Umicore AG und Co. KG
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Umicore AG und Co. KG
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Umicore ist das global operierende europäische Technologieunternehmen für metall-basierte zirkuläre Hochleistungs-Materialien. Auf Basis unserer umfassenden Expertise und Erfahrung in den Bereichen Materialwissenschaft, Chemie und Metallurgie entwickeln, produzieren und recyclen wir Material-Lösungen mit dem übergeordneten Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfung. Unser Produkt-Portfolio unterstützt den Wandel hin zu Elektro-Mobilität, bedient den wachsenden Bedarf an modernen Werkstoffen und ermöglicht die angestrebte Kreislaufwirtschaft bei kritischen Metallen. Zahlreiche Aspekte unserer Unternehmens-Strategie gehen Hand in Hand mit den Prioritäten und Aufgabenstellungen der europäischen Politik, wobei Nachhaltigkeit und Zirkularität unsere Kernbausteine für verantwortliches Handeln im Sinne des europäischen Green Deal sind.
Im Zuge unserer Interessenvertretung führen wir die politische Kommunikation direkt oder in Zusammenarbeit mit Verbänden, durch Mitarbeit in Fachgremien, bei Workshops und Veranstaltungen, sowie bilateralen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages. In Einzelfällen werden auch Stellungnahmen und Gutachten zu konkreten Regelungsvorhaben erarbeitet und übermittelt. Im Fokus steht dabei die Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten hinsichtlich einer Vielzahl von Themenfeldern, die als Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit, auch im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten des Unternehmens, von großer Bedeutung sind. Das Spektrum reicht dabei von resilienten und lokalen Lieferketten, Ressourcen-Effizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz, Energie-Politik, sauberer Mobilität, Forschungsförderung im Bereich der Hochtechnologie auf Basis metallischer Werkstoffe und Chemikalien, bis hin zu Bürokratieabbau und der Bekämpfung von Fachkräftemangel. Zweck der Interessenvertretung ist es, die Sicht der Praxis zu vermitteln und Impulse zur Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage zu geben, sowie faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die Wettbewerb auf Basis von Innovation stärken.
Interessenbereiche: Allgemeine Energiepolitik; Industriepolitik; Verkehrspolitik; Klimaschutz; Straßenverkehr; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Automobilwirtschaft; Erneuerbare Energien; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; EU-Binnenmarkt; EU-Gesetzgebung
Regelungsvorhaben:
- EU Batterie-Verordnung: Wir setzen uns für Etablierung nachhaltiger Produkte, Lieferketten und Prozesse im Bereich der Sekundär-Batterien zum Aufbau und Stärkung eines EU Batterie-Ökosystems im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft ein. Im Fokus dabei müssen faire Wettbewerbsbedingungen, wissenschaftlich basierte Berechnungsmethoden und abgestimmte Vorgaben mit angrenzender Regulatorik stehen. Die Batterie-Verordnung sollte als Blaupause für Lebenszyklus-orientierte Produktregulatorik dienen.
- EU Batterie-Verordnung | Delegierter Rechtsakt Recycling Effizienz: Die Berechnung der Recycling-Effizienz sollte dem aktuell geltenden Vorschlag des JRC der EU Kommission folgen und keine Batterie-Chemie/Technologie benachteiligen. Die Grundprinzipien eines level-playing-fields und der Circular Economy müssen beachtet werden.
- EU Ökodesign-Verordnung: Wir unterstützen die Einführung seriöser und wissenschaftlich fundierter Öko-Design-Kriterien. Dabei gilt es, ganzheitlich, systematisch und differenziert nach Stoffströmen zu bewerten. Digitale Produktpässe sollen dabei die produktspezifischen Kriterien basierend auf einem interoperablen Daten-System zielgruppengerecht, sicher und nutzenbezogen widergeben.
- EU Abfallverbringungs-Verordnung: Wir setzen uns dafür ein, einen einheitlichen EU-Binnenmarkt für kritische und strategische Rohstoffe zu etablieren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass entsprechende Abfälle innerhalb der EU reibungslos verbracht und von akkreditierten Einrichtungen recycelt werden. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass solche Abfälle ins Ausland verbracht werden. Eine abgestimmte Gesetzgebung der verschiedenen relevanten Verordnungen ist zwingend.
- EU Lieferkettensorgfalts-Richtlinie: Wir setzen uns dafür ein, die Berichtspflichten um mindestens 50% zu reduzieren, und dabei stärker auf das große Ganze als auf weitere kleinteilige Umsetzungsrichtlinien abzustellen. Die verschiedenen Regelwerke müssen aufeinander abgestimmt und vereinfacht werden.
- EU REACH: - REACH sollte risiko-basiert sein und zusätzlich zur Giftigkeit auch das Expositionspotenzial von Substanzen berücksichtigen. Alle Metalle werden für den Green Deal benötigt. Eine Substitution wichtiger Metalle würde funktionierende Recycling-Kreisläufe zerstören und den Zugang erschweren.
- SSbD: Neue Beschränkungen für innovative Technologie Materialien in F&E sind zu vermeiden. Anstelle des geplanten Zero-Hazard Ansatzes, der das Innovations-Instrumentarium einschränken würde, sollten eine risikobasierte und eine sozio-ökonomische Bewertung in Betracht gezogen werden, bei minimierten Datenanforderungen.
- Der EU-Vorschlag zur Beschränkung von PFAS ist zu weit gefasst. Viele PFAS sind in Schlüsseltechnologien für den europäischen Green Deal wie Batterien und Wasserstoff essentiell.
- Gleiche Bedingungen für Dekarbonisierung in Europa: Wir setzen uns für gleiche Bedingungen für Projekte zur CO2 -Abscheidung im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems in Europe ein. Dafür werden harmonisierte Spezifikationen für abgeschiedenes CO2 benötigt.
- EU CBAM: Wir befürworten die Idee der Gleichbehandlung bei der CO2-Bepreisung für heimische und importierte Produkte. Allerdings sollte bei der Einführung des Mechanismus stufenweise und differenziert vorgegangen werden. So ist CBAM nicht für indirekte Emissionen geeignet und deshalb sollte eine Kompensation der indirekten Emissionskosten solange beibehalten werden, bis der EU Elektrizitätsmarkt weitgehend dekarbonisiert ist. CBAM sollte überdies nicht auf die Lieferkette für kritische Rohstoffe wie PGM-Konzentrate und Batteriematerialien erweitert werden, um den Zugang zu diesen für die grüne Transformation notwendigen Materialien nicht zu erschweren.
- EU Erneuerbare Energien Richtlinie: - Wir setzen uns für die Beseitigung von Hürden für die Einführung von Stromabnahmeverträgen ein.
- Wir befürworten die Fortsetzung der Kompensation indirekter Emissionskosten.
- EU Grünstrom-Zertifikate von zentraler Bedeutung.
- Flexible Regeln sind nötig für lokale Grünstrom-Erzeugung.
- Wir setzen uns für die Senkung der Steuern auf Elektrizität ein.
- EU Green Deal Industrial Plan: CRMA & NZIA: Critical Raw Materials Act (CRMA) und Net Zero Industry Act (NZIA) und sekundäre Durchführungsvorschriften sollten zügig auf Basis wissenschaftlich fundierter, sozial ausgerichteter und transparent berechneter Benchmarks mit ausreichenden Finanzmitteln implementiert werden.
Der Fokus von CRMA und NZIA muß wichtige Materialien für Zukunftstechnologien wie Batterie- und Wasserstoff einschließen, egal ob sie unter den einen oder anderen Act fallen. Dabei ist es wichtig, schnell und im großen Maßstab zu agieren, damit das europäische Batterie-Ökosystem in vollem Umfang von den Acts profitieren kann, sowohl hinsichtlich Förderung, strategischer Projekte und Zielstellungen. Außerdem sollten große Projekte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gefördert werden.
- EU Batterie Verordnung | Delegierter Rechtsakt CO2 Footprint Berechnung: Umicore setzt sich dafür ein, dass
1 PPAs weiterhin ein Instrument zur Dekarbonisierung bei der Herstellung von Batterien bleiben
2 Der Linie der ursprünglichen JRC-Methodik zu den PEF-Regeln treu geblieben wird (Kombination aus Herkunftsnachweisen und Restenergiemix - unter strengen Bedingungen festzulegen und von notifizierten Stelllen zu überwachen)
3 Nationale Durchschnittswerte keinesfalls als grundsätzliche Regel zur Anwendung kommen
- Stellungnahme zur Batterieforschung: Wir setzen uns für die Stärkung der Batterieforschung in Deutschland ein und wenden uns gegen die Kürzung von BMBF Fördermitteln für die Batterieforschung.
- EU Circular Economy Act | EU Gesetz zur Kreislaufwirtschaft: Wir setzen uns dafür ein, dass kreislaufwirtschaftspolitische Maßnahmen auf die spezifischen Eigenschaften von Nichteisen-Metallen (NF-Metalle) und kritischen Rohstoffen (CRMs) zugeschnitten sein müssen.
Relationen
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