Rede von Johannes Singhammer (CDU/CSU) – Gruß, Sibylle Laurischk, Ina Lenke, weiterer
Teil von Protokoll der 166. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 4 a bis 4 c: Gruß, Sibylle Laurischk, Ina Lenke, weiterer.
Text
Rede von Johannes Singhammer (CDU/CSU) – Gruß, Sibylle Laurischk, Ina Lenke, weiterer
Ich möchte jetzt gern den Gedanken, den ich
begonnen habe, fortführen, Frau Kollegin Gruß. – Weil wir
dem Bereich Elternbildung neben allen finanziellen
und ökonomischen Absicherungen der Familien einen so
hohen Stellenwert zumessen, ist es wichtig, dass wir uns
um die wenigen Familien kümmern, die offensichtlich
selber nicht mehr in der Lage sind, Werte und Bildung
weiterzugeben,
weil sie ihnen vielleicht von ihren Eltern nicht mehr in
ausreichendem Umfang vermittelt wurden. Deshalb wird
es unser Hauptanliegen sein, diesen Teufelskreis bei den
wenigen Eltern ohne Orientierung – ich warne davor, das
Regel-Ausnahme-Verhältnis auf den Kopf zu stellen – zu
durchbrechen.
Lassen Sie mich zu einer Fraktion hier im Deutschen
Bundestag kommen, die in Bezug auf Versprechungen
nicht zu überbieten ist, die so genannte Linkspartei. Das
Kindergeld soll auf einen Schlag um die Gesamtsumme
von 19 Milliarden Euro im Jahr erhöht werden. Der von
der Linkspartei geforderte Zuschuss für die Förderung
von Studenten würde 17 Milliarden Euro im Jahr kosten.
Die familienpolitische Sprecherin der Linken, mit der Sie
sich offensichtlich nicht ganz einig sind, Christa Müller,
fordert ein Betreuungsgeld von immerhin 116 Milliarden
Euro im Jahr. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Johannes SinghammerWenn ich allein diese drei Leistungen
zusammenzähle, komme ich auf 152 Milliarden Euro im Jahr. Über
die Finanzierung schweigt man sich aus.
Selbstverständlich sollen die Reichen diese Summe aufbringen. Ich
sage Ihnen, was bei Ihren utopischen Forderungen
herauskommen wird: Die Reichen, die in Monaco ihren
Steuersitz haben, werden Sie nicht erwischen. Aber einer
derjenigen, der unter der dann entstehenden
Steuererhöhungsorgie leiden wird, wird der Facharbeiter mit zwei
Kindern sein, der sich ein kleines Häuschen geleistet hat.
Ihm werden Sie das Geld aus der Tasche ziehen müssen,
sonst werden Sie diese Riesensumme nicht
hereinbekommen. Damit wird aber nicht die Kinderarmut
bekämpft; vielmehr wird die Kinderarmut bei diesen
Familien noch größer.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort auf die
folgende Frage: Was ist der Grund dafür, dass die
Kinderarmut in der Stadt, in der Sie mitregieren, wo
sicherlich schwierige Verhältnisse herrschen, in Berlin, in den
letzten Jahren um 32 Prozent gestiegen ist?
(Paul Lehrieder [CDU/CSU]: Und Kitas
geschlossen werden!)
Wie hängt das zusammen? Was ist der Grund dafür? Sie
sind in Berlin an der Regierung beteiligt. Sagen Sie doch
einmal etwas dazu.
Ich sage an dieser Stelle: Wir brauchen keine
Familienpolitik der ungedeckten Schecks, sondern
eine Familienpolitik des klaren Kurses.
(Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN]: Dann fangen Sie doch einmal an!)
Wir müssen die Politik, die unsere Familienministerin,
Frau von der Leyen, begonnen hat, fortsetzen. Wir
werden sie unterstützen, damit sie weitere Schritte
unternehmen kann.
Vielen Dank.
Relationen
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