Entschließung des Bundesrates: Menschen mit psychischen Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen durch bundesweiten Austausch
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Entschließung des Bundesrates: Menschen mit psychischen Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen durch bundesweiten Austausch
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ISSN 0720-2946
Bundesrat Drucksache 717/25 (Beschluss)
30.01.26
Beschluss
des Bundesrates
Entschließung des Bundesrates: Menschen mit psychischen
Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen durch
bundesweiten Austausch
Der Bundesrat hat in seiner 1061. Sitzung am 30. Januar 2026 die aus der Anlage
ersichtliche Entschließung gefasst.
Drucksache 717/25 (Beschluss)
Anlage
Entschließung des Bundesrates: Menschen mit psychischen
Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen durch
bundesweiten Austausch
Magdeburg im Dezember 2024, Aschaffenburg im Januar 2025, Hamburg im Mai
2025 und jüngst Friedland im August 2025 – immer wieder erschüttern schreckliche
Ereignisse, bei denen aus unterschiedlichsten Hintergründen Gewalttaten auf
Bürgerinnen und Bürger des Landes verübt werden, das gesamte Land. Die Frage, wie der
Staat mit diesen neuen Herausforderungen umgeht, ist für alle staatlichen Akteure
von größter Bedeutung und stellt gleichzeitig eine große Herausforderung dar. Klar
ist, Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen Hilfe und nicht alle
psychischen Erkrankungen führen zu einem erhöhten Gefährdungspotenzial. Deshalb
bedarf es auf der einen Seite mehr Unterstützung für Menschen mit psychischen
Erkrankungen und eine Verbesserung des Zugangs zu Therapie und Versorgung,
gerade für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen.
Gleichzeitig bedarf es aber auch einer vertieften ressortübergreifenden Kooperation
und einer Verbesserung des Informationsaustausches zwischen den involvierten
staatlichen Stellen, um im Fall eines erkennbaren erhöhten
Fremdgefährdungspotenzials schnell und zum Wohle sowohl der Bevölkerung, als auch des betroffenen
Menschen mit einer psychischen Erkrankung gezielt handeln zu können.
Vor diesem Hintergrund fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf,
insbesondere den Austausch von Gesundheitsdaten und den Erkenntnissen der
Gefahrenabwehrbehörden unter datenschutzrechtlichen Vorgaben zu prüfen und hier zügig zu
Anpassungen im Sinne eines modernen Daten- und Informationsmanagements
sowie einer besseren bundesweiten Vernetzung der Erkenntnisse zwischen
Sicherheits-, Gesundheits-, Waffen- und gegebenenfalls anderen relevanten Behörden zu
kommen, um Risikopotenziale bei Personen mit psychischen Auffälligkeiten
möglichst frühzeitig zu erkennen (siehe auch Entschließung des Bundesrates vom
21. März 2025 – BR-Drucksache 58/25).
Ferner fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen,
um die medizinische und rehabilitative Versorgung von Menschen mit schweren
psychischen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern. Im Auftrag des BMG hat der
„Dialog zur Weiterentwicklung der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen“
diesbezüglich konkrete Maßnahmen vorgelegt.]
Relationen
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates: Menschen mit psychischen Erkrankungen schützen, Gefahrenpotenziale erkennen durch bundesweiten Austausch (Beschlussdrucksache)