Bayernwerk AG
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Bayernwerk AG
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Seit über 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für Energie in Bayern. Die Bayernwerk AG steuert die Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe. Gemeinsam mit den Menschen in Bayern gestaltet die Unternehmensgruppe die Energiezukunft im Freistaat aktiv mit und sorgt dafür, dass immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Die Bayernwerk-Gruppe setzt sich für innovative Kundenlösungen, moderne und sichere Energienetze, Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung oder Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ein. Ein starker Fokus liegt darauf, die Bürgerinnen und Bürger in Bayern bei ihrer persönlichen Energiewende zu unterstützen. Sitz der Bayernwerk AG ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.
Als regionales Energieunternehmen steht die Bayernwerk AG Vertreterinnen und Vertretern des Bundestages und der Bundesregierung für den Austausch zu relevanten Themen im Bereich Energie zur Verfügung. Zweck der Interessenvertretung ist es, die Sicht der Praxis zu vermitteln und Impulse zur besseren Umsetzung der Transformation des Energiesystems zu geben. Im Zuge dessen werden auch parlamentarische Frühstücke und Abende sowie Diskussionsveranstaltungen und Gespräche durchgeführt, zu denen unter anderem Regierungsmitglieder, Abgeordnete, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien eingeladen werden. Darüber hinaus werden Positionspapiere sowie Stellungnahmen zu konkreten Regelungsvorhaben erarbeitet und an die Ministerien sowie die Abgeordneten übermittelt.
Interessenbereiche: Energienetze; Klimaschutz; Sonstiges im Bereich "Verkehr"; Erneuerbare Energien; Sonstiges im Bereich "Energie"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Allgemeine Energiepolitik
Regelungsvorhaben:
- Einführung einer Einspeisesteckdose: Ziele der Einspeisesteckdose sind sicher planbare Standorte für Erneuerbaren-Energien-Anlagen aufgrund vorhandener Netzkapazität, die Vereinfachung und Beschleunigung der Netzanschlussprozesse und eine gezielte Ansiedlung von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Umfeld der Steckdose. Damit verbunden sind kostengünstigerer und vorausschauender Netzausbau sowie eine Orientierung des Erneuerbare-Energien-Zubaus an noch freien Kapazitäten im Stromnetz.
- Schaffung eines regulatorischen Rahmens für bidirektionales Laden: Bidirektionales Laden soll als haushaltsnahe Flexibilität nutzbar gemacht werden, um das Energiesystem und die lokalen Netze zu optimieren. Hierzu muss die Digitalisierung der Netze weiter vorangetrieben, die Entstehung zusätzlicher Netzkosten durch das bidirektionale Laden verhindert und durch einen diskriminierungsfreien Zugang zu Daten Interoperabilität gewährlistet werden.
- Einführung eines Kapazitätsmarktes: Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie und dem angekündigten Ausstieg aus der Kohlenverstromung braucht es nun zeitnah einen Kapazitätsmarkt, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Über einen Kapazitätsmarkt stehen je nach Bedarf die passenden Erzeugungskapazitäten mit den passenden Charakteristika am passenden Ort zur Verfügung oder alternativ Speicher oder steuerbare Verbraucher, die (einen Teil der) Last für festgelegte Zeitpunkte reduzieren können.
- Solarpaket: Wegfall der Netzbetreiberprüfung für Steckersolargeräte und Wegfall der Sanktionierung von EEG-Anlagen mit geringen Einspeisemengen: Im Solarpaket sollen verschiedene Vereinfachungen für Steckersolargeräte und kleine Einspeiser vorgenommen werden.
- Maßnahmenpapier für eine kosteneffiziente Energiewende: Dieses Papier enthält Vorschläge für eine kosteneffiziente Energiewende. Es zielt ab auf:
- ein ganzheitliches Marktdesign für ein kosteneffizientes Energiesystem,
- einen effizienten Netzanschluss, Netzbetrieb und Netzausbau,
- eine faire Verteilung der Systemkosten,
- eine Entlastung der Verbraucher, sowie
- eine vereinfachte Umsetzung.
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- 10-Punkte-Plan zur Beschleunigung der Energiewende in Bayern: Der 10-Punkte-Plan beschreibt Hemmnisse aus der täglichen Praxis der Unternehmen Bayernwerk und Lechwerke und gibt konkrete Lösungsvorschläge zur Beschleunigung der Energiewende in Bayern.
- Kupfer mit Köpfchen: die Digitalisierung und Entbürokratisierung der Energieversorgung vorantreiben.: Test- und Berichtspflichten der Netrbetreiber entschlacken; den Smart-Meter-Rollout durch Entbürokratisierung und pragmatischere Ausgestaltung der Sicherheitsstandards beschleunigen
- Energiepolitische Stellschrauben für die 21. Legislaturperiode: Die Transformation des Energiesystems ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Bereits heute haben wir einige Meilensteine erreicht. Doch die Energiewende braucht ein Update, das Energie und das Energiesystem als Ganzes wieder bezahlbarer macht. Es müssen Weichen für bezahlbare Strompreise, Investitionen in die Energieinfrastruktur, mehr Möglichkeiten für Flexibilität im Stromsystem und we-niger Bürokratie in der Umsetzung gestellt werden.
- Das Energiesystem vom Kopf auf die Füße stellen: Leistungsfähige Verteilnetze für den Wirtschaftsstandort Bayern: Die bisherige Strategie, einzelne Komponenten des Energiesystems isoliert zu entwickeln, stößt an ihre Grenzen. Jetzt braucht es einen ganzheitlichen Umbau des Energiesystems – die Transformation muss gelingen. Dieses Positionspapier enthält Lösungsvorschläge, wie das Energiesystem von Kopf auf die Füße gestellt werden kann.
- Das Gartenzaun-Prinzip: Schutz des Eigenverbrauchs bei Redispatch: Thematisiert wurde die Weiterentwicklung des Redispatch-Rechtsrahmens mit Blick auf den Schutz des Eigenverbrauchs kleiner Erneuerbare-Energien-Anlagen unter 100 kW. Das sog. Gartenzaun-Prinzip wurde als möglicher Ansatz zur klarstellenden regulatorischen Berücksichtigung dezentraler Erzeugungsstrukturen im bestehenden Rechtsrahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Netzsicherheitsmaßnahmen, dargestellt.
- Synchronisierung EE- und Netzausbau: Um den Anforderungen eines zunehmend elektrifizierten, flexiblen und volatilen Energiesystems gerecht zu werden, sollte der Ausbau erneuerbarer Energien stärker regional ausgerichtet werden. Erneuerbare Energien sollten insbesondere dort zugebaut werden, wo sie den größten systemischen Nutzen entfalten. Hierfür können beispielsweise entsprechend ausgestaltete Ausschreibungen im Rahmen der EEG-Förderung, ein Bonus-Malus-System, das Konzept der „Einspeisesteckdose“ und weitere Instrumente zur regionalen Steuerung geeignete Anreize setzen.
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