Schriftliche Frage 49 von Luise Amtsberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ergreift die Bundesregierung diplomatische Maßnahmen, auch im Rahmen der Europäischen Union, um sich nach der Einnahme der Stadt El Fasher d…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 3. November 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.
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Schriftliche Frage 49 von Luise Amtsberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ergreift die Bundesregierung diplomatische Maßnahmen, auch im Rahmen der Europäischen Union, um sich nach der Einnahme der Stadt El Fasher d…
Frage 49 (Luise Amtsberg, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Ergreift die Bundesregierung diplomatische Maßnahmen, auch im Rahmen der Europäischen Union, um sich nach der Einnahme der Stadt El Fasher durch die Rapid Support Forces (RSF) für den Schutz der Zivilbevölkerung im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht sowie für den ungehinderten humanitären Zugang einzusetzen, und wenn ja, welche, und führt sie hierzu auch Gespräche mit Staaten, die die RSF unterstützen, beispielsweise den Vereinigten Arabischen Emirate (Quelle: www.zeit.de/politik/ausland/2025-10/s udan-rsf-miliz-eroberung-al-faschir-zivilisten)?
Antwort des Staatssekretärs Dr. Géza Andreas von Geyr vom 6. November 2025:
Die Bundesregierung hat, auch gemeinsam mit internationalen Partnern und im Rahmen der EU, die Rapid Support Forces (RSF) in den vergangenen Monaten, Wochen und Tagen immer wieder dazu aufgefordert, humanitäres Völkerrecht einzuhalten, den Schutz der Zivilbevölkerung sowie humanitären Zugang sicherzustellen und einem sofortigen Waffenstillstand zuzustimmen. Als Teil dieser Bemühungen hat die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler, von 21. bis 27. Oktober 2025 eine Vielzahl Gespräche vor Ort in Sudan sowie in Tschad und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Die Bundesregierung unterstützt die Bemühungen Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und der USA zu einem Frieden in Sudan. Der Friedensplan Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und der USA vom September ist das aktuell klarste Signal für ungehinderte humanitäre Zugänge und der beste Weg zu Waffenstillstand und Frieden. Er sieht das Ende der militärischen Unterstützung von außen und eine sofortige dreimonatige Feuer- 2 Das Auswärtige Amt hat einen Teil der Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden. pause vor, gefolgt von einem inklusiven Übergangsprozess. Die Bundesregierung unterstützt zudem die Bemühungen der Vereinten Nationen für humanitäre Konvois, um die Versorgung der Menschen in El Fasher zu ermöglichen. Die Bundesregierung ist in der Sudan-Krise wichtiger Geber über humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Staatsministerin Serap Güler verkündete im Rahmen ihrer Reise in die Region eine weitere Erhöhung der Mittel für Humanitäre Hilfe um 16 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro im Jahr 2025. Mit Mitteln der Humanitären Hilfe aus Deutschland geförderte Nichtregierungsorganisationen sind in Nord-Darfur, insbesondere um El Fasher, zur Versorgung der Vertriebenen aktiv und stellen Lebensmittelhilfen, sauberes Trinkwasser und Unterstützung für Opfer von sexueller Gewalt bereit. Ein Großteil der neuen Mittel gehen an das World Food Programme, um der akuten Hungerkrise insbesondere auch in und um El Fasher zu begegnen.
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