Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.
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Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.
Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein
Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) ist die Kommunikations- und Informationsplattform der Tiefkühlwirtschaft in Deutschland. Das Institut unterstützt alle Maßnahmen, die der Herstellung, der Qualitätserhaltung, dem Vertrieb und der Verwendung von Tiefkühlkost dienen. Das Institut informiert firmen- und markenneutral und ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um tiefgefrorene Lebensmittel geht. Die Mitglieder sind Produzenten von Tiefkühlkost, Betreiber von Kühlhäusern, Kältetechnikunternehmen, Logistik- und Distributionsspezialisten, Verpackungsfirmen sowie Unternehmen des Groß- und Einzelhandels sowie aus dem Dienstleistungsbereich. Für seine Mitglieder stellt das Institut relevante Informationen rund um das Lebensmittelrecht und die Ernährungs- und Wirtschaftspolitik zur Verfügung. Eine wichtige Aufgabe liegt in der Vernetzung und im Erfahrungsaustausch innerhalb der Tiefkühlwirtschaft, um die hohe Qualität und Sicherheit von Tiefkühlprodukten zu gewährleisten. Zu diesem Zweck organisiert das dti Veranstaltungen und ist auch auf Messen aktiv. Einen weiteren Schwerpunkt der Verbandsarbeit bildet die Kommunikation zu den Vorteilen von Tiefkühlprodukten für Anwender in privaten Haushalten sowie in Gastronomie und Handel. Im politischen Bereich setzen wir uns für die Vertretung der Interessen unserer Mitglieder in der Ernährungs- und Wirtschaftspolitik ein. Zu diesem Zweck werden Positionspapiere verfasst und Gesprächsformate für den Dialog mit der Politik organisiert.
Interessenbereiche: Kleine und mittlere Unternehmen; Verbraucherschutz; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Außenpolitik; Lebensmittelsicherheit; Außenwirtschaft; Lebens- und Genussmittelindustrie; Wettbewerbsrecht; EU-Gesetzgebung
Regelungsvorhaben:
- Weiterentwicklung der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung: Der Eintrag bezieht sich nicht auf den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes, das eine Verschiebung der Anwendung des Gesetzes auf den 1.3.26 vorsieht, sondern auf die in der BT-Drs. 21/555 verabschiedete Entschließung des Bundestages zur Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Produkte und die Außer-Haus-Verpflegung. Das dti spricht sich gegen eine solche Ausweitung aus.
- Festlegung von Schadstoff-Grenzwerten durch die EU: Im Zuge der nationalen Umsetzung der Verordnung (EU) 2023/915 – insbesondere im Hinblick auf die Festlegung und Kontrolle von Höchstgehalten für 3-MCPD-Fettsäureester in verarbeiteten Lebensmitteln – lehnt der Verband die Einführung der von der EU vorgeschlagenen Einführung von Höchstgehalten für 3-MCPD-Summe und Glycidyl-Fettsäureester für zusammengesetzte Produkte zum jetzigen Zeitpunkt ab. Die geplanten Werte beruhen nach Einschätzung der Branche auf einer unzureichenden wissenschaftlichen Grundlage und könnten wirtschaftlich nachteilige Auswirkungen haben. Stattdessen wird angeregt, zunächst auf europäischer Ebene technische Leitlinien zu entwickeln, die die branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowie den Stand der Technik in der Lebensmittelindustrie berücksichtigen.
- Praxistaugliche Umsetzung der EU-Verordnung 2023/1115 für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR): Bei der Umsetzung der EUDR sollte eine praxisnahe Anwendung, insbesondere für KMU, gewährleistet werden. Dazu gehören die Klärung entscheidender Anwendungsfragen, die Schaffung aller technischen Voraussetzungen bei der Umsetzung der Verordnung, die Minimierung des Verwaltungsaufwands für Unternehmen sowie gezielte regulatorische Erleichterungen. Gleichzeitig muss den betroffenen Marktteilnehmern ausreichend Zeit bleiben, um die betriebsinternen Vorbereitungen zu treffen und die regelkonforme Umsetzung sicherzustellen.
- Einbeziehung von Fischereierzeugnissen russischen Ursprungs in das 21. EU-Sanktionspaket: Interessenvertretung gegenüber der Bundesregierung gegen die Einbeziehung von Fischereierzeugnissen russischen Ursprungs in das 21. EU-Sanktionspaket ohne ausreichende Folgenabschätzung, Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen. Ziel ist der Schutz der Versorgungssicherheit, der Preisstabilität und der Importstrukturen der deutschen Fischwirtschaft.
Relationen
Keine Relationen.