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TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V.

lobbyregister / register_entry 05.04.2022 · Original ↗

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TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V. ist die Interessenvertretung für Hersteller von technischen Kunststoff-Produkten in Öffentlichkeit und Politik sowie in nationalen und europäischen Gremien. Mit mehr als 310.000 Beschäftigten in rund 3.000 Unternehmen und ca. 70 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr gehört die Kunststoffverarbeitung zu einem der leistungsfähigsten Industriezweige in Deutschland. Die von uns vertretenen rund 910 Hersteller langlebiger, technischer Kunststoff-Produkte beschäftigen rund 100.000 Mitarbeiter und erwirtschaften mit diesen einen Umsatz von 19,7 Milliarden Euro pro Jahr. Auftraggeber und Abnehmer sind unter anderem die Automobil-, Elektro-, Maschinenbau- und Medizintechnikindustrie. Wir engagieren uns aktiv für die wirtschafts-, industrie- und umweltpolitischen Interessen unserer Mitglieder – im Dialog mit dem Deutschen Bundestag und relevanten Bundesministerien, insbesondere zu Fragen der Kunststoffverarbeitung und des Kunststoffrecyclings Unsere Maßnahmen umfassen insbesondere: - Versand von Positionspapieren: Wir erstellen und verbreiten schriftliche Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben, regulatorischen Entwürfen oder strategischen Debatten – etwa zu Kreislaufwirtschaft, Chemikalienpolitik, Energieeffizienz oder Lieferketten – um die Perspektiven unserer Mitglieder fundiert darzulegen und praxisorientierte Handlungsempfehlungen zu geben. - Teilnahme an Anhörungen und Fachgesprächen: TecPart bringt seine technische und marktwirtschaftliche Expertise aktiv in parlamentarische Anhörungen sowie fachliche Diskussionsrunden ein, um faktenbasierte Entscheidungsprozesse zu unterstützen. - Hintergrundgespräche und Kontaktpflege: Wir führen regelmäßig Gespräche mit Abgeordneten und politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene, um über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in der Kunststoffverarbeitung zu informieren. - Einladungen zu Konferenzen und Arbeitsgruppen: Über Fachveranstaltungen, Seminare und Arbeitsformate fördern wir den offenen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – insbesondere zu nachhaltiger Transformation, Rohstoffsicherheit und Technologieneutralität. Interessenbereiche: Sonstige Interessenbereiche; Schulische Bildung; Automobilwirtschaft; Handel und Dienstleistungen; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Artenschutz/Biodiversität; Industriepolitik; Allgemeine Energiepolitik; Kleine und mittlere Unternehmen; Straßenverkehr; Öffentliches Recht; Sonstiges im Bereich "Europapolitik und Europäische Union"; Immissionsschutz; Berufliche Bildung; Rechtspolitik; Wissenschaft, Forschung und Technologie; EU-Gesetzgebung; Wettbewerbsrecht; Hochschulbildung; EU-Binnenmarkt; Güterverkehr; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Verbraucherschutz; Klimaschutz Regelungsvorhaben: - Förderung der automobilen Kreislaufwirtschaft sowie des Kunststoffrezyklateinsatzes im Rahmen der Europäischen Altfahrzeug-Verordnung (ELV-R): Ziel des TecPart e.V. bei der Überarbeitung der Altfahrzeug-Richtlinie und Ausgestaltung des Entwurfs einer europäischen Altfahrzeugverordnung ist, eine sich selbst tragende, innovative und offene automobile Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln. Das Altfahrzeug ist im Gegensatz zu einigen Konsumgütern und Verpackungsgütern (z.B. Mobiltelefonen oder Joghurtbechern) ein wertvolles Gut mit hoher Weiterverwendung, Wiederverwendung von Ersatzteilen und Recyclingfähigkeit. Die vorgeschlagenen Rezyklateinsatzquoten für Kunststoffe in Neufahrzeugen erfordern aus Sicht des Verbandes eine gezielte Überprüfung auf ihre Machbarkeit (auch im Hinblick auf erwartbare Quotenvorgaben der Verpackungsindustrie) sowie die praktische Umsetzung des Altfahrzeugrecyclings. - Einsatz für einen verantwortungsvollen und risikobasierten Umgang von Fluorkunststoffe: Fluorkunststoffe sind wichtige polymere Werkstoffe für eine Vielzahl industrieller Produkte und Anwendungen, beispielsweise für den Ausbau der Technologien im Bereich der Erneuerbarer Energien, der Halbleiterproduktion, der Medizintechnik oder der Elektromobilität. TecPart setzt sich aktiv für einen verantwortungsvollen und risikobasierten Umgang mit PFAS, im Einsatz als Flourkunststoffe ein und für eine Herausnahme von Fluorkunststoffen aus dem Beschränkungsverfahren nach der europäischen REACH-VO ein. - Vorschlag für eine EU-Verordnung über die unbeabsichtigten Freisetzung von Kunststoffgranulaten: TecPart setzt sich im Rahmen des Gesetzesvorschlags für die Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen der von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten Kunststoffverarbeitenden sowie Kunststoffrecylenden Industrie ein. Das grundsätzlich positive Ziel der Vermeidung von ungewollten Kunststofffreisetzungen in die Umwelt gilt es zu unterstützen und gleichzeitig eine praktische Umsetzung des Verordnungsvorschlags für die Industrie zu ermöglichen. - Aussetzung des nationalen LkSG vor dem Hintergrund der ausstehenden europäischen Regulierung: Um unnötige Überregulierungen und Doppelbelastungen, vor allem der mittelständig geprägten Kunststoffverarbeitenden Industrie zu vermeiden, setzt sich TecPart für die Aussetzung des deutschen Lieferkettengesetzes vor dem Hintergrund der europäischen Regulierung, ein. Aus Sicht des Verbandes sollte sich die Bundesregierung stärker dafür einsetzen, dass die kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland, die sich mitten in einer Transformation befinden, nicht mit erheblichen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt werden. - Praxisorientierte Ausgestaltung des "Carbon Border Adjustment Mechanism" gewährleisten: TecPart plädiert für Vereinfachungen und eine praxistaugliche Ausgestaltung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM). Vorwiegend sind eine verlängerte Nutzung drittlandspezifischer Standardwerte, eine Anhebung der Kleinbetragsregelung und eine stärkere Unterstützung der Unternehmen (insbesondere von KMU) bei der Umsetzung erforderlich. Im Besondern muss sichergestellt werden, dass die CBAM-Umsetzung die Exporte von EU-Herstellern von Kunststoffprodukten entlang der Wertschöpfungskette nicht benachteiligt und es nicht zu einer Störung der komplexen Lieferketten in der Industrie kommt. - EU-Verpackungsverordnung (PPWR): TecPart plädiert für die Anpassung der Mehrwegquoten für industrielle und gewerbliche Transport- und Verkaufsverpackungen an realistische Vorgaben, um eine ökologisch noch ökonomisch Umsetzung zu ermöglichen. - Umlage von EU-Eigenmitteln auf Inverkehrbringer nicht-recycelter Kunststoffverpackungen: Im Koalitionsvertrag "Mehr Fortschritt wagen" ist vereinbart, dass "die im Rahmen der EU bereits bestehende Plastikabgabe [...] auf die Hersteller und Inverkehrbringer umgelegt" wird. TecPart befürchtet, dass eine solche Abgabe ökologisch negative Fehlanreize provoziert, beispielsweise durch Ausweichbewegungen in nachteiligere Werkstoffe und so wesentlich besser recycelbare Verpackungslösungen unterminiert werden. TecPart setzt sich aus diesem Grund dafür ein, dass das ebenfalls im Koalitionsvertrag vorgesehene Fondsmodell für recyclingfreundliches Verpackungsdesign und die Ausweitung des Einsatzes nicht-fossiler Rohstoffe weiter ausgebaut wird.

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