Bundesverband Carsharing e.V. (bcs)
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Bundesverband Carsharing e.V. (bcs)
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation
Der Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) ist der Dachverband der deutschen Carsharing-Anbieter. Ziel des Verbandes und seiner Mitglieder ist es, den Autobestand und Autoverkehr zu vermindern und die Umweltbelastung durch den motorisierten Individualverkehr zu verringern. Wir fördern Carsharing als Teil einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Mobilität in enger Zusammenarbeit mit den weiteren Akteuren des Umweltverbunds.
Interessenbereiche: Klimaschutz; Digitalisierung; Sonstiges im Bereich "Verkehr"; Straßenverkehr; Personenverkehr; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Verkehrspolitik
Regelungsvorhaben:
- Schaffung eines verbesserten Mobilitätsdatengesetzes, das die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen mitberücksichtigt.: Vermeidung einer generellen Open-Data-Pflicht für sämtliche Mobilitätsdaten und damit auch Geschäftsdaten eigenwirtschaftlich finanzierter physischer Mobilitätsdienste, die einen tiefen, schädlichen und unnötigen Markteingriff in den Carsharing-Markt zur Folge hätte.
Stattdessen sollten differenzierte Datenlieferpflichten für Dateninhaber und auch Pflichten für Datennutzer festgeschrieben werden:
Ja zu Open Data für Statische Daten
Ja zur Bereitstellung von Verfügbarkeitsdaten zur Endkunden-Beauskunftung
Ja zur Bereitstellung von Verfügbarkeitsdaten für Forschung und kommunale Verkehrsplanung
Nein zu unlimitierter Weitergabe sämtlicher Verfügbarkeitsdaten an (potentielle) Wettbewerber und digitale Datendienste
- Digitalisierung von Führerscheinen und Fahrzeugscheinen als Hebel für nachhaltige Mobilität nutzen: Fahrzeughalter sind nach § 21 StVG verpflichtet sicherzustellen, dass sie ihre Fahrzeuge nur Personen mit gültiger Fahrerlaubnis überlassen. Mit der Schaffung eines digitalen Führerscheins sollte auch die Möglichkeit einer digitalen Führerscheinverifizierung geschaffen werden. Weiterhin sollte eine bürokratiearme Lösung für die Nutzung der digitalen Fahrzeugscheine durch juristische Personen folgen.
- IVSG-Novelle: Ausgestaltung von Datenlieferpflichten verteuert Mobilität: Der Bundesverband Carsharing unterstützt die Umsetzung europäischer Vorgaben zur Bereitstellung von Mobilitätsdaten für multimodale Reiseinformationsdienste. Die vorgesehene IVSG-Novelle geht jedoch weit über die EU-Anforderungen hinaus: Sie ermöglicht jegliche kommerzielle Nutzung wettbewerbsrelevanter Daten, schafft bürokratische Mehraufwände und enthält rechtliche Inkonsistenzen. Die drohenden Folgen: Mobilität wird für Privathaushalte teurer, die Angebotsvielfalt sinkt.
Der Bundesverband Carsharing sieht daher folgenden Nachbesserungsbedarf bei der IVSG-
Novelle:
- Registrierung für Datennutzer einführen
- Gesetz auf seine eigentlichen Ziele fokussieren
- Verbraucher vor irreführenden Mobilitätsauskünften schützen
...
- EU-Initiative: Decarbonising Corporate Fleets: E-Quoten für Carsharing-Flotten setzen ausreichende Ladeinfrastruktur voraus: Der bcs begrüßt und unterstützt das politische Ziel einer klimaneutralen und emissionsfreien Mobilität. Die Pläne der EU- Kommission für das Carsharing setzen jedoch den zweiten Schritt vor den ersten. Denn: Es fehlt in Deutschland die notwendige Ladeinfrastruktur (LIS), um ambitionierte E-Quoten umsetzen zu können. Wir fordern die Bundesregierung auf,
- dafür zu sorgen, dass die EU derzeit keine E-Quoten für Carsharingflotten festlegt.
- darauf hinzuwirken, dass die EU-Kommission ein Förderprogramm auflegt, um den Aufbau von LIS an Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Raum zu unterstützen.
- dafür zu sorgen, dass der Zeitpunkt der Einführung einer E-Quote für Carsharing an den Ausbaugrad der entsprechenden LIS an Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Raum gekoppelt wird.
- Gerecht und ökologisch: Social Leasing und Carsharing gemeinsam fördern: Die Bundesregierung plant, durch „Social Leasing“ einkommensschwachen Haushalten die Anschaffung von E-Autos zu erleichtern und so mehr Teilhabe an E-Mobilität zu ermöglichen. In der bisherigen Diskussion wird übersehen, dass Carsharing bei Klimaschutz und sozialer Teilhabe dem Pkw-Besitz überlegen ist. Der Bundesverband Carsharing fordert: Private Haushalte müssen die Wahl zwischen Autobesitz und Autoteilen haben.
- Alltagsnutzen Digitaler Identitäten schnell und breit verankern: Der Bundesverband Carsharing setzt sich für eine gebührenfreie Anlaufphase für vertrauende Beteiligte sowie für die gesetzliche Verankerung periodischer Abfrageberechtigungen für die EUDI-Wallet ein, um eine schnelle gesellschaftliche Durchdringung der digitalen Identitätsinfrastruktur zu fördern.
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