Protokoll der 124. Sitzung des 19. Deutschen Bundestages
174 Reden und Erklärungen – die Suche findet sie einzeln
- Rede von Christian Lange (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Thomas Seitz (AfD) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Thorsten Frei (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Stephan Thomae (FDP) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Friedrich Straetmanns (DIE LINKE) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Canan Bayram (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Dr. Eva Högl (SPD) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Roman Johannes Reusch (AfD) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Thomas Seitz (AfD) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Dr. Jürgen Martens (FDP) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Axel Müller (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Dr. Jürgen Martens (FDP) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Axel Müller (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Dr. Johannes Fechner (SPD) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) – Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
- Rede von Stefan Keuter (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zum Schutz der Bargeldnutzung (Artikel 14)
- Rede von Matthias Hauer (CDU/CSU) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zum Schutz der Bargeldnutzung (Artikel 14)
- Rede von Katrin Staffler (CDU/CSU) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Nicole Höchst (AfD) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Yasmin Fahimi (SPD) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Dr. Birke Bull-Bischoff (DIE LINKE) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Beate Walter-Rosenheimer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Dr. Stefan Kaufmann (CDU/CSU) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Dr. h. c. Thomas Sattelberger (FDP) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Marja-Liisa Völlers (SPD) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Jutta Krellmann (DIE LINKE) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Antje Lezius (CDU/CSU) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Stephan Albani (CDU/CSU) – Vereinbarte Debatte
- Rede von Katja Kipping (DIE LINKE) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Dr. Matthias Zimmer (CDU/CSU) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Jörg Schneider (AfD) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Pascal Kober (FDP) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Sven Lehmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Kai Whittaker (CDU/CSU) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Kai Whittaker (CDU/CSU) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Caren Lay (DIE LINKE) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Kai Whittaker (CDU/CSU) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Martin Sichert (AfD) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Dr. Martin Rosemann (SPD) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Angelika Glöckner (SPD) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Stephan Stracke (CDU/CSU) – Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
- Rede von Stephan Brandner (AfD) – Beschlussempfehlung des Ausschusses nach Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuss) zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im …
- Rede von Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Beschlussempfehlung des Ausschusses nach Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuss) zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im …
- Rede von Fabian Jacobi (AfD) – Wahlvorschlag der Fraktion der AfD
- Rede von Fabian Jacobi (AfD) – Wahlvorschlag der Fraktion der AfD
- Rede von Dr. Günter Krings (Parl. Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Dr. Marc Jongen (AfD) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Christian Lange (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Manuel Höferlin (FDP) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Petra Pau (DIE LINKE) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Dr. Irene Mihalic (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Martin Hebner (AfD) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Uli Grötsch (SPD) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Alexander Throm (CDU/CSU) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Helge Lindh (SPD) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Christoph Bernstiel (CDU/CSU) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Susann Rüthrich (SPD) – Aktuelle Stunde: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
- Rede von Dr. Roy Kühne (CDU/CSU) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Uwe Witt (AfD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dirk Heidenblut (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Achim Kessler (DIE LINKE) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Jens Spahn (Bundesminister für Gesundheit) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Jens Spahn (Bundesminister für Gesundheit) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Sabine Dittmar (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Sabine Dittmar (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Sabine Dittmar (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Tino Sorge (CDU/CSU) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Astrid Mannes (CDU/CSU) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Götz Frömming (AfD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Ulrike Bahr (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Beate Walter-Rosenheimer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Stephan Albani (CDU/CSU) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Manja Schüle (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Manja Schüle (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Manja Schüle (SPD) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Dietlind Tiemann (CDU/CSU) – Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
- Rede von Dr. Wiebke Esdar (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Kay Gottschalk (AfD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Kay Gottschalk (AfD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Antje Tillmann (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Markus Herbrand (FDP) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Jörg Cezanne (DIE LINKE) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Lisa Paus (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Michael Schrodi (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Michael Schrodi (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Sebastian Brehm (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Johannes Steiniger (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Johannes Steiniger (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der …
- Rede von Dr. Manja Schüle (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Stefan Keuter (AfD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Dr. Thomas de Maizière (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Katja Hessel (FDP) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Fabio De Masi (DIE LINKE) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Dr. Danyal Bayaz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Fritz Güntzler (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und …
- Rede von Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Dr. Roland Hartwig (AfD) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Frank Schwabe (SPD) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Bijan Djir-Sarai (FDP) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Stefan Liebich (DIE LINKE) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Frank Steffel (CDU/CSU) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Metin Hakverdi (SPD) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Sebastian Brehm (CDU/CSU) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Sebastian Brehm (CDU/CSU) – Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
- Rede von Hubertus Heil (Bundesminister für Arbeit und Soziales) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Jürgen Pohl (AfD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Wilfried Oellers (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Wilfried Oellers (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Jens Beeck (FDP) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Corinna Rüffer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Corinna Rüffer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Peter Aumer (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Angelika Glöckner (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Angelika Glöckner (SPD) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Thomas Heilmann (CDU/CSU) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter …
- Rede von Steffen Kotré (AfD) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Mark Helfrich (CDU/CSU) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Dr. Martin Neumann (FDP) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Timon Gremmels (SPD) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Klaus Ernst (DIE LINKE) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) – Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
- Rede von Kerstin Griese (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Uwe Witt (AfD) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Jens Beeck (FDP) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Katja Keul (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Dr. Matthias Bartke (SPD) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Peter Aumer (CDU/CSU) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Peter Aumer (CDU/CSU) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Dr. Edgar Franke (SPD) – Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
- Rede von Alexander Graf Lambsdorff (FDP) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Jürgen Hardt (CDU/CSU) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Petr Bystron (AfD) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Gabriela Heinrich (SPD) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Gabriela Heinrich (SPD) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Tobias Pflüger (DIE LINKE) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
- Rede von Dr. Thomas Gebhart (Parl. Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Detlev Spangenberg (AfD) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Detlev Spangenberg (AfD) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Sabine Dittmar (SPD) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Dr. Andrew Ullmann (FDP) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Claudia Moll (SPD) – Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
- Rede von Markus Grübel (CDU/CSU) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Armin-Paulus Hampel (AfD) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Siemtje Möller (SPD) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Siemtje Möller (SPD) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Ulrich Lechte (FDP) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Ulrich Lechte (FDP) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Ulrich Lechte (FDP) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Alexander Radwan (CDU/CSU) – Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
- Rede von Thomas Erndl (CDU/CSU) – Deutsches Auslandsschulwesen weiter stärken und auf breiter Basis entwickeln
- Rede von Norbert Kleinwächter (AfD) – Deutsches Auslandsschulwesen weiter stärken und auf breiter Basis entwickeln
- Rede von Dr. Maria Flachsbarth (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) – Frauen- und Mädchenrechte stärken – Gesundheit und Bildung für alle weltweit
- Rede von Dietmar Friedhoff (AfD) – Frauen- und Mädchenrechte stärken – Gesundheit und Bildung für alle weltweit
- Rede von Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
- Rede von Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
- Rede von Fabian Jacobi (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
- Rede von Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
- Rede von Doris Achelwilm (DIE LINKE) – Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
- Rede von Steffen Kotré (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/692 des Europäischen Parlamentes und des Rates …
- Rede von Norbert Kleinwächter (AfD) – Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/692 des Europäischen Parlamentes und des Rates …
Text
Protokoll der 124. Sitzung des 19. Deutschen Bundestages
Plenarprotokoll 19/124 (neu)
Deutscher Bundestag
Stenografischer Bericht
124. Sitzung
Berlin, Donnerstag, den 7. November 2019
Inhalt:
Glückwünsche zum Geburtstag des Abgeordneten Klaus Ernst
Begrüßung der neuen Abgeordneten Dr. Joe Weingarten, Markus Paschke und Dr. Eberhard Brecht
Erweiterung und Abwicklung der Tagesordnung
Absetzung der Tagesordnungspunkte 6 b, 35 i, 17 b und 15
Nachträgliche Ausschussüberweisungen
Tagesordnungspunkt 3:
a) Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
Drucksache 19/14747
b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Eckpunkte zur Modernisierung des Strafverfahrens
Drucksache 19/10388
c) Antrag der Abgeordneten Stephan Thomae, Dr. Jürgen Martens, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Strafprozesse effektiver, schneller, moderner und praxistauglicher gestalten
Drucksache 19/14244
Christian Lange, Parl. Staatssekretär BMJV
Thomas Seitz (AfD)
Thorsten Frei (CDU/CSU)
Stephan Thomae (FDP)
Friedrich Straetmanns (DIE LINKE)
Canan Bayram (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Dr. Eva Högl (SPD)
Roman Johannes Reusch (AfD)
Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU)
Thomas Seitz (AfD)
Dr. Jürgen Martens (FDP)
Axel Müller (CDU/CSU)
Dr. Jürgen Martens (FDP)
Dr. Johannes Fechner (SPD)
Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 4:
a) Erste Beratung des von den Abgeordneten Peter Boehringer, Tobias Matthias Peterka, Stephan Brandner, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zum Schutz der Bargeldnutzung (Artikel 14)
Drucksache 19/14761
b) Beratung der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Stefan Keuter, Kay Gottschalk, Dr. Bruno Hollnagel, Franziska Gminder und der Fraktion der AfD: De facto-Besteuerung und -Entwertung von Bargeld
Drucksachen 19/8124, 19/10144
Stefan Keuter (AfD)
Matthias Hauer (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 5:
Vereinbarte Debatte: Zukunft der beruflichen Bildung in der digitalen Arbeitswelt
Katrin Staffler (CDU/CSU)
Nicole Höchst (AfD)
Yasmin Fahimi (SPD)
Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar) (FDP)
Dr. Birke Bull-Bischoff (DIE LINKE)
Beate Walter-Rosenheimer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dr. Stefan Kaufmann (CDU/CSU)
Dr. h. c. Thomas Sattelberger (FDP)
Marja-Liisa Völlers (SPD)
Jutta Krellmann (DIE LINKE)
Antje Lezius (CDU/CSU)
Stephan Albani (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 6:
a) Antrag der Abgeordneten Katja Kipping, Matthias W. Birkwald, Susanne Ferschl, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Hartz IV überwinden – Für gute Arbeit und soziale Garantien
Drucksache 19/14788
c) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales
– zu dem Antrag der Abgeordneten Pascal Kober, Michael Theurer, Johannes Vogel (Olpe), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Rechtssicherheit für die Kommunen und Jobcenter – Berechnung der Kosten der Unterkunft in der Grundsicherung vereinfachen
– zu dem Antrag der Abgeordneten Katja Kipping, Caren Lay, Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Wohnkostenlücke schließen – Kosten der Unterkunft existenzsichernd gestalten
Drucksachen 19/7030, 19/6526, 19/9324
d) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu dem Antrag der Abgeordneten Susanne Ferschl, Katja Kipping, Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Sozialstaat stärken – Hartz IV sofort auf 582 Euro erhöhen
Drucksachen 19/10621, 19/14217
e) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Gesine Lötzsch, Susanne Ferschl, Lorenz Gösta Beutin, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Verwaltungskosten der Jobcenter senken – Bagatellgrenze für Rückforderungen anheben
Drucksachen 19/11097, 19/14202
f) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu dem Antrag der Abgeordneten Pascal Kober, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Hartz IV entbürokratisieren – Bagatellgrenze einführen
Drucksachen 19/14064, 19/14469
Katja Kipping (DIE LINKE)
Dr. Matthias Zimmer (CDU/CSU)
Jörg Schneider (AfD)
Dagmar Schmidt (Wetzlar) (SPD)
Pascal Kober (FDP)
Sven Lehmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Kai Whittaker (CDU/CSU)
Caren Lay (DIE LINKE)
Kai Whittaker (CDU/CSU)
Martin Sichert (AfD)
Dr. Martin Rosemann (SPD)
Frank Heinrich (Chemnitz) (CDU/CSU)
Angelika Glöckner (SPD)
Stephan Stracke (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 35:
a) Erste Beratung des von den Abgeordneten Jens Maier, Marc Bernhard, Stephan Brandner, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines … Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches – Gesetz zur strafrechtlichen Harmonisierung von § 252 Strafgesetzbuch
Drucksache 19/14764
b) Erste Beratung des von den Abgeordneten Stephan Brandner, Marcus Bühl, Matthias Büttner, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Aufhebung des Nutzungszwangs im elektronischen Rechtsverkehr mit den Gerichten
Drucksache 19/13735
c) Erste Beratung des von den Abgeordneten Sandra Weeser, Reinhard Houben, Thomas L. Kemmerich, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zum umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) vom 30. Oktober 2016 zwischen Kanada einerseits und der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten andererseits
Drucksache 19/14783
d) Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Simone Barrientos, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Clubsterben stoppen
Drucksache 19/14156
e) Antrag der Abgeordneten Martin Hess, Dr. Bernd Baumann, Dr. Gottfried Curio, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Für ein Waffengesetz mit Augenmaß – Kein Generalverdacht gegen legale Waffenbesitzer
Drucksache 19/14504
f) Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: 30 Jahre Mauerfall und Reisefreiheit – Erfolgsgeschichte Tourismus
Drucksache 19/14750
g) Antrag der Abgeordneten Dr. Götz Frömming, Dr. Marc Jongen, Martin Erwin Renner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: 30 Jahre Mauerfall – Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Sozialismus beziehungsweise Kommunismus in Berlin
Drucksache 19/14765
h) Antrag der Abgeordneten Dr. Bruno Hollnagel, Tino Chrupalla, Dr. Michael Espendiller, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Marktwirtschaft und Subsidiarität erhalten statt Sustainable Finance
Drucksache 19/14684
k) Antrag der Abgeordneten Thomas Hacker, Katja Suding, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Digitalisierung der Archive der DDR-Opposition
Drucksache 19/14728
l) Antrag der Abgeordneten Reinhard Houben, Michael Theurer, Thomas L. Kemmerich, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Postreform vollenden – Für mehr Qualität und fairen Wettbewerb
Drucksache 19/14727
m) Antrag der Abgeordneten Mario Brandenburg (Südpfalz), Katja Suding, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Bildungsnachweise auf die Blockchain – Bürgerinnen und Bürger entlasten, Verwaltungsprozesse beschleunigen
Drucksache 19/14784
n) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf Barrierefreiheit garantieren – Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und Behindertengleichstellungsgesetz umfassend überarbeiten
Drucksache 19/14760
o) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf Barrierefreiheit garantieren – Europäischen Rechtsakt zur Barrierefreiheit umsetzen
Drucksache 19/14759
p) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf barrierefreie Schutzräume und Notrufsysteme garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14758
q) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf Barrierefreiheit in der Gesundheits- und Pflegeversorgung garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14757
r) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf Barrierefreiheit in Kultur, Sport und Tourismus garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14756
s) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf barrierefrei ausgestaltete Medien garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14755
t) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf barrierefreie politische Teilhabe garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14754
u) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen garantieren – Barrierefreien Wohn- und Lebensraum schaffen
Drucksache 19/14753
v) Antrag der Abgeordneten Sören Pellmann, Susanne Ferschl, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Menschenrecht auf barrierefreie Mobilität garantieren – UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Drucksache 19/14752
x) Antrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: Vertrag gemäß Artikel 1 § 6 des Gesetzes zur Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung in der im Jahr 2019 novellierten Fassung (Durchführungsvertrag 2019) – Einholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages gemäß § 6 Absatz 3 des ERP-Verwaltungsgesetzes
Drucksache 19/14744
y) Beratung der Unterrichtung durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Dritter Gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages – Diskriminierung in Deutschland
Drucksache 18/13060
in Verbindung mit
Zusatzpunkt 2:
a) Antrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von Notz, Markus Tressel, Stefan Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Hotelmeldepflicht abschaffen – Risiken für Datenmissbrauch verringern
Drucksache 19/12372
b) Antrag der Abgeordneten Lisa Paus, Stefan Schmidt, Dr. Danyal Bayaz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Stabil und zukunftsfest – Den Finanzplatz Europa zum Leitmarkt für Nachhaltigkeit machen
Drucksache 19/14219
c) Antrag der Abgeordneten Bettina Stark-Watzinger, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Sustainable Finance – Transparenz und Vielfalt schaffen – Einheitliche EU-Taxonomie ablehnen
Drucksache 19/14785
d) Antrag der Abgeordneten Bettina Stark-Watzinger, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Eigentumsturbo – Mitarbeiterbeteiligung schnell durchsetzen
Drucksache 19/14786
e) Antrag der Abgeordneten Stefan Gelbhaar, Daniela Wagner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Die Zukunft von Berlin TXL – The Urban Tech Republic
Drucksache 19/14826
f) Antrag der Abgeordneten Jens Beeck, Michael Theurer, Johannes Vogel (Olpe), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: UN-Behindertenrechtskonvention erlebbar machen – Der Staat als Vorbild bei vollumfassender Barrierefreiheit
Drucksache 19/14787
in Verbindung mit
Tagesordnungspunkt 35:
w) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, Jürgen Trittin, Omid Nouripour, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kündigung des bilateralen Atomabkommens mit Brasilien
Drucksache 19/14824
Tagesordnungspunkt 36:
a) Zweite Beratung und Schlussabstimmung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Übereinkommens über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF) vom 9. Mai 1980 in der Fassung des Änderungsprotokolls vom 3. Juni 1999
Drucksachen 19/13962, 19/14438
b) Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Erteilung der Zustimmung nach § 8 des Integrationsverantwortungsgesetzes zum Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung des Rates über Maßnahmen betreffend die Ausführung und die Finanzierung des Gesamthaushaltsplans der Union im Jahr 2020 im Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Union (Brexit EU-Haushalt Ausführungs- und Finanzierungsgesetz 2020 – BrexitHHG 2020)
Drucksachen 19/14021, 19/14470
c) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Preisstatistik
Drucksachen 19/13444, 19/14624, 19/14844
d) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Erdölbevorratungsgesetzes
Drucksachen 19/13445, 19/14622, 19/14845
e) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten
Drucksachen 19/13825, 19/14872
f) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien
– zu dem Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: 30 Jahre Friedliche Revolution
– zu dem Antrag der Abgeordneten Thomas Hacker, Katja Suding, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: 30 Jahre Friedliche Revolution – Errungenschaft von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit verteidigen
Drucksachen 19/10613, 19/10614, 19/14507
g) Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: 30 Jahre nach der friedlichen Revolution – Aufbauleistungen würdigen, gesamtdeutsches Fördersystem für strukturschwache Regionen stärken
Drucksache 19/14748
h)–q) Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammelübersichten 365, 366, 367, 368, 369, 370, 371, 372, 373 und 374 zu Petitionen
Drucksachen 19/14391, 19/14392, 19/14393, 19/14394, 19/14395, 19/14396, 19/14397, 19/14398, 19/14399, 19/14400
in Verbindung mit
Tagesordnungspunkt 35:
j) Antrag der Abgeordneten Martin Erwin Renner, Beatrix von Storch, Marc Bernhard, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Annahme einer Entschließung zum Gedenken des 50. Jahrestages des versuchten Bombenanschlags auf das Jüdische Gemeindehaus zu Berlin – Antisemitismus in jeder Form ächten
Drucksache 19/14766
Zusatzpunkt 3:
Beratung der Beschlussempfehlung des Ausschusses nach Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuss) zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im Jahr 2021 (Zensusgesetz 2021 – ZensG 2021)
Drucksachen 19/8693, 19/9766, 19/10699, 19/10679, 19/11302, 19/14700
Stephan Brandner (AfD) (Erklärung nach § 10 Abs. 2 GO)
Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) (Erklärung nach § 31 GO)
Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) (Erklärung nach § 31 GO)
Zusatzpunkt 4:
Wahlvorschlag der Fraktion der AfD: Wahl eines Stellvertreters des Präsidenten (2. Wahlgang)
Drucksache 19/13963
Fabian Jacobi (AfD) (zur Geschäftsordnung)
Wahl
Ergebnis
Zusatzpunkt 5:
Wahlvorschlag der Fraktion der SPD: Wahl eines Mitglieds des Parlamentarischen Kontrollgremiums gemäß Artikel 45d des Grundgesetzes
Drucksache 19/14751
Wahl
Ergebnis
Zusatzpunkt 6:
Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
Dr. Günter Krings, Parl. Staatssekretär BMI
Dr. Marc Jongen (AfD)
Christian Lange, Parl. Staatssekretär BMJV
Manuel Höferlin (FDP)
Petra Pau (DIE LINKE)
Dr. Irene Mihalic (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU)
Martin Hebner (AfD)
Uli Grötsch (SPD)
Alexander Throm (CDU/CSU)
Helge Lindh (SPD)
Christoph Bernstiel (CDU/CSU)
Susann Rüthrich (SPD)
Carsten Müller (Braunschweig) (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 7:
a) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG)
Drucksachen 19/13438, 19/13548, 19/14867
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zu dem Antrag der Abgeordneten Maria Klein-Schmeink, Kordula Schulz-Asche, Dr. Kirsten Kappert-Gonther, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Der Digitalisierung im Gesundheitswesen eine Richtung geben und sie im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer vorantreiben
Drucksachen 19/13539, 19/14867
Dr. Roy Kühne (CDU/CSU)
Uwe Witt (AfD)
Dirk Heidenblut (SPD)
Christine Aschenberg-Dugnus (FDP)
Dr. Achim Kessler (DIE LINKE)
Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Jens Spahn, Bundesminister BMG
Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Sabine Dittmar (SPD)
Tino Sorge (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 8:
Antrag der Abgeordneten Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Johannes Vogel (Olpe), Katja Suding, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Niemals ausgelernt, immer neugierig – Ein zweites Bildungssystem für das ganze Leben
Drucksache 19/14777
Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar) (FDP)
Dr. Astrid Mannes (CDU/CSU)
Dr. Götz Frömming (AfD)
Ulrike Bahr (SPD)
Dr. Petra Sitte (DIE LINKE)
Beate Walter-Rosenheimer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Stephan Albani (CDU/CSU)
Dr. Manja Schüle (SPD)
Dr. Dietlind Tiemann (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 9:
a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften
Drucksachen 19/13436, 19/13712, 19/14232, Nr. 1.10, 19/14873, 19/14909
– Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Drucksache 19/14874
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses
– zu dem Antrag der Abgeordneten Jimmy Schulz, Frank Sitta, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Anerkennung der Gemeinnützigkeit von Freifunk-Initiativen
– zu dem Antrag der Abgeordneten Cornelia Möhring, Doris Achelwilm, Simone Barrientos, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Umsatzsteuer auf Menstruationsprodukte absenken
– zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Gero Clemens Hocker, Frank Sitta, Dr. Christoph Hoffmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Hilfe zur Selbsthilfe statt Bail-Out – Risikoausgleichsrücklage einführen
Drucksachen 19/6490, 19/10280, 19/4218, 19/14873, 19/14909
Dr. Wiebke Esdar (SPD)
Kay Gottschalk (AfD)
Antje Tillmann (CDU/CSU)
Markus Herbrand (FDP)
Jörg Cezanne (DIE LINKE)
Lisa Paus (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Michael Schrodi (SPD)
Sebastian Brehm (CDU/CSU)
Johannes Steiniger (CDU/CSU)
Namentliche Abstimmungen
Ergebnisse
Tagesordnungspunkt 10:
a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz – FZulG)
Drucksachen 19/10940, 19/11728, 19/13175 Nr. 11, 19/14875
– Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Drucksache 19/14876
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Götz Frömming, Dr. Michael Espendiller, Dr. Alexander Gauland, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Für ein innovationsfreundliches Steuersystem – Steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung einführen
Drucksachen 19/4844, 19/14875
c) Zweite und dritte Beratung des von den Abgeordneten Kerstin Andreae, Anja Hajduk, Dr. Anna Christmann, weiteren Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU-Forschungsförderungsgesetz)
Drucksachen 19/4827, 19/7958
d) Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Katja Hessel, Dr. h. c. Thomas Sattelberger, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung
Drucksachen 19/3175, 19/7958
Dr. Manja Schüle (SPD)
Stefan Keuter (AfD)
Dr. Thomas de Maizière (CDU/CSU)
Katja Hessel (FDP)
Fabio De Masi (DIE LINKE)
Dr. DanyalBayaz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Dr. h. c. (UnivKyiv) Hans Michelbach (CDU/CSU)
Lothar Binding (Heidelberg) (SPD)
Fritz Güntzler (CDU/CSU)
Zusatzpunkt 13:
Beratung der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung: Antrag auf Genehmigung zur Durchführung eines Strafverfahrens
Drucksache 19/14916
Tagesordnungspunkt 11:
a) Antrag der Abgeordneten Jürgen Trittin, Margarete Bause, Dr. Franziska Brantner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Keine weitere Eskalation in Hongkong – Das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ wahren
Drucksache 19/14823
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu dem Antrag der Abgeordneten Margarete Bause, Kai Gehring, Jürgen Trittin, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Schwere Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang beenden, aufklären und ahnden
Drucksachen 19/5544, 19/7294
c) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu dem Antrag der Abgeordneten Margarete Bause, Jürgen Trittin, Kai Gehring, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 30 Jahre Niederschlagung der friedlichen Proteste am Platz des Himmlischen Friedens – Für eine umfassende Aufarbeitung und die Achtung der Bürger- und Menschenrechte
Drucksachen 19/10222, 19/14277
Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Michael Brand (Fulda) (CDU/CSU)
Dr. Roland Hartwig (AfD)
Frank Schwabe (SPD)
Bijan Djir-Sarai (FDP)
Stefan Liebich (DIE LINKE)
Frank Steffel (CDU/CSU)
Metin Hakverdi (SPD)
Sebastian Brehm (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 16:
a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe (Angehörigen-Entlastungsgesetz)
Drucksachen 19/13399, 19/14384, 19/14495 Nr. 4, 19/14868
– Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Drucksache 19/14869
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu dem Antrag der Abgeordneten Corinna Rüffer, Anja Hajduk, Markus Kurth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – 10 Punkte für ein selbstbestimmtes Leben
Drucksachen 19/8288, 19/14868
Hubertus Heil, Bundesminister BMAS
Jürgen Pohl (AfD)
Wilfried Oellers (CDU/CSU)
Jens Beeck (FDP)
Matthias W. Birkwald (DIE LINKE)
Corinna Rüffer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Peter Aumer (CDU/CSU)
Angelika Glöckner (SPD)
Thomas Heilmann (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 13:
Antrag der Abgeordneten Dr. Heiko Heßenkemper, Steffen Kotré, Enrico Komning, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Energieversorgung Deutschlands gewährleisten – Nord Stream 2 vor der Sanktionspolitik schützen
Drucksache 19/14763
Steffen Kotré (AfD)
Mark Helfrich (CDU/CSU)
Dr. Martin Neumann (FDP)
TimonGremmels (SPD)
Klaus Ernst (DIE LINKE)
Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 14:
– Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
Drucksachen 19/13824, 19/14870
– Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung
Drucksache 19/14879
Kerstin Griese, Parl. Staatssekretärin BMAS
Uwe Witt (AfD)
Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU)
Jens Beeck (FDP)
Matthias W. Birkwald (DIE LINKE)
Katja Keul (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dr. Matthias Bartke (SPD)
Peter Aumer (CDU/CSU)
Dr. Edgar Franke (SPD)
Zusatzpunkt 7:
Antrag der Abgeordneten Alexander Graf Lambsdorff, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
Drucksache 19/14778
Alexander Graf Lambsdorff (FDP)
Jürgen Hardt (CDU/CSU)
Petr Bystron (AfD)
Gabriela Heinrich (SPD)
Tobias Pflüger (DIE LINKE)
Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Tagesordnungspunkt 12:
Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
Drucksachen 19/13397, 19/13547, 19/14871
Dr. Thomas Gebhart, Parl. Staatssekretär BMG
Detlev Spangenberg (AfD)
Sabine Dittmar (SPD)
Dr. Andrew Ullmann (FDP)
Claudia Moll (SPD)
Tagesordnungspunkt 17:
a) Antrag der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Kathrin Vogler, Heike Hänsel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
Drucksache 19/8357
c) Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Heike Hänsel, Sevim Dağdelen, Dr. Alexander S. Neu, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Militärische Angriffe von den USA und der Türkei auf Syrien als völkerrechtswidrig verurteilen
Drucksachen 19/2518, 19/5027
d) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu dem Antrag der Abgeordneten Kai Gehring, Katja Keul, Agnieszka Brugger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Syrien – Beweise sichern, Völkerstraftaten ahnden
Drucksachen 19/1876, 19/5029
e) Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Agnieszka Brugger, Omid Nouripour, Katja Keul, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Völkerrecht in Syrien hochhalten – Eskalation verhindern und den politischen Prozess vorantreiben
Drucksachen 19/2513, 19/5028
f) Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Agnieszka Brugger, Claudia Roth (Augsburg), Cem Özdemir, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Militäroffensive der Türkei in aller Schärfe als völkerrechtswidrig verurteilen und klare Konsequenzen ziehen
Drucksachen 19/14094, 19/14865
Markus Grübel (CDU/CSU)
Armin-Paulus Hampel (AfD)
Siemtje Möller (SPD)
Ulrich Lechte (FDP)
Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Alexander Radwan (CDU/CSU)
Tagesordnungspunkt 18:
Antrag der Fraktionen CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Deutsches Auslandsschulwesen weiter stärken und auf breiter Basis entwickeln
Drucksache 19/14818
Thomas Erndl (CDU/CSU)
Norbert Kleinwächter (AfD)
Tagesordnungspunkt 19:
a) Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: 25 Jahre Weltbevölkerungskonferenz von Kairo – Sexuelle und reproduktive Gesundheit und reproduktive Rechte weltweit stärken
Drucksache 19/14749
b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
– zu dem Antrag der Abgeordneten Helin Evrim Sommer, Eva-Maria Schreiber, Sylvia Gabelmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Frauen- und Mädchenrechte stärken – Gesundheit und Bildung für alle weltweit
– zu dem Antrag der Abgeordneten Ottmar von Holtz, Uwe Kekeritz, Anja Hajduk, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das Recht von Mädchen auf Bildung und Gesundheit in Krisen- und Konfliktgebieten stärken und die G7-Deklaration zügig und konsequent umsetzen
Drucksachen 19/11103, 19/6439, 19/14866
in Verbindung mit
Zusatzpunkt 8:
Antrag der Abgeordneten Dr. Christoph Hoffmann, Alexander Graf Lambsdorff, Till Mansmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Weltbevölkerungskonferenz einberufen – Klimawandel, Lebensmittelversorgung und Bevölkerungswachstum gemeinsam bewältigen
Drucksache 19/14779
in Verbindung mit
Zusatzpunkt 9:
Antrag der Abgeordneten Till Mansmann, Olaf in der Beek, Alexander Graf Lambsdorff, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Finanzierungslücken durch wegfallende US-Finanzierung im Rahmen der Global Gag Rule schließen
Drucksache 19/14780
Dr. Maria Flachsbarth, Parl. Staatssekretärin BMZ
Dietmar Friedhoff (AfD)
Tagesordnungspunkt 20:
Erste Beratung des von den Fraktionen FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
Drucksache 19/13123
Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU)
Fabian Jacobi (AfD)
Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD)
Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar) (FDP)
Doris Achelwilm (DIE LINKE)
Tagesordnungspunkt 21:
Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen
Drucksache 19/14685
Tagesordnungspunkt 22:
Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/692 des Europäischen Parlamentes und des Rates über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt
Drucksachen 19/13443, 19/14285, 19/14495 Nr. 2, 19/14878
Steffen Kotré (AfD)
Dr. Götz Frömming (AfD) (zur Geschäftsordnung)
Norbert Kleinwächter (AfD) (zur Geschäftsordnung)
Namentliche Abstimmung
Ergebnis
Nächste Sitzung
Anlage 1
Entschuldigte Abgeordnete
Anlage 2
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung
a) des von den Abgeordneten Peter Boehringer, Tobias Matthias Peterka, Stephan Brandner, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zum Schutz der Bargeldnutzung (Artikel 14)
b) der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Stefan Keuter, Kay Gottschalk, Dr. Bruno Hollnagel, Franziska Gminder und der Fraktion der AfD: De facto-Besteuerung und -Entwertung von Bargeld
(Tagesordnungspunkt 4 a und b)
Dr. Heribert Hirte (CDU/CSU)
Sepp Müller (CDU/CSU)
Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD)
CanselKiziltepe (SPD)
Dr. Jens Zimmermann (SPD)
Tobias Matthias Peterka (AfD)
Dr. Marco Buschmann (FDP)
Frank Schäffler (FDP)
Fabio De Masi (DIE LINKE)
Lisa Paus (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Anlage 3
Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) zu der Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses: Sammelübersicht 365 zu Petitionen auf Drucksache 19/14391
(Tagesordnungspunkt 36 h)
Anlage 4
Erklärungen des Abgeordneten Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) zur Beschlussempfehlung des Ausschusses nach Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuss) zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im Jahr 2021 (Zensusgesetz 2021 – ZensG 2021)
(Zusatzpunkt 3)
Anlage 5
Ergebnis und Namensverzeichnis der Mitglieder des Deutschen Bundestages, die an der Wahl eines Stellvertreters des Präsidenten des Deutschen Bundestages teilgenommen haben (2. Wahlgang)
(Zusatzpunkt 4)
Anlage 6
Ergebnis und Namensverzeichnis der Mitglieder des Deutschen Bundestages, die an der Wahl eines Mitglieds des Parlamentarischen Kontrollgremiums gemäß Artikel 45d des Grundgesetzes teilgenommen haben
(Zusatzpunkt 5)
Anlage 7
Zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts
(Tagesordnungspunkt 14)
Torbjörn Kartes (CDU/CSU)
Anlage 8
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des Antrags der Abgeordneten Alexander Graf Lambsdorff, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
(Zusatzpunkt 7)
Henning Otte (CDU/CSU)
Christian Schmidt (Fürth) (CDU/CSU)
Dr. Nils Schmid (SPD)
Anlage 9
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz)
(Tagesordnungspunkt 12)
Lothar Riebsamen (CDU/CSU)
Emmi Zeulner (CDU/CSU)
Harald Weinberg (DIE LINKE)
Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Anlage 10
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung
a) des Antrags der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Kathrin Vogler, Heike Hänsel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Friedensprozesse in Syrien fördern, Völkerrecht wiederherstellen
b) des Antrags der Abgeordneten Waldemar Herdt, Armin-Paulus Hampel, Dr. Roland Hartwig, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD: Für eine neue Syrienpolitik – Frieden sichern, Wiederaufbau fördern
c) der Beschlussempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Heike Hänsel, Sevim Dağdelen, Dr. Alexander S. Neu, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Militärische Angriffe von den USA und der Türkei auf Syrien als völkerrechtswidrig verurteilen
d) der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu dem Antrag der Abgeordneten Kai Gehring, Katja Keul, Agnieszka Brugger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Syrien – Beweise sichern, Völkerstraftaten ahnden
e) der Beschlussempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Agnieszka Brugger, Omid Nouripour, Katja Keul, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Völkerrecht in Syrien hochhalten – Eskalation verhindern und den politischen Prozess vorantreiben
f) der Beschlussempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Agnieszka Brugger, Claudia Roth (Augsburg), Cem Özdemir, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Militäroffensive der Türkei in aller Schärfe als völkerrechtswidrig verurteilen und klare Konsequenzen ziehen
(Tagesordnungspunkt 17)
Dr. Andreas Nick (CDU/CSU)
Aydan Özoğuz (SPD)
Heike Hänsel (DIE LINKE)
Anlage 11
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des Antrags der Fraktionen CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Deutsches Auslandsschulwesen weiter stärken und auf breiter Basis entwickeln
(Tagesordnungspunkt 18)
Ursula Groden-Kranich (CDU/CSU)
Ulla Schmidt (Aachen) (SPD)
Alexander Kulitz (FDP)
Dr. Diether Dehm (DIE LINKE)
Claudia Roth (Augsburg) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Anlage 12
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung
a) des Antrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: 25 Jahre Weltbevölkerungskonferenz von Kairo – Sexuelle und reproduktive Gesundheit und reproduktive Rechte weltweit stärken
b) der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
– zu dem Antrag der Abgeordneten Helin Evrim Sommer, Eva-Maria Schreiber, Sylvia Gabelmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Frauen- und Mädchenrechte stärken – Gesundheit und Bildung für alle weltweit
– zu dem Antrag der Abgeordneten Ottmar von Holtz, Uwe Kekeritz, Anja Hajduk, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das Recht von Mädchen auf Bildung und Gesundheit in Krisen- und Konfliktgebieten stärken und die G7-Deklaration zügig und konsequent umsetzen
– des Antrags der Abgeordneten Dr. Christoph Hoffmann, Alexander Graf Lambsdorff, Till Mansmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Weltbevölkerungskonferenz einberufen – Klimawandel, Lebensmittelversorgung und Bevölkerungswachstum gemeinsam bewältigen
– Beratung des Antrags der Abgeordneten Till Mansmann, Olaf in der Beek, Alexander Graf Lambsdorff, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Finanzierungslücken durch wegfallende US-Finanzierung im Rahmen der Global Gag Rule schließen
(Tagesordnungspunkt 19 sowie Zusatzpunkt 8 und 9)
Dr. Wolfgang Stefinger (CDU/CSU)
Gabriela Heinrich (SPD)
Dr. Christoph Hoffmann (FDP)
Helin Evrim Sommer (DIE LINKE)
Ottmar von Holtz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Anlage 13
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des von den Fraktionen FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 – Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
(Tagesordnungspunkt 20)
Dr. Jan-Marco Luczak (CDU/CSU)
Sonja Amalie Steffen (SPD)
Anlage 14
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen
(Tagesordnungspunkt 21)
Sebastian Brehm (CDU/CSU)
Fritz Güntzler (CDU/CSU)
Cansel Kiziltepe (SPD)
Albrecht Glaser (AfD)
Dr. Florian Toncar (FDP)
Fabio De Masi (DIE LINKE)
Lisa Paus (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Sarah Ryglewski, Parl. Staatssekretärin BMF
Anlage 15
Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/692 des Europäischen Parlamentes und des Rates über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt
(Tagesordnungspunkt 22)
Mark Helfrich (CDU/CSU)
Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU)
Timon Gremmels (SPD)
Dr. Martin Neumann (FDP)
Lorenz Gösta Beutin (DIE LINKE)
Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Guten Morgen, liebe Kolleginnen und Kollegen! Bitte nehmen Sie Platz. Die Sitzung ist eröffnet.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gratuliere ich dem Kollegen Klaus Ernst nachträglich zu seinem 65. Geburtstag.
(Beifall)
Alle guten Wünsche im Namen des ganzen Hauses!
Für die ausgeschiedene Kollegin Andrea Nahles und für die ausgeschiedenen Kollegen Sigmar Gabriel und Burkhard Lischka sind die Kollegen Dr. Joe Weingarten, Markus Paschke und Dr. Eberhard Brecht als Mitglieder des Deutschen Bundestages nachgerückt. Im Namen des gesamten Hauses begrüße ich die neuen Kollegen sehr herzlich und wünsche eine gute Zusammenarbeit.
(Beifall)
Es gibt eine interfraktionelle Vereinbarung, die Tagesordnung um die in der Zusatzpunkteliste aufgeführten Punkte zu erweitern:
ZP 1 Aktuelle Stunde
auf Verlangen der Fraktion der AfD
Neutralitätsgebot im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewahren – Kinder schützen
(siehe 123. Sitzung)
ZP 2 Weitere Überweisungen im vereinfachten Verfahren
(Ergänzung zu TOP 35)
a) Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Konstantin von Notz, Markus Tressel, Stefan Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Hotelmeldepflicht abschaffen – Risiken für Datenmissbrauch verringern
Drucksache 19/12372
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Inneres und Heimat (f) Ausschuss für Tourismus
b) Beratung des Antrags der Abgeordneten Lisa Paus, Stefan Schmidt, Dr. Danyal Bayaz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Stabil und zukunftsfest – Den Finanzplatz Europa zum Leitmarkt für Nachhaltigkeit machen
Drucksache 19/14219
Überweisungsvorschlag: Finanzausschuss (f) Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union
c) Beratung des Antrags der Abgeordneten Bettina Stark-Watzinger, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Sustainable Finance – Transparenz und Vielfalt schaffen – Einheitliche EU-Taxonomie ablehnen
Drucksache 19/14785
Überweisungsvorschlag: Finanzausschuss (f) Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
d) Beratung des Antrags der Abgeordneten Bettina Stark-Watzinger, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Eigentumsturbo – Mitarbeiterbeteiligung schnell durchsetzen
Drucksache 19/14786
Überweisungsvorschlag: Finanzausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Arbeit und Soziales Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
e) Beratung des Antrags der Abgeordneten Stefan Gelbhaar, Daniela Wagner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Die Zukunft von Berlin TXL – The Urban Tech Republic
Drucksache 19/14826
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur (f) Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen
f) Beratung des Antrags der Abgeordneten Jens Beeck, Michael Theurer, Johannes Vogel (Olpe), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
UN-Behindertenrechtskonvention erlebbar machen – Der Staat als Vorbild bei vollumfassender Barrierefreiheit
Drucksache 19/14787
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Arbeit und Soziales (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen
ZP 3 Beratung der Beschlussempfehlung des Ausschusses nach Artikel 77 des Grundgesetzes (Vermittlungsausschuss) zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im Jahr 2021 (Zensusgesetz 2021 – ZensG 2021)
Drucksachen 19/8693, 19/9766, 19/10699, 19/10679, 19/11302, 19/14700
ZP 4 Wahlvorschlag der Fraktion der AfD
Wahl eines Stellvertreters des Präsidenten (2. Wahlgang)
Drucksache 19/13963
ZP 5 Wahlvorschlag der Fraktion der SPD
Wahl eines Mitglieds des Parlamentarischen Kontrollgremiums gemäß Artikel 45d des Grundgesetzes
Drucksache 19/14751
ZP 6 Aktuelle Stunde
auf Verlangen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
Gegen Hassrede und Hasskriminalität – Für eine offene und freiheitliche Gesellschaft
ZP 7 Beratung des Antrags der Abgeordneten Alexander Graf Lambsdorff, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen
Drucksache 19/14778
ZP 8 Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Christoph Hoffmann, Alexander Graf Lambsdorff, Till Mansmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Weltbevölkerungskonferenz einberufen – Klimawandel, Lebensmittelversorgung und Bevölkerungswachstum gemeinsam bewältigen
Drucksache 19/14779
ZP 9 Beratung des Antrags der Abgeordneten Till Mansmann, Olaf in der Beek, Alexander Graf Lambsdorff, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Finanzierungslücken durch wegfallende US-Finanzierung im Rahmen der Global Gag Rule schließen
Drucksache 19/14780
ZP 10 Beratung des Antrags der Abgeordneten Katharina Dröge, Dieter Janecek, Anja Hajduk, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wirtschaft zukunftsfähig aufstellen
Drucksache 19/14825
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wirtschaft und Energie
ZP 11 Beratung des Antrags der Abgeordneten Dr. Lukas Köhler, Frank Sitta, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Klimaschutz braucht ein CO2-Limit – Klimaziele durch die Ausweitung des EU-Emissionshandels in Deutschland garantiert erreichen
Drucksache 19/14782
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (f) Ausschuss für Wirtschaft und Energie
ZP 12 Aktuelle Stunde
auf Verlangen der Fraktion der FDP
Durchsetzung des Rechtsstaats im Fall Ibrahim Miri
Von der Frist für den Beginn der Beratungen soll, soweit erforderlich, abgewichen werden.
Der Tagesordnungspunkt 6 b wie auch der ohne Debatte vorgesehene Tagesordnungspunkt 35 i sowie der Tagesordnungspunkt 17 b sollen abgesetzt werden.
Des Weiteren soll auch der Tagesordnungspunkt 15 abgesetzt und an dieser Stelle der Antrag auf der Drucksache 19/14778 mit dem Titel „Missbilligung von Äußerungen und Amtsführung des Bundesministers des Auswärtigen“ im Umfang von 38 Minuten debattiert werden.
Nach den Tagesordnungspunkten 36 und 35 j soll die Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses auf der Drucksache 19/14700 zu dem Gesetz zur Durchführung des Zensus im Jahr 2021 ohne Debatte aufgerufen werden.
Die Tagesordnungspunkte 12 und 16 sowie 30 und 32 tauschen jeweils unter Beibehaltung ihrer Debattenzeiten die Plätze.
Schließlich mache ich noch auf mehrere nachträgliche Ausschussüberweisungen im Anhang zur Zusatzpunkteliste aufmerksam:
Der am 17. Oktober 2019 (118. Sitzung) überwiesene nachfolgende Gesetzentwurf soll zusätzlich dem Sportausschuss (5. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden:
Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG)
Drucksache 19/13839
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Inneres und Heimat (f) Sportausschuss Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Verteidigungsausschuss
Der am 25. Oktober 2019 (122. Sitzung) überwiesene nachfolgende Gesetzentwurf soll zusätzlich dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (16. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden:
Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Luftverkehrsteuergesetzes
Drucksache 19/14339
Überweisungsvorschlag: Finanzausschuss (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Wirtschaft und Energie Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Ausschuss für Tourismus Haushaltsausschuss mitberatend und gemäß § 96 der GO
Der am 26. September 2019 (115. Sitzung) überwiesene nachfolgende Antrag soll zusätzlich dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (6. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden:
Beratung des Antrags der Abgeordneten Erhard Grundl, Margit Stumpp, Katja Dörner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Verhandlungen über Kulturgüter mit den Hohenzollern und deren historische Unterstützung des Nationalsozialismus
Drucksache 19/13545
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Kultur und Medien (f) Ausschuss für Inneres und Heimat Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz
Der am 25. Oktober 2019 (122. Sitzung) überwiesene nachfolgende Antrag soll zusätzlich dem Ausschuss für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden:
Beratung des Antrags der Abgeordneten Amira Mohamed Ali, Lorenz Gösta Beutin, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE
Stromsperren gesetzlich verbieten
Drucksache 19/14334
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Wirtschaft und Energie (f) Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz Ausschuss für Arbeit und Soziales Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Der am 12. September 2019 (112. Sitzung) überwiesene nachfolgende Antrag soll zusätzlich dem Ausschuss für Tourismus (20. Ausschuss) zur Mitberatung überwiesen werden:
Beratung des Antrags der Abgeordneten Christoph Meyer, Daniela Kluckert, Bernd Reuther, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Tegel offen halten – Für Berlin und für Deutschland
Drucksache 19/13101
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur (f) Ausschuss für Tourismus Haushaltsausschuss
Sind Sie mit all dem einverstanden? – Ich sehe keinen Widerspruch. Dann ist das so beschlossen.
Dann rufe ich die Tagesordnungspunkte 3 a bis 3 c auf:
a) Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Modernisierung des Strafverfahrens
Drucksache 19/14747
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (f) Ausschuss für Inneres und Heimat Ausschuss für Arbeit und Soziales Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
b) Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung
Eckpunkte zur Modernisierung des Strafverfahrens
Drucksache 19/10388
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (f) Ausschuss für Inneres und Heimat
c) Beratung des Antrags der Abgeordneten Stephan Thomae, Dr. Jürgen Martens, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
Strafprozesse effektiver, schneller, moderner und praxistauglicher gestalten
Drucksache 19/14244
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (f) Ausschuss für Inneres und Heimat
Nach einer interfraktionellen Vereinbarung sind für die Aussprache 60 Minuten vorgesehen. – Auch dazu gibt es keinen Widerspruch. Dann ist auch das so beschlossen.
Ich eröffne die Aussprache und erteile das Wort dem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Lange.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Christian Lange, Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz:
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Unser Rechtsstaat ist stark und die Justiz sein Aushängeschild. Dennoch sind unsere Staatsanwaltschaften und Gerichte vor allem in umfangreichen Verfahren mit einer Vielzahl von Beteiligten stark belastet. Aus der Justiz selbst kommen dazu ganz konkrete Forderungen, wie man sie entlasten kann. Und genau diese Forderungen erfüllen wir.
Mit dem Pakt für den Rechtsstaat haben wir bereits den Grundstein für eine erhebliche personelle Entlastung der Justiz gelegt. Heute stellen wir uns dem nächsten wichtigen Thema: der Beschleunigung von Strafverfahren. Auch hier entsprechen wir Forderungen aus der Richterschaft. Eine kürzere Verfahrensdauer führt nicht nur zu einer Entlastung der Gerichte, sie ist auch eine Frage der Gerechtigkeit: Menschen müssen schnell zu ihrem Recht kommen. Deshalb wollen wir das Strafverfahren moderner und effizienter gestalten. Der vorliegende Gesetzentwurf enthält ein Paket aus zwölf Maßnahmen. Diese werden das Verfahren vereinfachen, ohne die Beteiligten daran zu hindern, ihre Rechte auszuüben.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
So wollen wir, meine Damen und Herren, zum Beispiel die gesetzliche Möglichkeit schaffen, für mehrere Nebenkläger einen gemeinschaftlichen Rechtsanwalt zu bestellen. Hierzu möchte ich noch einmal betonen, dass es uns nicht darum geht, die Rechte der Nebenklägerinnen und Nebenkläger zu beschneiden.
(Zuruf des Abg. Friedrich Straetmanns [DIE LINKE])
Im Gegenteil: Die vorgesehene Regelung ist rechtlich kein Novum, sondern bildet die in der Rechtsprechung bereits anerkannten Möglichkeiten ab. Für mehrere Angehörige eines Getöteten einen gemeinschaftlichen Rechtsanwalt zu bestellen, war auch bislang möglich. Dies erleichtert Abstimmungsprozesse im Vorfeld eines Prozesses und führt im Prozess selbst zu einer Beschleunigung, die gerade auch im Interesse der Opfer liegt. Voraussetzung für die Bestellung eines gemeinschaftlichen Rechtsanwalts sind im Übrigen „gleichgelagerte Interessen“ der Nebenkläger. Sind die Interessen gegenläufig, scheidet freilich die Bestellung eines gemeinschaftlichen Beistandes nach wie vor aus.
Weiterhin, meine Damen und Herren, verbessern wir das Befangenheits- und das Beweisantragsrecht, damit Angeklagte ihre Verfahrensrechte nicht dazu missbrauchen können, Verfahren künstlich in die Länge zu ziehen.
Außerdem sollen unsere Strafermittlungsbehörden Straftaten schneller und präziser aufklären können. Dafür geben wir ihnen moderne Ermittlungsmethoden an die Hand: Eine DNA-Analyse darf sich in Zukunft auch auf das Alter sowie auf Haar-, Augen- und Hautfarbe einer Person beziehen. So können Spuren vom Tatort wertvolle Anhaltspunkte über das Erscheinungsbild einer Person liefern.
Meine Damen und Herren, diese Maßnahmen sind notwendig, um die Prozesse zu beschleunigen und die Gerichte zu entlasten. Es kann nicht sein, dass man sogar für kleine Verfahren Jahre braucht, weil die Aktenberge immer größer werden. Es ist höchste Zeit für diese Modernisierung!
Zugleich wollen wir aber auch den Opferschutz stärken. Insbesondere wollen wir den Opfern von Sexualstraftaten eine traumatisierende Mehrfachvernehmung ersparen. Zukünftig sollen regelmäßig Ermittlungsrichter das Opfer vernehmen. Eine Videoaufzeichnung hiervon kann später in der Hauptverhandlung verwendet werden. Der vorliegende Entwurf ist also ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem effizienteren Verfahren.
Diese Maßnahmen sind indes nur ein Schritt zur Modernisierung des Strafverfahrens. Ein weiterer muss folgen, und dieser betrifft die Dokumentation der strafgerichtlichen Hauptverhandlung. Bislang gibt es in Strafverfahren keine Wortprotokolle. Was gesagt wird, müssen Richterinnen und Richter handschriftlich notieren. Ich meine: Das ist nicht mehr zeitgemäß. – Würde die Verhandlung aufgezeichnet, könnten sich Richterinnen und Richter besser auf das Zuhören konzentrieren. Auch ließen sich Zeugenaussagen leichter überprüfen und Rechtsfehler einfacher nachweisen.
Im nächsten Schritt, meine Damen und Herren, wollen wir daher eine Expertengruppe einsetzen, und zwar noch in diesem Jahr.
(Zuruf des Abg. Stefan Schmidt [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Sie soll prüfen, ob, wie und in welchem Zeitrahmen sich eine Aufzeichnungspflicht umsetzen lässt. Aber heute geht es erst einmal um das Gesetz zur Modernisierung des Strafverfahrens. Mit dem vorliegenden Entwurf wird unsere Justiz nicht nur entlastet, sie wird auch schneller und effizienter. In einem Wort: Sie wird moderner!
Herzlichen Dank.
(Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Thomas Seitz, AfD, ist der nächste Redner.
(Beifall bei der AfD)
Thomas Seitz (AfD):
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Vor kaum mehr als zwei Jahren hat der Bundestag das Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens verabschiedet. Von daher wundert es, dass jetzt schon wieder ein Gesetz zur Modernisierung des Strafverfahrens nötig ist. Es fehlt leider einfach an Weit- und Durchsicht der Gesetzgebung, wenn gilt – Zitat –: Nach der Reform ist vor der Reform. Leider ist diese desolate Situation bezeichnend für eine Regierung im Sinkflug, die seit vier Jahren permanent die Verfassung bricht.
Der Anspruch im Titel des Gesetzentwurfs, das Strafverfahren zu modernisieren, ist ein großer und die Fallhöhe entsprechend. Und wie zu erwarten, wird der Entwurf diesem Anspruch nicht gerecht. Die Ziele des Gesetzentwurfs sind dabei nicht einmal alle falsch, manches ist zu begrüßen, aber es bleibt eben Stückwerk und ist vieles – nur kein großer Wurf.
(Beifall bei der AfD – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Sie wissen ja, wovon Sie reden!)
Denn in Wahrheit geht es nur darum, der seit Jahren unter permanenter Überlastung leidenden Strafjustiz durch punktuelle Eingriffe wieder etwas mehr Luft zu verschaffen, damit sich Fälle wie heuer beim Landgericht Frankenthal möglichst nicht wiederholen, wo ein des Mordes und weiterer Verbrechen dringend verdächtigter Angeklagter aus der Untersuchungshaft entlassen werden musste.
Lassen Sie mich auf drei Punkte näher eingehen:
Erstens. Uneingeschränkt zu begrüßen ist die Änderung von § 81e StPO, damit künftig bei Spurenmaterial auch eine DNA-Untersuchung zur Feststellung der Augen-, Haar- und Hautfarbe zulässig wird. Es geht dabei lediglich um die Feststellung der biogeografischen Herkunft, wodurch die Wahrscheinlichkeit der Ermittlung eines Täters erheblich steigt und gleichzeitig der Kreis der potenziell Verdächtigen eingegrenzt werden kann. Dies hat absolut nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern kann Unschuldige davor bewahren, zumindest zeitweilig in Verdacht zu geraten.
(Beifall bei der AfD)
Wer hier von Racial Profiling spricht, sollte überlegen, ob er nicht eher die hohe Delinquenz einer bestimmten Klientel verschleiern will.
Zweitens. Lassen Sie die Ideologie aus der StPO! Ihr Ziel, Mütter möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu pressen und Väter generell zur Inanspruchnahme von Elternzeit zu drängen, hat dort nichts zu suchen. Wenn zukünftig eine Unterbrechung der Hauptverhandlung bis zur Dauer von 102 Tagen möglich sein soll, ist dies für den Fall der Erkrankung, der bisher eine Unterbrechung von maximal 83 Tagen ermöglichte, noch vertretbar. Im Hinblick auf den Mutterschutz gilt das normativ ebenfalls. Faktisch aber wird das jede Richterin, die während eines langwierigen Verfahrens schwanger wird, einem massiven informellen Druck aussetzen, sofort nach Ablauf der zwingenden Schutzfrist nach der Geburt wieder ihren Dienst aufzunehmen, ganz egal, ob sie das persönlich will oder nicht. Wir als AfD haben auch nichts dagegen, dass Väter, die Richter sind, Elternzeit in Anspruch nehmen. Unmöglich kann diese persönliche Entscheidung es jedoch rechtfertigen, dass sich die Untersuchungshaft eines Angeklagten dadurch auch nur um einen Tag verlängert.
Drittens. Wenn Sie die Justiz wirklich entlasten wollen, dann müssen Sie echten Mut zur Veränderung mitbringen und dürfen nicht nur Verteidigungsrechte beschneiden.
(Beifall bei der AfD)
Schaffen Sie das rechtsstaatlich nicht zwingende Verschlechterungsverbot komplett ab! Denn wer eine richterliche Entscheidung angreift, hat kein schutzwürdiges Vertrauen in den Bestand dieser Entscheidung. Unzählige Berufungsverfahren gegen angemessene oder gar milde Urteile würden damit entfallen, und es würde sich die Frage einer Revision erübrigen.
Schaffen Sie das System der Gesamtstrafe ab und ersetzen Sie es durch eine Vollstreckungslösung! Oder lassen Sie die Zäsurwirkung zumindest durch das erste Urteil eintreten; dann entfiele gerade für Intensivtäter der Anreiz, gegen jedes noch so milde Urteil Berufung einzulegen und die kleinen Strafkammern lahmzulegen.
Und schließlich: Schützen Sie endlich unsere Grenzen! Wer zu Hunderttausenden oder zu Millionen junge Männer mit einer archaischen Sozialisierung ins Land lässt
(Widerspruch bei der SPD)
und noch nicht einmal bei Straffälligkeit sofort abschiebt,
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Der AfD-Baustein!)
der darf sich nicht wundern, wenn die Justiz kollabiert.
Danke.
(Beifall bei der AfD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Jetzt erteile ich das Wort dem Kollegen Thorsten Frei, CDU/CSU.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Thorsten Frei (CDU/CSU):
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bereits im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgehalten, dass wir den Rechtsstaat stärken möchten, indem wir den Strafprozess modernisieren und die Strafverfahren beschleunigen. Und der Staatssekretär hat darauf hingewiesen: Im Grunde genommen ist das, was wir heute einleiten, nur eine weitere Säule des Pakts für den Rechtsstaat; denn wir setzen eben auf viele verschiedene Instrumente.
Zu Jahresbeginn haben wir mit den Ländern dafür gesorgt, dass in den nächsten Jahren mindestens 2 000 zusätzliche Stellen für Richter und Staatsanwälte entstehen.
Wir stärken die Prävention.
Wir werden die technologische Ausstattung bei den Behörden stärken. Dazu gehört für uns als Bundesgesetzgeber eben auch, dass wir einerseits die gesetzlichen Rahmenbedingungen so setzen, dass Strafverfahren zügig durchgeführt werden können ohne Abstriche bei Qualität und Beschuldigtenrechten und andererseits den Ermittlungsbehörden – auch das ist ein wichtiger Aspekt – die notwendigen Instrumente an die Hand gegeben werden. Genau das passiert.
Im Mittelpunkt steht der Strafprozess. Aber vor dem Strafprozess gibt es das Ermittlungsverfahren. Da schaffen wir beispielsweise mit der Ausweitung der DNA-Analyse ein ganz wichtiges zusätzliches Instrumentarium für die Ermittlungsbehörden, um den Täterkreis schneller eingrenzen zu können. Ich halte es für richtig, dass wir das zur Verfügung stehende Datenmaterial bei der DNA-Analyse nicht nur für die Bestimmung von Abstammung und Geschlecht nutzen, sondern eben auch dafür, dass man das Alter bestimmt, dafür, dass man die Haut-, die Augen- und die Haarfarbe bestimmt, um Täter schneller habhaft werden zu können.
Dem liegt im Übrigen nicht die Illusion zugrunde, dass man allein mit der Ausweitung der DNA-Analyse Verbrechen abschließend klären kann. Aber es ist – da setzt Ihre Kritik an der falschen Stelle an – ein wichtiges Instrumentarium, um schneller zu guten Ergebnissen zu kommen. Deshalb ist es aus meiner Sicht unverständlich, warum man den Ermittlungsbehörden dieses wichtige Instrumentarium versagen will. Wir schaffen es, und das ist auch richtig so.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Ein zweiter Punkt, den ich für das Ermittlungsverfahren benennen möchte, ist im Grunde genommen ein altbewährtes Ermittlungsinstrumentarium, nämlich die Überwachung der Telekommunikation. Dass wir das jetzt auch beim Wohnungseinbruchdiebstahl ermöglichen, ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Polizei und die Ermittlungsbehörden. Das darf man, glaube ich, überhaupt nicht unterschätzen. Für das betroffene Opfer macht es doch überhaupt keinen Unterschied, ob eine international tätige Bande diese Tat begeht oder ob es regional tätige Einzeltäter sind. Dies macht doch überhaupt keinen Unterschied, wenn es um die Sachbeschädigung geht, wenn es um den Verlust der Wertgegenstände geht, vor allen Dingen wenn es um den Einbruch in die Privatsphäre der Verbrechensopfer geht. Da müssen wir ansetzen und die notwendigen Instrumentarien zur Verfügung stellen.
Im Grunde genommen ist es die Fortsetzung dessen, was wir in der letzten Legislaturperiode gemacht haben, als wir den Wohnungseinbruchdiebstahl zu einem Verbrechenstatbestand gemacht haben. Das hatte im Übrigen auch Erfolg, wenn man sich vor Augen führt, dass seit 2015 die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland von 170 000 auf etwa 98 000 zurückgegangen ist. Das ist immerhin der niedrigste Wert in den vergangenen 20 Jahren. Auch das ist ein Erfolg unserer Rechtspolitik. Diesen Weg setzen wir jetzt hier fort.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Joe Weingarten [SPD])
Ich komme jetzt auf die Beschleunigung der Strafverfahren als solcher zu sprechen. Der Staatssekretär hat die Punkte benannt. Da geht es nicht darum, dass man Beschuldigtenrechte eingrenzt. Wir kennen viele praktische Beispiele. Ich bin davon überzeugt, dass auch die Anhörung im Ausschuss am nächsten Montag weitere Beispiele aufzeigen wird, wenn dort Praktiker von ihrer Arbeit berichten werden. Ich denke zum Beispiel an ausschließlich aus Verschleppungsabsicht vorgebrachte missbräuchliche Besetzungsrügen, an Befangenheitsanträge, an Beweisanträge, die völlig abwegig sind. Wir schaffen die Voraussetzungen, um damit im Strafprozess vernünftig umgehen zu können und die Verfahren zu beschleunigen sowie den Rechtsstaat zu stärken. Das ist nämlich ein ganz wichtiger Punkt, um deutlich machen zu können, dass der Strafprozess nicht nur die Rechtsdurchsetzung des Staates und den Anspruch daran stärken möchte, sondern dass es durchaus auch im Interesse der Täter, aber vor allen Dingen der Opfer ist, dass man zu einem zügigen Abschluss des Verfahrens kommt.
Es ist angesprochen worden: Es ist nicht akzeptabel, dass Verschleppungsabsicht genutzt wird, um anschließend einen Strafrabatt zu bekommen. Gerade bei den Wirtschaftsstrafsachen sehen wir, dass im Durchschnitt etwa vier Monate Strafrabatt gewährt werden muss, weil vom eigentlichen Verbrechen bis zu Verurteilung viel zu viel Zeit vergeht. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Rechtsstaates. Es zeigt auch, dass wir gerade in rechtspolitischer Hinsicht in der Lage sind, die Dinge gut nach vorne zu bringen. Das ist auch ein Erfolgsausweis für diese Regierung.
Herzlichen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Jetzt erteile ich das Wort dem Kollegen Stephan Thomae, FDP.
(Beifall bei der FDP)
Stephan Thomae (FDP):
Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen! Verehrte Kollegen! Meine Damen und Herren! „Justice delayed is justice denied.“ Das Wort wird William Gladstone zugeschrieben. Also: Gerechtigkeit, die zu spät kommt, ist verweigerte Gerechtigkeit. Man könnte auf Deutsch auch sagen: Gutes Recht ist schnelles Recht. Ja, auch deswegen wollen wir Liberale den Strafprozess effizienter machen, moderner, praxistauglicher, auch schneller.
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Dann könnt ihr ja zustimmen!)
Aber Sie übersetzen – jedenfalls in manchen Punkten – diesen Satz von William Gladstone wie folgt: Kurzer Prozess ist guter Prozess.
(Dr. Eva Högl [SPD]: Nein, das stimmt nicht!)
Diesen Weg würden wir nicht mitgehen.
In einigen Punkten stimmen wir Ihrem Vorschlag zu. Ja, wir halten es für richtig, Opferrechte zu stärken, vor allem bei Sexualdelikten. Ja, es ist gut, die Nebenkläger in Gruppen zu bündeln, wenn deren Interessen gleichlaufend oder zumindest nicht widersprechend sind. Aber es gibt ein paar Punkte in Ihrem Gesetzentwurf, die wir sehr bemängeln.
Es ist richtig: Es schadet der Akzeptanz des Rechtes, wenn Recht zu lange auf sich warten lässt. Aber Effizienz und Schnelligkeit sind nicht die einzigen Kriterien des Strafprozesses. Die Wahrheitsfindung muss oberstes Gebot und oberstes Prinzip bleiben, meine Damen und Herren.
(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Es kommt nicht darauf an, möglichst schnell und möglichst hart zu strafen, sondern darauf, möglichst effizient und praxisnah die Wahrheit zu finden. Ein faires Verfahren ist eine hohe zivilisatorische Errungenschaft.
(Beifall bei der FDP sowie des Abg. Friedrich Straetmanns [DIE LINKE])
Deswegen sehen wir beispielsweise die Kürzung von Möglichkeiten, Befangenheitsanträge zu stellen – Sie haben das als Verbesserung bezeichnet, Herr Staatssekretär –, sehr, sehr kritisch. Die Unbefangenheit des Richters ist doch der Kern seiner Legitimation. Es kann doch nicht sein, dass ein Richter, bei dem der Verdacht der Befangenheit im Raume steht, welche nicht durch eine Entscheidung ausgeräumt worden ist, die Verhandlung weiterführen kann, und sei es auch nur für zwei Wochen. Ein Richter, bei dem der Verdacht der Befangenheit im Raume steht, kann doch nicht weiter Zeugen befragen und Beweise erheben. Deswegen sehen wir beim Recht der Befangenheitsanträge keinen Änderungsbedarf, meine Damen und Herren.
(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Ein zweites Thema ist die Eingrenzung der Möglichkeit, Beweisanträge zu stellen. Die Beweisanträge sind eine der ganz wenigen Möglichkeiten der Verteidigung, auf den Gang des Verfahrens Einfluss zu nehmen. Es kann auch mal passieren, dass ein Beweisantrag ins Blaue hinein gestellt wird. Das ist kein Missbrauch. Es ist Ausdruck des fairen Verfahrens. Deswegen sollten wir auch hier in diesem Punkt keine Änderungen vornehmen.
(Beifall bei der FDP sowie der Abg. Katja Keul [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Einen dritten Punkt Ihres Entwurfs bitte ich zu bedenken, Herr Staatssekretär: Sie wollen die Unterbrechung der Hauptverhandlung für zwei Monate ermöglichen, wenn etwa eine Richterin schwanger wird oder wenn Richter in Elternzeit gehen. Das klingt modern und fortschrittlich. Was Sie aber damit erreichen, ist, dass der Druck auf eine Mutter, die sich im Mutterschutz oder in Elternzeit befindet, oder auf einen Vater, der sich in Elternzeit befindet, erhöht wird, wieder schneller auf den Richterstuhl zurückzukehren. Das ist ein Problem, das Sie noch einmal überdenken sollten. Das ist nämlich das Gegenteil von Familienfreundlichkeit.
(Beifall bei der FDP)
Wir wollen den Strafprozess ebenfalls effizienter und moderner machen und meinen damit, dass er kommunikativer und digitaler werden muss. Ich höre mit Freude, dass Sie sich in einer Expertenkommission dem Thema der audiovisuellen Aufzeichnung der Hauptverhandlung stellen wollen. Ja, das ist ein wichtiger Punkt, sozusagen ein Digitalpakt für die Justiz. Manche Richter empfinden das als Vertreibung aus dem Paradies. Das ist es aber nicht. Der Richter ist heute ein Mensch, der vieles gleichzeitig bewältigen muss: dem Zeugen zuhören, den Angeklagten beobachten, in der Akte blättern, sich die nächsten Fragen überlegen, nonverbale Signale aus der Verhandlung mitnehmen und zugleich all das noch vollständig und leserlich notieren, sodass man es nach Wochen oder gar Monaten noch lesen kann. Ich glaube, dass mancher Richter, der heute dem Thema der audiovisuellen Aufzeichnung noch kritisch gegenübersteht, froh um diese Erleichterung wäre.
Deswegen – und damit komme ich zum Schluss – bieten wir Ihnen an, dass wir gemeinsam in den weiteren Beratungen diskutieren, wie wir den Strafprozess aus der Kaiserzeit ins 21. Jahrhundert überführen können, ohne an den Grundsätzen des fairen Verfahrens zu rütteln.
Vielen Dank.
(Beifall bei der FDP)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Friedrich Straetmanns, Die Linke, hat jetzt das Wort.
(Beifall bei der LINKEN)
Friedrich Straetmanns (DIE LINKE):
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Gerade erst vor etwas mehr als zwei Jahren hat die Große Koalition das Strafverfahren neu gestaltet mit der Zielsetzung, es effektiver und praxistauglicher zu machen. Jetzt wollen Sie es – in Ihren Worten – „modernisieren“. Ein ehrlicherer Titel für diese immer wiederkehrenden Vorhaben wäre aus meiner Sicht: Gesetz zur Beschneidung von Beschuldigten- und Angeklagtenrechten und Reduzierung der Zahl der Fälle, in denen diese verteidigt sind.
(Beifall bei der LINKEN)
Bevor ich zu den einzelnen Regelungen komme, möchte ich anmerken, dass eine Evaluation der letzten Maßnahmen von vor zwei Jahren von Ihrer Seite nicht erfolgt ist. Als Richter finde ich das sehr bedenklich. Das ist auch ein schwerwiegender Mangel dieser Vorlage. Im Bereich des Strafverfahrens und im Übrigen auch im Gefahrenabwehrrecht halten Sie es insgesamt nicht mehr für nötig, Ihre Reformen im Nachhinein daraufhin zu überprüfen, ob sie auch geeignet sind. Denn Sie handeln nach dem Motto: Schärfer geht immer.
Ich komme nun zu einigen kritischen Anmerkungen zu einzelnen Regelungen:
Die in § 29 Strafprozessordnung, StPO, geplante Änderung bei Ablehnung eines Richters ist gerade von meinem Vorredner angesprochen worden. Wir finden es extrem bedenklich, dass ein unter der Besorgnis der Befangenheit stehender Richter zwei Wochen weiterverhandeln und wichtige Beweise erheben kann. Dass dies so möglich ist, ist ein Einschnitt in die Angeklagten- und Beschuldigtenrechte. Folgendes sollte uns interessieren, nämlich: Welche Zahl von missbräuchlich gestellten Befangenheitsanträgen findet sich überhaupt in Strafverfahren? Liefern Sie diese, damit wir darüber fair und vernünftig debattieren können.
(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der FDP und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Argumentiert wird hier auch von Ihnen, von der GroKo, mit dem öffentlichen Interesse an einer beschleunigten Verfahrensdurchführung. Ich denke, dass wir gerade vor der historischen Verantwortung und den Erkenntnissen, die wir daraus gezogen haben, sehr großes Interesse an einem fairen Verfahren mit einer objektiven Beweiserhebung haben müssen.
(Beifall bei der LINKEN)
Sie wollen mit Ihrem Gesetzentwurf Beschuldigtenrechte einschränken, alles unter dem Vorwand, es sei zum Besten des Angeklagten.
Ihr Entwurf enthält aber auch eine relativ kuriose Regelung, nämlich das Verbot der Gesichtsverhüllung im neugefassten § 68 StPO. Es handelt sich hierbei um ein reines Politikspektakel und nicht um die Abhilfe eines echten Problems. Machen wir es uns doch einfach mal an den Zahlen bewusst, dass lediglich 200 bis 300 Frauen in Deutschland einen sogenannten Nikab tragen. Außerdem ist nach § 176 GVG jeder Richter, jede Richterin befugt, das Entfernen dieser Gesichtsverhüllung während der Verhandlung anzuordnen, gerade aus dem Aspekt heraus, dass man natürlich die Mimik beobachten und daraus seine Schlussfolgerungen ziehen kann.
Brandgefährlich finden meine Fraktion und ich natürlich Ihre Idee zum genetischen Phantombild in § 81e StPO. Dieses genetische Phantombild wird von der Wissenschaft als ungenau und gefährlich kritisiert. Es besteht absehbar die Gefahr, dass dieses Instrument zur Identifizierung von Minderheitenmarkern wie dunkler Hautfarbe angewendet wird. Das ist Racial Profiling unter Laborbedingungen und gehört nicht in die Strafprozessordnung.
(Beifall bei der LINKEN sowie der Abg. Stefan Schmidt [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] und Dr. Jürgen Martens [FDP])
Zudem führt dieser Punkt dazu, dass die politische Rechte hier die Möglichkeit erhält, ihre rassistische Erzählung von Migration und Kriminalität als zwei Seiten einer Medaille zu etablieren. Dazu greifen wir in einen Bereich ein, der dem Kernbereich der Persönlichkeit angehört. Die Aufschlüsselung der DNA mit den Erbinformationen wird hier für die forensische Forschung geöffnet. Wir halten das bereits aus verfassungsrechtlichen Gründen für nicht akzeptabel und für verfassungswidrig, um das auch klar zu sagen.
(Beifall bei der LINKEN sowie der Abg. Canan Bayram [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Mit der angesprochenen Aufnahme des Wohnungseinbruchdiebstahls als schwere Straftat, die eine Telefonüberwachung nach § 100a StPO rechtfertigen soll, wird die Schwelle dessen, was eine schwere Straftat darstellt, weiter abgesenkt. Es wird auch gar nicht begründet – wissenschaftlich und fachlich –, warum und ob Telefonüberwachung ein probates Mittel zur Aufklärung eines Wohnungseinbruchdiebstahls darstellt. Auch hier sind verfassungsrechtliche Bedenken offensichtlich.
Sinnvoll wäre es stattdessen, über die Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechtes für bestimmte Bereiche zu reden, und zwar für Bereiche der sozialen Arbeit. Im Kontext der Beratung und Unterstützung von Opfern von Gewalt würde eine solche Regelung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sicherlich ihre Beratungsarbeit, die wertvoll und die Arbeit an den Opfern ist, erleichtern. Hier finden wir eben nichts im Gesetz. Das ist eine Leerstelle; eine entsprechende Passage vermissen wir schmerzlich.
(Beifall bei der LINKEN)
Angesprochen ist es: Eine wirkliche Modernisierung wäre die audiovisuelle Aufzeichnung der Hauptverhandlung. Wobei – ich muss es ganz offen sagen – die Latte in diesem Bereich so extrem niedrig liegt, dass es uns schon reichen würde, wenn wir endlich ein Wortlautprotokoll der Hauptverhandlung bekämen; und das wäre auch ein angemessenes Kriterium für ein faires Verfahren.
(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Ich will eins sagen: Die wenigen von mir angesprochenen und kritisierten Veränderungen Ihres Entwurfes zeigen, dass es Ihnen im Grunde nicht darum geht, die Kommunikation der Beteiligten vor Gericht zu verbessern. Es geht Ihnen auch nicht darum, die Dokumentation des Ermittlungsverfahrens und der Hauptverhandlung auf ein Niveau zu bringen, das der weithin digitalisierten Wirklichkeit gerecht wird. Es geht vorwiegend darum, den Verfahrensgang zu beschleunigen. Um es mit den Worten des Deutschen Anwaltvereins zu sagen: Ihr Gesetzentwurf zeugt von einem „reaktionären Prozessverständnis“. – Diesem Urteil kann ich mich nur anschließen. Wir werden an dem Gesetzentwurf mitarbeiten. Aber unsere Kritikpunkte liegen auf dem Tisch.
Vielen Dank.
(Beifall bei der LINKEN sowie der Abg. Katja Keul [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Canan Bayram, Bündnis 90/Die Grünen, hat jetzt das Wort.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Canan Bayram (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gesetzgebung muss auf Grundlage von gesicherten und empirischen Erkenntnissen erfolgen, wenn sie rechtsstaatlichen Anforderungen genügen will. Dies gilt insbesondere für einen so sensiblen Bereich wie das Strafrecht und das Strafverfahrensrecht. Das von den Koalitionsfraktionen vorgelegte Gesetzesvorhaben zur Modernisierung des Strafverfahrens genügt diesen Anforderungen nicht.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Nachdem die Bundesregierung die sogenannte Modernisierung des Strafverfahrens gestern als Teil der Koalitionshalbjahresbilanz schon abgefeiert hat, darf sich der Bundestag heute, am 7. November, in erster Lesung damit befassen. Am Montag, dem 11. November, ist die öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss, und dann, in der gleichen Woche, soll der Gesetzentwurf im Plenum beschlossen werden. Eine Begründung für diese Eilbedürftigkeit und dieses schnelle Verfahren haben Sie bis heute nicht geliefert.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: So ist es in der Geschäftsordnung vorgesehen, Frau Kollegin! Das ist das vorgesehene Verfahren!)
Womit haben wir es bei dieser sogenannten Modernisierung des Strafverfahrens in Wahrheit zu tun? Vor allem mit einem in der Verkürzung von Beschuldigten- und Verteidigerrechten zum Ausdruck kommenden Generalverdacht der Prozesssabotage, der Prozessverschleppung und Konfliktverteidigung gegenüber den Strafverteidigern. Rechtstatsachen, die solchen Generalverdacht belegen, gibt es genauso wenig wie eine Untersuchung der Wirkung der Strafprozessrechtsänderungen von 2017, etwa der grundrechtsgefährdenden und verfassungswidrigen Quellenkommunikationsüberwachung und Onlinedurchsuchung mit Ihren Staatstrojanern. Die Überprüfung bleibt bewusst dem Bundesverfassungsgericht überlassen. Ob und was die 2017 intendierte bessere Praxistauglichkeit und Effektivität des Strafverfahrens wirklich gebracht haben, weiß kein Mensch.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Und wir haben es bei dieser sogenannten Modernisierung des Strafverfahrens mit einem gravierenden Tabubruch zu tun, nämlich der Ausweitung der forensischen DNA-Analyse. Die Bundesregierung argumentiert da gerne in leichtfertiger verfassungsrechtlicher Oberflächlichkeit, es handele sich ja bei Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe und Alter nur um äußerlich erkennbare Merkmale, die auch aufgrund von Zeugenaussagen für Ermittlungen gegen den unbekannten Straftatspurenleger verwendet werden dürfen. Im Unterschied zu Zeugenaussagen geht es hier aber um die Gewinnung von Hinweisen auf äußerlich erkennbare Merkmale des Menschen durch einen Eingriff in den Kernbereich seines Persönlichkeitsrechts,
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
nämlich durch die Ausforschung seines Genoms.
Es gibt bei der Bundesregierung und in der Begründung des Gesetzentwurfs zugleich eine bemerkenswerte und leichtfertige Oberflächlichkeit: Allein bei der ungefähren Bestimmung des biologischen Alters ist die Gefahr rassistischer Diskriminierung ausgeschlossen. – An die Gefahr der rassistischen Gruppendiskriminierung scheint diese Bundesregierung überhaupt nicht gedacht zu haben; denn diese Merkmale, die ich vorhin ausgeführt habe, sind dazu geeignet, Gruppen rassistisch zu diskriminieren. Und dagegen wenden wir uns eindeutig.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN – Enrico Komning [AfD]: So ein Quatsch! Den Täter zu ermitteln!)
Der Gang der Hauptverhandlung in erstinstanzlichen strafgerichtlichen Verfahren vor den Land- und Oberlandesgerichten wird im Wesentlichen unverändert seit Inkrafttreten der Reichsstrafprozessordnung im Jahr 1879 lediglich in einem Formalprotokoll festgehalten. Eine zwischenzeitliche Erweiterung in den Jahren 1964 bis 1974 zu einem Inhaltsprotokoll wurde wegen des Mehrbedarfs an Protokollführern wieder und wieder infrage gestellt und besteht aktuell nur bei Verständigung zwischen Gericht und Verfahrensbeteiligten und im strafrechtlichen Verfahren vor den Amtsgerichten. Die Verfahrensbeteiligten sind auf ihre Mitschriften angewiesen; das wurde hier von verschiedenen Vertretern schon ausgeführt. Auch wir begrüßen ausdrücklich diese Expertenkommission und bieten an, unsere Expertise dort einzubringen.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Wir sind der Ansicht, dass wir das Thema „Dokumentation in den mündlichen Verhandlungen in Strafprozessen“ in der Anhörung ausführlich diskutieren sollten. Aber wir hätten uns gewünscht, dass wir das anhand einer Vorlage besprechen können, die Sie nämlich hätten in diese Strafrechtsreform mit einarbeiten können. Das vermissen wir. Deswegen werden wir unseren Antrag dazustellen, in dem wir eine wirkliche Modernisierung des Strafverfahrens auf den Weg bringen wollen.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Enrico Komning [AfD]: Na, da sind wir ja mal gespannt!)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Nächste Rednerin ist die Kollegin Dr. Eva Högl, SPD.
(Beifall bei der SPD)
Dr. Eva Högl (SPD):
Einen schönen guten Morgen! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es gut finde, dass wir über die Reform des Strafprozesses heute hier in der Kernzeit diskutieren; denn das ist nicht nur was für Spezialistinnen und Spezialisten oder für Jurafreaks. Vielmehr ist das Strafverfahren ein ganz wesentlicher Baustein eines handlungsfähigen Staates und einer freien Gesellschaft
(Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
und ein wichtiger Beitrag zur Stärkung unseres Rechtsstaats.
Deswegen möchte ich auch betonen, dass sich die Koalition vorgenommen hat – ich hoffe, das trifft auch auf große Zustimmung hier im Haus –, unseren Rechtsstaat zu stärken. Bund und Länder haben einen Pakt für den Rechtsstaat geschlossen, der auf drei Säulen beruht. Erstens: mehr Personal für die Sicherheitsbehörden und für die Justiz. Zweitens: bessere Ausstattung, Digitalisierung, gute Gebäude, gute Rahmenbedingungen. Dafür sind schwerpunktmäßig die Länder zuständig. Und über die dritte Säule sprechen wir hier heute Morgen, nämlich effektive und moderne Verfahren in allen Bereichen.
Unsere Ziele sind, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken, die Rechte der Opfer zu stärken – darum geht es hier heute auch –, in einer guten und richtigen Abwägung mit einer Verkürzung der Verfahren, damit wir eine bessere und schnellere Rechtsdurchsetzung bekommen und die Strafverfahren beschleunigen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, insbesondere der Opposition, damit machen wir weder kurzen Prozess, noch ist das ein reaktionäres Verständnis, sondern das ist eine moderne Weiterentwicklung unserer Strafprozessordnung.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Die zwölf Punkte, die wir vorlegen, reichen von Verhüllungsverbot über bessere Rahmenbedingungen für Dolmetscherinnen und Dolmetscher bis zu Wohnungseinbrüchen.
Ich möchte einen Punkt hervorheben, der bislang in der Debatte noch nicht erwähnt worden ist: Wir wollen die Opfer von Sexualdelikten stärken und besser schützen. Das ist ein wichtiger Punkt in dieser Reform. Wir schaffen für erwachsene Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung die Möglichkeit, dass ihre richterliche Vernehmung auch in Bild und Ton aufgezeichnet werden darf. Das ist ein wichtiger Beitrag, sie zu schützen und ihnen bessere Rahmenbedingungen zu geben.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)
Damit das von den Gerichten auch gemacht wird, gestalten wir es als eine Mussvorschrift aus und nicht als eine Sollvorschrift.
Außerdem möchte ich Stellung nehmen zu unserem Ansinnen, die Nebenklage zu bündeln. Wir wollen damit die Verfahren vereinfachen; aber wir wollen trotzdem die Rechte von Nebenklägerinnen und Nebenklägern nicht beeinträchtigen. Wir wissen alle miteinander, wie wichtig die Nebenklage ist; wir haben es nicht zuletzt beim NSU-Prozess gesehen, der auch Ausgangspunkt für unsere Reformüberlegung war. Dort gab es 95 Nebenklägerinnen und Nebenkläger und 60 Anwältinnen und Anwälte. Sie alle nehmen ihre Rechte wahr – sie sind ganz wichtig in diesem Prozess –, und trotzdem ist es richtig, dass wir dem Gericht jetzt die Möglichkeit geben wollen, mehrere Nebenklagen zu bündeln, wenn sie gleichgelagerte Interessen betreffen. Das ist eine moderate Verschlankung, eine moderate Beschleunigung, und das ist, wie gesagt, eine Kannvorschrift. Das werden die Gerichte auch sehr sensibel prüfen.
Wir schaffen bessere Regelungen bei Anträgen zur Befangenheit, bei Beweisanträgen, bei Besetzungsrügen. Das ist eine wirklich sehr moderate Weiterentwicklung. Herr Thomae, Sie haben das kritisiert; aber wir haben das in der Abwägung zwischen Beschleunigung und Rechten moderat weiterentwickelt. Ich glaube, wir haben gute Regelungen gefunden und einen guten Kompromiss zwischen den Rechten, die dort verankert sind, und dem Ansinnen nach Beschleunigung erreicht. Denn Sie selbst haben gesagt: Schnellere Rechtsdurchsetzung ist auch bessere Rechtsdurchsetzung. – Diesem Gedanken folgt diese Reform.
(Beifall bei der SPD sowie des Abg. Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU])
Deswegen freue ich mich, liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn es hier viel Zustimmung gibt. Wir haben eine zügige Beratung, ja; aber, liebe Frau Bayram, wir haben über diese Sachen schon lange diskutiert. Die Reform liegt schon lange auf dem Tisch. Es gab Eckpunkte, die wir lange diskutiert haben, sodass ich glaube, dass wir jetzt auch schnell beraten und beschließen können.
Vielen Dank.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Jetzt erteile ich das Wort dem Kollegen Roman Reusch, AfD.
(Beifall bei der AfD)
Roman Johannes Reusch (AfD):
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Bei der Lektüre des Gesetzentwurfs habe ich mich bei der Rubrik Alternativen gefragt, warum da „Keine“ steht. Angesichts der Frage, ob wir die Antragsrechte der Beschuldigten ein weiteres Mal einschränken müssen, müsste man darüber nachdenken, ob es noch andere Möglichkeiten gibt. Ist das denn nötig? Schauen wir doch mal auf die Situation in der Justiz.
Fangen wir bei den Amtsgerichten an. Besetzungsrügen, Befangenheitsanträge sind selten. Beweisanträge werden hin und wieder gestellt; das ist völlig unproblematisch. Sonstige Anträge, mit denen man Amtsrichter quälen kann, zum Beispiel Aussetzungs- oder Unterbrechungsanträge usw., sind extrem selten. Insgesamt kann man sagen: Für die Amtsgerichte, die die Masse aller Verfahren bewältigen, stellt das geltende Recht – das galt auch schon vor den letzten Änderungen – überhaupt kein Problem dar.
Ganz anders ist das bei den Landgerichten. Da haben wir Fälle, bei denen wir nach Wochen des Verhandelns immerhin schon dazu kommen, endlich die Anklage verlesen zu können. Und so geht es weiter. Die Verteidigung nutzt alle Möglichkeiten, die das Recht bietet, um das Gericht in der Hoffnung, dass es irgendwann die weiße Fahne schwenkt und sich auf einen pflaumenweichen Deal einlässt, unter Druck zu setzen. Man versucht, das Gericht durch Stapel von Beweisanträgen, die alle Schrott sind, aber ein oder zwei kleine Tretminen enthalten, zu Verfahrensfehlern zu verleiten. Schon platzt das ganze Ding beim BGH. Das ist die Hoffnung; das ist die Strategie.
(Beifall bei der AfD)
Das ist nicht Rechtsstaat. Da wird der Rechtsstaat wie ein Tanzbär am Nasenring durch die Manege geführt.
Dagegen muss man etwas tun. Die Frage ist, was. Weshalb ist denn die Situation beim Landgericht im Vergleich zum Amtsgericht so dramatisch unterschiedlich? Beim Amtsgericht haben wir im Regelfall die Berufung, eine weitere Tatsacheninstanz, als Rechtsmittel. Das heißt, es bringt den Anwälten nichts, auf Verzögerung zu setzen. Jeder Verfahrensfehler kann völlig problemlos repariert werden. Das Ergebnis ist eine ordentliche Antragspraxis der Anwälte.
Ganz anders ist die Situation beim Landgericht. Dort haben wir die Revision. Das heißt im Regelfall: Aufhebung und Zurückverweisung. Alles muss noch einmal von vorne gemacht werden. Das will jeder verantwortungsbewusste Richter unter allen Umständen vermeiden. Deswegen haben die Anwälte so viele Möglichkeiten, so viel Macht, auf den Gang des Verfahrens einzuwirken und ein für sie gewünschtes oder tolerables Ergebnis zu erzielen.
Würde man nun auch beim Landgericht in erster Instanz die Berufung als Rechtsmittel einführen, dann hätten wir dieselbe Situation wie bei den Amtsgerichten. Die Probleme, die wir hier wälzen, würden sich geradezu in Wohlgefallen auflösen. Die Verhandlungen vor dem Landgericht, erstinstanzlich, würden dramatisch kürzer werden. Die Urteile würden dramatisch kürzer werden: Man würde dann nämlich einfach nur Tatbestand und Entscheidungsgründe hineinschreiben.
Wir haben deshalb schon im letzten Jahr hier einen entsprechenden Antrag eingebracht. Ich weiß, er kommt von der AfD; aber denken Sie trotzdem einmal darüber nach, ob die Revision nicht doch verzichtbar ist, ob sie nicht ein aus der Zeit gefallenes Rechtsmittel ist, aus Zeiten, als ein dickbäuchiger Gendarm mit Pickelhaube und umgeschnalltem Säbel reichte, um in seinem Revier Ruhe und Ordnung zu garantieren, und als die Justiz jede Woche mal eine neue Akte bekam. Die Zeiten sind vorbei. Wir können uns das alles nicht mehr leisten.
Wir brauchen eine schlagkräftige Strafjustiz. Deswegen lautet mein Appell an Sie: Versuchen Sie mal, im stillen Kämmerlein darüber nachzudenken, ob das nicht vielleicht doch ein gangbarer Weg wäre.
In diesem Sinne: Wir sehen uns im Ausschuss.
(Beifall bei der AfD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Jetzt erteile ich das Wort der Kollegin Elisabeth Winkelmeier-Becker, CDU/CSU.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU):
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit dem Gesetzentwurf, den wir heute beraten, greifen wir ein wichtiges Anliegen der Union aus dem Koalitionsvertrag auf. Es ist ein Element des Paktes für den Rechtsstaat; denn dafür brauchen wir nicht nur mehr Personal und eine bessere Ausstattung, sondern eben auch effiziente Verfahren. Wir machen es jetzt – vieles hätte man auch schon früher machen können –, weil es jetzt den politischen Konsens dazu gibt.
Zu Beginn möchte ich noch mal daran erinnern, was der Sinn des Strafprozesses ist. Der Gesetzentwurf setzt diese Frage ja auch an den Anfang. Es geht um die Aufklärung von Straftaten, um die Ermittlung des Täters, um die Ermittlung seiner Schuld, es geht um seine Bestrafung, und natürlich geht es auch um die Entlastung und den Freispruch des Unschuldigen. Es ist die Aufgabe von Staatsanwaltschaft und Gericht, der materiellen Wahrheit in Bezug auf belastende und entlastende Fakten möglichst nahezukommen. Das folgt aus dem eigenen staatlichen Anspruch, die Strafverfolgung durchzuführen. Der Staat ist das aber auch den Opfern schuldig, weil er das Gewaltmonopol für sich in Anspruch nimmt.
Die Wahrheit wird nicht um jeden Preis ermittelt, sondern es gibt Grenzen. Der Angeklagte, der Beschuldigte, darf niemals nur Objekt des Verfahrens sein. Dem entspricht, dass er sehr umfangreiche Verfahrensrechte hat, dass er sich nicht selbst belasten muss, dass der Grundsatz „In dubio pro reo“ für ihn streitet.
Gleichzeitig haben wir aber das Problem, dass Prozesse unnötig lange dauern, dass die Ressourcen bei den Ermittlern und bei den Gerichten knapp sind. Das hat unliebsame Folgen: Menschen müssen aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Verfahren dauern zu lange. Es muss Strafrabatte zum Ausgleich der langen Verfahrensdauer geben. Deshalb ist mehr Effizienz nötig, und zwar nicht als Selbstzweck, sondern weil Zeit- und Ressourcenverschwendung an der einen Stelle immer dazu führen, dass man in einem anderen Fall dem Täter eben nicht mehr auf die Spur kommen kann, dass ein Täter nicht überführt werden kann oder ein Prozess platzt.
Natürlich ist Effizienz im höchsten Maße auch im Sinne der Opfer; denn ein Opfer kann häufig mit der Tat, mit dem Schaden, dem Verlust, den es erlitten hat, erst dann abschließen, wenn auch das Verfahren zum Endpunkt gekommen ist. Und nicht zuletzt: Auch für die Unschuldigen ist jeder zusätzliche Tag unzumutbar.
Wie sinnvoll und nötig Maßnahmen zur Straffung des Verfahrens sind, zeigt ein Beispiel aus Koblenz. Dort musste ein Prozess gegen ein Neonazi-Netzwerk nach fast fünf Jahren abgebrochen werden, weil der Vorsitzende Richter in Pension ging. Es waren über 240 Beweisanträge, mehr als 400 Verfahrensanträge, mehr als 500 erfolglose Befangenheitsanträge gestellt worden. Damit hatte man es geschafft, den Prozess platzen zu lassen. Da ist wirklich ein Punkt erreicht, wo sich der Rechtsstaat nicht in dieser Art und Weise vorführen lassen darf.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Frau Kollegin Winkelmeier-Becker, gestatten Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Seitz?
Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU):
Herr Seitz, bitte.
Thomas Seitz (AfD):
Vielen Dank, Frau Kollegin, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Meine Frage zielt dahin: Ist Ihnen bekannt, dass die Landesregierung in Bezug auf das von Ihnen angesprochene Verfahren rechtzeitig auf diese Problematik hingewiesen wurde und es versäumt hat, das Landesrichtergesetz dahingehend abzuändern, dass, wie es in anderen Bundesländern der Fall ist, die Verlängerung des Dienstes über das normale Eintrittsalter in den Ruhestand hinaus möglich wird? Damit hätte nämlich das Platzen dieses Verfahrens verhindert werden können.
Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU):
Ja. Das ist aber ausschließlich Sache der Landesregierung Rheinland-Pfalz und von daher hier überhaupt nicht Gegenstand unserer Erörterungen. Jeder muss an seiner Stelle dazu beitragen, dass die Effizienz im Verfahren gewahrt bleibt. An der Stelle sage ich Ihnen: Wenden Sie sich bitte nach Mainz.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Jeder muss an seiner Stelle etwas beitragen. Unser Gesetzentwurf schlägt jedenfalls eine ganze Reihe von guten Maßnahmen vor, die mehr Effizienz ermöglichen, ohne die Rechte des Angeklagten in der Substanz anzutasten. Sie ermöglichen eine bessere Planung, vermeiden hier und da taktische Schachzüge von Verteidigern, die für den Aspekt der Wahrheitsfindung keinen Mehrwert haben. Wir sorgen jetzt dafür, dass Besetzungsrügen und Befangenheitsanträge nicht mehr so leicht zum Platzen von Terminen führen können. Das bringt die Terminpläne aller Beteiligten letztendlich nämlich durcheinander.
Gerade bei Befangenheitsanträgen ist die Erfolgsquote extrem gering, aber der Störfaktor ist sehr groß. Deshalb korrigieren wir das an dieser Stelle, sodass man auch nach einem Befangenheitsantrag weiter verhandeln kann; denn nicht der Befangenheitsantrag macht befangen, sondern ein Befangenheitsgrund, und dieser stellt sich in aller Regel als nicht vorhanden heraus. Wo das Risiko eingegangen wird und sich Befangenheit hinterher herausstellt, muss der Part dieses Prozesses natürlich wiederholt werden. Wir setzen zugleich Anreize, Beweisanträge frühzeitiger zu stellen, damit sie nicht als Verschleppungsabsicht dargestellt und zurückgewiesen werden können.
Es wird weiter Beigeordnete, das heißt staatlich vorfinanzierte Prozessvertreter, für Nebenkläger geben, aber eben nicht mehr für jeden einen einzelnen, der seine Anträge stellt, sondern bei gleich gerichteten Interessen eben auch einen gemeinsamen.
Mit der Unterbrechungsfrist bei Mutterschutz und Elternzeit sorgen wir dafür, dass eine Schwangerschaft nicht mehr unausweichlich dazu führt, dass der Prozess platzt. Das ist doch der Haupteffekt, dass sich dann alle darauf einstellen können, dass an der Stelle der Prozess unterbrochen wird, aber hinterher dort auch wieder aufgegriffen wird. Das ist der Haupteffekt, und auch das wird zur Beschleunigung des Verfahrens führen.
Es gibt Maßnahmen zur besseren Aufklärung von Straftaten. Das wichtigste Beispiel ist sicherlich die Ausweitung der DNA-Analyse. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Aufklärung. Natürlich wird sie alleine nicht reichen, um einen Täter zu überführen, aber sie ist eben ein objektives Mittel und ein guter Ansatz.
Das sind wichtige Maßnahmen, auf die die Praxis längst wartet. Insofern freue ich mich auf zügige und konstruktive Beratungen in der nächsten Woche.
Vielen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Dr. Jürgen Martens, FDP, ist der nächste Redner.
(Beifall bei der FDP)
Dr. Jürgen Martens (FDP):
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Entgegen der Bekundung der Koalitionäre sehen wir in diesem Entwurf nicht den großen Wurf, mit dem das Strafverfahren modernisiert und beschleunigt werden könnte.
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Schade!)
Nein, dieser Entwurf verfängt sich viel zu sehr in alten Denkmustern.
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Ach!)
Zunächst: Wenn es darum geht, ein Verfahren zu beschleunigen, geschieht dies wie üblich durch die Reduzierung von Rechten der Angeklagten und schwächt deren Position. Dass hier keine Rechte von Angeklagten eingeschränkt werden sollen, ist unzutreffend. Die Befangenheitsablehnung wird erschwert, und es wird dem Angeklagten zugemutet, bis zu zwei Wochen mit einem Richter zu verhandeln, den er für befangen hält. Anders als Frau Winkelmeier-Becker gesagt hat, kommt es dabei nicht auf das Vorliegen von Befangenheitsgründen an, sondern nur auf die nachvollziehbare Besorgnis der Befangenheit aufseiten des Angeklagten. Das ist ein feiner, aber sehr wesentlicher Unterschied, auf den es hier ankommt, meine Damen und Herren.
(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN und der Abg. Canan Bayram [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Beweisanträge erfordern zukünftig einen anderen Begründungsaufwand, und ihre Zurückweisung mit dem Diktum, sie wären in Verschleppungsabsicht gestellt worden, berührt den Kernbereich des Strafrechts, die Verteidigung. Anders als es hier gesagt worden ist, können nicht nur Verteidiger von diesem Instrument der Zurückweisung missbräuchlich Gebrauch machen, sondern auch Gerichte. Denn wer sagt, dass nur Verteidiger missbräuchlich handeln könnten? Es könnten auch Gerichte sein. Dann das Rechtsmittel zu versagen und zu sagen: „Ihr könnt keine Revision hiergegen einlegen“, das ist schon ein starkes Stück, meine Damen und Herren, und nicht bloß eine einfache Verbesserung des Strafverfahrens.
(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Elisabeth Winkelmeier-Becker [CDU/CSU]: Das ist reversibel!)
Sie loben sich für mutige Schritte, meine Damen und Herren, bei der StPO-Reform; aber die wirklichen Chancen haben Sie nicht gesehen und ergreifen sie nicht, etwa bei der Frage der Digitalisierung. Sie sagen: „Ja, wir wollen eine Videoaufzeichnung von Zeugenvernehmungen“, und richten jetzt eine Expertenkommission ein, die prüfen soll, ob wir vielleicht auch Hauptverhandlungen mit Videografie aufzeichnen können. Welchen Erkenntnisbedarf haben Sie denn hier noch, um festzustellen, ob eine Videoaufzeichnung die Hauptverhandlung festhalten kann oder nicht?
(Heiterkeit bei der FDP)
Das wird in anderen Ländern längst gemacht. Wenn Sie eine Expertengruppe wollten, warum haben Sie die nicht längst eingesetzt?
Etwas anderes ist die Einführung der elektronischen Akte. Seit über zehn Jahren – das weiß ich auch aus eigener Erfahrung – verhandeln Bund und Länder über die Schaffung und Einführung einer elektronischen Akte. Sie ist bis heute nicht auf den Weg gebracht worden, und Sie bringen sie auch hier wieder nicht auf den Weg.
(Beifall bei der FDP)
Die elektronische Akte ist so etwas wie der BER der deutschen Justiz, meine Damen und Herren.
Zum Schluss: Sie hätten sich durchaus noch etwas Mutigeres vornehmen können, etwa die Sicherung der Unabhängigkeit der Strafverfolgungsorgane bei den Staatsanwaltschaften, indem Sie, wie von uns gefordert, die Weisungsrechte der Justizministerien gegenüber den Staatsanwaltschaften abschaffen.
(Dr. Eva Högl [SPD]: Das machen wir noch!)
Das wäre mal ein mutiger Schritt.
Aber wie gesagt: Wir haben unseren Gesetzentwurf hier eingebracht. Es liegt nun an Ihnen, unserem mutigen Entwurf zuzustimmen. Ihrem Entwurf können wir nicht zustimmen.
(Beifall bei der FDP)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Axel Müller, CDU/CSU, ist der nächste Redner.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Axel Müller (CDU/CSU):
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Fünf Punkte in fünf Minuten.
Erstens. Vorwegschicken möchte ich, dass ich mehr als 15 Jahre Mitglied von Strafkammern war, und ich glaube, dass ich als Augen- und Zeitzeuge durchaus weiß, wovon ich hier rede. Wie war das denn Anfang der 2000er-Jahre? Die Kammer bestand in der Regel aus drei Mitgliedern. Oftmals nutzten wir den Spielraum des Gesetzes, verhandelten zu zweit. Ein Mitglied pausierte während dieser Zeit, schrieb das Urteil, schaffte uns Freiräume. Verteidiger waren im Interesse ihrer Mandanten ganz überwiegend sehr kooperativ. Konfliktverteidigung kannten wir aus juristischen Fachzeitschriften oder juristischen Seminaren. Die Sitzungen dauerten in der Regel zwei bis drei Tage. Urteile wurden häufig rechtskräftig, da alles akzeptiert wurde, weil es konsensual geregelt wurde. Entsprechend wenig schriftlicher Begründungsaufwand war erforderlich.
Zweitens. Wie entwickelte sich das Ganze? Da greife ich jetzt tatsächlich auf die Empirie zurück, Herr Kollege Straetmanns, und zwar auf den Anfang 2018 erschienenen „Strafkammerbericht“ des OLG Celle, dem die Erfahrungen von Landgerichten aus sechs Bundesländern zugrunde liegen und für den über 11 000 Strafverfahren ausgewertet wurden. Die Zahl der Hauptverhandlungstage erhöhte sich auf durchschnittlich mehr als fünf, was wegen der begrenzten Sitzungstermine und der beengten Terminkalender der Verteidiger häufig zu mehrwöchigen oder gar monatelangen Verhandlungen führt. Die obergerichtliche Rechtsprechung reduzierte die Zweierbesetzungsmöglichkeit auf ein Minimum. Im Schnitt sind über elf Zeugen zu vernehmen. Der Anteil der Haftsachen, die beschleunigt und vorrangig zu behandeln sind, beträgt mittlerweile fast 40 Prozent. Entsprechend länger bleiben Nichthaftsachen – das wurde bereits vom Kollegen Seitz angesprochen – liegen. Auch der Kollege Frei hat darauf bereits Bezug genommen.
Die Verfahrensdauer hat sich auf nahezu 300 Tage erhöht und damit verdoppelt. Wirtschaftsstrafsachen liegen manchmal jahrelang herum. Zum Teil droht sogar die Verjährung. Gerade in Haftsachen wird ganz bewusst verzögert. In über 10 Prozent der Verfahren werden Befangenheitsanträge und Beweisanträge missbräuchlich gestellt oder Besetzungsrügen erhoben, die gleich zu Beginn eines Prozesses zu einer vollständigen Blockade der Strafkammer führen und den Fahrplan des Gerichts völlig zum Erliegen bringen. Berichte, dass Straftäter die Untersuchungshaft verlassen durften oder mussten, weil die erforderliche Beschleunigung nicht mehr gewährleistet war, häufen sich.
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Herr Kollege Müller, der Kollege Dr. Martens würde gerne eine Zwischenfrage stellen.
Axel Müller (CDU/CSU):
Ja, bitte schön.
Dr. Jürgen Martens (FDP):
Vielen Dank, Herr Kollege. – Sie sprachen eben davon, dass 10 Prozent der Befangenheitsanträge in Landgerichtsverfahren missbräuchlich gestellt würden. Wo haben Sie diese Zahl her?
Axel Müller (CDU/CSU):
Aus dem „Strafkammerbericht“ des OLG Celle.
Dr. Jürgen Martens (FDP):
Und das erstreckt sich auf alle Landgerichte und auf welchen Zeitraum?
Axel Müller (CDU/CSU):
Es wurden in sechs Bundesländern insgesamt 11 000 Strafkammerverfahren ausgewertet.
Dr. Jürgen Martens (FDP):
Vielen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Axel Müller (CDU/CSU):
Angesichts dieser Entwicklung sage ich, dass die Beschleunigung nicht mehr gewährleistet ist.
Drittens. Was folgt jetzt daraus? Der Strafprozess und mit ihm ein gutes Stück Rechtsstaat drohen doch zu scheitern. In Berlin wurde 2019 ein Rockerprozess erst nach fünf Jahren beendet. 2017 platzte in Koblenz ein Mammutprozess gegen 26 Rechtsextreme – wir haben es bereits gehört – nach vier Jahren und Millionen von Kosten, weil der vorsitzende Richter die Pensionsgrenze erreicht hatte. Wenn die Frist verlängert worden wäre, prognostiziere ich, hätte man diesen Prozess auch weitertreiben können, so lange, bis auch die Verlängerung zu Ende gegangen wäre. Das ist mir selber kurz vor dem Wechsel in dieses Haus so geschehen, als man einen Prozess so lange in die Länge getrieben hat, dass monatelange Verhandlungen vergeblich waren.
An dieser Stelle sei noch kurz auf zwei Oppositionsanträge eingegangen, auf den der FDP und den der Grünen. Videoaufzeichnungen in der Hauptverhandlung – der Herr Staatssekretär hat es angesprochen; ich sehe es kritisch –, die Digitalisierung des Strafprozesses bieten keine wirklichen Lösungen. Der Grund dafür, dass Verfahrensbeteiligte nicht ausgetauscht werden können, ist doch, dass wir einen Unmittelbarkeitsgrundsatz haben, der insbesondere für den Angeklagten sicherstellt, dass die urteilenden Personen von Anfang an bis zum Ende die gleichen sind. Sie sollen auch live dabei sein. Es steht doch die berechtigte Furcht im Raum, dass zugleich die Grundlage geschaffen wird für eine weitere Tatsacheninstanz in der Revision – da bin ich anderer Ansicht als der Kollege Reusch –, obwohl sie ausschließlich darüber wachen soll, dass das Recht eingehalten worden ist und nicht die Schuldfrage klären soll.
Viertens. Meine sehr verehrten Damen und Herren, 75 Prozent der Richter und Staatsanwälte sind der Meinung, dass die Verfahren zu lange dauern, häufig verursacht durch Hunderte von Beweisanträgen, die gar nicht selten ins Blaue hinein gestellt werden. Mit dieser Ansicht steht diese Personengruppe nicht allein. 88 Prozent der Bevölkerung teilt die Ansicht. Der NSU-Prozess hat über fünf Jahre gedauert. Die Kollegin Högl hat bereits gesagt, zu welchem Problem es aufgrund der Nebenklagen gekommen ist. Ich sage nur: Was bisher geschehen ist, reicht nicht. Wo dient die Möglichkeit, Schadensersatzgrundlagen zu schaffen, oder gar die Möglichkeit, Strafabschläge zu machen, den Opfern?
Was folgt – fünftes und letztens – daraus? Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Strafprozess müssen so verändert werden, wie es der Gesetzentwurf vorsieht. Nicht zuletzt muss eine Möglichkeit bestehen, dass man Straftätern, die als nomadisierende Einbrecherbanden durchs Land ziehen, auf die Schliche kommt. Das zum Thema DNA-Untersuchung, Frau Kollegin Bayram.
Mein Fazit: Der Gesetzentwurf ist eine richtig gute Grundlage für die weiteren Beratungen zu einer Reform, die wirklich notwendig ist.
Vielen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Dr. Johannes Fechner, SPD, ist der nächste Redner.
(Beifall bei der SPD)
Dr. Johannes Fechner (SPD):
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Tribünen! Deutschland ist eines der sichersten Länder. Das ist auch gut so. Dafür hat die SPD schon in der letzten Wahlperiode sehr viel getan. Das wollen wir mit dem Koalitionspartner auch in dieser Wahlperiode tun, und zwar ohne Beschuldigtenrechte unangemessen einzuschränken, liebe Kolleginnen und Kollegen.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Zur Bekämpfung der Kriminalität ist für uns eines der wichtigsten Mittel, mehr Personal bei der Polizei und in der Justiz zu schaffen. Die besten Gesetze, die schärfsten Gesetze bringen nichts, wenn wir auf den Polizeirevieren oder in den Gerichten kein Personal haben, das diese Gesetze anwendet. Deshalb sind jetzt die Länder gefragt, die 220 Millionen Euro, die wir als Bund für dieses Personal zur Verfügung stellen, auch abzurufen. Hier sind die Länder wirklich in der Pflicht, liebe Kolleginnen und Kollegen.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Zu einem modernen und starken Rechtsstaat gehört eine effektive Justiz. Um dies zu erreichen, werden wir mit diesem Gesetz eine Fülle von Maßnahmen beschließen. Wir wollen verhindern, dass Strafprozesse erheblich verzögert werden oder im schlimmsten Fall platzen, und zwar wollen wir den Missbrauch von Beschuldigtenrechten einschränken. Deswegen ist es gut, dass trotz eines Befangenheitsantrags die Hauptverhandlung weitergehen kann. Kollege Thomae, zwei Wochen kann man ohne größere Probleme nachholen. Gerade bei den größeren Strafverfahren mit einer Vielzahl von Nebenklägern – ich denke hier beispielsweise an den Love-Parade-Fall in Duisburg – besteht die Gefahr, dass ein solch großer Prozess dadurch verzögert oder enorm in die Länge gezogen wird, dass es eine Fülle von Nebenklägern mit anwaltlicher Vertretung gibt. Deswegen sage ich: Es ist gerade im Interesse der Opfer, im Interesse eines schnellen Verfahrensabschlusses für alle Beteiligten, dass ein solcher Prozess zügig vorangebracht werden kann. Deswegen wollen wir bei gleichgelagerten Interessen eine Möglichkeit für das Gericht schaffen – wohlgemerkt: eine Möglichkeit bei gleichgelagerten Interessen –, eine anwaltliche Vertretung mehreren Nebenklägern zuzuordnen. Das ist eine sinnvolle Maßnahme, liebe Kolleginnen und Kollegen.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Ja, wir wollen der Polizei die Möglichkeit geben, auf die Informationen, die man aus DNA-Spuren über Haut, Haarfarbe, Augenfarbe und Alter gewinnen kann, zuzugreifen. Dann nämlich kann die Polizei ihre Ermittlungen konzentrieren und sie hat so viel bessere Möglichkeiten, den Täter zu überführen. Die Wissenschaft ist so weit, dass sie mit prozentgenauer Wahrscheinlichkeit sagen kann, ob ein solches Merkmal vorliegt oder nicht. Das ist der entscheidende Vorteil dieses genetischen Phantombilds im Vergleich zum gezeichneten Phantombild, das oft auf nicht immer zuverlässigen Zeugenaussagen beruht. Deswegen hat das nichts mit Rassismus oder Racial Profiling zu tun, sondern hier stützen wir die Wahrheitsfindung. Die Wahrheitsfindung geht hier für uns vor. Deswegen ist das eine wichtige Maßnahme, liebe Kolleginnen und Kollegen.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Und schließlich werden wir bei Sexualstraftaten die Verurteilung der Täter vereinfachen; denn heute ist es oft so, dass ein Opfer einer Sexualstraftat – in der Regel eine Frau – die Strafanzeige stellt, danach leider allzu oft vom Täter unter Druck gesetzt wird und im Strafprozess keine Aussage mehr macht. Hier sorgen wir dafür, dass mit Zustimmung des Opfers zum Zeitpunkt der Strafanzeige eine Videoaufnahme zwingend erstellt werden muss und dass diese dann bei Zustimmung des Opfers in der Hauptverhandlung die Zeugenaussage ersetzen kann. Das wird dazu führen – das bekommen wir als Rückmeldung aus Wissenschaft und Praxis –, dass Sexualstraftäter häufiger verurteilt werden können. Es schützt auch das Opfer vor der schlimmen Situation, über diese schlimme Tat nochmals im Prozess aussagen zu müssen.
(Beifall bei der SPD sowie der Abg. Axel Müller [CDU/CSU] und Stephan Thomae [FDP])
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie sehen, dieser Gesetzentwurf enthält viele wichtige Ziele. Ein Punkt fehlt uns: das ist die audiovisuelle Aufnahme der Hauptverhandlung. Es gibt viele gute Gründe, dass wir diese aufnehmen. Wir werden die Gesetzesberatungen nutzen, um dieses Thema weiter voranzutreiben.
Vielen Dank.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Voraussichtlich letzter Redner in dieser Debatte ist der Kollege Dr. Volker Ullrich, CDU/CSU.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU):
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit diesem Gesetzentwurf lösen wir ein zentrales Versprechen ein, Strafverfahren effizienter zu gestalten und zu beschleunigen, aber gleichzeitig weiterhin die Aufklärung von Straftaten zu ermöglichen und zur Wahrheitsfindung beizutragen, um damit das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Rechtsstaat zu festigen.
Dieser Gesetzentwurf ist Teil unseres Pakts für den Rechtsstaat. Wir sagen, dass wir auf der einen Seite durch eine Mehrung von Stellen bei Polizei, Justiz und Staatsanwaltschaften die Möglichkeit schaffen, dass die Justiz besser und beschleunigter arbeitet. Auf der anderen Seite brauchen wir dazu auch eine notwendige Reform bei den Verfahren.
Ich möchte anfangen mit der Reform der Telekommunikationsüberwachung. Wir haben vor zwei Jahren gesagt, dass der Einbruch in ein Privathaus nicht irgendeine Bagatelle ist, sondern es ist ein Verbrechen, weil es die Menschen in ihrem Kernbereich, in ihrer Würde und in ihrem Schutzanspruch berührt. Aber deswegen müssen wir auch den Strafverfolgungsbehörden die entsprechenden Befugnisse geben. Dazu gehört auch, Telekommunikationsüberwachung durchzuführen. Das führen wir jetzt ein. Das führt zu einer weiteren verstärkten Aufklärung und zu einem Rückgang von Wohnungseinbruchsdelikten, meine Damen und Herren.
(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Wir werden auch die Möglichkeit der DNA-Analyse auf die Merkmale Augenfarbe, Haarfarbe und Alter erweitern. Bislang war sie nur für das Merkmal des Geschlechts möglich. Ich glaube, dass all die Vorwürfe, die hier kamen, im Ergebnis nicht durchdringen können. Alle Merkmale, die wir jetzt aufnehmen, sind auch die Merkmale, die gegebenenfalls ein Zeuge durch den Augenschein der Polizei mitteilen könnte, nämlich die Frage: Handelt es sich um einen Mann oder eine Frau? Wie alt ist der Täter ungefähr? Welche Augenfarbe, welche Haarfarbe, welche Hautfarbe hat er? Da geht es nicht um irgendwelche Diskriminierungen, sondern es geht um die Eingrenzung des möglichen Täterkreises. Damit ist das eine Handhabe für Polizei und Staatsanwaltschaften und ein Beitrag zur Wahrheitsfindung und zur Beschleunigung der Aufklärung eines Verbrechens. Meine Damen und Herren, dagegen kann man nichts haben. Das ist wichtig und notwendig.
(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)
Dann möchte ich über die Frage der Beweisanträge sprechen. Wir schaffen mit dem § 244 StPO in der Strafprozessordnung zum ersten Mal eine Legaldefinition von Beweisanträgen. Bislang gab es dazu nur die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Wer sich diesen Entwurf genau ansieht, stellt fest, dass das Beweisantragsrecht nicht eingeschränkt wird. Es geht nur darum, dass wir verhindern wollen, dass das Beweisantragsrecht missbraucht wird. Konfliktverteidigung ist wichtig. Es ist auch ein Teil der Strategie von Strafverteidigern. Aber die Grenze muss doch da liegen, wo es nicht mehr um die Wahrheitsfindung geht, sondern darum, den Prozess insgesamt zu verunmöglichen. Es gibt doch einen Anspruch des Staates, den Strafprozess zur Wahrheitsfindung, zur Verurteilung oder zum Freispruch in einer angemessenen Zeit durchzuführen. Das ist der Sinn und Zweck dieser Vorschrift. Das hat mit der Einschränkung von Verteidigungsrechten nichts zu tun.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Genauso ist es auch mit den Vorschriften zur Befangenheit und zur Besetzungsrüge. Wenn die Besetzungsrüge vor Eintritt in die Hauptverhandlung erfolgt, dann herrscht Klarheit. Das ist besser, als wenn man den Prozess beginnt und gleich wieder unterbrechen muss. Das kostet nämlich wertvolle Ressourcen. Das ist auch der Grund, warum wir das machen.
Es geht hier vor allen Dingen darum, dass wir die großen Verfahren strukturierter abhandeln wollen; denn die großen Verfahren binden viel Personal, welches dann oftmals für die Verfahren wegen kleinerer Delikte fehlt, wo es darum geht, innerhalb von wenigen Tagen und Wochen zu einem Urteil zu kommen. Man muss das in der Gesamtschau sehen. Es geht um die kleinen Verfahren und um die großen Verfahren. Wir brauchen insgesamt mehr Ressourcen, damit wir bessere und schnellere Strafverfahren bekommen und das Vertrauen in den Rechtsstaat weiter stärken können.
Ein letzter Punkt, der uns sehr wichtig ist, ist der Opferschutz. Wir müssen auch an die Menschen denken, die Opfer eines Verbrechens werden. Gerade im Bereich der Sexualdelikte wollen wir zwei Neuerungen auf den Weg bringen, die den Opfern wirklich helfen. Zum einen gibt es bei jeder Art eines Sexualdelikts die Möglichkeit, eine Nebenklage zu erheben, einen Opferanwalt zu haben. Das ist wichtig für die Stärkung der Rechte im Strafverfahren. Zum anderen schaffen wir durch die Aufzeichnung der Aussage die Möglichkeit, dass sich das Opfer nicht immer wieder mit der Tat konfrontiert sehen muss. Das ist wichtig. Damit machen wir deutlich: Der Opferschutz ist uns wichtig.
Lassen Sie uns über alle diese Punkte konstruktiv reden und daraus ein gutes Gesetz machen.
Herzlichen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Damit schließe ich die Aussprache.
Interfraktionell wird die Überweisung der Vorlagen auf den Drucksachen 19/14747, 19/10388 und 19/14244 an die in der Tagesordnung angeführten Ausschüsse vorgeschlagen. – Sie sind offenbar damit einverstanden. Dann verfahren wir so.
Ich rufe die Tagesordnungspunkte 4 a und 4 b auf:
a) Erste Beratung des von den Abgeordneten Peter Boehringer, Tobias Matthias Peterka, Stephan Brandner, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der AfD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zum Schutz der Bargeldnutzung (Artikel 14)
Drucksache 19/14761
Überweisungsvorschlag: Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz (f) Finanzausschuss
b) Beratung der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Stefan Keuter, Kay Gottschalk, Dr. Bruno Hollnagel, Franziska Gminder und der Fraktion der AfD
De facto-Besteuerung und -Entwertung von Bargeld
Drucksachen 19/8124, 19/10144
Nach einer interfraktionellen Vereinbarung sind für die Aussprache 60 Minuten vorgesehen. – Ich höre keinen Widerspruch. Dann ist es so beschlossen.
Ich bitte, den Saal zu verlassen, wer an der Debatte nicht teilnehmen will, und im Übrigen die Plätze wieder einzunehmen.
Ich eröffne die Aussprache und erteile das Wort dem Kollegen Stefan Keuter, AfD.
(Beifall bei der AfD)
Stefan Keuter (AfD):
Sehr geehrter Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Anfang des Jahres ist ein Arbeitspapier des IWF, des Internationalen Währungsfonds, aufgetaucht,
(Matthias Hauer [CDU/CSU]: Das ist schon die erste Lüge!)
abgefasst in deutscher Sprache: Abschaffung des Bargelds, Eindämmung der Bargeldnutzung mit dem Ziel, -
(Matthias Hauer [CDU/CSU]: Da hat jemand die Antwort der Bundesregierung nicht gelesen!)
– Herr Hauer, hören Sie mir erst mal zu; Sie dürfen gleich reden. –
(Dr. h. c. [Univ Kyiv] Hans Michelbach [CDU/CSU]: Nein, das ist doch falsch, was Sie sagen!)
– Bargeld einzuschränken, um Negativzinsen an die Endverbraucher weiterzugeben.
(Dr. h. c. [Univ Kyiv] Hans Michelbach [CDU/CSU]: Sie sollen die Wahrheit sagen!)
Unsere Große Anfrage wurde von der Bundesregierung beantwortet, und ich kann sagen: Die Antwort war dünner als Motorenöl in der Formel 1.
(Beifall bei Abgeordneten der AfD)
Man wiegelte ab. Man sagte: Och, alles nicht so schlimm, wir halten am Bargeld fest, Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel.
(Dr. Jens Zimmermann [SPD]: Ah! Interessant! Können Sie das noch einmal wiederholen?)
Die Fakten sind aber: Deutschland ist viertgrößter Anteilseigner im IWF und hat ein Stimmrecht von über 5 Prozent bei 189 Mitgliedern, also ein Schwergewicht. Ich halte das für Lippenbekenntnisse.
Schauen wir uns die Lage in Deutschland an: 500-Euro-Scheine werden nicht mehr ausgegeben.
(Dr. Jens Zimmermann [SPD]: Das trifft die AfD ganz besonders!)
Wir arbeiten im Finanzausschuss derzeit an der Umsetzung einer EU-Richtlinie für nächstes Jahr, nach der anonyme Edelmetallkäufe über 2 000 Euro verboten sein sollen,
(Dr. Jens Zimmermann [SPD]: Dann muss der AfD-Goldshop ja geschlossen werden!)
ebenso die anonyme Zahlung mit Bargeld über 5 000 Euro. Außerdem werden Kunst- und Antiquitätenhändler und Auktionatoren verpflichtet, weitreichende Aufzeichnungen über ihre Kunden zu machen, die Bargeld nutzen.
(Sepp Müller [CDU/CSU]: Das nennt man Legitimation!)
Bargeld ist nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel, und wir hoffen, dass das so bleibt. Aber versuchen Sie einmal, Ihre GEZ-Gebühren oder Ihre Steuerschulden mit Bargeld zu bezahlen.
(Matthias Hauer [CDU/CSU]: Oder den AfD-Beitrag!)
Ich sage Ihnen: Sie werden das Geld nicht los.
(Dr. h. c. [Univ Kyiv] Hans Michelbach [CDU/CSU]: Sie kriegen Ihre Spenden ja aus der Schweiz!)
Unter dem Vorwand der Geldwäschebekämpfung und der Bekämpfung der Terrorfinanzierung wird der deutsche Bürger unter Generalverdacht gestellt. Das ist mit uns nicht zu machen.
(Beifall bei der AfD)
Was sind die Ziele und Gefahren der Bargeldabschaffung?
(Lothar Binding [Heidelberg] [SPD]: Das will doch gar keiner! Was ist das für ein Unsinn?)
Erstens. Gelebte Freiheit und Datenschutz müssen erhalten bleiben. Wenn Sie heute im Internet einkaufen, folgen Ihnen die Werbeanzeigen über Wochen.
(Lothar Binding [Heidelberg] [SPD]: Sie können die Spenden immer noch bar entgegennehmen, nur nicht in 500-Euro-Scheinen!)
Der Staat muss nicht alles wissen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie zahlen bargeldlos. Dann hat der Staat die Möglichkeit, auf Ihrer Zahlkarte ein Sperrmerkmal zu setzen.
(Sepp Müller [CDU/CSU]: Was erzählen Sie denn für einen Blödsinn?)
Die Grünen fordern einen Freitag ohne Fleisch,
(Stefan Schmidt [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das machen wir nicht!)
aber stellen Sie sich vor, Sie sind aufgrund der bargeldlosen Bezahlung gar nicht in der Lage, Ihre Fleischkäufe am Freitag durchzuführen. Was technisch möglich ist, wird auch irgendwann gemacht.
Es gibt ein hässliches Denkspiel. Stellen Sie sich einmal vor, im Dritten Reich hätte es kein Bargeld gegeben: Welche Personengruppen wären von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen gewesen, weil ihnen die Käufe bestimmter Produkte nicht ermöglicht worden wären?
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Interessant, dass Sie ans Dritte Reich denken!)
Das sind Fantasien, die sind schlimmer als George Orwells „1984“.
(Beifall bei Abgeordneten der AfD – Dr. Jens Zimmermann [SPD]: Das sind vielleicht Ihre feuchten Träume! – Dr. h. c. [Univ Kyiv] Hans Michelbach [CDU/CSU]: Das sind Beispiele! – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Selbst beim Bargeld fällt Ihnen nur das Dritte Reich ein!)
Der zweite Punkt. Geldpolitische Maßnahmen sind nicht mehr durchzusetzen, wenn der Bürger Bargeld hat. Die Weitergabe von Negativzinsen an die Endverbraucher ist nicht möglich, Kapitalschnitte und Enteignungen auch nicht. Von daher sagen wir: Bargeld ist gelebte Freiheit.
(Beifall bei der AfD)
Wir haben mit der Bargelddebatte ein sehr heißes Thema in Deutschland angestoßen.
(Sepp Müller [CDU/CSU]: Wir haben viel wichtigere Themen!)
Seit der Pressekonferenz der AfD Anfang der Woche haben viele Mainstreammedien darüber berichtet. Selbst „Die Welt“ hat gestern einen Artikel gebracht, in dem darüber diskutiert wurde, wie es wäre, 10 000-Euro-Scheine auszugeben, um den deutschen Sparer vor Zwangsenteignungen und Negativzinsen zu schützen.
(Zuruf von der AfD: Sehr gute Idee!)
Ich denke, wir sind auf einem richtigen Weg. Mit der AfD ist ein Überwachungsstaat nicht zu machen. Liebe Bürger, ich möchte Sie ermuntern: Nutzen Sie weitestgehend Bargeld! – Ich freue mich auf eine schöne Debatte mit Ihnen.
Vielen Dank.
(Beifall bei der AfD – Dr. h. c. [Univ Kyiv] Hans Michelbach [CDU/CSU]: Sie sind das Geld nicht wert nach dieser Rede!)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Matthias Hauer, CDU/CSU, ist der nächste Redner.
(Beifall bei der CDU/CSU)
Matthias Hauer (CDU/CSU):
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir als CDU/CSU stehen zum Bargeld. Menschen sollen selbst entscheiden können, ob sie bar oder bargeldlos bezahlen. Die Freiheit des Bargeldverkehrs ist für uns unantastbar. Hier sind die Positionen ganz klar, ob im Regierungsprogramm der Union oder im Koalitionsvertrag mit der SPD. Auch die Bundesregierung bekennt sich klar zum Bargeld, andere Regierungen tun das auch. Die Bundesbank ist fest überzeugt: Bargeld wird auch in Zukunft seine Gültigkeit behalten. Fazit: Niemand will das Bargeld abschaffen.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Ich sehe hier nur Finanzpolitiker – es sind jetzt alle hier –, also gehe ich auf Nummer sicher und frage mal: Ist jemand anwesend, der das Bargeld abschaffen möchte?
(Antje Tillmann [CDU/CSU]: Nein! – Frank Schäffler [FDP]: Nein, der Finanzminister ist nicht da!)
– Fehlanzeige! Niemand meldet sich, keiner will das, und jetzt kommt die AfD mit ihrem Gesetzentwurf und will das Bargeld retten.
(Heiterkeit bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Das ist der Moment, in dem man den Antrag zurückzieht!)
Ich frage Sie: Vor wem wollen Sie das Bargeld retten?
(Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Sie von der AfD führen einen Kampf gegen eingebildete Gefahren. Sie zündeln, Sie machen Menschen Angst, Sie reden ihnen Gefahren ein, um sich dann selbst als Retter darzustellen.
(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)
Das lassen wir Ihnen nicht durchgehen.
Jeder wird auch künftig mit Bargeld bezahlen können, und das hat überhaupt nichts mit der AfD zu tun. Bargeld ist Datenschutz, Bargeld ist Privatsphäre, Bargeld ist Freiheit – dazu stehen wir fraktionsübergreifend.
(Frank Pasemann [AfD]: Der 500-Euro-Schein nicht? Das ist doch der Beginn!)
Bereits jetzt ist Bargeld durch unsere Verfassung und durch die Grundrechte geschützt: durch die Eigentumsfreiheit, durch die Vertragsfreiheit, durch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Ihr Gesetzentwurf ist daher schlicht überflüssig. Schlicht ist er auch.
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Programmatische Insolvenz!)
Wie begründen Sie Ihren Entwurf? Sie befürchten eine Aufweichung der Datenschutz-Grundverordnung zulasten des Datenschutzes. Ernsthaft? Die AfD als Kämpfer für die Datenschutz-Grundverordnung?
(Lachen des Abg. Dr. Jens Zimmermann [SPD])
Da haben Sie vor einem Jahr noch ganz anders geredet: Bürokratiemonster, Angriff auf die Meinungsfreiheit, Sie wollten das aussetzen. Heute argumentieren Sie anders als damals, wie es Ihnen argumentativ gerade in den Kram passt.
(Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Das kommt davon, wenn man kein Programm hat!)
Herr Keuter, Sie haben gerade gesagt, der Überwachungsstaat nahe. Gleichzeitig werben Sie als AfD als einzige Fraktion für die Digitalwährung Libra von Facebook.
(Sepp Müller [CDU/CSU]: Hört! Hört!)
Sie rühmen sich, Sie seien sehr aufgeschlossen, gar wohlwollend. Sie wollen damit ausländischen Großkonzernen in diesem Konsortium blind vertrauen. Vor zwei Wochen waren Vertreter von Libra im Digitalausschuss zu Gast.
Nicht eine Frage der AfD zum Thema Finanzstabilität.
(Cansel Kiziltepe [SPD]: Genau! – Tabea Rößner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Interessant!)
Geldwertstabilität, Datenschutz, Verbraucherschutz? Das mussten die anderen Fraktionen hinterfragen. Was hat die AfD gefragt? Ob man künftig seine Steuern in Libra zahlen kann.
(Heiterkeit bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Datenkrake Facebook! Steuern sind für die ein heikles Thema! – Dr. Jens Zimmermann [SPD]: Interessant!)
Wie glaubwürdig sind Sie? Sie spielen Retter des Bargelds, um dann – ja – unkritisch eine Digitalwährung herbeizureden, von privaten Akteuren herausgegeben. Das passt alles nicht zusammen.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Frank Pasemann [AfD]: Dünne Rede!)
Ich komme zum Ende.
(Der Redner bricht seine Rede ab)
Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:
Liebe Kollegen, ich unterbreche die Sitzung.
(Unterbrechung von 10.22 bis 11.30 Uhr)
Vizepräsident Wolfgang Kubicki:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich eröffne erneut die Sitzung des Deutschen Bundestages.
Ich unterrichte Sie darüber, dass der Kollege Hauer voll stabilisiert ist, voll ansprechbar ist und bei den Ärzten in guten Händen ist. Wir wünschen ihm von hier aus alles Gute.
(Beifall)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Netz kursieren bereits Posts mit teilweise erbärmlichen Kommentaren. Ich kann die Menschen draußen im Lande nur darum bitten, auch aus Respekt vor der Person und der Würde unseres Kollegen, davon Abstand zu nehmen, den Zusammenbruch zu posten, die Behandlung zu posten.
(Beifall)
So viel Anstand sollte in unserer Gesellschaft vielleicht noch vorherrschen.
(Beifall)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Fraktionen haben sich darauf verständigt, die restlichen Redebeiträge zu Protokoll zu geben,1
Anlage 2 sodass wir den Tagesordnungspunkt nicht weiter debattieren. Die Aussprache ist geschlossen.
Tagesordnungspunkt 4. Interfraktionell wird Überweisung des Gesetzentwurfs auf Drucksache 19/14761 an die in der Tagesordnung aufgeführten Ausschüsse vorgeschlagen. Gibt es weitere Überweisungsvorschläge? – Das ist nicht der Fall. Dann verfahren wir wie vorgeschlagen.
Ich rufe den Tagesordnungspunkt 5 auf:
Vereinbarte Debatte
Zukunft der beruflichen Bildung in der digitalen Arbeitswelt
Nach einer interfraktionellen Vereinbarung sind für die Aussprache 60 Minuten vorgesehen. – Ich höre keinen Widerspruch. Dann ist das so beschlossen.
Ich eröffne die Aussprache und erteile als erster Rednerin der Kollegin Katrin Staffler von der CDU/CSU-Fraktion das Wort.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Katrin Staffler (CDU/CSU):
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, es ist nicht ganz einfach, jetzt direkt wieder zur Tagesordnung überzugehen. Wir schicken auf alle Fälle unserem lieben Kollegen die besten Genesungswünsche und Gedanken. Ich versuche, jetzt wieder in die Debatte zu gehen.
Wir knüpfen mit der heutigen Debatte nahtlos an die Diskussion an, die wir in der vergangenen Sitzungswoche zum Berufsbildungsmodernisierungsgesetz hatten. Wir haben bei der Verabschiedung des Gesetzes, wie ich finde, sehr wichtige Weichen zur Stärkung der beruflichen Bildung gestellt. Wir wissen natürlich auch, dass die erzielten Erfolge allein nicht ausreichen werden, um die berufliche Bildung wieder attraktiver zu machen. Deswegen möchte ich mit meiner Rede genau da anknüpfen, wo ich mit meiner letzten Rede aufgehört habe, nämlich bei dem Idealbild der Zukunft der beruflichen Bildung und wie ich es sehe. Ich wünsche mir, dass jeder einzelne junge Mensch, der eine Ausbildung aufnimmt, am Ende seiner Ausbildung ganz ehrlich sagen kann: Ja, ich habe für mich persönlich die richtige Entscheidung getroffen.
Die Frage, wie jeder Einzelne für sich zu diesem positiven Ja kommen kann, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Was aber in jedem Fall zutrifft, ist, dass durch die immer stärker digitalisierten Arbeitsprozesse und die Zunahme von Kooperationen zwischen Mensch auf der einen und Maschine auf der anderen Seite ein Faktor von immer entscheidender Bedeutung sein wird, nämlich die Fragen, wie gut es uns gelingt, die berufliche Bildung in der Zukunft auch digital zu gestalten, und wie wir die berufliche Bildung an die Herausforderungen der Digitalisierung anpassen können.
In der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ stellen wir uns seit ziemlich genau einem Jahr genau diese Frage, nämlich: Wie gestalten wir die berufliche Ausbildung als ersten wichtigen Schritt auf einer Bildungsreise durch das gesamte Leben? Viele Bereiche der beruflichen Tätigkeiten werden nach und nach digitalisiert. Das erleben wir alle. Dadurch entstehen neue Tätigkeitsfelder, und neue Aufgabenbereiche werden für die Arbeitnehmer immer wichtiger. Deswegen muss es unser Ziel sein, dass wir aus diesen Trends die richtigen Schlüsse ziehen. Insbesondere gilt das für die weitere Gestaltung der beruflichen Ausbildung.
Wir müssen anfangen, den Erwerb von digitalen Kompetenzen als ganz natürlichen Teil des Lernens zu verstehen, und die Bildungsangebote an die veränderten Bildungskompetenzanforderungen, die wir in den Betrieben bemerken, anpassen. Nur so können wir erstens in Zukunft junge Menschen davon überzeugen, dass die berufliche Bildung für sie genau das ist, was sie zufrieden und erfolgreich ihren persönlichen Lebensentwurf leben lässt. Zweitens muss man natürlich auch die Betriebe davon überzeugen, dass es für sie ein Gewinn auf allen Ebenen sein kann, wenn sie selbst eine Ausbildung anbieten und ihre zukünftigen Mitarbeiter selbst ausbilden.
Insbesondere in drei Bereichen können wir diese Rahmenbedingungen, von denen ich gesprochen habe, verbessern. Der erste Bereich ist die Wissensvermittlung. Der zweite Bereich ist die Organisation der beruflichen Bildung, und natürlich müssen wir drittens auch auf die Lernorte schauen.
Ich komme zum ersten Punkt: zur Wissensvermittlung. Wir müssen digitalen Kompetenzen und vor allem dem Umgang mit digitalen Medien ein größeres Gewicht geben. Denn neben den Auszubildenden müssen natürlich auch das Berufsschulpersonal und die betrieblichen Ausbilder fit gemacht werden für die Nutzung von digitalen Werkzeugen, von digitalen Anwendungen und Lehrmitteln.
Bei der Organisation der beruflichen Bildung liegt aus meiner Sicht sehr großes Potenzial darin, dass man sehr viel stärker auf die Vielfalt und auf die Chancen beruflicher Karrierewege hinweist. So muss zum Beispiel eines unserer Ziele sein, die vielfältigen Angebote, die man im Bereich der Berufsorientierung hat, also bei der Ausbildungsanbahnung und beim Erfahrungsaustausch, über digitale Plattformen sehr viel stärker und enger miteinander zu verzahnen.
In der Ausbildung selbst können wir durch technische Möglichkeiten das ortsunabhängige Lernen verbessern und die Lernorte Betrieb auf der einen Seite und Berufsschule auf der anderen Seite über Ausbildungsinhalte und Projekte besser miteinander vernetzen. Davon profitieren im Umkehrschluss Klein- und Kleinstbetriebe, insbesondere im ländlichen Raum.
Was neue Konzepte mit Blick auf die digitale Transformation bewegen können, haben wir, wie ich finde, diese Woche sehr eindrucksvoll sehen können, als die Auszeichnungen für die Digiscouts vergeben worden sind. Das ist ein Programm, wo Auszubildende Digitalisierungspotenzial in ihren eigenen Ausbildungsbetrieben aufdecken und in Eigenregie entsprechende Projekte umsetzen. Man nennt dies Reverse Mentoring. Dadurch wird ermöglicht, dass die Kompetenzen von allen Beschäftigten in den Betrieben eingebunden werden. Ich finde, das ist ein gutes Beispiel dafür, welche Chancen die Digitalisierung für Betriebe, aber insbesondere natürlich auch für die Auszubildenden mit sich bringt. Die Digitalisierung gibt uns viele Werkzeuge an die Hand, damit wir Vorteile für Schüler, für junge Erwachsene und natürlich auch für die Ausbildungsunternehmen schaffen.
Das führt mich zu meinem letzten Gedanken und zugleich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mit digitalen Angeboten verbessern wir die Passgenauigkeit zwischen der beruflichen Bildung und den Wünschen, die die Auszubildenden mitbringen. Gleichzeitig werden sie massiv dazu beitragen, dass wir dem seit Jahren verfolgten Ziel hin zu einer Weiterbildungskultur in Deutschland näher kommen und dass alle Menschen an dieser Weiterbildungskultur teilhaben können.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir es genau so schaffen werden, dass die eingangs beschriebene Vision von einer Zukunft der beruflichen Bildung wahr werden kann, in der die Entscheidung für eine Ausbildung sich für jeden Einzelnen Tag für Tag auszahlt.
Vielen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
Vizepräsident Wolfgang Kubicki:
Vielen Dank, Frau Kollegin Staffler. – Als nächste Rednerin hat das Wort die Kollegin Nicole Höchst, AfD-Fraktion.
(Beifall bei der AfD)
Nicole Höchst (AfD):
Werter Herr Präsident! Werte Kollegen! Auch von unserer Seite gute Genesung an den Kollegen.
(Yasmin Fahimi [SPD]: Dann sparen Sie sich die Kommentare!)
Es ist schwierig, zum „business as usual“ überzugehen, aber wir wollen es trotzdem versuchen.
Am Anfang der Enquete-Kommission stand die parteiübergreifende gemeinsame tiefe Überzeugung, dass wir als Gesellschaft mit der Digitalisierung auf einen Umbruch zusteuern, der ebenso gravierend wie einschneidend ist und historisch vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Er ist für die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft ebenso maßgebend und bahnbrechend wie der Buchdruck. Uns als Enquete-Kommission beflügelt die Aussicht, konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der beruflichen Bildung erarbeiten zu können, die den Menschen und der Gesellschaft und damit auch der Wirtschaft helfen, den Umbruch nicht zu erleiden, sondern aktiv zu gestalten.
Wenn man die Diskussion über die Digitalisierung angstfrei und ohne Schaum vor dem Mund führen möchte, ist die begriffliche Klärung unumgänglich. Die eine Definition von Digitalisierung, die rein auf die maschinelle Sicht der künstlichen Intelligenz als Gegenpart zum Menschen, also Automatisierung, abstellt, erzeugt verständlicherweise arbeitsmarktlich Abneigung und Angst.
Die andere Betrachtungsweise, nämlich die Digitalisierung im Sinne einer erweiterten Intelligenz als Unterstützung jeder Zeit zu beherrschen, eröffnet Gestaltungsräume. Experten kommen zu dem Schluss, dass wir in Deutschland die bisherigen Entwicklungen auf diesem Gebiet weitestgehend verschlafen haben. Der Netzausbau und unser Platz im Ranking der Digitalisierer rechtfertigen beinahe die Bezeichnung Deutschlands als digitales Schwellenland.
Was bedeutet Digitalisierung für die berufliche Bildung? Die AfD fühlt sich dem humanistischen Menschenbild verpflichtet
(Beifall bei der AfD – Lachen bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD – Yasmin Fahimi [SPD]: Lächerlich!)
und sieht weiterhin den Menschen im Mittelpunkt der Wertschöpfung der digitalen Zukunft. Der Zugriff auf Datenräume und Datensammlungen eröffnet dem Menschen neue Möglichkeiten, sich in der Welt zu entfalten. Im privaten Bereich erfolgt dieser Zugriff doch schon, und zwar auf die eigene externe Gehirnfestplatte, auf die Schwarmintelligenz von sozialen Netzwerken und auf das Schwarmgedächtnis von Suchmaschinen, oft virtuos, intuitiv und weitgehend vorurteils- und angstfrei. Hier passiert schon, was Herr Professor Dr. Boes, der Direktor des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation, in seinen Thesen hoffnungsvoll formulierte. Er sagte: Maschinen verarbeiten Daten, und Menschen machen aus diesen Daten nützliche Informationen und Innovationen. – Er verortet dort die Kernkompetenzen der Zukunft.
Es braucht also Domainkompetenz und kommunikative Fachlichkeit, nicht zuletzt um erfolgreich zu vernetzen. Es muss also die berufliche Identität der Menschen neu gedacht und eben auch neu beschrieben werden. Entlang dieser neuen Erfordernisse und Tätigkeitsbeschreibungen in der realen wie in der virtuellen Welt muss die berufliche Bildung innoviert werden.
Auch in der beruflichen Bildung darf nicht die Technik den Menschen und das Lernen beherrschen, sondern die Digitalisierung bleibt Mittel zum Zweck und elementares Hilfsmittel. Um es mit den Worten des Bildungsforschers Hattie zu sagen, der diese Erkenntnis bereits 2012 in seiner Metastudie „Visible Learning" formulierte: Auf den Lehrer kommt es an. – Daher betonen wir: Versierte Lehrer und Ausbilder müssen auch zukünftig im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen und dürfen nicht grundsätzlich zu Moderatoren von Lernprozessen verkommen.
(Beifall bei der AfD)
Meine Damen und Herren, das Vertrauen in die Politik und in die Gesellschaft muss wieder gestärkt und gefestigt werden. Dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten werden, dass wir gemeinsam niemanden zurücklassen wollen, dieses Versprechen an die junge Generation müssen wir leisten. Dabei wollen wir den jungen Menschen aber auch früh vermitteln, dass sie die Kraft, alle Möglichkeiten, aber auch die Pflicht und die Verantwortung für ihre eigenständige Zukunft in sich tragen. Die junge Generation ist der Nukleus der Gesellschaft und gleichzeitig der Keim der Zukunft. Dieser Keim braucht von uns als Gesellschaft und Politik den Platz, den Boden, das Licht und die Luft, um sich zu entwickeln. Ja, und Dünger braucht es auch, aber den passenden.
Während führende Digitalisierungsstaaten ihre künftigen Generationen für die Zukunft fitmachen, indem sie sie zu Spitzenreitern gerade auch in den MINT-Fächern machen, geben wir uns in Deutschland alle Mühe, ihnen die richtige politisch-ideologische Haltung zu vermitteln. Meine Damen und Herren, freie demokratische Geister schaffen Innovationen und Fortschritt zum Wohle aller. Ideologisch gefesselte Geister in der Haltungsbox replizieren Stillstand im Schuldkult.
(Beifall bei der AfD – Yasmin Fahimi [SPD]: Was reden Sie da?)
Dabei ist das Signal ganz klar: Wenn ein Mitarbeiter ganz Elementares – zum Beispiel Rechnen – nicht beherrscht, kann auch ein Betrieb nicht mit ihm als Mitarbeiter rechnen.
Die technikoffene Formulierung vieler Ausbildungsformen ist zu begrüßen. Es werden wohl auch vermehrt weitere hybride Ausbildungsformen entstehen.
Vergleichbarkeit ist uns wichtig. Überbürokratisierung und Überregulierung sind Hemmnisse, die keiner braucht und Deutschland weiter im internationalen Vergleich zurückfallen lassen.
Stichwort „Klein- und Kleinstbetriebe“: Sie sind feste Ankergrößen, die junge Leute an ländliche Regionen binden und ihnen Heimat bieten und erhalten. Vergessen wir nicht: Hier wird ein Großteil der Menschen in unserem Land ausgebildet. Diese Betriebe benötigen gezielt Hilfestellung wie steuerliche Anreize, Bildungsberatung etc. pp. Vieles ist bereits in gutem Gange und hilft, den Wandel erfolgreich zu gestalten.
Stichwort „Lehrer, Ausbilder und Berater“: Diesen muss berufliche Fort- und Weiterbildung zur persönlichen Professionalisierung zugänglich sein. Veränderungen müssen schneller als bisher vorangetrieben werden. Berufliche Neuinhalte müssen dort, wo nötig, in schnelleren Neuordnungsverfahren implementiert werden. Ein Monitoring ist von elementarer Bedeutung.
Ein beschleunigtes Verfahren könnte zum Beispiel die Implementierung der sogenannten Domainkompetenz in Bezug auf Daten und Informationen analog zu der im Zuge der Kompetenzorientierung eingeführten interkulturellen Kompetenz sein. Letztere hat im Idealfall Eingang in die Lehrpläne und Curricula aller Fächer gefunden und wird von den Lehrkräften fachspezifisch umgesetzt. Dabei hat der Bund die Möglichkeit, in Berufen, in denen er selbst die Rahmenlehrpläne verantwortet, Veränderungen zeitnah und auch fast kostenneutral voranzubringen. Auch hierfür gab es von uns bereits konkrete Vorschläge in der Kommission.
(Yasmin Fahimi [SPD]: Welche denn?)
Der Bund kann zum Leuchtturm für die digitale Bildung werden. Teilnahmsloser Nachtwächter war er lange genug.
(Beifall bei der AfD – Yasmin Fahimi [SPD]: Das ist doch Blödsinn!)
Die AfD plädiert bei aller Digitalisierungseuphorie dafür, die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Bei einer Überbetonung der digitalen Lernumgebung kann auch in der Persönlichkeitsentwicklung und neuronalen Vernetzung nach Meinung etlicher Experten einiges schieflaufen. Daher ist es uns wichtig, ein gesundes Mittelmaß zu finden und pädagogisch, methodisch maßvoll vorzugehen. Später lassen sich Fehlentwicklungen nur mühsam korrigieren. Unsere Kinder und unsere Jugendlichen sind keine Versuchskaninchen.
Stichwort „Passung“: Jährlich bleibt eine große Anzahl Jugendlicher ohne Ausbildungsplatz, während gleichzeitig eine steigende Anzahl von Ausbildungsplätzen unbesetzt bleibt. Diese Probleme lassen sich sicher nicht durch eine hektische Überbetonung der Digitalisierung als Allheilmittel lösen. Rechtzeitige Berufsberatung und ‑orientierung muss noch besser werden, Attraktivität und Wertschätzung von Arbeit in Ausbildungsberufen müssen deutlich größer werden und erstrebenswerter sein als die Aussicht auf eine Hartz-IV-Karriere.
Wir, die AfD, finden mit unseren Vorschlägen, Fragestellungen usw. gutes Gehör in der Kommission
(Yasmin Fahimi [SPD]: Nein, finden Sie nicht!)
und sind so bereits massiv an der Gestaltung der Zukunft Deutschlands beteiligt. In diesem Sinne, meine Damen und Herren: Streiten wir über Differenzen, aber arbeiten wir zusammen zum Wohle Deutschlands!
Vielen Dank.
(Beifall bei der AfD)
Vizepräsident Wolfgang Kubicki:
Vielen Dank, Frau Kollegin Höchst. – Nächste Rednerin ist die Kollegin Yasmin Fahimi, SPD-Fraktion.
(Beifall bei der SPD sowie des Abg. Dr. Stefan Kaufmann [CDU/CSU])
Yasmin Fahimi (SPD):
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich darf auch im Namen der SPD-Fraktion die besten Genesungswünsche an den Kollegen Hauer übermitteln. Wir freuen uns, dass er wieder in einem stabilen Zustand zu sein scheint.
(Beifall)
Nirgendwo auf der Welt ist die berufliche Bildung besser aufgestellt als in Deutschland. Es gibt wenige andere Länder, die durchaus vergleichbare, gute Systeme haben; aber nirgendwo ist sie besser aufgestellt. Warum also brauchen wir eine Enquete-Kommission? Die simple Antwort ist: Nichts ist so gut, als dass man es nicht besser machen könnte. Die wirklich relevante Antwort ist: Die Digitalisierung, der Wandel der Arbeitswelt ist für sich genommen noch kein Zukunftsversprechen. Im Gegenteil, Sie macht den Menschen auch Angst: Was ist meine Ausbildung morgen noch wert? Wird es meinen Arbeitsplatz morgen überhaupt noch geben? Wie bewältige ich den verdichteten und entgrenzten Alltag auf Dauer? Das sind Sorgen der Menschen, die wir nicht durch eine Betrachtung theoretischer Substitutionspotenziale mindern. Es sind Sorgen, auf die wir keine technische Antwort geben müssen, sondern die klarmachen, dass die Digitalisierung zuallererst ein sozialer Gestaltungsprozess ist. Ich darf für die Bildungspartei SPD in Anspruch nehmen: Keine Partei in diesem Haus ist für die Beantwortung dieser Frage besser geeignet als die SPD.
(Beifall bei der SPD – Jan Korte [DIE LINKE]: Ja, doch! Eine schon! – Dr. Christian Jung [FDP]: Da lachen ja die eigenen Genossen! – Zuruf von der FDP: Euer Siegeszug ist unaufhaltsam!)
Realisieren wir zunächst einmal: Die berufliche Bildung ist eben nicht nur eine Bereitstellung von Fachkräften. Es geht nicht um die Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Berufsbildung ist Bildung, und damit geht es natürlich um Kompetenzen und Fertigkeiten; ja, auch um digitale Kompetenzen. Es geht aber vor allem auch darum, Persönlichkeiten zu formen, Eigenständigkeiten zu schaffen, zur Identität beizutragen; es geht um soziale Anerkennung und Öffnung von Perspektiven. Das sind die wahren Ziele der Berufsbildung. Deswegen muss es uns darum gehen, wie wir mehr Sicherheiten schaffen können, gerade auch in Zeiten der Verunsicherung.
Das Erfolgsmodell der beruflichen Bildung basiert aus meiner Sicht auf genau drei wesentlichen Essentials, die wir zu erhalten haben:
Erstens. Die berufliche Bildung schafft einen Fachkräftemarkt, der unser Produktionsmodell in Deutschland stabil und erfolgreich gemacht hat.
Zweitens. Die berufliche Bildung hat vor allem eine soziale Inklusion geschaffen, in der es jedem möglich ist, durch entsprechende Teilhabe und eine Berufsperspektive und vor allem auch durch gute Bezahlung auf Grundlage einer guten Berufsbildung tatsächlich eine Existenzsicherung und eine Perspektive zu schaffen. Damit hat man Anteil am Wohlstand dieses Landes.
Drittens. Wir haben einen Ausgleich der Interessen zwischen der öffentlichen Hand und den Sozialpartnern geschaffen, sodass wir auch auf Dauer die Qualität der beruflichen Bildung sichergestellt haben. Manche Debatten – das will ich hier ansprechen – gehen in eine ganz andere Richtung. Da wird über starre Systeme, veraltete Berufsbilder gesprochen. Mich beschleicht das Gefühl, dass einige – ich will es hier so offen ansprechen – durchaus in großer Harmonie zwischen FDP und AfD über die Deregulierung der Berufsbildung reden, natürlich unter dem Mäntelchen der Flexibilisierung. Ich möchte gern einmal wissen, wo weniger Regeln und weniger Vereinbarungen jemals dazu beigetragen haben, Qualität zu sichern.
(Beifall bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Jens Brandenburg [Rhein-Neckar] [FDP]: Soziale Marktwirtschaft!)
Es geht Ihnen in Wahrheit darum, Willkür in Inhalten und Zielen der Berufsbildung sicherzustellen. Sie können sich zwar als Lippenbekenntnis auf die Sozialpartnerschaft beziehen, aber am Ende ist sie Ihnen ein Dorn im Auge. Sie wollen die Sozialpartnerschaft aushebeln. Man will ein Zweiklassensystem in der Berufsbildung einführen
(Dr. h. c. Thomas Sattelberger [FDP]: Oh je, kalter Kaffee!)
durch die Verbreitung von zweijährigen Berufsausbildungen und Modularisierung. Damit entwerten Sie am Ende die Ausbildung.
(Dr. Christian Jung [FDP]: Eure Krise ist erklärbar, kann man sagen!)
Aus jungen Erwachsenen, die Anfangsschwierigkeiten haben, Lernbehinderte zu machen, für die wir das Niveau absenken müssen, ist die falsche Antwort. Wir müssen mit ihnen intensiver arbeiten.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Ich kann, ehrlich gesagt, auch das Gerede über zu viele Abiturienten nicht mehr hören.
(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)
Das ist nicht unser Problem. Statt das als sozialen Erfolg zu feiern, wird so getan, als ob das Abitur heute nichts mehr wert wäre und jedem hinterhergeschmissen würde.
(Beifall bei Abgeordneten der SPD und der LINKEN)
Nein, unsere junge Generation ist leistungsfähig und leistungsbereit. Mit Ihrem Geschwätz über zu viele Abiturienten, die den Abschluss nicht verdient hätten, unnützen Studienabbrechern, die aus Ihrer Sicht zu doof sind für ein Studium, und Bildungsversagern, die die normale Ausbildung nicht schaffen, schlagen Sie einer ganzen Generation ins Gesicht.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Die Qualität der Berufsausbildung hängt vor allem von der Frage ab: Schaffen wir genügend Chancen für alle jungen Menschen? Sichern wir Inhalte und
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