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Rede von Detlef Seif (CDU/CSU) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,

dip / rede 09.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 36: Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,.

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Rede von Detlef Seif (CDU/CSU) – Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann, Frau Kollegin, ich empfehle Ihnen: Lesen Sie die Sitzungsprotokolle der letzten Jahre und meine Redebeiträge! Das, was die AfD in solchen Debatten vorbringt, ist natürlich menschenfeindlich und ist auch nicht hinzunehmen. (Beifall bei der CDU/CSU – Lachen des Abg. Dr. Bernd Baumann [AfD]) Aber das ist nicht das heutige Thema. Für mich ist das heutige Thema die Migrationswende. Und wir liefern. (Lamya Kaddor [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN]: Das bringt doch gar nichts!) Da Sie auf den Anspruch auf Asyl abheben: Sind Sie sich bewusst, dass 60 bis 70 Prozent der Menschen, die zurzeit zu uns kommen, (Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Afghanen, Syrer, Iraner, Iraker!) überhaupt keinen Schutzanspruch haben und ihre Asylanträge abgelehnt werden? Viele machen sich auf den Weg aus wirtschaftlichen Gründen, weil sie wissen, (Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Afghanen, Syrer, Iraner und Iranerinnen, Jesidinnen!) dass sie hier in der Europäischen Union aufgrund des aktuellen Systems eine Zukunft haben. Fragen Sie Migrationsforscher. Wenn Sie mich mit dem Wort „christlich“ ansprechen: Das aktuelle System ist höchst unchristlich, weil wir nämlich Schlepper fördern, weil wir die Systematik fördern. (Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie bezahlen die libysche Küstenwache!) Sie verschließen davor die Augen, dass auch das Sterben im Mittelmeerraum letztlich auf diese Politik zurückzuführen ist. (Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wir müssen zurückkommen zum „Wir schaffen das“! Wirklich, wenn wir das nicht hinkriegen! – Gegenruf des Abg. Thorsten Frei [CDU/ CSU]) Die Menschen wissen, sie können das machen und werden am Ende des Tages Erfolg haben. Ich bin dafür, dass wir die besonders bedrohten Menschen, die schwachen Menschen, die kranken Menschen mehr in den Fokus nehmen. Viele Menschen aus richtig isolierten und bedrohten Regionen, wie zum Beispiel im Jemen, haben überhaupt nicht die Chance. Aus Nigeria kommen nur die Leute aus relativ sicheren Gebieten über Schlepper zu uns. Aus den unsicheren Gebieten findet fast keiner den Weg in die Europäische Union. Da muss ein wirklich grundsätzlicher Wechsel stattfinden. Diese Schwierigkeiten und das Problem, das in Ausgleich zu bringen, haben Sie nie zur Kenntnis genommen. Aber genau das ist der Punkt. Wir sind hier christlich unterwegs. Wir wollen ein effektives, humanitäres System, das aber die Belastungsgrenzen unserer Gesellschaft nicht übersteigt. Vor allen Dingen blenden Sie auch die Problematik der Sicherheit aus. (Lamya Kaddor [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN]: Kirchen distanzieren sich!) Bei Zuströmen, die man nicht kontrollieren kann, –

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