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Verband Deutscher Reeder

lobbyregister / register_entry 03.03.2022 · Original ↗

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Verband Deutscher Reeder Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein Der Verband Deutscher Reeder e.V. vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Schifffahrtsunternehmen. Im Rahmen der Interessenvertretung auf Bundesebene verfolgt er insbesondere das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Reedereien und des Standortes Deutschland zu erhalten und möglichst weiter zu steigern sowie die Handlungsfreiheit auf den Weltmärkten zu erhalten. Er setzt sich zudem dafür ein, zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen und tritt für ein leistungsfähiges, wettbewerbsfähiges Sozialsystem ein. Des Weiteren engagiert er sich dafür, die Schiffssicherheit und hohe Umweltstandards im internationalen Rahmen zu gewährleisten sowie die Bedeutung der Seeverkehrswirtschaft für das Gemeinwesen zu verdeutlichen. Durch persönliche Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesministerien sowie durch Anschreiben, Positionspapiere und Stellungnahmen wird diese Interessenvertretung ausgeübt. Zudem werden auch parlamentarische Abende und Informationsveranstaltungen durchgeführt, zu denen Regierungsmitglieder, Abgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien eingeladen werden. Interessenbereiche: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Verkehrspolitik; Hochschulbildung; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Klimaschutz; Berufliche Bildung; Immissionsschutz; Erneuerbare Energien; EU-Gesetzgebung; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Allgemeine Energiepolitik; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Schifffahrt Regelungsvorhaben: - Anpassung SeeArbG; Umsetzung der Änderungen der Maritime Labour Convention von 2022: Der VDR setzt sich dafür ein, dass die 2022 von der ILO beschlossenen Änderungen zur MLC ohne nationale Sonderregelungen in das SeeArbG umgesetzt werden, um einheitliche Arbeitsbedingungen in der globalen Seeschifffahrt zu gewährleisten. - Implementierung STCW-Übereinkommen: Die internationale Überarbeitung der STCW-Konvention der IMO sollte ohne nationale Sonderregelungen einheitlich umgesetzt werden, um einheitliche Ausbildungsstandards in der Seeschifffahrt zu gewährleisten. - EU Maritime Industriestrategie: Berücksichtigung der Seeschifffahrt im Rahmen der EU Maritimen Industriestrategie - Attraktivitätssteigerung der Deutschen Flagge: Der VDR unterstützt Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der deutschen Flagge und Schaffung einer einheitlichen deutschen Flaggenstaatsverwaltung - Revision Erneuerbare Energien-Richtlinie: Der VDR setzt sich für eine nach Art 25 RED II-neu gestaltete Verpflichtung ein, dass in Deutschland die nach FuelEU Maritime notwendigen künftigen Treibstoffe auch in hinreichender Menge der Schifffahrt zur Verfügung stehen. - Schifffahrtsstandort Deutschland und steuerliche Rahmenbedingungen: Die steuerlichen Rahmenbedingungen für Schifffahrtsunternehmen sind die wichtigsten Grundlagen für die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit des Schifffahrtsstandorts Deutschland. Kern der steuerlichen Rahmenbedingungen bildet die Tonnagebesteuerung nach § 5a EStG. - Überarbeitung EU-Energiesteuerrichtlinie: Deutschland sollte von einer einseitigen Besteuerung von Bunker (Treibstoff) für den Schiffsverkehr absehen. - Ausgestaltung und Umsetzung Europäisches Emissionshandelsgesetz: Der VDR setzt sich für eine europaweit einheitliche Umsetzung der EU der Richtlinie 2003/87/EG ein. - Schiffsfinanzierung/Förderprogramme umweltfreundliche Schifffahrt: Der VDR setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen der Schiffsfinanzierung in Deutschland wettbewerbsfähig ausgestaltet bleiben, und dass Bürgschaftsinstrumente und praxisgerechte Förderprogramme zur Unterstützung von Investitionen in besonders fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduzierung der CO2-Emissionen in der Schifffahrt aufgelegt, effizient ausgestaltet und dauerhaft mit einem nennenswerten Fördervolumen fortgeführt werden. - Verkehrspolitische Schwerpunkte auf EU-Ebene: Der VDR setzt sich für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige, krisenresiliente und zukunftsorientierte Entwicklung des Seeverkehrs in der EU ein - Umsetzung Ballastwasserübereinkommen: Der VDR setzt sich, vor allem im Hinblick auf Schifffahrt in Nord- und Ostsee, für eine pragmatische Umsetzung des intl. Ballastwasserübereinkommens und der damit von der IMO veröffentlichten Richtlinie (Res. MEPC.387(81)) ein. - Sicherheit der zivilen Handelsschifffahrt: Der VDR setzt sich für die nachhaltige Sicherung ziviler maritimer Handelsrouten und den Schutz der Schiffsbesatzungen ein. - Annahme des IMO-Rahmenwerks und Angleichung von FuelEU Maritime und EU-Emissionshandel: Der VDR setzt sich für ein globales System zur Reduktion von Treibhausgasemissionen in Form des Netto-Null-Rahmenwerks der IMO ein. Bestehende regionale Maßnahmen – wie FuelEU Maritime und der EU-Emissionshandel – müssen in diesen globalen Kontext eingebettet und entsprechend angepasst werden. - Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001 (RED II): Die angestrebte Dekarbonisierung des Schifffahrtsektors erfordert eine Beschleunigung der Verfügbarkeit aller erneuerbaren Treibstoffe in hinreichenden Mengen. Dem schwer zu dekarbonisierenden Schifffahrtssektor sollte kurz- und mittelfristig ein bevorzugter Zugang zu diesen erneuerbaren Kraftstoffen ermöglicht werden. Dies schließt mittel- und langfristig auch Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs mit ein. Dabei sollte uneingeschränkte Technologieoffenheit herrschen. - Nachhaltiges Schiffsrecycling: Der VDR setzt sich für weltweit gültige Standards für Sicherheit, Umweltschutz und Transparenz beim Recyceln von Schiffen und eine internationale Harmonisierung der Regelwerke ein.

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