polradar

Frage von Jan Krampe (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde

dip / rede 07.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

Im Graph öffnen

Text

Frage von Jan Krampe (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde Welche nach Bundesländern geordneten Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, in welchem Verhältnis das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zur tatsächlichen Kriminalitätsbelastung steht, und welche konkreten Maßnahmen leitet die Bundesregierung daraus für Regionen ab, in denen das Sicherheitsgefühl besonders niedrig ist, obwohl dort keine entsprechend hohe Kriminalitätsbelastung festgestellt wird? Antwort des Parl. Staatssekretärs Christoph de Vries: Der Bundesregierung ist aus wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, dass eher eine mittelbare Interdependenz zwischen dem subjektiven Sicherheitsgefühl und der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung besteht. Das subjektive Sicherheitsgefühl wird von einer Vielzahl individueller und kontextbezogener Faktoren beeinflusst. Hierzu zählen beispielsweise die soziale und räumliche Struktur des Wohnumfelds sowie weitere Faktoren wie die regionale Berichterstattung. Für die Umsetzung regionaler Maßnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsempfindens vor Ort eignen sich am besten regionale Akteure, die auf Grundlage der jeweiligen Situation lageangepasst agieren. Die Bundesregierung trägt durch die Bereitstellung objektiver Informationen zum Kriminalitätsgeschehen dazu bei, das subjektive Sicherheitsempfinden mit dem tatsächlichen Kriminalitätsgeschehen abgleichen zu können. Als Datengrundlagen sind hier insbesondere die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Lagebilder des Bundeskriminalamts zu spezifischen Kriminalitätsbereichen und die bundesweite Dunkelfeldstudie Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD) zu nennen. Die Zuständigkeit für die Auswertung der Daten von SKiD auf Landesebene und darunter liegt bei den Ländern.

Relationen