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Schriftliche Frage 93 von Dr. Ingo Hahn (AfD): Welche konkreten Daten, Gutachten oder Analysen stützen nach Auffassung der Bundesregierung die Aussage des Bundesministers für Umwelt, Klim…

dip / schriftliche_frage 19.06.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 15. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Schriftliche Frage 93 von Dr. Ingo Hahn (AfD): Welche konkreten Daten, Gutachten oder Analysen stützen nach Auffassung der Bundesregierung die Aussage des Bundesministers für Umwelt, Klim… Frage 93 (Dr. Ingo Hahn, AfD): Welche konkreten Daten, Gutachten oder Analysen stützen nach Auffassung der Bundesregierung die Aussage des Bundesministers für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Carsten Schneider, Deutschland sei durch Umwelt- und Klimapolitik beziehungsweise durch die Arbeit des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit „wirtschaftlich kräftig gewachsen“ und moderne Umweltpolitik sei ein „Standortvorteil“, obwohl das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,9 Prozent und im Jahr 2024 um 0,5 Prozent sank sowie im Jahr 2025 nur um 0,2 Prozent stieg, die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils zurückging und die Produktion energieintensiver Industriezweige zwischen Februar 2022 und März 2026 um 15,2 Prozent sowie die dortige Beschäftigung um 53.200 Personen sank? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 16. Juni 2026: Der Bundesumweltminister Carsten Schneider hat in seiner Rede anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Bundesumweltministeriums ausgeführt: „Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich kräftig gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück.“ Die Treibhausgasemissionen konnten seit dem Jahr 1990 um 48 Prozent reduziert werden. Im selben Zeitraum ist die deutsche Wirtschaft um ca. 50 Prozent gewachsen. Die in der Frage zitierten wirtschaftlichen Daten haben vielfältige Ursachen, vor allem in veränderten geoökonomischen Bedingungen und einer Folge von externen negativen Schocks wie dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine, der militärischen Auseinandersetzung im Nahen Osten und der daraus resultierenden fossile Energiepreiskrise sowie den Belastungen aus der US-Handelspolitik. Darüber hinaus zeigen beispielsweise die Ergebnisse des GreenTech Atlas 2025 positive Wachstumseffekte (www.umw eltbundesamt.de/publikationen/greentech-made-in-germany-2025). Demnach wuchs die Bruttowertschöpfung dieser Querschnittsbranche von 2010 bis 2023 um durchschnittlich rund 5 Prozent pro Jahr und damit deutlich dynamischer als die Gesamtwirtschaft. Die deutsche Green- Tech-Branche exportierte im Jahr 2023 Waren im Wert von 132 Mrd. Euro, mehr als 8 Prozent der deutschen Exporte. Seit dem Jahr 2019 wuchsen die deutschen GreenTech-Exporte im Vergleich zu den deutschen Gesamtexporten überproportional stark. Gemäß einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hatte jede dritte im Jahr 2025 ausgeschriebene Stelle einen Bezug zur Green Economy (www.bertelsmann-stiftun g.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2026/unternehmen-in-deutschland-s etzen-immer-staerker-auf-die-green-economy#detail-content-279732-3). Insgesamt schrieben Unternehmen im Jahr 2025 rund 2,9 Millionen Stellen in der Green Economy aus. Im Jahr 2019 waren es noch 1,9 Millionen. Besonders deutlich zeigt sich demnach die Relevanz der Green Economy in der Industrie. 44 Prozent der von Industrieunternehmen ausgeschriebenen Stellen hatten im Jahr 2025 einen Nachhaltigkeitsbezug. Das zeigt, dass Berufe mit Nachhaltigkeitsbezug zunehmend Teil industrieller Zukunftsstrategien werden und damit zum industriellen Erfolg beitragen.

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