensstand zu ME/CFS, veröffentlicht Mai 2023). Die Erkrankung kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten, zeigt aber zwei Häufigkeitsgipfel der Inzidenz (Adoleszenz und zwischen dem 30. und 39. Lebensjahr), Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen. Da ein Teil der Long COVID-Patientinnen und -Patienten die ME/CFS- Diagnosekriterien erfüllt, dürfte die Zahl der Betroffenen seit der Pandemie gestiegen sein. Die genaue Prävalenz von Long COVID und der Anteil an ME/CFS-Betroffenen kann jedoch weiterhin nicht verlässlich geschätzt werden, da die Datenlage nach wie vor limitiert ist. Weitere Erkenntnisse sind aus den Ergebnissen der Projekte der beiden Förderschwerpunkte des Bundesministeriums für Gesundheit „Erforschung und Stärkung einer bedarfsgerechten Versorgung rund um die Langzeitfolgen von COVID-19 (Long COVID)“ und „Modellmaßnahmen zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Long COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen“, zu erwarten (www.bundesgesundheitsministerium.de/ministeri um/ressortforschung/handlungsfelder/forschungsschwerpunkte/long-/po st-covid.html).
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