Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan)
Text
Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan)
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e. V. (BDCan) setzt sich als bundesweite Selbsthilfe- und Fachorganisation dafür ein, dass Patient:innen in Deutschland sicher, rechtssicher und bezahlbar mit Medizinalcannabis versorgt werden. Seine Lobby- und Advocacy-Arbeit bündelt sich in vier Handlungsfeldern:
1. Gesetz- und Verordnungsprozesse begleiten
- Ausarbeitung eigener Regelungsvorschläge, z. B. zur Verschärfung des Laienwerbeverbots im Heilmittelwerbegesetz und zur Präzisierung ärztlicher Untersuchungsstandards im Medizinal-Cannabisgesetz, um Missbrauch einzudämmen und Patientenschutz zu erhöhen.
- Kontinuierliche Stellungnahmen an das Bundesgesundheitsministerium und Bundestagsausschüsse zu Fragen der Erstattungsfähigkeit, Versorgung und Qualitätssicherung.
2. Patient:innen stärken & informieren
- Betrieb einer Informations- und Beratungsplattform (bdcan.de) mit Leitfäden zu Indikationen, Beantragung von Kostenübernahmen, Dosierung, Verkehrsteilnahme, Arbeitsschutz u. a.
- Patient:innen-Hotline zur individuellen Unterstützung.
3. Qualitäts- und Versorgungsstandards fördern
- Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden aus Ärzteschaft und Pharmazie
4. Öffentlichkeitsarbeit & Entstigmatisierung
- Medienarbeit und Fachartikel, um evidenzbasierte Informationen über Cannabis als Medizin zu verbreiten und Stigmatisierung abzubauen.
Durch diese Aktivitäten vertritt der BDCan die Interessen von kranken Menschen in Deutschland, die von einer Therapie mit Medizinalcannabis gesundheitlich profitieren gegenüber Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit und trägt dazu bei, eine verantwortungsvolle, patient:innenorientierte Cannabismedizin in Deutschland zu etablieren.
Interessenbereiche: Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Krankenversicherung; Gesundheitsförderung; Arzneimittel; Gesundheitsversorgung; Sonstiges im Bereich "Recht"; Wissenschaft, Forschung und Technologie
Regelungsvorhaben:
- Patient:innenorientierte Ausgestaltung der Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes: Ziel der Stellungnahme ist es, im Rahmen der geplanten Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) auf eine ausgewogene gesetzliche Regelung hinzuwirken, die sowohl dem Schutz vor Missbrauch dient als auch die Versorgung von behandlungsbedürftig erkrankten Menschen mit Medizinalcannabis gewährleistet. Der BDCan setzt sich insbesondere dafür ein, dass der Versand aller Darreichungsformen weiterhin möglich bleibt, verbindliche ärztliche Untersuchungen für alle Darreichungsformen gelten und strengere Qualitätsanforderungen an inhalierbare Produkte gestellt werden. Zudem soll das Heilmittelwerberecht zur Eindämmung irreführender Werbung wirksam reformiert werden.
- Erhalt der GKV-Erstattung von Cannabisblüten nach § 31 Abs. 6 SGB V: Der BDCan setzt sich gegen die im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehene Streichung von Cannabisblüten aus dem Leistungsanspruch nach § 31 Absatz 6 SGB V ein. Ziel ist die Beibehaltung der GKV-Erstattungsfähigkeit von Cannabisblüten für schwerwiegend erkrankte Versicherte, wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind und andere Therapieoptionen nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Der BDCan fordert, dass die Therapieentscheidung patient:innenorientiert und ärztlich begründet erhalten bleibt und ein faktischer Ausschluss inhalativer Therapieoptionen vermieden wird.
Relationen
Keine Relationen.