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Schriftliche Frage 93 von Katalin Gennburg (DIE LINKE): Ist der Bundesregierung die aktuelle Tourismusstudie des ADAC bekannt, laut der fast drei Viertel der Befragten Overtourism als ernstes Prob…

dip / schriftliche_frage 12.12.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 8. Dezember 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 93 von Katalin Gennburg (DIE LINKE): Ist der Bundesregierung die aktuelle Tourismusstudie des ADAC bekannt, laut der fast drei Viertel der Befragten Overtourism als ernstes Prob… Frage 93 (Katalin Gennburg, Die Linke): Ist der Bundesregierung die aktuelle Tourismusstudie des ADAC bekannt, laut der fast drei Viertel der Befragten Overtourism als ernstes Problem ansehen, und wenn ja, welche Schlussfolgerungen zieht sie daraus, und welche weiteren Untersuchungen zu Overtourism fließen u. a. in die Tourismusstrategie der Bundesregierung oder andere politische Dokumente ein? Antwort des Staatssekretärs Dr. Thomas Steffen vom 8. Dezember 2025: Die Tourismusstudie des ADAC „Reisen im Wandel“ von März 2025 ist der Bundesregierung bekannt ebenso wie die Erkenntnis, dass Overtourism in einigen touristischen Regionen zum Problem werden kann. Grundsätzlich verfolgt die Bundesregierung das Ziel eines ausgewogenen Tourismus. Dies bringt der Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode zum Ausdruck und auch die neue Nationale Tourismusstrategie wird dieses Ziel adressieren. Die Auswirkungen von Overtourism waren bereits in den vergangenen Jahren Gegenstand mehrerer Projekte, die im Rahmen von LIFT-Fördermaßnahmen unterstützt wurden. So wurde im Jahr 2019 das Projekt „Smart Crowd Control for Tourism (SCCFT) gefördert, indem es um die intelligente Steuerung und Lenkung von Besucherströmen in touristisch stark frequentierten Gebieten geht. Seit 2024 wurde das Projekt „Nachhaltigkeit im Tourismus messen, kommunizieren und wertschätzen: Kennzahlenset für den Deutschlandtourismus – 2025“ gefördert. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines kohärenten Indikatorensystems zur Messung und zum Monitoring der Nachhaltigkeit des Tourismus auf regionaler Ebene – mit Berücksichtigung von Tourismusakzeptanz unter Einheimischen. Dabei ist zu beachten, dass Tourismus gerade in ländlichen Gebieten als wichtiger Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Infrastrukturfaktor großes Entwicklungspotenzial bietet. Das ist vielen Einwohnerinnen und Einwohnern durchaus bewusst. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem die im Rahmen der BMWE- Fördermaßnahme LIFT-Wissen geförderten Tourismusakzeptanzstudie 2024 des Deutschen Instituts für Tourismusforschung an der FH Westküste und des Deutschen Tourismusverbands. Inwieweit die Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zum Thema Tourismusbalance und Overtourism in konkrete Maßnahmen in den Destinationen münden, liegt allerdings im Zuständigkeitsbereich der Länder und Kommunen, die für die Entwicklung und Umsetzung der Tourismuspolitik vor Ort zuständig sind. Insofern haben viele der aktuellen Tourismusstrategien der Länder diese Thematik bereits im Blick und sehen dazu Aktivitäten vor.

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