Förderung touristischer Infrastruktur in Bayern
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Förderung touristischer Infrastruktur in Bayern
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7335
21. Wahlperiode 27.07.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Erhard Brucker, Sebastian Münzenmaier, Dario Seifert, Marcel
Queckemeyer, Manfred Schiller, Thomas Stephan und der Fraktion der AfD
Förderung touristischer Infrastruktur in Bayern
Im Zuge bundespolitischer Bestrebungen, die wirtschaftliche Erholung und den
Ausbau des Tourismussektors voranzutreiben, sieht sich die deutsche
Wirtschaft damit konfrontiert, dass sich dieser Wirtschaftszweig seit 2019 (dem
Vorjahr der Corona-Krise) noch nicht vollständig erholt hat (www.bundeswirts
chaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/tourismus.html). Dieser Sektor ist
insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von entscheidender
Bedeutung, da er nicht nur zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
beiträgt, sondern auch die regionale Wertschöpfung maßgeblich fördert. Das ist
insbesondere für die Lebens- und Standortqualität in ländlichen und
weiträumigen Regionen von größter Bedeutung. Gleichzeitig stehen deutsche touristische
Betriebe vor der Herausforderung stetig steigender Betriebs-, Energie-,
Personal- und Bürokratiekosten, die durch die angespannte geopolitische
Weltlage zusätzlich befeuert werden. Dies verstärkt die Notwendigkeit einer
effektiven und zielgerichteten Förderung der lokalen Infrastruktur, um sowohl die
wirtschaftliche Stabilität als auch das touristische Potenzial unserer Regionen
zu sichern. Vor dem Hintergrund wachsender Kritik an sinkenden Fördermitteln
für touristische Infrastruktur in strukturschwachen Regionen richten die
Fragesteller das Augenmerk auf die Programme der Gemeinschaftsaufgaben
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und „Verbesserung der
Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) mit der Absicht, die Effizienz
der Mittelabschöpfung und deren Einsatz für den Ausbau der touristischen
Infrastruktur zu durchleuchten (www.deutschertourismusverband.de/presse/det
ail/dtv-kritisiert-reduzierung-von-grw-foerderung-des-bundes). Es ist
entscheidend, dass bestehende Förderinstrumente optimal genutzt werden, um den
Fortbestand, regionale Wertschöpfung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und
Entwicklungspotenziale des Tourismus in strukturschwachen Regionen zu stärken.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung über die Entwicklung von
Beantragungen, Genehmigungen und den Abruf von Fördermitteln des
Bundes für tourismusrelevante Projekte im Land Bayern vor (bitte nach den
Jahren von 2020 bis 2025, jeweils beantragtem Volumen, bewilligtem
Volumen und tatsächlich abgeflossenen Mitteln sowie nach Projektmitteln und
institutioneller Förderung aufschlüsseln)?
2. Welche Fördermöglichkeiten des Bundes und der Europäischen Union
können tourismusrelevante Unternehmen, insbesondere Unternehmen des
Gastgewerbes in Bayern nach Kenntnis der Bundesregierung beantragen, und
wie haben sich Beantragung, Genehmigung und Abruf der Mittel in den
jeweiligen Jahren von 2020 bis 2025 entwickelt (bitte jeweils regional nach
Landkreisen der Antragsteller sowie Art der Förderung und bei
Förderungen des Bundes nach zuständigem Ressort und Haushaltstitel
aufschlüsseln)?
3. Welche Fördermöglichkeiten des Bundes und der Europäischen Union
können Landkreise und Kommunen im Land Bayern oder deren
Stadtmarketinggesellschaften nach Kenntnis der Bundesregierung beantragen, und wie
haben sich Beantragung, Genehmigung und Abruf der Mittel in den
jeweiligen Jahren von 2020 bis 2025 entwickelt (bitte jeweils regional nach
Landkreisen der Antragsteller sowie Art der Förderung und bei Förderungen des
Bundes nach zuständigem Ressort und Haushaltstitel aufschlüsseln)?
4. Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung im Bereich der GAK-
Diversifizierungsförderung „Gästebeherbergung auf dem Bauernhof“ für
Bayern für die Jahre 2020 bis 2025 vor (bitte jeweils nach Anzahl der
Förderfälle, Art der Förderung, tatsächlich abgeflossenen öffentlichen
Ausgaben, Landesanteil, privatem Eigenanteil und Bundesanteil
aufschlüsseln)?
Berlin, den 23. Juli 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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