Rede von Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 21/98
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU) – Plenarprotokoll 21/98
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau
Bundesministerin, Sie haben es vorhin schon angesprochen: Viele
Institute haben ihre Wachstumsprognose erhöht, von
durchschnittlich 0,6 Prozent auf 1,3 bis 1,4 Prozent; auch die
OECD hat ihre Prognose erhöht; morgen kommt die
Projektion der Bundesregierung – und das trotz der von
Ihnen schon angesprochenen geopolitischen
Unwägbarkeiten und Herausforderungen. Sie haben es genannt: die
Straße von Hormus, Krieg, aber auch die Situation bei
den Zöllen, die Situation mit China und vieles Weitere
mehr.
Wir sind immer noch die drittgrößte Wirtschaftsnation
der Welt. Wir haben unsere Stärken. Wir haben auch
gesehen, dass viele Länder der Welt bei uns investieren
wollen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind als nur
ein Beispiel der jüngsten Vergangenheit zu nennen.
Wo liegen aus Ihrer Sicht die besonderen Stärken und
Fähigkeiten der deutschen Wirtschaft? – Das ist die erste
Frage; und damit verbunden die Frage: Wo lagen Ihre
Schwerpunkte, wo lagen die Schwerpunkte der Koalition
hinsichtlich der Wirtschaftspolitik?
(Stephan Brandner [AfD]: Das wissen Sie
nicht? Dann müssen Sie mal die Koalition
fragen!)
– Ich frage das für Sie.
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft
und Energie:
Vielen Dank, Herr Abgeordneter, für Ihre Frage. –
Zunächst einmal muss man sich anschauen, woher das
Wachstum, das wir in diesem Jahr und perspektivisch
im nächsten Jahr sehen, kommt. Da gibt es vor allem
zwei Treiber. Der eine ist der schon angesprochene
Export; das heißt, deutsche Produkte sind nach wie vor auf
Weltmärkten gefragt. Und das Zweite ist das
Investitionspaket Klima und Infrastruktur, aber auch das große Paket
des Bundesverteidigungsministers aufgrund der
Bereichsausnahme für die Verteidigungsindustrie.
Wir müssen vor allem das Potenzialwachstum stärken.
Potenzialwachstum entsteht, wenn Wachstum nachhaltig
hier erzeugt wird. Das geschieht am besten durch eine
Kombination aus flexiblem Arbeitsmarkt, niedrigeren
Abgaben für die sozialen Sicherungssysteme – sie sollten
wieder in Richtung 40 Prozent gehen –, weniger
Bürokratie, wettbewerbsfähigen Energiepreisen –
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