polradar

Schriftliche Frage 41 von Markus Matzerath (AfD): Ließen sich aus den für die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ erfassten Daten prinzipiell auch Daten zu…

dip / schriftliche_frage 13.03.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 9. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 41 von Markus Matzerath (AfD): Ließen sich aus den für die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ erfassten Daten prinzipiell auch Daten zu… Frage 41 (Markus Matzerath, AfD): Ließen sich aus den für die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ erfassten Daten prinzipiell auch Daten zu Häufigkeiten zum „Migrationshintergrund“ von „Tätern und Betroffenen“ auswerten, wie es für das Merkmal „Geschlecht“ ausweislich des Abschnitts 5.5 (Geschlecht von Tätern bzw. Täterinnen und Betroffenen, S. 123) geschehen ist, und hält die Bundesregierung die Frage danach für legitim (www.bka.de/SharedDocs/Downloads/ DE/Publikationen/Publikationsreihen/Forschungs ergebnisse/260210_LeSuBiA_Ergebnisse_ I.html)? Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christoph de Vries vom 10. März 2026: In der Studie „LeSuBiA“ wurden Fragen zur aktuellen Lebenssituation, der Sicherheit und den Belastungen im Alltag von in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürgern gestellt. Dabei wurden Informationen über Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Befragten zu diesem Thema sowie Angaben zu sozialstrukturellen Merkmalen und ihrem Wohnumfeld erhoben. Besondere Schwerpunkte lagen auf der Erhebung von Gewalterfahrungen in (Ex-)Partnerschaften, auf sexualisierter Gewalt und auf Gewalt im digitalen Raum. Eine Auswertung in der nachgefragten Form ist nur bedingt und nur für Gewalt innerhalb der aktuellen Partnerschaften möglich. Zur Identifikation des Migrationshintergrundes verwendet die Studie „LeSuBiA“ in Anlehnung an den Mikrozensus (Destatis) Informationen zur Herkunft und der Staatsangehörigkeit der Befragten sowie deren Eltern2. Entsprechend liegen Informationen nur zum Migrationshintergrund der Befragten vor. Zum Tätertyp (Art des Täters, z. B. aktueller Partner; (Ex-)Partner, mit dem die Person zum Tatzeitpunkt noch zusammen war; (Ex-)Partner, von der Person zum Tatzeitpunkt getrennt war; kaum oder nur flüchtig bekannte Person; Arbeitskollege) liegen Angaben der Betroffenen zum Migrationshintergrund nur teilweise vor. Zu berücksichtigen ist dabei, dass bei Dunkelfeld-Opferbefragung die Informationen zu Tätern durch die befragten Opfer gegeben werden. Den befragten Opfern sind jedoch die notwendigen Informationen zur Identifikation eines Migrationshintergrundes bei den Tätern in vielen Fällen nicht oder nicht in ausreichendem Maße bekannt (insbesondere bei nachfolgenden Tätertypen: fremde Person, flüchtig bekannte Person, Personen aus dem Bereich Beruf und Ausbildung, Personen aus dem Bereich Bekanntschaft und Nachbarschaft). Entsprechend können die Gewaltbetroffenen nicht in allen Fällen valide Angaben machen, die eine Identifikation des Migrationshintergrundes ermöglichen. 2 Vgl. www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Glossar/migrationshintergrund.html. Zur zweiten Teilfrage ist die Bundesregierung der Auffassung, dass parlamentarische Fragen zu methodischen Aspekten wissenschaftlicher Studien grundsätzlich legitim sind.

Relationen