Protokoll der 1056. Sitzung des Bundesrates
Text
Protokoll der 1056. Sitzung des Bundesrates
[Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln
Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0720-7999
Plenarprotokoll 1056
BUNDESRAT
Stenografischer Bericht
1056. Sitzung
Berlin, Freitag, den 11. Juli 2025
I n h a l t :
Gedenken an den ehemaligen Präsidenten des
Bundesrates und Ministerpräsidenten des
Landes Sachsen-Anhalt Professor Dr. Wolfgang
Böhmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
Zur Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
1. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung
des Bundeshaushaltsplans für das
Haushaltsjahr 2025 (Haushaltsgesetz 2025 – HG 2025)
– gemäß Artikel 110 Absatz 3 GG –
(Drucksache 277/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199
Dr. Andreas Handschuh (Sachsen) . . . . 237*
Dirk Schrödter (Schleswig-Holstein) . . 238*
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 199
2. Erstes Gesetz zur Änderung des
Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes
(Drucksache 278/25, zu Drucksache 278/25) . . . . . . . 199
Peter Hauk (Baden-Württemberg) . . . . 199
Miriam Staudte (Niedersachsen) . . . . . 200
Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) . . . . . . 200
Silvia Breher, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Landwirtschaft,
Ernährung und Heimat . . . . . . . . . 201
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG – Annahme einer
Entschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
3. Erstes Gesetz zur Änderung des GAP-
Direktzahlungen-Gesetzes (Drucksache 279/25) . . 202
Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) . . . . . . 202
Miriam Staudte (Niedersachsen) . . . . . 203
Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) . 203
Silvia Breher, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Landwirtschaft,
Ernährung und Heimat . . . . . . . . . 204
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG – Annahme einer
Entschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
4. Gesetz zur Verlängerung der Fristen im
Investitionsprogramm Ganztagsausbau
(Drucksache 280/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 104c
Satz 2 i.V.m. Artikel 104b Absatz 2
Satz 1 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238*
5. Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm zur Stärkung des
Wirtschaftsstandorts Deutschland
(Drucksache 281/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183
Winfried Kretschmann (Baden-
Württemberg) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183
Manuela Schwesig (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 185
Dr. Markus Söder (Bayern) . . . . . . . . 186
Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) . 187
Boris Rhein (Hessen) . . . . . . . . . . . 188
Michael Schrodi, Parl. Staatssekretär
beim Bundesminister der Finanzen . 190, 235*
Nancy Böhning (Bremen) . . . . . . . . . 235*
Thorsten Bischoff (Saarland) . . . . . . . 235*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 105
Absatz 3 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191
6. a) Gesetz zur Anpassung von Regelungen
über den polizeilichen
Informationsverbund im Bundeskriminalamtgesetz
sowie zur Einführung der Erlaubnispflicht
für bestimmte Druckluftwaffen und zur
Änderung weiterer waffen- und
sprengstoffrechtlicher Vorschriften
(Drucksache 282/25)
b) Gesetz zur Anpassung der Befugnis zur
Datenerhebung bei Kontaktpersonen im
Bundeskriminalamtgesetz
(Drucksache 283/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Anna Gallina (Hamburg) . . . . . . . . . . 240*
Beschluss zu a): Kein Antrag gemäß
Artikel 77 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . 238*
Beschluss zu b): Zustimmung gemäß
Artikel 73 Absatz 1 Nummer 9a i. V. m.
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238*
7. Gesetz zur Aussetzung des
Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten
(Drucksache 284/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 241*
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
8. Gesetz zur Änderung des
Telekommunikationsgesetzes und zur Feststellung des
überragenden öffentlichen Interesses für den
Ausbau von Telekommunikationsnetzen (TKG-
Änderungsgesetz 2025) (Drucksache 285/25) 205
Thomas Strobl (Baden-Württemberg) . . 205
Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessen) . . . 206
Grant Hendrik Tonne (Niedersachsen) . 207
Dörte Schall (Rheinland-Pfalz) . . . . . . 208
Thomas Jarzombek, Parl. Staatssekretär
beim Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung . . . . . . . . . . 208
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 87f
Absatz 1 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
9. Erstes Gesetz zur Änderung des
Kulturgutschutzgesetzes (1. KGSGÄndG)
(Drucksache 286/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 87
Absatz 3 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238*
10. Gesetz zur Änderung der Regelungen über
die zulässige Miethöhe bei Mietbeginn und
zur Änderung anderer Gesetze
(Drucksache 287/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
Dr. Wolfgang Blank (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . . 241*
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
11. Sechstes Gesetz zur Änderung des
Allgemeinen Eisenbahngesetzes
(Drucksache 289/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 87e
Absatz 4 und Absatz 5 Satz 1 GG –
Annahme einer Entschließung . . . . . . . . . . . 239*
12. Gesetz zu dem Vierten Protokoll vom
18. September 2023 zur Änderung des
Vertrags vom 27. Oktober 1956 zwischen der
Bundesrepublik Deutschland, der
Französischen Republik und dem Großherzogtum
Luxemburg über die Schiffbarmachung der
Mosel (Drucksache 290/25) . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Kein Antrag gemäß Artikel 77
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
13. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Zwölften Buches Sozialgesetzbuch – Antrag
des Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 263/25) . . . . . . . . . . 211
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsministerin Ulrike Scharf
(Bayern) zur Beauftragten des Bundesrates
gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . 211
14. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Marktorganisationsgesetzes – Antrag des
Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 264/25) . . . . . . . . . . 211
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsministerin Michaela
Kaniber (Bayern) zur Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 211
15. Entwurf eines Gesetzes zur Erweiterung der
Möglichkeiten der Abschiebungssicherung –
gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG – Antrag des
Landes Sachsen-Anhalt – (Drucksache 240/25)
Mitteilung: Absetzung von der
Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
16. Entwurf eines Gesetzes zur frühzeitigen
Integration von Asylbewerbern in den
Arbeitsmarkt – Antrag des Freistaates Bayern
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 266/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Joachim
Herrmann (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 211
17. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Luftsicherheitsgesetzes zum Zwecke der
Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen
von Luftfahrtunternehmen bei der
Abfertigung von Fluggästen – Antrag des Landes
Niedersachsen gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 295/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 211
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Ministerin Daniela Behrens
(Niedersachsen) zur Beauftragten des Bundesrates
gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . 211
18. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Asylgesetzes zur Verfahrensbeschleunigung
durch die erweiterte Möglichkeit der
Zulassung von Rechtsmitteln und der Übertragung
von Verfahren auf den Einzelrichter – Antrag
des Landes Niedersachsen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 296/25) . . . . . 211
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Ministerin Dr. Kathrin
Wahlmann (Niedersachsen) zur Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . 212
19. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Gesetzes zur Flexibilisierung von
haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen
außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen
(Wissenschaftsfreiheitsgesetz – WissFG) –
Antrag der Länder Baden-Württemberg,
Niedersachsen, Sachsen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 303/25) . . . . . . . . . . 212
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 244*
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Ministerin Petra Olschowski
(Baden-Württemberg) zur Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . 212
20. Entwurf eines Gesetzes zur besseren
Bekämpfung von Mietwucher – Antrag der
Länder Bayern und Berlin, Brandenburg,
Hamburg, Nordrhein-Westfalen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 267/25) . . . 212
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Georg
Eisenreich (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 212
21. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Strafgesetzbuches – Erhöhung der
Sicherheit im Bahn-, Schiffs-, Luft- und
Straßenverkehr – Antrag der Länder Bayern und
Nordrhein-Westfalen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 268/25) . . . . . . . . . . 212
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Staatsminister Georg Eisenreich
(Bayern) zum Beauftragten des Bundesrates
gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . 212
22. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Strafgesetzbuches – Strafrechtlicher Schutz
gemeinnütziger Tätigkeit – Antrag des
Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 269/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 212
Anna Gallina (Hamburg) . . . . . . . . . 245*
Nathanael Liminski (Nordrhein-
Westfalen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245*
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Georg
Eisenreich (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 212
23. Entwurf eines Gesetzes zum Abbau
datenschutzrechtlichen Gold-Platings im
Wettbewerbsrecht – Antrag des Freistaates Bayern
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 270/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212
Dr. Florian Herrmann (Bayern) . . . . . 246*
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Georg
Eisenreich (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 212
24. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung der
Strafprozessordnung – Beschränkung der
Laienverteidigung – Antrag des Freistaates
Bayern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 271/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Georg
Eisenreich (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 213
25. Entwurf eines Gesetzes zum
strafrechtlichen Schutz von Persönlichkeitsrechten
vor Deepfakes – Antrag des Freistaates
Bayern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 272/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Georg
Eisenreich (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 213
26. Entwurf eines Gesetzes über
haftungsrechtliche Erleichterungen für ehrenamtliche
Vereinstätigkeit – Antrag des Freistaates
Bayern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 273/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Staatsminister Georg Eisenreich
(Bayern) zum Beauftragten des Bundesrates
gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . 213
27. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung der
Strafprozessordnung – Absenkung der
Hürden für eine audiovisuelle Vernehmung von
minderjährigen Zeugen – Antrag des
Landes Niedersachsen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 297/25) . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Ministerin Dr. Kathrin
Wahlmann (Niedersachsen) zur Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . 213
28. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung der
Strafprozessordnung – Schaffung einer
gesetzlichen Grundlage für den Erlass eines
(Sicherungs-)Unterbringungsbefehls bei
einer Krisenintervention – Antrag des
Landes Niedersachsen gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 298/25) . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Ministerin Dr. Kathrin Wahlmann
(Niedersachsen) zur Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 213
29. Entwurf eines Gesetzes zur Veröffentlichung
von Informationen über unbekanntes Geld-
und Wertpapiervermögen Verstorbener –
Antrag der Länder Niedersachsen, Bremen
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 299/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Minister Gerald Heere (Niedersachsen)
zum Beauftragten des Bundesrates gemäß
§ 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
30. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Wasserhaushaltsgesetzes – Antrag des
Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 274/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Thorsten
Glauber (Bayern) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . 214
31. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Windenergie-auf-See-Gesetzes durch die
Regelung der Errichtung und des Betriebs
einer Rettungsinfrastruktur für die
ausschließliche Wirtschaftszone – gemäß
Artikel 76 Absatz 1 GG – Antrag der Länder
Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein
und Mecklenburg-Vorpommern gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 293/25) . . . 214
Miriam Staudte (Niedersachsen) . . . . . 246*
Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) . 247*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
32. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Bundeskleingartengesetzes – Antrag des
Freistaates Bayern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 275/25) . . . . . . . . . . 214
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag nach Maßgabe
der beschlossenen Änderungen – Erneute
Bestellung von Staatsminister Christian
Bernreiter zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . 214
33. Entschließung des Bundesrates zur
Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung –
Antrag der Länder Bremen, Brandenburg,
Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-
Westfalen, Saarland – (Drucksache 239/25) . 218
Dr. Wolfgang Blank (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 248*
Dörte Schall (Rheinland-Pfalz) . . . . . 248*
Dr. Andreas Handschuh (Sachsen) . . . . 249*
Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) . 249*
Beschluss: Die Entschließung wird gefasst . 218
34. Entschließung des Bundesrates „Umsetzung
des europäischen Aktionsplans für Stahl
und Metalle zur Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung der Stahl-
und Metallindustrie“ – Antrag der Länder
Nordrhein-Westfalen und Bremen,
Niedersachsen, Saarland – (Drucksache 245/25) . . . 191
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen) . . . 191
Anke Rehlinger (Saarland) . . . . . . . . . 192
Mona Neubaur (Nordrhein-Westfalen) . 194
Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) . . . . . . 236*
Beschluss: Annahme der Entschließung nach
Maßgabe der beschlossenen Änderungen . 195
35. Entschließung des Bundesrates
„Sofortprogramm Frühkindliche Bildung“ –
Antrag der Länder Sachsen und Saarland –
(Drucksache 244/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218
Beschluss: Annahme der Entschließung nach
Maßgabe der beschlossenen Änderungen . 219
36. Entschließung des Bundesrates
„Finanzierung des Mittelstands sichern und stärken –
Unternehmensbeteiligungsgesellschaftsgesetz
weiterentwickeln“ – Antrag des Landes
Baden-Württemberg – Geschäftsordnungsantrag
des Landes Baden-Württemberg –
(Drucksache 70/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 249*
Mitteilung: Fortsetzung der
Ausschussberatungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
37. Entschließung des Bundesrates
„Bürokratieabbau und Beschleunigung von Planungs-
und Genehmigungsverfahren“ – Antrag des
Landes Nordrhein-Westfalen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 292/25) . . . . . 219
Silke Gorißen (Nordrhein-Westfalen) . . 250*
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
38. Entschließung des Bundesrates
„Verbraucher beim Online-Einkauf schützen –
Schnelle Maßnahmen im Zusammenhang mit
Angeboten aus Drittstaaten auf
Onlineplattformen“ – Antrag der Länder Baden-
Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern –
(Drucksache 228/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 251*
Gitta Connemann, Parl. Staatssekretärin
bei der Bundesministerin für
Wirtschaft und Energie . . . . . . . . . . . 252*
Beschluss: Annahme der Entschließung nach
Maßgabe der beschlossenen Änderungen . 219
39. Entschließung des Bundesrates zur Regelung
einer Alleineröffnungsbefugnis für
Taschengeldkonten bei gemeinsamem
Sorgerecht – Antrag des Landes Schleswig-
Holstein gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 304/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
40. Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur
Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes –
gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 220/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 253*
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
41. Entwurf eines Gesetzes zum Vertrag über die
Errichtung, den Betrieb und die
Weiterentwicklung des Nationalen Once-Only-
Technical-Systems (NOOTS) – Vertrag zur
Ausführung von Artikel 91c Absatz 1,
Absatz 2 GG – NOOTS-Staatsvertrag – gemäß
Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG –
(Drucksache 221/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Stefan Evers (Berlin) . . . . . . . . . . . 240*
Beschluss: Keine Einwendungen gemäß
Artikel 76 Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . 239*
42. Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des
Batterierechts an die Verordnung (EU)
2023/1542 (Batterierecht-EU-
Anpassungsgesetz – Batt-EU-AnpG) (Drucksache 255/25) 222
Oliver Krischer (Nordrhein-Westfalen) 222
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 223
43. Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung
des Wohnungsbaus und zur
Wohnraumsicherung (Drucksache 256/25) . . . . . . . . . 223
Nicole Razavi (Baden-Württemberg) . . 223
Kaweh Mansoori (Hessen) . . . . . . . . 224
Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im
Bundesministerium für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen . . . . . . . . 225
Miriam Staudte (Niedersachsen) . . . . . 254*
Silke Gorißen (Nordrhein-Westfalen) . 256*
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227
44. Rechnung des Bundesrechnungshofes für
das Haushaltsjahr 2024 – Einzelplan 20 –
(Drucksache 252/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Erteilung der Entlastung gemäß
§ 101 BHO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
45. a) Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, den
Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss
und den Ausschuss der Regionen zu einem
Aktionsplan für Grundkompetenzen
COM(2025) 88 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 135/25)
b) Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, den
Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss
und den Ausschuss der Regionen: Ein
Strategieplan für die Bildung in MINT-
Fächern: Kompetenzen für
Wettbewerbsfähigkeit und Innovation
COM(2025) 89 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 136/25) . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss zu a) und b): Stellungnahme . . . . 239*
46. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Schaffung eines Rahmens für die Stärkung der
Verfügbarkeit von und der Sicherheit der
Versorgung mit kritischen Arzneimitteln sowie
der Verfügbarkeit und der Zugänglichkeit von
Arzneimitteln von gemeinsamem Interesse
und zur Änderung der Verordnung (EU)
2024/795
COM(2025) 102 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 204/25, zu Drucksache 204/25) 198
Boris Rhein (Hessen) . . . . . . . . . . . . 198
Michael Ebling (Rheinland-Pfalz) . . . . 237*
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 199
47. Mitteilung der Kommission an das
Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen
Wirtschafts- und Sozialausschuss und den
Ausschuss der Regionen: Aktionsplan für
den KI-Kontinent
COM(2025) 165 final
– gemäß §§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 209/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Beschluss: Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . 228
48. Vorschlag für eine Richtlinie des
Europäischen Parlaments und des Rates über
Zulassungsdokumente für Fahrzeuge und die in
den nationalen Fahrzeugregistern erfassten
Zulassungsdaten von Fahrzeugen sowie zur
Aufhebung der Richtlinie 1999/37/EG des
Rates
COM(2025) 179 final; Ratsdok. 8259/25
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 216/25, zu Drucksache 216/25) 228
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
49. Vorschlag für eine Richtlinie des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Richtlinie 2014/45/EU über die
regelmäßige technische Überwachung von
Kraftfahrzeugen und
Kraftfahrzeuganhängern und der Richtlinie 2014/47/EU über die
technische Unterwegskontrolle der Verkehrs-
und Betriebssicherheit von Nutzfahrzeugen,
die in der Union am Straßenverkehr
teilnehmen
COM(2025) 180 final
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 217/25, zu Drucksache 217/25) 228
Dr. Lydia Hüskens (Sachsen-Anhalt) . . 229
Manfred Pentz (Hessen) . . . . . . . . . . 229
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230
50. Vorschlag für eine Richtlinie des
Europäischen Parlaments und des Rates über die
Erhaltung und nachhaltige Nutzung der
biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
COM(2025) 173 final
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 231/25, zu Drucksache 231/25) 230
Werner Schwarz (Schleswig-Holstein) . 256*
Christian Hirte, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr . . . . . 257*
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 231
51. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EU) 2023/1542 in
Bezug auf die Pflichten der Wirtschaftsakteure
hinsichtlich der Strategien zur Erfüllung der
für Batterien geltenden Sorgfaltspflicht
COM(2025) 258 final; Ratsdok. 9332/25
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 236/25, zu Drucksache 236/25) 231
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 231
52. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 in
Bezug auf das Konditionalitätssystem,
Interventionskategorien in Form von
Direktzahlungen, Interventionskategorien in
bestimmten Sektoren, Berichte zur Entwicklung des
ländlichen Raums und jährliche
Leistungsberichte sowie zur Änderung der Verordnung
(EU) 2021/2116 in Bezug auf die
Governance im Bereich Daten und Interoperabilität,
Aussetzungen von Zahlungen im Rahmen des
jährlichen Leistungsabschlusses sowie
Kontrollen und Sanktionen
COM(2025) 236 final; Ratsdok. 8983/25
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 243/25, zu Drucksache 243/25) 231
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 257*
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
53. Vorschlag für eine Verordnung des
Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EU) 2024/1348 in
Bezug auf die Anwendung des Konzepts des
„sicheren Drittstaats“
COM(2025) 259 final; Ratsdok. 8635/25
– gemäß Artikel 12 Buchstabe b EUV und
§§ 3 und 5 EUZBLG –
(Drucksache 251/25, zu Drucksache 251/25) 232
Beschluss: Stellungnahme gemäß §§ 3 und 5
EUZBLG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
54. Verordnung zur Festlegung und Anpassung
der Bundesbeteiligung an den Leistungen für
Unterkunft und Heizung für das Jahr 2025
(Bundesbeteiligungs-Festlegungsverordnung
2025 – BBFestV 2025) (Drucksache 224/25) 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
55. Verordnung zur Vereinfachung der
Durchführung und Genehmigung klinischer
Prüfungen (Drucksache 225/25) . . . . . . . . . . . . . . 232
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG nach Maßgabe der
beschlossenen Änderungen – Annahme einer
Entschließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
56. Fünfundzwanzigste Verordnung zur
Änderung von Anlagen des
Betäubungsmittelgesetzes (Drucksache 226/25) . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
57. Zweite Verordnung zur Änderung der
Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung
(Drucksache 227/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 80
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
58. Verordnung zur Stärkung der
Bewirtschaftung von gewerblichen Siedlungsabfällen
und bestimmten Bau- und Abbruchabfällen –
gemäß Artikel 80 Absatz 2 GG –
(Drucksache 60/25)
Mitteilung: Absetzung von der
Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
59. Benennung von Mitgliedern und
stellvertretenden Mitgliedern des Verwaltungsrates
der Filmförderungsanstalt – gemäß § 6
Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 FFG –
(Drucksache 104/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung zu den
Empfehlungen in Drucksache 104/1/25 . . . . . . . . . . 239*
60. a) Personelle Veränderung im Beirat für
Ausbildungsförderung beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung –
gemäß § 44 BAföG i.V.m. § 3 Absatz 1
Satz 3 BeiratsV – (Drucksache 134/25)
b) Personelle Veränderungen im Beirat für
Ausbildungsförderung nach § 44
Bundesausbildungsförderungsgesetz – gemäß § 44
BAföG i.V.m. § 3 Absatz 1 Satz 3
BeiratsV – (Drucksache 291/25) . . . . . . . 204
Beschluss zu a): Zustimmung zu den
Empfehlungen in Drucksache 134/1/25 . . . . . 239*
Beschluss zu b): Zustimmung zu dem
Vorschlag in Drucksache 291/25 . . . . . . . . . 239*
61. Benennung eines stellvertretenden Mitglieds
des Kuratoriums der Stiftung „Haus der
Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland“ – gemäß § 7 Absatz 3 HdGStiftG –
(Drucksache 253/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag in
Drucksache 253/25 . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
62. Vorschlag der Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz für die
Ernennung eines Bundesanwalts beim
Bundesgerichtshof – gemäß § 149 GVG –
(Drucksache 250/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag in
Drucksache 250/25 . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
63. Benennung eines Mitglieds für den Beirat bei
der Bundesnetzagentur für Elektrizität,
Gas, Telekommunikation, Post und
Eisenbahnen – gemäß § 5 Absatz 1 BEGTPG –
Antrag der Freien und Hansestadt Hamburg –
(Drucksache 260/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag in
Drucksache 260/25 . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
64. Verfahren vor dem
Bundesverfassungsgericht (Drucksache 238/25, zu
Drucksache 238/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Von einer Äußerung und einem
Beitritt wird abgesehen . . . . . . . . . . . . . . 240*
65. Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung
des strafrechtlichen Schutzes von Kindern
– Antrag des Landes Hessen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 311/25) . . . . . 232
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Bestellung
von Staatsminister Christian Heinz
(Hessen) zum Beauftragten des Bundesrates
gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . 232
66. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1) –
gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG – Antrag der
Länder Berlin und Mecklenburg-
Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-
Holstein gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 313/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
Cansel Kiziltepe (Berlin) . . . . . . . . . . 214
Josefine Paul (Nordrhein-Westfalen) . . 215
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
67. Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung der
Halterpflichten bei der Überprüfung von
Führerscheinen – Antrag des Landes Hessen
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 312/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
Silke Gorißen (Nordrhein-Westfalen) . . 258*
Beschluss: Erneute Einbringung des
Gesetzentwurfs gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG
beim Deutschen Bundestag – Erneute
Bestellung von Staatsminister Manfred Pentz
(Hessen) zum Beauftragten des
Bundesrates gemäß § 33 GO BR . . . . . . . . . . . . . . 232
68. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer
Energien und des Gesetzes über die
Elektrizitäts- und Gasversorgung – gemäß Artikel 76
Absatz 1 GG – Antrag des Landes
Mecklenburg-Vorpommern gemäß § 36 Absatz 2
GO BR – (Drucksache 318/25) . . . . . . . . . . 216
Dr. Wolfgang Blank (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 216
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
69. Entwurf eines ... Gesetzes zur Änderung des
Baugesetzbuchs – gemäß Artikel 76
Absatz 1 GG – Antrag des Landes Mecklenburg-
Vorpommern gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 319/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Dr. Wolfgang Blank (Mecklenburg-
Vorpommern) . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218
70. Entschließung des Bundesrates „Tierschutz
bei Tiertransporten und beim Export von
Nutztieren in Drittstaaten sicherstellen“ –
Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen gemäß
§ 36 Absatz 2 GO BR – (Drucksache 310/25) 219
Silke Gorißen (Nordrhein-Westfalen) . 220
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
71. Entwurf eines Gesetzes zur Finanzierung von
Infrastrukturinvestitionen von Ländern und
Kommunen (Länder-und-Kommunal-
Infrastrukturfinanzierungsgesetz – LuKIFG)
(Drucksache 314/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz) 195
Katharina Fegebank (Hamburg) . . . . . 196
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198
72. Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung von
Artikel 109 Absatz 3 Satz 6 und Satz 7 des
Grundgesetzes und zur Änderung anderer
Gesetze (Drucksache 315/25) . . . . . . . . . . . 227
Gerald Heere (Niedersachsen) . . . . . . 227
Beschluss: Stellungnahme gemäß Artikel 76
Absatz 2 GG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
73. Ansprache des Bundeskanzlers . . . . . . . . 180
Friedrich Merz, Bundeskanzler . . . . . . 180
74. Entschließung des Bundesrates für einen
„Bau-Turbo für die öffentliche Hand“ zur
Flexibilisierung des Vergaberechts – Antrag
des Landes Mecklenburg-Vorpommern
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 324/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
75. Wahl der zweiten stellvertretenden
Vorsitzenden der Europakammer – gemäß § 45c
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 326/25) . . . 183
Beschluss: Staatsrätin Nancy B ö h n i n g
(Bremen) wird gewählt . . . . . . . . . . . . . . 183
76. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Gesetzes zur Kooperation und Information
im Kinderschutz – Antrag der Länder
Thüringen, Bayern, Brandenburg, Bremen,
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Berlin,
Hamburg gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 265/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Beschluss: Einbringung des Gesetzentwurfs
gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG beim
Deutschen Bundestag – Bestellung von
Ministerin Katharina Schenk (Thüringen) zur
Beauftragten des Bundesrates gemäß § 33
GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
77. Entschließung des Bundesrates „Änderung
des Jugendschutzgesetzes zur Abschaffung
des begleiteten Trinkens“ – Antrag der
Länder Bayern und Mecklenburg-Vorpommern
gemäß § 36 Absatz 2 GO BR –
(Drucksache 325/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
Judith Gerlach (Bayern) . . . . . . . . . . . 221
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
78. Entschließung des Bundesrates
„Technologieoffene Energieerzeugungsmengenziele
statt Flächenziele für Windenergie“ – Antrag
des Freistaats Thüringen gemäß § 36
Absatz 2 GO BR – (Drucksache 327/25) . . . . . 221
Stefan Gruhner (Thüringen) . . . . . . . 221
Mitteilung: Überweisung an die zuständigen
Ausschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
79. Wahl einer Schriftführerin – gemäß § 10
Absatz 1 GO BR – (Drucksache 328/25) . . . 183
Beschluss: Staatsrätin Nancy B ö h n i n g
(Bremen) wird gewählt . . . . . . . . . . . . . 183
80. Gesetz zur Umsetzung von Vorgaben der
Richtlinie (EU) 2023/2413 für
Zulassungsverfahren nach dem Bundes-
Immissionsschutzgesetz und dem Wasserhaushaltsgesetz
sowie für Planverfahren nach dem
Baugesetzbuch und dem Raumordnungsgesetz, zur
Änderung des Bundeswasserstraßengesetzes
und zur Änderung des
Windenergieflächenbedarfsgesetzes (Drucksache 329/25) . . . . . 209
Christian Meyer (Niedersachsen) . . . . 209
Rudolf Hoogvliet (Baden-Württemberg) 242*
Britta Müller (Brandenburg) . . . . . . . 242*
Miriam Staudte (Niedersachsen) . . . . . 243*
Nathanael Liminski (Nordrhein-
Westfalen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243*
Thorsten Bischoff (Saarland) . . . . . . . 244*
Beschluss: Zustimmung gemäß Artikel 84
Absatz 1 Satz 5 und 6 GG . . . . . . . . . . . 211
81. Benennung eines Mitglieds des Kuratoriums
des Deutschen Instituts für
Menschenrechte – gemäß § 6 Absatz 3 Nummer 9 DIMRG –
(Drucksache 258/25) . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
Beschluss: Zustimmung zu dem Vorschlag
des Ständigen Beirats in
Drucksache 258/1/25 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239*
Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Beschlüsse im vereinfachten Verfahren gemäß
§ 35 GO BR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Feststellung gemäß § 34 GO BR . . . . . . . . . . . 233
Verzeichnis der Anwesenden
V o r s i t z :
Präsidentin A n k e R e h l i n g e r ,
Ministerpräsidentin des Saarlandes
Amtierender Präsident D r . D i e t m a r
W o i d k e , Ministerpräsident des Landes
Brandenburg – zeitweise –
Amtierender Präsident W i n f r i e d H e r -
m a n n , Minister für Verkehr des Landes Baden-
Württemberg – zeitweise –
Amtierender Präsident D r . F l o r i a n
H e r r m a n n , Leiter der Staatskanzlei und
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und
Medien des Freistaates Bayern – zeitweise –
Amtierende Präsidentin D r . L y d i a H ü s -
k e n s , Ministerin für Infrastruktur und Digitales
des Landes Sachsen-Anhalt – zeitweise –
S c h r i f t f ü h r e r :
Eric Beißwenger (Bayern)
Thorsten Bischoff (Saarland)
B a d e n - W ü r t t e m b e r g :
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident
Thomas Strobl, Minister des Inneren, für
Digitalisierung und Kommunen
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für
Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
Winfried Hermann, Minister für Verkehr
Rudolf Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik
und Bevollmächtigter des Landes Baden-
Württemberg beim Bund
Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und
Sport
Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft
Manfred Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit
und Integration
Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für
Migration
Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen
Raum und Verbraucherschutz
Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung
und Wohnen
B a y e r n :
Dr. Markus Söder, Ministerpräsident
Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und
Medien
Eric Beißwenger, Staatsminister für
Europaangelegenheiten und Internationales
Judith Gerlach, Staatsministerin für Gesundheit,
Pflege und Prävention
B e r l i n :
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister
Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für
Finanzen
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und
Antidiskriminierung
B r a n d e n b u r g :
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident
Robert Crumbach, Minister der Finanzen und für
Europa
Britta Müller, Ministerin für Gesundheit und Soziales
B r e m e n :
Dr. Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats,
Bürgermeister, Senator für Angelegenheiten der
Religionsgemeinschaften und Senator für Kultur
Björn Fecker, Bürgermeister, Senator für Finanzen
Nancy Böhning, Staatsrätin, Bevollmächtigte der
Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für
Europa
H a m b u r g :
Dr. Peter Tschentscher, Präsident des Senats, Erster
Bürgermeister
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin,
Senatorin, Präses der Behörde für Umwelt, Klima,
Energie und Agrarwirtschaft
Anna Gallina, Senatorin, Präses der Behörde für
Justiz und Verbraucherschutz
H e s s e n :
Boris Rhein, Ministerpräsident
Manfred Pentz, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Internationales und
Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen
beim Bund
Kaweh Mansoori, Minister für Wirtschaft, Energie,
Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Ministerin für
Digitalisierung und Innovation
Ingmar Jung, Minister für Landwirtschaft und
Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
M e c k l e n b u r g - V o r p o m m e r n :
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin
Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und
Kindertagesstätten
Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft,
Infrastruktur, Tourismus und Arbeit
N i e d e r s a c h s e n :
Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und
Klimaschutz
Gerald Heere, Finanzminister
Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Bauen
und Verkehr
N o r d r h e i n - W e s t f a l e n :
Hendrik Wüst, Ministerpräsident
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie,
Klimaschutz und Energie
Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien
und Chef der Staatskanzlei
Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend,
Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration
Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz
und Verkehr
R h e i n l a n d - P f a l z :
Alexander Schweitzer, Ministerpräsident
Michael Ebling, Minister des Innern und für Sport
Dörte Schall, Ministerin für Arbeit, Soziales,
Transformation und Digitalisierung
S a a r l a n d :
Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin
Thorsten Bischoff, Staatssekretär und
Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund
S a c h s e n :
Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit,
Energie und Klimaschutz
Dr. Andreas Handschuh, Chef der Staatskanzlei und
Staatssekretär für Bundes- und
Europaangelegenheiten
S a c h s e n - A n h a l t :
Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident
Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und
Digitales
Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus,
Landwirtschaft und Forsten
S c h l e s w i g - H o l s t e i n :
Daniel Günther, Ministerpräsident
Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende,
Klimaschutz, Umwelt und Natur
Dirk Schrödter, Minister und Chef der Staatskanzlei
Werner Schwarz, Minister für Landwirtschaft,
ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz
T h ü r i n g e n :
Mario Voigt, Ministerpräsident
Katja Wolf, Finanzministerin
Georg Maier, Minister für Inneres, Kommunales und
Landesentwicklung
Stefan Gruhner, Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Chef der
Thüringer Staatskanzlei
V o n d e r B u n d e s r e g i e r u n g :
Friedrich Merz, Bundeskanzler
Dr. Michael Meister, Staatsminister beim
Bundeskanzler
Michael Schrodi, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister der Finanzen
Gitta Connemann, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Anette Kramme, Parl. Staatssekretärin bei der
Bundesministerin der Justiz und für
Verbraucherschutz
Michael Brand, Parl. Staatssekretär bei der
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
Thomas Jarzombek, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Digitales und
Staatsmodernisierung
Christian Hirte, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr
Carsten Träger, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und
nukleare Sicherheit
Dr. Georg Kippels, Parl. Staatssekretär bei der
Bundesministerin für Gesundheit
Silvia Breher, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie
Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und
Bauwesen
1056. Sitzung
Berlin, den 11. Juli 2025
Beginn: 09.33 Uhr
Präsidentin Anke Rehlinger: Meine sehr
verehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich eröffne die 1056. Sitzung des Bundesrates.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, am 29. Juni
ist Professor Dr. Wolfgang B ö h m e r , der ehemalige
Ministerpräsident Sachsen-Anhalts und Präsident
unseres Hauses, im Alter von 89 Jahren gestorben.
Geboren wurde Böhmer 1936 in der Oberlausitz. Nach
dem Abitur studierte er Medizin in Leipzig und
spezialisierte sich in der Folgezeit auf Gynäkologie und
Geburtshilfe. Er arbeitete zunächst im Bezirkskrankenhaus in
Görlitz, bevor er 1974 Chefarzt in Wittenberg wurde.
Sein politisches Engagement begann Böhmer nach
dem Fall der Mauer. Von Freunden ließ er sich als
angesehener Mediziner im Oktober 1990 zur Kandidatur für
die CDU bei der ersten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
ein Stück weit überreden und zog über ein Direktmandat
in den Landtag ein.
Dem Bundesrat gehörte Böhmer für das Land
Sachsen-Anhalt fast zwölf Jahre an, zunächst von 1991 bis
1994 als Minister der Finanzen und dann als Minister für
Arbeit und Soziales. Nach einigen Jahren in der
Opposition kehrte er im Mai 2002 als Ministerpräsident von
Sachsen-Anhalt in den Bundesrat zurück. Im selben Jahr
übernahm er das Amt des Bundesratspräsidenten.
Wolfgang Böhmer war ein überzeugter Föderalist. In
der föderalen Struktur unseres Landes sah er eine
Garantie für Demokratie und Stabilität. Den Bundesrat
beschrieb er als – ich zitiere – „ein Instrument, das gut
geeignet ist zur Bewältigung auch großer
gesellschaftlicher Herausforderungen“. Während seiner Amtszeit als
Bundesratspräsident machte er sich für die
Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung stark. In seiner
letzten Sitzung als Präsident des Hauses stimmte der
Bundesrat für die Einsetzung der Föderalismuskommission, die
als Ausgangspunkt der größten Verfassungsreform seit
Bestehen der Bundesrepublik gilt.
Böhmers Politikstil war geprägt von
Dialogbereitschaft, Ausgleich und Kompromiss. Besonders in
schwierigen Verhandlungen, etwa im Vermittlungsausschuss,
bewies er Besonnenheit und Verhandlungsgeschick. Als
Ministerpräsident brachte er die Perspektive der neuen
Bundesländer in die gesamtdeutsche Debatte ein und hat
so das Zusammenwachsen unseres Landes wesentlich
mitgeprägt.
Mit Wolfgang Böhmer verlieren wir eine
Persönlichkeit, die über Partei- und Landesgrenzen hinweg hohes
Ansehen genossen hat. Unser Mitgefühl gilt seinen
Angehörigen. Wir sprechen ihnen unser tief empfundenes
Beileid aus.
Ich bitte Sie nun, sich zu Ehren des Verstorbenen zu
erheben.
(Die Anwesenden erheben sich)
Ich danke Ihnen.
Bevor wir in die Beratung der Vorlagen eintreten,
habe ich noch gemäß § 23 unserer Geschäftsordnung
Veränderungen in der Mitgliedschaft des Bundesrates
bekannt zu geben:
Mit Beschluss vom 19. Juni hat der Senat der Freien
Hansestadt Bremen Frau Staatsrätin Nancy
B ö h n i n g zur Bevollmächtigten der Freien
Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa und zum
Mitglied des Bundesrates bestellt. – Herzlichen
Glückwunsch!
Ich komme nun zur Tagesordnung. Sie liegt Ihnen in
vorläufiger Form mit 81 Punkten vor.
TOP 15 und TOP 58 werden abgesetzt.
Zur Reihenfolge: Zu Beginn der Sitzung werden die
Punkte 73, 75, 79, 5, 34, 71 und 46 – in ebendieser
Reihenfolge – aufgerufen. Nach TOP 10 wird TOP 80
erörtert. Nach TOP 32 werden die Punkte 66, 68 und 69 – in
dieser Reihenfolge – beraten. Nach TOP 39 werden die
Punkte 70, 77 und 78 – in dieser Reihenfolge –
behandelt. Nach TOP 43 wird der Punkt 72 aufgerufen. Im
Übrigen bleibt die Reihenfolge unverändert.
Gibt es Ihrerseits Wortmeldungen zur Tagesordnung? –
Das ist nicht der Fall.
Dann ist sie so festgestellt.
Nun folgt TOP 73:
TOP 73
Ansprache des Bundeskanzlers
Die Nummer 73 ist erst mal wenig aussagekräftig.
Dahinter verbirgt sich allerdings die Erklärung für die
Anwesenheit des Bundeskanzlers in unserer Mitte.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, ich begrüße Sie
sehr herzlich hier bei uns im Bundesrat. Wie Sie mir
gerade verraten haben, ist es in offizieller Mission das
erste Mal, dass Sie im Bundesrat zugegen sind. Also ist
das nicht nur für uns, sondern auch für Sie ein besonderer
Tag. Seien Sie uns herzlich willkommen!
Ich freue mich, dass Sie, wie es ja ein Stück weit zu
Beginn einer Legislaturperiode üblich ist, die Gelegenheit
nutzen, im Bundesrat eine Rede zu halten zu dem, was
anliegt, welche Herausforderungen wir haben, und, ich
vermute mal, auch darauf einzugehen, wie wir diese
gemeinsam am allerbesten angehen und lösen können.
Das ist eine gute Tradition. In diesem Hause oft
formuliert ist, dass die Länder immer dann besonders stark
sind, wenn sie einig sind. Ich würde sagen: Im Sinne
Deutschlands sind wir besonders stark, wenn Länder und
Bund sich miteinander einig sind. Daher wollen wir ganz
ausdrücklich das Angebot unterbreiten, Gemeinsamkeiten
zu suchen und Differenzen – dort, wo sie bestehen – zu
überwinden. Der Bundesrat ist ein Ort, an dem das
regelmäßig stattfindet, und diese geübte Praxis möchten
wir auch gerne in der Zusammenarbeit mit der
Bundesregierung weiter pflegen.
In diesem Sinne: Herzlich willkommen! – Sie haben
das Wort.
Friedrich Merz, Bundeskanzler: Sehr geehrte Frau
Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder des Bundesrates!
Und, wenn ich das sagen darf: Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Die Länder bilden den Bund – nicht der Bund
die Länder. Das ist der historische Ursprung unseres
föderalen Staates, und auf diesen Ursprung weisen Sie
häufig und gerne hin. Unser Föderalismus gibt einer
politischen Grundüberzeugung Ausdruck, die wir alle
teilen und die in der historischen Erfahrung unseres
Landes wurzelt: Subsidiarität, also die Entscheidung,
Probleme auf der Ebene zu lösen, die der Sache am nächsten
ist. Das dient der Freiheit unseres Landes. Subsidiarität
stabilisiert unsere freiheitlich-demokratische Ordnung.
Im Deutschen Bundestag habe ich vor ziemlich genau
acht Wochen meine erste Regierungserklärung
abgegeben und diese unter das Motiv gestellt: „Verantwortung
für Deutschland“. Das ist, Sie wissen es, das Leitmotiv
dieser Bundesregierung: Verantwortung für Deutschland
als Land der Freiheit und des Friedens, als Land des
Wohlstands und der Leistungsgerechtigkeit, aber auch als
Land der starken regionalen Identitäten. Ich habe es im
Deutschen Bundestag gesagt, ich habe es bei der
Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
im Bundeskanzleramt gesagt, und ich möchte es heute
Morgen hier bei Ihnen noch einmal sagen: Die
Bundesregierung will eng mit Ihnen, mit den Ländern, mit dem
Bundesrat, und auch mit den Kommunen
zusammenarbeiten. Ich persönlich möchte mit Ihnen eng und
vertrauensvoll auf der Ebene der Regierungschefs
zusammenarbeiten. Denn wir tragen die Verantwortung für eine gute
Zukunft in Deutschland und in Europa gemeinsam.
Sie wissen aus Ihrer Regierungsarbeit in den Ländern
sehr gut, was diese Verantwortung bedeutet. Sie nehmen
sie heute wahr. Und ich möchte damit beginnen, Ihnen
für die Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen
ausdrücklich zu danken und Ihnen auch den Dank der
gesamten Bundesregierung auszusprechen.
Mir ist bewusst, dass wir als Bundesregierung den
Bundesrat mit zahlreichen und sehr oft auch eiligen
Gesetzgebungsvorhaben befassen. Wir tun das unter dem
Eindruck der Größe und der Dringlichkeit der Aufgaben,
vor denen wir insgesamt in unserem Land stehen. Wir
erleben eine geopolitische Ordnung im tiefen Umbruch:
einen fortdauernden Angriffskrieg in Europa, hybride
Bedrohungen, russische Angriffe auf uns in der
Bundesrepublik Deutschland und ein permanentes Austesten
unserer Verteidigungsbereitschaft, etwa an den NATO-
Außengrenzen. Das transatlantische Verhältnis verändert
sich. Die Zeit der Friedensdividende – wie wir sie
genannt haben – ist vorbei. Und in der Weltwirtschaft weht
uns ein rauer Wind entgegen. Zur Wahrheit gehört: Nicht
jede Krise, die uns international in den kommenden
Jahren begegnen wird – und es werden einige sein –, werden
wir sogleich abwenden können. Aber umso wichtiger,
umso dringender ist es, dass wir alles tun, um
Deutschland und Europa im Innern zu festigen und zu stärken.
Das liegt in unserer Macht.
Wir können und wir müssen die Versäumnisse der
Vergangenheit in der Landes- und Bündnisverteidigung
abstellen und Deutschland sicherer machen. Wir können
und wir müssen die jahrzehntelang gewachsene
Überregulierung zurückbauen. Wir können und wir müssen
aufholen in Sachen Digitalisierung. Wir können und wir
müssen unsere in Teilen marode Infrastruktur
modernisieren und so die Grundlage schaffen für neues
Wachstum und neuen Wohlstand in der ganzen Bundesrepublik.
Wir haben für die Lösung all dieser Aufgaben die
Grundlage bereits geschaffen, indem wir im Deutschen
Bundestag und Sie hier im Bundesrat – im föderalen
Schulterschluss – unser Grundgesetz geändert haben.
Inzwischen hat die Bundesregierung das
Errichtungsgesetz für das Sondervermögen „Infrastruktur und
Klimaneutralität“ sowie das Länder-und-Kommunal-
Infrastrukturfinanzierungsgesetz sehr zügig auf den Weg
gebracht. Und das heißt konkret: Wir stellen Ihnen, den
Ländern, 100 Milliarden Euro zur Verfügung, die flexibel
und zielgerichtet für die wichtigen Investitionsvorhaben
vor Ort genutzt werden können. Nicht nur verschuldet
sich der Bund zusätzlich mit diesen 100 Milliarden Euro
für die Länder. Er übernimmt auch die Tilgung und die
Zinslast. Wo die Investitionsbedarfe liegen, das
unterscheidet sich von Land zu Land und von Kommune zu
Kommune. Es liegt darum aus guten Gründen in Ihrer
Verantwortung, die Entscheidung über den Einsatz dieser
Mittel zu treffen.
Auch die neue Haushaltsplanung des Bundes, über die
wir diese Woche im Bundestag beraten haben, sieht eine
bedeutende Aufstockung der Infrastrukturinvestitionen
und der Investitionen in unsere Verteidigung vor. Das
geplante Volumen aller investiver Ausgaben liegt in
diesem Jahr bei rund 116 Milliarden Euro. Das sind
schon 40 Milliarden Euro mehr als im letzten Jahr.
Innerhalb der kommenden vier Jahre werden wir außerdem
etwa 200 Milliarden Euro zusätzlich in unsere
Verteidigung investieren. Rund 1,4 Milliarden Euro stehen im
zweiten Regierungsentwurf 2025 allein in diesem Jahr für
den Zivil- und Bevölkerungsschutz zur Verfügung. Ich
sage ganz ausdrücklich: Diese Investitionen in unsere
Sicherheit und in die Modernisierung unseres Landes
sind notwendig, ja sie sind überfällig.
Aber genauso klar ist: Es ist ein großer Kredit, den wir
damit bei den Generationen unserer Kinder und
Enkelkinder in unserem Land aufnehmen. Er nimmt uns alle in
die Pflicht – in die Pflicht, voranzukommen in der großen
Aufgabe der Reform der sozialen Sicherungssysteme.
Und ich möchte bei dieser Gelegenheit sagen: Ich freue
mich, dass die Bund-Länder-Kommission zur
Pflegereform ihre Arbeit aufgenommen hat.
Noch dringender sind wir in der Pflicht, langfristiges
Wirtschaftswachstum nach Deutschland
zurückzubringen – Wirtschaftswachstum, von dem alle staatlichen
Ebenen, auch die kommunale Ebene, finanziell
profitieren werden. Praktisch heißt das: Wir müssen Deutschland
möglichst schnell für private Investitionen wieder
attraktiver machen. Darum das Investitionssofortprogramm,
das wir heute mit Ihrer Unterstützung auf den Weg
bringen können. Es ist die erste große Reform der
Unternehmensbesteuerung in Deutschland seit mehr als 15 Jahren.
Wir machen Deutschland damit als Standort wieder
attraktiv und wettbewerbsfähig, mit der degressiven
Abschreibung für Anschaffungen nach dem 30. Juni 2025 –
30 Prozent pro Jahr, drei Mal hintereinander – und mit
der Absenkung der Körperschaftsteuer in fünf Schritten
ab dem 1. Januar 2028, bis wir dann bei 10 Prozent
Körperschaftsteuer sind. Wir werden auch den Zugang in die
Einkommensteuer für Personengesellschaften erleichtern,
sodass viele kleine und mittelgroße Betriebe von dieser
Steuersenkung einen Nutzen haben werden. Meine
Damen und Herren, das Investitionssofortprogramm ist ein
Signal, das nach mehr als zwei Jahren ohne
Wirtschaftswachstum in unserem Land dringend notwendig ist. Ich
bin dankbar, dass wir dieses Signal gemeinsam geben,
Bund und Länder, in Verantwortung für den Wohlstand
unseres Landes.
Wir haben in den vergangenen Wochen intensive
Gespräche über die finanziellen Folgen geführt, die das
Investitionsbeschleunigungsgesetz für die öffentlichen
Haushalte auf allen Ebenen unseres Staates haben wird.
Es war uns ein gemeinsames Anliegen, vor allem die
Kommunen nicht durch die Einnahmeausfälle zu belasten
und die Länder nicht zu überlasten. Im Ergebnis hat sich
die Bundesregierung daher bereit erklärt, einen Großteil
der bis zum Jahr 2029 damit verbundenen
Steuermindereinnahmen zu übernehmen. Die Kommunen werden wir
sogar vollständig entlasten.
Klar ist aber auch: Durch die massiven Investitionen
der kommenden Jahre in Sicherheit und Infrastruktur
wird der Bund an vielen anderen Stellen Kosten und
Ausgaben senken müssen. Und auch in den Ländern und
Kommunen brauchen wir eine ehrliche Aufgaben- und
Ausgabenkritik. Lassen Sie uns diese große Aufgabe bitte
gemeinsam angehen! Wir im Bund brauchen und wollen
Sie in den Ländern genauso wie die Kommunen als
kraftvolle Partner. Denn der Erfolg des
Investitionssofortprogramms, mehr noch aber die innere Stabilität
unseres Landes, das Vertrauen der Bürgerinnen und
Bürger in die Handlungsfähigkeit unseres Staates hängen
entscheidend davon ab, dass wir die überfälligen
Strukturreformen schnell und erfolgreich in Angriff nehmen.
Auch das ist eine föderale Querschnittsaufgabe: Die
Räder unseres kooperativen Föderalismus müssen
ineinandergreifen, wenn wir vorankommen wollen mit der
Modernisierung und Digitalisierung unseres Landes. Und
wir müssen damit vorankommen. Deutschland muss
schneller, einfacher und digitaler werden, und zwar nicht
irgendwann, sondern jetzt. Wir haben im Bund mit dem
neuen Ministerium für Digitales und
Staatsmodernisierung die namensgebende Doppelaufgabe
institutionalisiert, weil sie eine Priorität für uns ist. Für die
Bundesverwaltung haben wir unter der Federführung dieses
Ministeriums eine Modernisierungsagenda zu entwickeln
begonnen. Ich begrüße entsprechende Bemühungen der
Länder ausdrücklich und biete auch hier eine enge
Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern an. Ich weiß,
wir sind uns hier alle einig, dass es messbare und
spürbare Verbesserungen der Leistung unseres Staates geben
muss, wenn wir das Vertrauen der Bürgerinnen und
Bürger in den Staat zurückgewinnen wollen. Bund und
Länder stehen dafür jeweils auf ihren Verwaltungsebenen in
der Verantwortung und kennen ihre Aufgaben. Wir sind
als föderaler Staat aber nur dann wirklich
handlungsfähig, wenn wir gemeinsam ganzheitliche Lösungen
entwickeln. Nur zusammen wird es uns gelingen, die
staatlichen Entscheidungsstrukturen wirklich zu verschlanken,
die digitale Infrastruktur wirklich weiterzuentwickeln,
eine funktionierende Ende-zu-Ende-Digitalisierung
wirklich auf den Weg zu bringen und die Planungs- und
Genehmigungsverfahren nun wirklich gemeinsam zu
beschleunigen. Vor allem beim Bürokratierückbau werden
wir nur zusammen wirklich vorankommen.
Ich bin insofern sehr dankbar, dass ich mit den
Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vereinbaren
konnte, dass der Bund und die Länder zusätzlich zu den
jeweils eigenen Aktivitäten gemeinsam bis zur
Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember 2025 auch eine
föderale Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung
vorlegen werden. Ich bin gespannt auf die konkretisierten
Vorschläge der „Initiative für einen handlungsfähigen
Staat“, die am kommenden Montag an den Herrn
Bundespräsidenten übergeben werden. Wir haben im
Koalitionsvertrag vereinbart und auf der
Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen, dass wir diese Vorschläge in ganz
besonderer Weise berücksichtigen. Ich sehe den Montag
insofern auch als einen weiteren Startschuss für unsere
gemeinsamen Bemühungen.
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich noch ein
gesondertes Wort zu den Städten und Gemeinden sagen!
Das große leitende Ziel unserer
Modernisierungsvorhaben ist ja dieses: Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten,
dass unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung
wieder die Identifikationskraft schafft, die sie
auszeichnet – und die sie auch braucht. Denn jede Politik, die der
Freiheit unseres Gemeinwesens dient, ist angewiesen auf
Bürgerinnen und Bürger, die ihre Freiheit nutzen, um
selbst Verantwortung für das Gemeinwesen zu
übernehmen, ob in der Rolle als Arbeitnehmer, als Unternehmer,
im Rat der eigenen Stadt, als Ehrenamtlicher im Verein
oder in den Kirchen. Diese gelebte Freiheit macht erst
unsere freiheitliche Ordnung aus. Wir wissen also sehr
gut, dass die meisten Menschen in unserem Land die
Erfahrung der gelebten Freiheit und die Erfahrung von
Zusammenarbeit vor Ort machen, in den Kommunen, in
den Gemeinden. Wir können als Bundesrepublik diese
Erfahrungsräume nicht zentral schaffen. Wir können auch
Zusammenarbeit nicht politisch verordnen. Aber wir
können dabei mithelfen, dass es dafür die besten
Bedingungen gibt, indem wir daran arbeiten, dass es sich
überall in Deutschland gut leben und arbeiten und vor allem
auch wohnen lässt, in der Stadt und im ländlichen Raum,
in Ost und West. Das Investitionspaket dient genau auch
diesem Zweck. Der sogenannten Bauturbo, den wir im
Kabinett auf den Weg gebracht haben, dient genau
diesem Zweck.
Nicht zuletzt dient auch unser Kurswechsel in der
Migrationspolitik diesem Zweck, denn der bisherige Kurs
ging vor allem zulasten der Städte und Gemeinden.
Wohnraum, Schulräume, Kitaplätze, die mögliche
ärztliche Versorgung sind begrenzt. Dann kann der Zuzug
nicht unbegrenzt sein, sonst kommt es unweigerlich zu
Chaos, das niemandem dient, sondern allen schadet –
auch dem begründeten Interesse unseres Landes und
unserer Volkswirtschaft an qualifizierter Zuwanderung.
Auf europäischer Ebene gibt es inzwischen eine große
Einigkeit darüber, dass es auf gesamteuropäischer Ebene
einen Kurswechsel in der Migrationspolitik braucht, dass
wir die GEAS-Reform schneller umsetzen und die
Außengrenzen der EU besser schützen müssen als bisher.
Ich habe in Brüssel darauf gedrungen, ich stehe dazu im
Austausch mit meinen europäischen Kollegen, und ich
bin zuversichtlich, dass wir in dieser Frage jetzt endlich
vorankommen werden.
Bis es so weit ist, werden wir, ob wir es nun wollen
oder nicht, die Binnengrenzen weiter kontrollieren und in
Abstimmung mit den Nachbarstaaten an den Grenzen
auch zurückweisen. Die Zahlen sprechen im Übrigen für
sich: Die Asylantragszahlen sind im ersten Halbjahr 2025
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent
gesunken. Sie wissen, dass wir als Bundesregierung
außerdem den Familiennachzug der subsidiär
Schutzberechtigten für zwei Jahre ausgesetzt haben. Wir werden
freiwillige Aufnahmeprogramme so weit wie möglich
beenden, und wir werden weitere Migrationsabkommen mit
Herkunftsländern abschließen. Erlauben Sie mir, an
dieser Stelle zu sagen: Ich weiß, dass es nicht allen
leichtgefallen ist, diesen Weg mitzugehen. Aber gerade deshalb
danke ich Ihnen dafür, dass Sie bereit waren, dies zu tun.
Es dient einem gemeinsamen guten Ziel. Wir tun all das
nämlich mit dem Ziel – ich sage es noch einmal –, die
Kommunen zu entlasten, und ebenso, um für die
Menschen, die auf legalem Weg zu uns kommen, sicherstellen
zu können, dass es genug Zeit und Raum für Integration
gibt. Um den inneren Frieden unseres Landes
wiederherzustellen. Nur so funktioniert eine offene Gesellschaft –
und um diese geht es bei allen unseren Anstrengungen.
So verstehe ich übrigens auch, Frau Präsidentin, das
Leitmotiv der laufenden Bundesratspräsidentschaft des
Saarlandes, das da lautet: „Zukunft durch Wandel“.
Offene Gesellschaften, freiheitliche Demokratien sind
Zukunftsversprechen. Und das heißt: Sie lassen sich nur
nach vorne verteidigen und stärken, indem wir Dinge
mutig anpacken, indem wir besser machen, was besser
sein sollte, um zu bewahren, was bewahrenswert ist. Und
davon gibt es viel, sehr viel in unserem Land und in
jedem einzelnen Ihrer Länder.
Wir können uns also in Bund, Ländern und
Kommunen mit aller Zuversicht an die Arbeit machen. Wir haben
alle Mittel, um unser Land aus eigener Kraft wieder nach
vorn zu bringen. Wir haben unsere föderale Ordnung.
Und es ist doch so: Nicht nur die Probleme, sondern auch
die Chancen lassen sich am besten vor Ort erkennen –
und fördern. Unser kooperativer Föderalismus, der den
Wettbewerb um die besten Ideen auch zwischen den
Ländern fördert, ist ein Innovationsmotor, wenn wir es
richtig angehen – gerade auch wir hier in diesem Raum
des Bundesrates. Eine vereinte Kraftanstrengung aus
allen Teilen unseres großartigen Landes, aus Norden,
Süden, Westen, Osten, wird unser Land wieder nach vorn
bringen. Das war schon mehrfach so in der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland: in den Aufbaujahren
nach dem Zweiten Weltkrieg und dann erneut nach der
deutschen Wiedervereinigung, als vor allem die
Menschen in den ostdeutschen Bundesländern vorgemacht
haben, was es heißt, die Dinge pragmatisch und mutig in
die eigene Hand zu nehmen. Solch eine vereinte
Kraftanstrengung kann uns auch ein drittes Mal gelingen. Aber
sie braucht einen guten Rahmen – und den wollen wir als
Bundesregierung zusammen mit Ihnen schaffen. Beim
Regierungsantritt haben wir uns vorgenommen, bis zur
Sommerpause damit ein so großes Stück
voranzukommen, dass im Land wieder neue Zuversicht einzieht. Wir
stehen unmittelbar vor der parlamentarischen
Sommerpause, und wir sehen: Erstmals seit Jahren korrigieren die
Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen nicht
weiter nach unten, sondern vorsichtig wieder nach oben.
Erstmals seit Langem steigt die Zuversicht der
Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Das alles ist
nur ein Anfang, aber ein Anfang ist eben gemacht.
Lassen Sie uns also in Bund und Ländern in diesem
Geist weiter zusammenarbeiten, auf der Grundlage von
Vertrauen und gegenseitigem Respekt, auf der Grundlage
der geteilten und zugleich doch gemeinsamen
Verantwortung, die Bundesrepublik Deutschland voranzubringen
und die Freiheit, den Frieden und den Wohlstand in
Deutschland und Europa weiterzugeben an die Kinder
und Enkelkinder in unserem Land. – Ich danke Ihnen
sehr herzlich.
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Herr
Bundeskanzler! Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen.
Sie haben die Herausforderungen beschrieben. Sie sind
zahlreich. Sie sind immens. Der Bundesrat trägt laut
Verfassung dabei tatsächlich eine große Verantwortung.
Wir sind bereit, dieser Verantwortung gerecht zu
werden – jeder an seiner Stelle, aber auch wir gemeinsam.
Ich finde, allein die heutige Tagesordnung bringt das
schon ein Stück weit zum Ausdruck. Es gibt Punkte, bei
denen wir schon sehr gut und sehr schnell
zueinandergefunden haben. Auf der Tagesordnung stehen aber auch
einige Punkte, wo es Diskussionsbedarf gibt, damit wir
die beste Lösung für Deutschland im Sinne der von Ihnen
beschriebenen Kraftanstrengung gemeinsam aufstellen
können. Insofern freue ich mich – das darf ich sicherlich
auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen sagen –
auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle unseres
Landes.
Herzlichen Dank für Ihre Worte und herzlichen Dank
dafür, dass Sie da sind!
Ich darf als nächsten Tagesordnungspunkt TOP 75
aufrufen:
TOP 75
Wahl der zweiten stellvertretenden Vorsitzenden
der Europakammer (Drucksache 326/25)
Bedingt durch die Veränderungen im Senat der Freien
Hansestadt Bremen sind Nachwahlen erforderlich.
Ich schlage vor, Frau Staatsrätin Nancy B ö h n i n g
(Bremen) zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der
Europakammer für das laufende Geschäftsjahr zu wählen.
Wer diesem Vorschlag zuzustimmen wünscht, den
bitte ich um ein Handzeichen. – Einstimmig.
Der Vorschlag ist einstimmig angenommen.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 79:
TOP 79
Wahl einer Schriftführerin (Drucksache 328/25)
Entsprechend dem Ergebnis der Vorberatungen wird
vorgeschlagen, Frau Staatsrätin Nancy B ö h n i n g
(Bremen) zur Schriftführerin des Bundesrates für das
laufende Geschäftsjahr zu wählen.
Wer dem Antrag zustimmen möchte, den bitte ich um
ein Handzeichen. – Einstimmig.
Damit ist das so beschlossen.
Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 5:
TOP 5
Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Deutschland (Drucksache 281/25)
Hier gibt es einige Wortmeldungen. Wir beginnen die
Aussprache mit Herrn Ministerpräsidenten Kretschmann
aus Baden-Württemberg. – Bitte schön!
Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Herr Bundeskanzler, herzlichen Dank für Ihr klares
Bekenntnis zum Föderalismus und zur Subsidiarität und
für Ihr Versprechen, mit uns gut zusammenzuarbeiten!
Ich finde, es hat gut begonnen. Danke auch für Ihr klares
Bekenntnis, dass wir die kommunale Selbstverwaltung
ernst nehmen und die Kommunen in die Lage versetzen,
dass sie diese kommunale Selbstverwaltung auch
wirklich kraftvoll selbst gestalten können!
Unsere Wirtschaft ist in einer schwierigen Lage. Das
Investitionsprogramm, über das wir heute abstimmen,
kommt zur richtigen Zeit, um Unternehmen zu entlasten.
Abschreibungen von 30 Prozent pro Jahr für
Ausrüstungsinvestitionen bis Ende 2027, Erhöhung und Ausbau
der Forschungszulage, Senkung der Körperschaftsteuer
ab 2028 – das alles sind richtige und wichtige
Maßnahmen, um die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu
schaffen und zu sichern.
Die Maßnahmen kosten viel Geld. Für Bund, Länder
und Kommunen bedeutet das in den nächsten vier Jahren
Steuerausfälle von knapp 50 Milliarden Euro. Diese
immense Summe lässt sich nur stemmen, wenn die Ausfälle
kompensiert werden. Erst einmal natürlich durch das
Wachstum selbst. Wir beabsichtigen ja mit dem
Programm, dass es das Wachstum wieder in Gang bringt. Es
war aber auch wichtig, dass die Länder gegenüber dem
Bund klar und deutlich aufgetreten sind. Wir sind zu
einer guten Einigung gekommen: Die Steuerausfälle der
Kommunen gleicht der Bund für die nächsten vier Jahre
aus. Die Länder erhalten 8 Milliarden Euro für
Investitionen in Bildungsinfrastruktur und Krankenhäuser.
Außerdem haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag in
Aussicht gestellt, dass der Bund sich an den kommunalen
Altschulden beteiligt und die Geberländer entlastet. Das
ist ein gutes Ergebnis, vor allem mit Blick auf die
Kommunen. Wir werden daher heute zustimmen.
Klar ist aber auch: Was der Bund jetzt ausgleicht, das
sind nur die Steuermindereinnahmen, die den Kommunen
durch das steuerliche Investitionsprogramm zusätzlich
entstanden wären. Es wird also nur nicht noch schlimmer.
Der Status quo der kommunalen Haushalte bleibt prekär.
Die strukturellen Probleme bleiben unverändert groß.
Ich möchte das anhand einiger Zahlen aus Baden-
Württemberg verdeutlichen: Die Verschuldung der
Kernhaushalte der Gemeinden und Landkreise ist 2024 um
15 Prozent gestiegen. Für dieses Jahr steht zu befürchten,
dass nur eine kleine Minderheit unserer Kommunen
auskömmliche Haushalte vorlegen kann, genauer: nur jede
fünfte Stadt in Baden-Württemberg. Das ist für uns eine
ganz neue Situation, denn wir statten unsere Kommunen
sehr großzügig über die Steuerverbundquote aus. Ein
Grund ist in erster Linie der massive Einbruch der
Gewerbesteuereinnahmen aufgrund der angespannten
wirtschaftlichen Lage bei gleichzeitig stark steigenden
Ausgaben, insbesondere für Krankenhäuser und Soziales, wie
etwa im Bereich des Bundesteilhabegesetzes.
Damit stehen wir in Baden-Württemberg nicht alleine
da. In anderen Ländern ist die Lage noch dramatischer.
Angesichts dieser Lage ist klar: Wir können nicht
sehenden Auges unsere Landes- und Kommunalhaushalte in
weitere Bedrängnis bringen. Deshalb müssen auch bei
weiteren Maßnahmen des Bundes, zum Beispiel bei
Steuererleichterungen wie bei der Gastrosteuer, etwaige
Mindereinnahmen der Länder und Kommunen zwingend
kompensiert werden.
Liebe Kolleginnen und Kollegen – auch Sie haben es
gesagt, Herr Bundeskanzler –, die Kommunen sind das
Rückgrat eines funktionierenden Gemeinwesens. Sie
sichern unsere Daseinsvorsorge, und sie tätigen rund
60 Prozent der Investitionen in die öffentliche
Infrastruktur. Gleichzeitig geht aus dem Sondervermögen nur ein
vergleichsweise kleiner Teil an die Länder und
Kommunen. Es macht also keinen Sinn, hier ein riesiges
Sondervermögen für Infrastruktur zu beschließen, wenn den
Kommunen gleichzeitig finanziell die Luft ausgeht und
sie Investitionen streichen müssen. Wohin es führt, wenn
man von der Substanz lebt, sehen wir heute am Zustand
der Deutschen Bahn. Das ist gewiss nicht erstrebenswert.
Wir müssen stattdessen die Kommunen wieder in die
Lage versetzen, ihre Aufgaben erfüllen zu können. Immer
nur neue Schulden sind dafür nicht der richtige Weg. Das
löst die Probleme allenfalls kurzfristig und ist den
nachfolgenden Generationen gegenüber auf Dauer nicht zu
verantworten. Der Schuldendienst engt ja die
Investitionsmöglichkeiten der Zukunft in den Haushalten ein. Das
sollten wir nicht vergessen. Die Gefahr liegt darin, dass
den Menschen vorgegaukelt wird, es könne alles so
weitergehen wie bisher. Wir brauchen stattdessen
grundlegende strukturelle Reformen, die die Kommunen
langfristig entlasten. Wir müssen auch über höhere
Einnahmen nachdenken. Denn das mit den geplanten
Maßnahmen erwartete Wirtschaftswachstum wird Ausfälle dieser
Größenordnung zumindest kurzfristig nicht
kompensieren.
Wir müssen dafür sorgen, dass das Veranlasserprinzip
künftig eine stärkere Bedeutung erhält. Ich bin sehr froh,
dass die neue Bundesregierung dies in ihrem
Koalitionsvertrag verankert hat. Wir haben uns bei der
Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler darauf
verständigt, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten,
die Vorschläge entwickelt, wie dies in der Praxis
umgesetzt werden kann. Darüber hinaus messe ich wie Sie der
geplanten großen Staatsreform eine wirklich sehr große
Bedeutung zu. Wir sollten gemeinsam mit dem Bund
funktionierende Formate schaffen, damit sie zügig in
Gang kommt.
Ich will zum Schluss noch sagen: Liebe Kolleginnen
und Kollegen, bei grundlegenden strukturellen Reformen
muss Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen. Die
Grundgesetzänderung zur Reform der Schuldenbremse haben
wir in einem Eilverfahren beraten und beschlossen. Auch
das Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm und die Gesetze zur Ausgestaltung des
Sondervermögens und zum strukturellen
Verschuldungsspielraum der Länder beraten wir fristverkürzt. Mit dieser
Vielzahl an Fristverkürzungen macht die
Bundesregierung da weiter, wo die alte geendet hat. Es gab hierfür
jeweils gewichtige Gründe; das möchte ich nicht
bestreiten. Aber solche grundlegenden und weitreichenden
Weichenstellungen für unser Land müssen in aller Regel
in einem regulären Verfahren beraten werden. Zur
Beratung ist das Verfahren einfach da. Und wir wissen, dass
die Gesetze in den letzten Jahrzehnten nicht besser
geworden sind. Deswegen ist es notwendig, im Rahmen
einer Staatsreform darauf zu achten. Sonst steigt einfach
die Gefahr, Fehler zu machen. Wenn der Ausnahmefall
der Fristverkürzung immer mehr zur Regel wird – und
das ist die Erfahrung der letzten Jahre –, dann tun wir uns
allen und der Demokratie keinen Gefallen. Lassen Sie
uns daher zu den regelhaften Gesetzgebungsverfahren
mit den im Grundgesetz vorgesehenen Fristen
zurückkehren, damit wir auch die produktive Zusammenarbeit
hinbekommen, die wir alle wollen! – Herzlichen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Herr
Kollege Kretschmann! – Als Nächstes hat das Wort: Frau
Ministerpräsidentin Schwesig aus Mecklenburg-
Vorpommern.
Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Zunächst dem Bundeskanzler vielen Dank für
seine Antrittsrede! Er hat es ja selbst erkannt und in
seinem ersten Satz formuliert: Der Bund stellt nicht die
Länder dar, sondern die Länder bilden den Bund.
Dass wir so oft darauf hinweisen müssen – lieber Herr
Meister, Sie werden es mitnehmen für den Kanzler –,
liegt einfach daran, dass wir seit vielen Jahren die
Erfahrung machen, dass der Bund gut gemeinte Gesetze auf
den Weg bringt, ohne uns vorher eingebunden zu haben,
und dann meint, in einem Eilverfahren für die gute Sache
die Dinge schnell durchregieren zu können. Das
funktioniert nicht. Das hat in den letzten Jahren dazu geführt,
dass wir zu vielen Gesetzen zugestimmt haben, die zu
mehr Bürokratie führen, die zu Mehrbelastungen führen,
vor allem auf der kommunalen Ebene. Deshalb ist auch
mein Wunsch, so wie es durch die Bundesratspräsidentin
ausgedrückt worden ist, dass wir wichtige politische
Gesetze frühzeitig gemeinsam in den Eckpunkten beraten
und dann gerne in einem zügigen Verfahren auf den Weg
bringen.
Das Wichtigste aus meiner Sicht ist die Stabilität für
unsere Wirtschaft. Das dritte Jahr in Folge kein
Wirtschaftswachstum – das kann sich kein Land leisten. Auch
wenn in meinem Bundesland derzeit noch
Wirtschaftswachstum ist – das zweitstärkste nach Hamburg –, sehen
wir mit großer Sorge, dass die gesamtwirtschaftliche
Lage in Deutschland schlecht ist, dass
Industriearbeitsplätze abgebaut werden. Ich kann mit unseren
Erfahrungen aus Ostdeutschland nur sagen: Wenn einmal
Wirtschaft wegbricht, wenn Arbeitsplätze massenhaft
wegbrechen, dann ist es sehr schwer, das wieder aufzubauen
und zurückzuholen. Deshalb ist es wichtig, jetzt der
Wirtschaft Impulse zu geben – aus meiner Sicht durch drei
große Initiativen: erstens durch den Wachstumsbooster,
den wir heute hier auf den Weg bringen; zweitens durch
das Infrastrukturprogramm für Länder und Kommunen,
über das wir heute in erster Lesung beraten; und drittens
dann auch durch die 400 Milliarden Euro, die der Bund
selbst noch investieren wird – 100 Milliarden Euro im
KTF sowie 300 Milliarden Euro für weitere wichtige
Bereiche. In diesem Zusammenhang sagen wir als
norddeutsches Bundesland: Dass der Bund dabei insbesondere
die Häfen mit im Blick hat, ist sehr wichtig für die
wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Der Wachstumsbooster wird dazu führen, dass
Unternehmen, egal in welcher Branche, egal welcher Größe,
von klein, mittel bis groß, die Möglichkeit von
Sonderabschreibungen bekommen, hohen Abschreibungen für
Investitionen. Das ist wichtig zum Ankurbeln. Wir haben
im Wachstumsbooster die Perspektive für
Steuersenkungen und vor allem die steuerliche Forschungsförderung.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass in
Mecklenburg-Vorpommern so wie in vielen ostdeutschen
Bundesländern die steuerliche Forschungsförderung nicht
besonders zum Tragen kommt, weil diese vor allem für
große Unternehmen wichtig ist. Trotzdem tragen wir
diesen Steuerimpuls finanziell mit, weil er zum
Gesamtpaket gehört. An dieser Stelle möchte ich die
Bundesregierung aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass für uns,
für unsere Wirtschaft, die durch kleine und
mittelständische Unternehmen geprägt ist, die öffentliche
Forschungsförderung essenziell ist. Nur so können wir vor
Ort die Wirtschaft unterstützen. Ich bitte, das bei den
Plänen im Bund zu berücksichtigen.
Ich will mich ausdrücklich bedanken für die gute
Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, hier ganz
konkret beim Vizekanzler und Finanzminister, der den
Wachstumsbooster zügig auf den Weg gebracht und faire
Verhandlungen mit unseren Länderkollegen geführt hat.
Ein wichtiger Punkt für uns war, die kommunale
Ebene nicht weiter zu schwächen. Wir haben überwiegend
ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in
unserem Bundesland. Und ich kann nur sagen: Sie sind
nicht das Kellergeschoss der Demokratie, sondern sie
bilden mit ihren Kommunen das Fundament. Viele von
ihnen sind sehr frustriert darüber, dass in den letzten
Jahren durch Steuerausfälle und Ausgabensteigerungen
die Haushalte in Schieflage geraten sind und sie wenig
Spielraum haben. Das gefährdet die kommunale Arbeit
vor Ort. Deshalb finde ich es gut und richtig, dass der
Bund die Kommunen beim Ausgleich durch den
Wachstumsbooster zu 100 Prozent unterstützt. Ich will aber
darauf hinweisen, dass wir Länder dafür erheblich auf
eigene Forderungen verzichtet haben. So leisten auch wir
unseren Beitrag, die kommunale Ebene an dieser Stelle
zu stabilisieren.
Was die 100 Milliarden Euro angeht, über die wir
später beraten, die für mich aber denklogisch zu diesem
Wachstumsimpuls dazugehören, ist es gut, dass der Bund
die Freiheit gelassen hat, dass Länder und Kommunen
selbstständig entscheiden: Wo investieren wir?
Mecklenburg-Vorpommern wird am nächsten Dienstag einen
großen Investitionsgipfel durchführen mit allen
Landräten und Oberbürgermeistern, mit allen Vertretern der
Kammern, der Unternehmerverbände, der Sozialpartner
und der Landesregierung, um darüber zu beraten, wo
investiert wird. Ein Schwerpunkt wird für uns mit Blick
auf Generationengerechtigkeit die vollständige Sanierung
und der Neubau von Schulen sein, aber natürlich auch
Impulse für die Infrastruktur und die innere Sicherheit.
Es ist ein gutes Signal, dass wir innerhalb von nur
neun Wochen diesen Wachstumsbooster zusammen auf
den Weg gebracht haben. Genau das hat sich die
Wirtschaft gewünscht: schnelle Klarheit, Planungssicherheit
und Unterstützung. Deshalb ist es ein starkes Signal, dass
wir den Booster heute beschließen. Ich würde mich sehr
freuen, wenn diese eigentlich gute Nachricht für die
Wirtschaft und die Bevölkerung nicht durch andere
Eruptionen im Bundestag überlagert würde. Denn dafür sind
wir angetreten: dass es jetzt für die Stabilisierung der
Stimmung vor Ort gute Nachrichten und gute
Entscheidungen gibt.
Der Bundeskanzler hat zu Recht angesprochen, dass
das Wichtigste ist, Frieden, Freiheit und Demokratie zu
verteidigen. Die Realität ist, dass die Demokratie von
außen und von innen extrem unter Druck ist, dass viele
Bürgerinnen und Bürger über viel Streit in den letzten
Jahren enttäuscht sind. Deshalb ist es ein gutes Signal,
wenn die neue Bundesregierung jetzt gemeinsam mit den
Ländern gute Entscheidungen für die Menschen vor Ort
trifft. – Vielen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Frau
Kollegin! – Als Nächstes hat das Wort: Herr
Ministerpräsident Dr. Söder aus Bayern.
Dr. Markus Söder (Bayern): Frau Präsidentin! Es ist
eine wichtige Entscheidung, die wir heute treffen. Wir
haben bald drei Jahre Rezession hinter uns. Der Schaden
für unser Land ist groß, ökonomisch und, wenn wir
ehrlich sind, auch demokratisch. Wir spüren geradezu, wie
unsicher die Bevölkerung geworden ist. Wir starten jetzt
gemeinsam eine große Aufholjagd. Wir wollen einen
Aufschwung erreichen, und deswegen ist es ein wirklich
wichtiges Signal, dass endlich Steuersenkungen auf den
Weg gebracht werden, dass der Investitionsbooster
verabschiedet wird. Was jetzt passiert, hat viele Jahre nicht
stattgefunden: Sonderabschreibungen, drei Mal 30
Prozent. Ein enormer Anreiz, wieder an den Standort
Deutschland zu glauben, zu investieren. Eine
Unternehmensteuersenkung statt Erhöhungen. In den letzten
Jahren wurde nur über Erhöhungen von Steuern
nachgedacht. Forschungsförderung, Elektromobilität, um auch
dem Automobilbereich, der Elektromobilität neuen
Schwung zu verleihen – all das ist zentral und wichtig.
Das wusste jeder, und trotzdem war es eine schwere
Geburt – nicht eine schwere Geburt in Berlin, sondern
das am Ende mit uns Ländern hinzubekommen. Ich
glaube, dass der Kompromiss, der jetzt gefunden wurde, ein
guter ist, ein vertretbarer, den jeder mitmachen kann.
100 Prozent Entlastung für die Kommunen, 50 Prozent
für die Länder – das ist schon ein wuchtiges Signal des
Bundes. Ich kann mich nicht erinnern, wann der Bund
einmal den Ländern und den Kommunen gegenüber in
einem solch großen Umfang Entlastungen vorgenommen
hat, um eine solche Entscheidung am Ende
geländegängig zu machen, Mehrheiten zu finden, aber auch die
Akzeptanz in Deutschland zu verstärken.
Für die Kommunen ist das besonders wichtig. Bei uns
in Bayern gehen rund 30 Prozent des Haushalts direkt
oder indirekt an die Kommunen. Wir Länder sind
Anwalt, aber auch Schutzherr der Kommunen. Insofern war
es uns allen besonders wichtig, dass ein Ausgleich für die
Kommunen stattfindet. Wobei wir auch wissen: Im
kommunalen Bereich reicht das allein nicht aus. Der
Ausgleich, der jetzt stattfindet, ist nur ein Teil. Die in den
letzten Jahren enorm gestiegenen Sozialausgaben – in
den letzten 20 Jahren um fast 200 Prozent – erfordern ein
umfassendes Update, eine Reform des Sozialstaates. Das
bedeutet nicht, ihn zu schreddern, sondern vielmehr, ihn
in eine neue, sichere Form zu bringen. Das Ganze wächst
uns einfach über den Kopf. Für viele Kommunen sind die
Ausgaben, die sie zu tätigen haben, so nicht mehr zu
leisten. Auf Bundesebene ist es das Bürgergeld, das
explodiert ist. Die Migrationskosten sind für alle Beteiligten
immer höher geworden. Für beides brauchen wir eine
Reform: Bürgergeld im Herbst. Und bei der Migration –
da danke ich allen, die mithelfen – spüren wir den
Rückgang der Zahlen und damit hoffentlich auch bald den
Rückgang der Kosten.
Eines möchte ich besonders erwähnen: Einen so
länderfreundlichen Bund wie diesen hat es selten gegeben.
Das liegt nicht zuletzt auch an den
Koalitionsverhandlungen. Denn allein das 100-Milliarden-Paket der
Sonderinvestitionen, wovon rund 60 Prozent an die Kommunen
und 40 Prozent an die Länder gehen, ist etwas, das es in
dieser Form noch nicht gegeben hat. Sogar eine
Grundgesetzänderung wurde dafür gemacht. Das lag unter
anderem auch daran, dass in den Koalitionsverhandlungen auf
beiden Seiten Ministerpräsidenten eine zentrale Rolle
gespielt haben. Für Kitas, für Schulen, für
Krankenhäuser, für Straßen und vieles andere ist es ein gutes Signal.
Wichtig war aber auch, dass wir es geländegängig
gemacht haben. Die ersten Vorschläge hätten zu vielen
Problemen geführt, und das Geld hätte lange gebraucht
und wäre bürokratische Wege gegangen, bis es
angekommen wäre. Frau Schwesig hat es angesprochen: So,
in dem Verfahren, wie es ist, kann man, glaube ich, damit
jetzt gut starten. Insofern ist damit schon eine Menge
vorangebracht worden.
Eines muss uns als Ländern aber klar sein: Wenn wir
Deutschland voranbringen und unsere Demokratie
stärken wollen, müssen wir daran erinnern, dass
Steuersenkungen auf Dauer eine Gemeinschaftsherausforderung
sind. Es kann nicht nur der Bund dafür verantwortlich
sein. Wir Länder sind es eben auch. Steuersenkungen
bringen übrigens auf Dauer Mehreinnahmen, auch wenn
sie zu kurzfristigen Ausfällen führen. Bei
Steuererhöhungen ist das Gegenteil der Fall: Es sind kurzfristige
Mehreinnahmen. Auf Dauer wird es weniger, weil die
Wirtschaft schwächelt. Deswegen sollten wir bei den weiteren
Debatten um Steuersenkungen nicht einfach nur einen
Eins-zu-eins-Ausgleich fordern, sondern unserer eigenen
Verantwortung gewahr sein. Wir werden über die
Erhöhung der Pendlerpauschalen reden, nicht nur über das
Deutschlandticket. Wir werden gegen das
Wirtshaussterben und zur Stärkung des Tourismus, als einer der
Leitbranchen für unser Land, über den Gastrobereich reden
müssen. Wir müssen Wort halten, zumindest diejenigen,
die den Koalitionsvertrag unterschrieben haben und hier
im Haus sind. Unser großes Ziel ist natürlich auch, die
Entlastung bei den Energiekosten vollständig zu machen.
Der jetzige Kompromiss ist ein wichtiger Schritt in die
richtige Richtung. Aber am Ende gilt es, bei der
Stromsteuer eine vollständige Entlastung zu erreichen.
Einen letzten Punkt will ich hinsichtlich der
Protokollerklärung des Bundes erwähnen, der zwar nach außen
nicht so wichtig, aber für das Bund-Länder-Verhältnis
und für viele Länder sehr zentral ist: die Fragen der
Entlastung bei Altschulden, der Zinsen für Altschulden, die
Förderung der neuen Länder, die besondere
Herausforderung für das Saarland und Bremen und auch das Thema
Länderfinanzausgleich. Auch das hätte der Bund alles
nicht tun müssen, weil es eigentlich rein kommunale und
Länderfragen sind. Ich gebe zu, dass wir und einige
andere Länder am Anfang sehr skeptisch waren beim Thema
Altschulden und Zinsentlastung. So etwas gibt es bei uns
in Bayern nicht. Deswegen hat uns das gewundert
beziehungsweise waren wir zurückhaltend. Aber Kompromiss
ist Kompromiss, und darum tragen wir es natürlich mit,
was in Bezug auf die Altschulden und die Zinsen von
Kommunen – 250 Millionen Euro pro Jahr, vier Jahre –
und die Verstärkung der Förderung der neuen Länder
beschlossen wurde – und den Länderfinanzausgleich.
Aber es sei mir gestattet, zu erwähnen: Die 400 Millionen
Euro für vier Jahre, die dann anteilig an die Länder
gehen – in dem Fall vor allen Dingen noch Hessen und
Baden-Württemberg; ab und zu wechselt das noch ein
bisschen –, sind natürlich nur ein Tropfen auf den heißen
Stein. Ich sage das mal für den Freistaat Bayern: Das
wären anteilig etwa 200 Millionen Euro für den Freistaat
Bayern – im Vergleich zu 10 Milliarden Euro, die wir pro
Jahr in den Länderfinanzausgleich zahlen. Klar, man
kann sagen: Bayern ist erfolgreich, deswegen haben sie
das Geld. – Aber so einfach ist es nicht. Der
Länderfinanzausgleich hat sich mittlerweile zu einem
ungerechten, maroden System entwickelt und legt im Grunde
genommen die Axt an einen verständlichen
Föderalismus. Wir haben bis 1980 – dafür haben wir uns bedankt –
als Freistaat Bayern 3,7 Milliarden Euro bekommen und
dann seit 1980 fast 130 Milliarden Euro bezahlt. Bayern
zahlt mittlerweile knapp über 50 Prozent des
Länderfinanzausgleichs. Wir werden übrigens, um diesen
Aderlass in diesem Jahr zu finanzieren, um den
Länderfinanzausgleich weiter zu erhalten, auch bei uns sparen müssen.
Der heutige Kompromiss und die Ankündigung der
Bundesregierung sind ein gutes Signal, aber eigentlich ist es
unsere Sache, zu überlegen: So wird es auf Dauer nicht
gehen. Entweder finden wir noch einmal gemeinsam eine
Lösung unter den Ländern für mehr Fairness und eine
faire Verteilung, oder es geht weiter mit einer Klage oder
am Ende einer Kündigung des Länderfinanzausgleichs in
den nächsten Jahren.
Sei es, wie es sei! Heute ist ein guter Tag, heute
bringen wir etwas auf den Weg: eine Steuersenkung, ein
gutes Signal für die Wirtschaft, ein gutes Signal für die
Kommunen. Meine letzte Hoffnung noch – und
deswegen ist der Einsatz des Bundeskanzlers wichtig; es gibt ja
manche, die ihm vorwerfen, er sei zu viel auswärts
unterwegs –: Alles, was wir heute tun, wird kaum Wirkung
entfalten, wenn die Zollpolitik schiefgeht. Dann werden
nämlich große Industriebereiche unseres Landes mehr
zahlen müssen, als sie durch jede Entlastung auch nur
annähernd bekommen, und sie werden nichts investieren
können: Automobil-, Chemie- und
Maschinenbauindustrie und viele andere Branchen. Deswegen ist es wichtig,
dass wir uns schnell in Europa daranmachen, mit der
Bundesregierung und allen Beteiligten „quick and easy“
zu erreichen, dass Zölle so niedrig wie möglich sind,
nicht zu hoch sein werden und dass es schnelle
Handlungen gibt. Alles greift ineinander: Außen, Innen, Europa,
Länder und der Bund.
Wir setzen heute ein Signal. Freie Fahrt für die
Maßnahmen! Aber es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir
über dieses Thema reden müssen. – Vielen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Herr
Kollege Söder! – Ihm folgt jetzt der Ministerpräsident
Nordrhein-Westfalens, Herr Wüst.
Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen): Sehr geehrte
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen!
Deutschland hat jetzt zwei Jahre Rezession hinter sich,
und auch die Prognosen für dieses Jahr sind alles andere
als rosig. Das hat es in der Geschichte der
Bundesrepublik so noch nicht gegeben. Und das hat konkrete Folgen:
weniger Investitionen, weniger Steuereinnahmen auf
allen staatlichen Ebenen. Vor allem machen sich immer
mehr Menschen wieder Sorgen um den eigenen
Arbeitsplatz. Diese Angst vor dem Verlust des Jobs muss wieder
raus aus den Köpfen der Menschen. Deutschland braucht
wieder Wachstum, und das so schnell wie möglich. Das
Investitionssofortprogramm der Bundesregierung ist
deshalb der richtige Schritt zur richtigen Zeit. Es entlastet
unsere Wirtschaft um fast 50 Milliarden Euro, und es
setzt wichtige Investitionsanreize. Es ist ein Impuls für
Wachstum, für Innovationen und für mehr Investitionen.
Bereits wenige Wochen nach Amtsübernahme der
neuen Bundesregierung kann man sagen: Der
Politikwechsel ist eingeleitet. Die Wirtschaftswende in
Deutschland hat begonnen. Wir Länder haben in den
Verhandlungen mit dem Bund von Anfang an klar gesagt: Die
degressive AfA, die Senkung der Körperschaftsteuer – ja,
das ist der richtige Weg. Wir wollen das. Wir
unterstützen das. Aber wir müssen das auch können.
Nach zwei Jahren Rezession sind auch die Haushalte
von Ländern und Kommunen am Limit. Wir haben hohe
Fixkosten und wenig Spielräume. Vor allem unsere
Kommunen können weitere Belastungen nicht schultern.
Deshalb haben sich die Länder für einen vollständigen
Ausgleich der kommunalen Mindereinnahmen eingesetzt.
Ich bin der Bundesregierung, auch dem Bundeskanzler
persönlich, dankbar dafür, dass der Bund die
Mindereinnahmen der Kommunen vollständig kompensiert. Das ist
ein starkes Signal an die Städte und Gemeinden, ein
starkes Signal an diejenigen, die oft im Ehrenamt im Stadtrat,
im Gemeinderat, im Kreistag unseren Staat vor Ort am
Laufen halten. Denn klar ist: Die Menschen erleben vor
Ort, ob unser Staat handlungsfähig ist. Das Vertrauen in
unsere Demokratie hängt ganz maßgeblich davon ab,
dass unsere Kommunen ihre Aufgaben ordentlich
erledigen können. Deshalb ist die Unterstützung unserer
Kommunen so wichtig. Und deshalb ist heute nicht nur
ein guter Tag für Wirtschaft und Arbeitsplätze in
Deutschland, sondern auch ein guter Tag für die
Kommunen in Deutschland.
Die Beziehungen zwischen Bund und Ländern waren
nie einfach, vor allem nicht beim Thema Finanzen. Das
liegt in der Natur der Sache. Umso wichtiger ist das
Signal, das von der heutigen Entscheidung ausgeht. Bund
und Länder machen heute deutlich: Wir arbeiten
zusammen, wenn es um die Zukunft des Standorts Deutschland,
um die Sicherheit von Millionen Arbeitsplätzen und um
die Handlungsfähigkeit unserer Kommunen geht. Dass es
Bund und Ländern gelungen ist, ein so großes Paket in so
kurzer Zeit und ohne Vermittlungsausschuss zu
verabschieden, ist ein Zeichen der Stärke. Deutschland ist
immer dann stark, wenn Bund und Länder gemeinsam
Probleme anpacken und lösen. Wir zeigen: Der
Föderalismus ist handlungsfähig, über regionale und politische
Unterschiede hinweg. Alle politischen Ebenen bilden
zusammen eine Verantwortungsgemeinschaft.
Lassen Sie uns in diesem Bewusstsein den jetzt
eingeschlagenen Weg einer Allianz der Mitte gemeinsam
weitergehen! Mit diesem Geist der Kooperation und des
entschlossenen Handelns können wir auch weitere
Herausforderungen gemeinsam angehen. Das gilt zum einen
für die anstehenden Gespräche zum Thema Konnexität.
Wir wollen dabei eine dauerhafte und strukturelle
Regelung. Es geht darum, das ewige Geschacher bei jedem
einzelnen Gesetz zu beenden und einen verlässlichen
Mechanismus zu verabreden.
Ich will übrigens an der Stelle dem bayerischen
Kollegen ganz herzlich dafür danken, dass gerade das Thema
Altschulden anerkannt worden ist. Das ist auch Teil des
Geistes von Gemeinsamkeit.
Diesen Geist brauchen wir auch bei einem anderen
Thema, nämlich beim Thema Staatsmodernisierung.
Wenn Deutschland im internationalen
Standortwettbewerb bestehen will, muss der Staat insgesamt auf der
Höhe der Zeit sein. Dafür braucht es eine Erneuerung von
staatlicher Organisation und der öffentlichen Verwaltung.
Im Föderalismus wird das nur gelingen, wenn Bund,
Länder und Kommunen jeweils ihren Teil zu dieser
Erneuerung beitragen. Bund und Länder werden bis Ende
des Jahres eine Modernisierungsagenda für Staat und
Verwaltung vorlegen. So ist es verabredet. Ich bin davon
überzeugt: Wir müssen bereit sein, Modernisierung groß
zu denken. Alle staatlichen Ebenen müssen bereit sein,
Kompetenzen dahin abzugeben, wo Aufgaben am besten
erledigt werden können. Dazu braucht es auch die
Bereitschaft, Zuständigkeiten und Macht abzugeben, wenn es
zu einem besseren Ergebnis führt. Wer zum Beispiel
Digitalisierung effizient nutzen will, der braucht
Standardisierung. Beim Setzen gemeinsamer Standards darf nicht
ein einziges Land alles blockieren, selbst dann nicht,
wenn es so groß ist wie Nordrhein-Westfalen. Ich bin
deshalb ausdrücklich dazu bereit, solche Fragen in
diesem Hause auch mit Mehrheiten zu entscheiden. Wenn
wir beim Thema Staatsmodernisierung gemeinsam
vorankommen wollen, dann muss jeder über seinen
Schatten springen, auch die Länder.
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
unser Staat muss insgesamt effizienter werden, um
wettbewerbsfähiger zu werden. Heute legen wir dafür mit dem
Investitionssofortpaket einen wichtigen Grundstein. Es ist
ein Kickstart für mehr Wirtschaftswachstum. Mehr
Wirtschaftswachstum ist die beste Politik für sichere
Arbeitsplätze und nachhaltigen Wohlstand, für soziale
Sicherheit, Stabilität unserer Demokratie, für eine gute Zukunft
für unser Land. Und dafür stellen wir heute die Weichen.
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank,
Kollege Wüst! – Als Nächstes hat das Wort: Herr
Ministerpräsident Rhein aus Hessen.
Boris Rhein (Hessen): Verehrte Frau Präsidentin!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der brutale
Krieg in der Ukraine, die Eskalation im Nahen Osten,
aber auch das Wegbrechen von Gewissheiten – ich
möchte sagen: existenziellen Gewissheiten –, insbesondere im
transatlantischen Verhältnis, zeigen, dass unsere
freiheitliche Art zu leben, unser Frieden, aber auch unser
Wohlstand in Europa so stark unter Druck sind, wie das selten
zuvor der Fall gewesen ist. Gleichzeitig – wir haben das
heute schon gehört – befindet sich die deutsche
Wirtschaft im dritten Jahr in einer Rezession. Das ist eine
historisch lange Schwächephase mit damit verbundenen
fatalen Folgen für alle unsere Haushalte. In der
Kombination macht uns das allen sehr deutlich, dass die Zeit der
Komfortzonen vorbei ist. Es ist eine Art Weckruf, der
von uns Antworten auf Fragen fordert, die wir uns viel zu
lange nicht gestellt haben. Und jetzt zwingt uns die
internationale Lage mit Wucht dazu, diese Antworten zu
geben. Ich glaube trotzdem – und da schließe ich an das
an, was der Bundeskanzler gesagt hat –: Das kann eine
Chance sein, Interessen klar zu formulieren und das
europäische Friedensprojekt voranzubringen, wieder zu
definieren, die Europäische Verteidigungsunion zu
schmieden, das Land jetzt insbesondere fit zu machen
und auf Wachstumskurs zu bringen. Das ist im Übrigen
auch die Bedeutung hinter der heutigen Abstimmung
über das Investitionssofortprogramm.
Nach nur 66 Tagen – ich finde, das ist beachtlich –
legt die Bundesregierung ein Paket für die Wirtschaft auf
den Tisch, das unser Land wieder voranbringen kann.
Wir haben es eben gehört: Das kann die Weichstellung
sein hin zu Wachstum und Stärke. Unternehmen werden
entlastet, Bürokratiefesseln werden gelöst, Planungs- und
Genehmigungsprozesse werden schneller. Wir kurbeln
die Konjunktur an. Und ja, auch die Bundeswehr und die
Sicherheitsbehörden erhalten die Ausstattung, die sie
brauchen, um unsere Freiheit zu verteidigen. Das ist in
der Tat ein echter Kurswechsel, den wir gerade erleben,
um unser Land wieder stärker zu machen, um es
dynamischer und souveräner zu machen. Ja, wir haben eine echte
Chance, aus der Situation, in der wir sind, besser
herauszukommen, als wir es derzeit in ihr sind.
Aber ich will betonen: Ich kann mich jedenfalls nicht
erinnern, dass die Lage der öffentlichen Haushalte – und
ich sage ganz bewusst: der Länder und der Kommunen –
jemals so ernst gewesen ist, wie sie heute ist und wie wir
sie erleben. Wir erleben konjunkturbedingte
Steuereinbußen und gestiegene Kosten durch Preissteigerungen. Das
heißt, unsere Haushalte sind von zwei Seiten unter
Druck, ich möchte sagen: fast in einem echten
Zangengriff. Genau darüber verhandeln die Länder mit dem
Bund derzeit, und dabei geht es eben um sehr viel. Es
geht um die Handlungsfähigkeit unseres Staates, es geht
um Gestaltungsspielräume. Es geht insbesondere um
Gestaltungsspielräume der Länder und der Kommunen.
Wir können in den nächsten Jahren allein aus dem
Sondervermögen Milliardenbeträge investieren. Ich finde,
das ist gut so. Das war die eine Entscheidung, die ja auch
wir hier im Bundesrat getroffen haben.
Jetzt begrüßen wir für einen zweiten Schritt den
Wachstumsbooster. Die Unternehmen warten sehnlich
darauf. All das, was drinsteht, ist richtig. Aber ich will
hier sehr deutlich machen: Wir müssen schon auch
darüber reden, wie wir mit den drohenden Steuerausfällen
umgehen, die ja ungebremst auf die Länder und die
Kommunen durchschlagen. Wenn Maßnahmen der einen
Ebene mit Wucht bei der anderen Ebene durchschlagen,
wenn im Übrigen Maßnahmen der einen Ebene dem
Haushaltsgesetzgeber der anderen Ebene
Gestaltungsspielräume nehmen, ohne dass er etwas dagegen tun
kann, müssen wir das sehr ernst nehmen, meine sehr
geehrten Damen und Herren.
Es gibt ein paar Punkte, die entscheidend dafür sind,
wie die Investitionen und die Reformen jetzt ankommen.
Wir müssen mit dem Investitionspaket unsere Stärken
stärken. Ich will sehr deutlich sagen: Ja, wir sprechen
über Schulden; das ist uns allen hier bewusst. Niemand
von uns hat sich das leicht gemacht. Niemand im
Bundestag hat sich das leicht gemacht. Auch die
Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben sich das nicht
leicht gemacht. Generationengerechtigkeit heißt natürlich
zuallererst einmal, eben nicht Berge über Berge an
Schulden für nachfolgende Generationen zu hinterlassen.
Generationengerechtigkeit heißt aber auch – ich will das
sehr deutlich sagen –, verteidigungsfähig zu sein, unser
Land verteidigungsfähig zu machen, damit unsere Söhne
und Töchter ebenso wie wir in Frieden und Freiheit
aufwachsen können. Generationengerechtigkeit heißt im
Übrigen auch, eine intakte Infrastruktur zu hinterlassen.
Die kaputten Straßen von heute – das sind die Schulden
von morgen. Es kommt noch etwas hinzu: Das kann ein
echter Gamechanger sein, wenn wir das alles richtig
miteinander verknüpfen. Es kann für uns wirklich eine
echte Investitionsoffensive werden, wenn wir die Dinge
richtig machen und das Geld schnell – im wahrsten Sinne
des Wortes – auf die Straße bringen.
Meine Damen und Herren, es kommt dabei vor allem
auf die Kommunen an, weil in der kommunalen
Daseinsvorsorge wirklich das Fundament unserer Lebensqualität
liegt. Ohne starke Kommunen wird es kein nachhaltiges
Wachstum in Deutschland geben können. Und ich finde,
es hat eine noch darüber hinausgehende Dimension: Die
Demokratie ist nur dann gefestigt, wenn der Staat
funktioniert und seine Aufgaben erfüllen kann. Deswegen:
Investitionen in Infrastruktur schwächen Populisten und
Radikale. Wir dürfen den Radikalen keinen Nährboden
geben für das Narrativ vom dysfunktionalen Staat, das sie
erzählen. Das ist die andere Dimension der Maßnahmen,
über die wir sprechen. Diese Maßnahmen entziehen den
Radikalen den Sauerstoff für ihre toxischen
Verhetzungsparolen. Die Maßnahmen, die wir beschließen,
können unsere Demokratie schützen, wenn sie klug
eingesetzt werden, wenn wir klug investieren. Das muss
man am Ende in einem Zusammenspiel sehen.
Deswegen: Wir brauchen jetzt einen Booster, wir brauchen jetzt
dringend Wachstum.
Aber es geht – der Kollege Wüst hat sehr deutlich
darauf hingewiesen – um noch mehr: Wir brauchen einen
leistungsfähigen Föderalismus. Wir müssen feststellen,
dass dieser in einer gefährlichen Schieflage ist. Frau
Schwesig hat darauf hingewiesen. Es ist immer das
gleiche Spiel: Der Bund stellt große Fördertöpfe ins
Schaufenster für Themen, die gerade en vogue sind, und am
Ende bleiben wir auf den Kosten sitzen. Das wird so
nicht weiter funktionieren können. Wir brauchen kein
Wimmelbild an Fördertöpfen. Vielmehr brauchen wir bei
Bundesgesetzen, bei Projekten, die zu Mehrausgaben
oder Mindereinnahmen führen, einen fairen, einen
regelbasierten und dauerhaften Mechanismus zur
Kompensation. Und ja, dabei kommen die Kommunen an erster
Stelle. Deswegen ist es ein starkes Signal des Bundes,
dass die Ausfälle der Städte und Gemeinden, zu welchen
es jetzt durch den Booster kommt, vollständig
kompensiert werden. Dafür bin ich der Bundesregierung
ausdrücklich dankbar; das will ich betonen.
Der Grundsatz „Wer bestellt, der zahlt“ muss aber
auch zwischen Bund und Ländern gelten. Deswegen ist
es umso dankenswerter, dass der Bund – ich nenne das
mal: „frische“ – 8 Milliarden Euro zur Verfügung stellt
für wichtige Themenbereiche. Eine Bund-Länder-
Arbeitsgruppe wird einen tragfähigen
Ausgleichsmechanismus erarbeiten. Das ist eine große Chance, dass auch
bei den Bund-Länder-Beziehungen ein wirklicher
Politikwechsel stattfindet: keine langwierigen Verhandlungen
mehr vor jedem Bundesrat, keine Finanzdiskussionen,
kein Streit ums Geld, sondern schnelle Entlastungen, ein
neuer Geist des Miteinanders. Ich glaube, das ist der Sinn
und der Zweck einer erfolgreichen föderalen Ordnung.
Wenn wir das jetzt richtig machen, dann werden wir
stärker aus dieser Zeit herausgehen, als wir
hineingegangen sind.
Ich bin fest davon überzeugt: Wenn demokratische
Kräfte – und das ist unser Wille – auf allen Ebenen an
einem Strang ziehen, wenn der Staat sich als
leistungsfähig erweist, auch und gerade in herausfordernden Zeiten,
dann gewinnen wir das Vertrauen der Menschen, meine
sehr geehrten Damen und Herren. Meine feste
Überzeugung ist also: Gutes Regieren ist das beste Mittel gegen
Extremismus und Populismus. Das haben wir heute in der
Hand. Und deswegen werden wir selbstverständlich dem
Gesetz für das Investitionssofortprogramm zustimmen. –
Herzlichen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Herr
Kollege Rhein! – Jetzt hat noch das Wort: der Herr
Parlamentarische Staatssekretär Schrodi aus dem
Bundesministerium der Finanzen.
Michael Schrodi, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister der Finanzen: Liebe Frau Präsidentin! Meine
sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und
Kollegen! Die Bundesregierung hat das klare Ziel – das
hat der Bundeskanzler in seiner Rede deutlich gemacht,
aber auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil –,
Deutschland wieder stark zu machen. Das machen wir
jetzt. Das Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Deutschland ist eines der zentralen Gesetze dieser
Legislaturperiode. Das Gesetz haben wir, wie angekündigt,
innerhalb der ersten 100 Tage eingebracht. Lassen Sie
uns dieses Vorhaben nun auch gemeinsam auf den Weg
bringen!
Das Gesetz stärkt den Wirtschaftsstandort mit
gezielten Investitionsanreizen. Damit sichern wir Arbeitsplätze,
wir schaffen Wachstum in unserem Land, und – das sage
ich auch ganz klar – wir schaffen auch Gerechtigkeit in
unserem Land. Es geht um Gerechtigkeit für alle, die in
unserem Land hart arbeiten. Ihnen versichern wir, dass
wir uns für den Erhalt und die Schaffung neuer,
innovativer Arbeitsplätze einsetzen. Mit dem Gesetz geben wir
der Wirtschaft die jetzt dringend notwendige
Planungssicherheit und ein Umfeld, in dem sich Investitionen
lohnen. Den Standort Deutschland machen wir damit
international wieder wettbewerbsfähiger.
Ja, es wurde heute hier schon erwähnt: Wir haben mit
Ihnen, mit den Ländern, hart gerungen. Wir haben
intensiv verhandelt. Ich darf Ihnen in diesem Zusammenhang
den Dank des Bundesfinanzministers für die
konstruktiven Gespräche übermitteln. Denn – das ist die gute
Botschaft – wir haben uns am Schluss geeinigt. Ich kann für
uns nur sagen: Uns war wichtig, dass wir die Kommunen
an dieser Stelle entlasten und dass ihre Ausfälle
kompensiert werden. Es ist ein wichtiges Signal, dass wir auf die
kommunalen Finanzen schauen.
Vor allem aber machen wir mit Superabschreibungen
und gezielten Steuererleichterungen möglich, dass es für
die Unternehmen attraktiver wird, in unserem Land zu
investieren, dass wir den Standort Deutschland sichern.
Wir sorgen dafür, dass Investitionen nicht woanders
hingehen, dass bestehende Jobs gesichert werden und
neue hier in Deutschland entstehen. Die Unternehmen
können planen, sie können Kapazitäten aufbauen. Wir
signalisieren hier gemeinsam sehr klar: Deutschland soll
ein sicherer Hafen für Investitionen sein. Ein Land, in
dem Unternehmen wissen: Es lohnt sich, hier zu
investieren, hier Arbeitsplätze zu schaffen.
An diesen Zielen ausgerichtet enthält unser Gesetz
vier wesentliche Punkte.
Erstens: die Einführung des sogenannten
Investitionsboosters. Mit der Wiedereinführung und Aufstockung der
degressiven Abschreibung können Betriebe ihre
Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter, die nach dem
30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028 angeschafft
oder hergestellt worden sind, mit bis zu 30 Prozent
jährlich steuerlich absetzen. Diese verbesserten
Abschreibungsbedingungen führen zu einer Erhöhung der
Rentabilität von Investitionen, und die Liquidität der
Unternehmen wird ebenfalls gesteigert. Infolgedessen fungiert
die degressive AfA als ein wesentlicher, wichtiger
Katalysator für die Investitionspläne der Unternehmen in der
Breite. Die degressive AfA ist ein effektives Instrument
zur Konjunktursteuerung, das sinnvollerweise nur
temporär begrenzt eingesetzt wird. Daher ist diese Regelung bis
Ende 2027 befristet.
Zweitens. Wir senken genau im Anschluss daran ab
2028 die Körperschaftsteuer schrittweise ab und senken
damit die Unternehmensteuern signifikant.
Korrespondierend dazu wird auch der Thesaurierungssteuersatz ab
2028 in drei Schritten auf 25 Prozent abgesenkt, um die
Belastungsneutralität zwischen Personenunternehmen
und Kapitalgesellschaften weiterhin zu gewährleisten.
Drittens. Wir setzen massive Investitionsanreize für
betriebliche Elektrofahrzeuge. Wir fördern
Elektromobilität weiter und bauen sie gezielt aus. Dafür führen wir
eine degressive Abschreibung für neu angeschaffte
Elektrofahrzeuge ein. Dabei steigen wir mit einem
Abschreibungssatz von 75 Prozent im ersten Jahr ein, wovon alle
Unternehmen, auch kleine und mittlere, profitieren
werden.
Viertens – auch wichtig –: Wir unterstützen die
Investitionsbereitschaft in die Forschung. Damit setzen wir auf
Investitionen und Innovationen am Standort Deutschland.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, uns ist
bewusst, dass die geplanten steuerlichen Maßnahmen in den
nächsten Jahren zu geringeren Steuereinnahmen führen
werden. Es wurden intensive Gespräche zwischen der
Bundesregierung und den Ländern und Kommunen
geführt. Ein gutes Signal bei diesem wichtigen Gesetz war:
Wir sind uns einig, dass diese Wachstumsimpulse schnell
kommen sollen und dass es eine Kompensation der
Steuermindereinnahmen bei den Ländern und vor allem bei
den Kommunen geben wird.
Gemeinsam haben wir eine konkrete Lösung
erarbeitet, die von der Bundesregierung zu Protokoll dieser
Sitzung erklärt worden ist: Die Steuerausfälle der
Kommunen werden wir vollständig kompensieren. Die Länder
werden wir über eine Laufzeit von 2026 bis 2029 über
Programme mit Mitteln aus dem Sondervermögen
„Infrastruktur und Klimaneutralität“ entlasten. Wir
unterstreichen die Zusage des Koalitionsvertrages zu den
kommunalen Altschulden, der Entlastung der finanzstarken
Länder und der Entlastung der ostdeutschen Länder durch
eine weitere Erhöhung der Kostenbeteiligung des Bundes
bei den Zusatzversorgungssystemen nach dem AAÜG.
Außerdem prüfen wir für die Sanierungshilfeländer, wie
es möglich werden kann, dass auch von ihnen der neue
Verschuldungsspielraum aller Länder von 0,35 Prozent
des Bruttoinlandsproduktes genutzt werden kann. Und
nicht zuletzt stellen wir den Ländern und Kommunen
einen festen Anteil von 100 Milliarden Euro am
Sondervermögen des Bundes zur Verfügung, um dringende
Investitionsvorhaben eigenständig voranzutreiben. Der
Bund übernimmt ebenfalls die auf die Beträge fälligen
Zinsen und die Tilgung.
Wir meinen, dass die so beschriebene und in unserer
Protokollerklärung näher ausdefinierte Einigung eine sehr
gute ist, die das Land voranbringt und die Interessen von
Bund und Ländern vernünftig austariert. Es ist jetzt
wichtig, dass wir aufholen, dass wir unsere Potenziale
ausschöpfen, dass wir wieder auf einen Wachstumspfad
kommen. Davon werden längerfristig auch Länder und
Kommunen durch höhere Steuereinnahmen profitieren.
Uns eint das Ziel, den Standort Deutschland zu stärken.
Das Gesetz für ein steuerliches
Investitionssofortprogramm ist ein wichtiger Meilenstein, um dieses Ziel zu
erreichen. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen dieses
Vorhaben auf den Weg bringen. Lassen Sie uns gemeinsam
diesem Gesetz zustimmen! – Vielen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Herr
Staatssekretär Schrodi.
Damit sind wir am Ende der Wortmeldungsliste
angelangt. – Es gibt noch je eine Erklärung zu Protokoll1
von Frau Staatsrätin Böhning (Bremen) sowie Herrn
Staatssekretär Bischoff (Saarland).
Wir kommen zur Abstimmung.
1 Anlagen 1 und 2
Der Finanzausschuss empfiehlt, dem Gesetz
zuzustimmen. Wer dieser Empfehlung folgen möchte, den
bitte ich um das Handzeichen. – Einstimmig.
Damit hat der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt.
Für diesen Fall gibt Herr Parlamentarischer
Staatssekretär Schrodi (Bundesministerium der Finanzen) für
die Bundesregierung eine Erklärung zu Protokoll2.
Ich darf den nächsten Tagesordnungspunkt aufrufen.
Punkt 34:
TOP 34
Entschließung des Bundesrates „Umsetzung des
europäischen Aktionsplans für Stahl und Metalle
zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und
Dekarbonisierung der Stahl- und Metallindustrie“ – Antrag
des Landes Nordrhein-Westfalen –
(Drucksache 245/25)
Dem Antrag sind Bremen, Niedersachsen und das
Saarland beigetreten.
Hierzu liegen Wortmeldungen vor. Als Erstes hat das
Wort: Herr Bürgermeister Dr. Bovenschulte aus Bremen.
Dr. Andreas Bovenschulte (Bremen): Frau
Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die
deutsche Stahlindustrie steht vor einer entscheidenden
Weichenstellung. Es geht um nicht weniger als um die
Frage: Schaffen wir es, die Technologie, die
Arbeitsplätze und letztlich auch die Wertschöpfung in Deutschland
auf Dauer zu erhalten, oder schaffen wir es nicht und
verlieren diesen Kampf? Diese Frage zu stellen heißt, sie
zu beantworten. Wir müssen den Kampf gewinnen, denn
alles andere wäre ein herber und harter Schlag für den
Industriestandort Deutschland. Wir würden nicht nur die
Arbeitsplätze und die Steuereinnahmen verlieren,
sondern auch das Know-how einer unverzichtbaren
Grundstoffindustrie. Es würde ein Dominoeffekt drohen, den
wir möglicherweise nicht mehr aufhalten könnten, und
dann wären weit mehr Arbeitsplätze in Gefahr als nur die
in der Stahlindustrie.
In Bremen haben wir deshalb in den vergangenen
Jahren genauso wie die Kolleginnen und Kollegen in
Eisenhüttenstadt, im Saarland, im Ruhrgebiet, in Salzgitter und
anderswo alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die
Transformation der Stahlindustrie zu ermöglichen. Mehr als
600 Millionen Euro an Fördermitteln hatte die alte
Bundesregierung dafür noch zur Verfügung gestellt,
250 Millionen das bekanntlich finanziell nicht auf Rosen
gebettete Land Bremen. Der Umbau der Bremer Hütte
sollte eines der größten Transformationsprojekte in
Deutschland werden – ein Transformationsprojekt, das
nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch
zwingend erforderlich ist. Denn die traditionelle
Stahlherstellung wird – darüber sind sich alle einig – in einigen Jah-
2 Anlage 3
ren wegen der steigenden CO2-Preise nicht mehr
wirtschaftlich sein. Nicht nur, weil die Menschen in Bremen
an ihrer Hütte hängen, in der seit 100 Jahren Stahl
gekocht wird, sondern vor allem auch, weil die Hütte direkt
und indirekt die Existenz von rund 10 000 Menschen und
ihrer Familien sichert, hat die Transformation für uns
eine so große Bedeutung.
Meine Damen und Herren, wenn die örtliche
Unternehmensleitung, der Betriebsrat, die IG Metall und der
Senat rund zweieinhalb Jahre Hand in Hand dafür
gearbeitet haben, dass die Transformation der
Stahlproduktion gelingt, dann ist es ein echter Schlag ins Kontor, wenn
die Konzernzentrale von heute auf morgen von
sämtlichen Planungen Abstand nimmt und das Projekt auf Eis
legt. Die Hütte ist einer der größten Arbeitgeber Bremens
und einer der größten Ausbildungsbetriebe. Die
Belegschaft ist hochmotiviert. Die Produkte sind gefragt und
haben Zukunft. Produziert wird unter anderem für die
Automobilindustrie, für den Maschinenbau, für
Windräder und Pipelines. Ich sage ganz ehrlich: Mit meiner
Enttäuschung habe ich deshalb nicht hinter dem Berg
gehalten. Hier hätte ich mir deutlich mehr
unternehmerischen Mut gewünscht.
Aber die Entscheidung von ArcelorMittal ist auch ein
klares Alarmsignal. Die Botschaft ist: Trotz hoher
staatlicher Investitionszuschüsse rechnet sich die
Transformation der Stahlindustrie derzeit nicht, weil die Energie in
Deutschland zu teuer ist, weil uns ungerechte Zölle den
Export verhageln und weil massenhaft Importstahl zu
Dumpingpreisen den europäischen Markt überschwemmt.
Meine Damen und Herren, wir brauchen deshalb jetzt
einen bundesweiten Stahlgipfel, einen nationalen
Stahlgipfel, bei dem alle Hindernisse für eine erfolgreiche
Transformation der Stahlindustrie auf den Tisch
kommen, ungeschminkt, klar und deutlich, und bei dem
Unternehmer und Gewerkschaften, Bund und Länder
gemeinsam Lösungen suchen und am Ende auch finden.
Insofern ermutigen mich die Initiative des Vizekanzlers
und die positiven Signale des Bundeskanzlers mit Blick
auf den Stahlgipfel. Ich freue mich, dass jetzt endlich
Bewegung in die Sache kommt. Denn wir dürfen die
Stahlproduktion in Deutschland in keiner Weise verloren
geben. Wir brauchen sie auch künftig als industrielles
Fundament unserer Volkswirtschaft. Das gilt für Bremen
und Eisenhüttenstadt genauso wie für Salzgitter, das
Saarland und das Ruhrgebiet.
Es geht um nicht weniger als die industrielle Zukunft
unseres Landes. Gemeinsam müssen wir die aktuellen
Herausforderungen jetzt angehen und den Stahlstandort
Deutschland sichern. Gemeinsam müssen wir in Brüssel
einen besseren Schutz vor billigem Importstahl
durchsetzen. Und gemeinsam müssen wir – und das ist jetzt so
dringend, ungeachtet der Tatsache, dass wir es schon so
häufig betont haben – wettbewerbsfähige und vor allem
langfristig verlässliche Energiepreise für die
Grundstoffindustrie in Deutschland durchsetzen. Wir brauchen
Antworten auf die real bestehenden Probleme. Und wir
brauchen sie schnell. Das sind wir den Unternehmen und
deren Beschäftigten schuldig. Wir dürfen sie jetzt nicht
hängen lassen. „Stahl hat Zukunft“ ist der Schlachtruf der
Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeiter. Meine Damen und
Herren, lassen Sie uns alles dafür tun, dass Stahl auch in
Deutschland eine gute Zukunft hat. – Herzlichen Dank!
Amtierender Präsident Dr. Dietmar Woidke:
Herzlichen Dank, Herr Bovenschulte! – Das Wort hat
jetzt die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau
Rehlinger.
Anke Rehlinger (Saarland): Sehr geehrter Herr
Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Deutschland ist
Stahlland, und Deutschland soll Stahlland bleiben. Ich
schließe an das an, was Kollege Bovenschulte gesagt hat.
Ja, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – seit
vielen Jahren auch gemeinsam mit uns – sind auf der Straße
unter dem Motto „Stahl hat Zukunft“, und wir stehen
jetzt an einem Punkt, wo es um die Beantwortung der
Frage geht, ob das nur ein hehrer Wunsch oder die
Beschreibung der zukünftigen Realität sein wird. Ich
plädiere ganz eindeutig dafür, dass wir alles dafür tun, dass es
die Beschreibung der Realität ist und nicht nur ein
Wunsch und ein Plakat, hinter dem wir hermarschieren,
um dafür zu demonstrieren, dass das irgendwann und
irgendwie einmal der Fall sein wird.
Ich finde, es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen,
warum wir das seit Jahren tun und warum wir an vielen
Stellen, auch wenn es tatsächlich mühsam ist und Arbeit
macht und viele anstrengt und mit vielen Unsicherheiten
und mit Risiko verbunden ist, dafür kämpfen, dass eine
deutsche Stahlindustrie Zukunft hat.
Zum einen ist es eine Grundstoffindustrie. Es gibt so
viele Produkte, in denen Stahl drinsteckt. Produkte, von
denen wir wollen, dass sie innovativ sind, dass sie auch
im Hinblick auf den CO2-Fußabdruck den Ansprüchen
der Zukunft genügen können, bei denen wir nicht auf die
Innovation von irgendwo auf der Welt angewiesen sein
wollen, sondern selber Innovationstreiber sein wollen.
Keine Energiewende ohne Stahl. Kein Auto, das den
CO2-Anforderungen entspricht, wenn man es
ganzheitlich betrachtet, ohne Stahl. Und ja: Es ist auch eine
Schlüsselindustrie unter dem Gesichtspunkt der Resilienz
betrachtet. Was haben wir uns alles im Nachhinein
erzählt, als die Coronakrise vorüber war, mit Blick auf die
Pharmaindustrie und wie wichtig es doch ist, dass man
für bestimmte Schlüsselindustrien Souveränität besitzt!
Die Hoffnung, dass das alles durch andere irgendwo auf
der Welt für uns erledigt und erfüllt wird, sollten wir
nicht haben. Im Übrigen sollten wir auch nicht die
Hoffnung haben mit Blick auf die Preise, dass, wenn erst
einmal der europäische Stahlmarkt bereinigt ist, dann
Anbieterinnen und Anbieter aus China oder sonst wo in
der Welt aus lauter Freundlichkeit uns gegenüber die
Preise weiter niedrig halten werden. Auch diese
Hoffnung sollten wir nicht hegen, sondern vielmehr dafür
sorgen, dass wir selber mit starker Marktmacht auftreten
können.
Und ja: Es gibt einen weiteren guten Grund, sich dafür
einzusetzen. Er hängt mit der Frage zusammen: Inwiefern
kann die Transformation der Stahlindustrie tatsächlich
ein gelingendes Beispiel sein, ein Vorbild für viele
weitere anstrengende Transformationsprozesse in unserer
Industrie in Deutschland? Der Blick darauf ist sehr
fokussiert. Nicht nur die Stahlarbeiterinnen und
Stahlarbeiter gucken darauf, weil sie Angst um ihre Arbeitsplätze
haben, sondern auch andere in anderen Branchen, weil
sie sehen wollen, wie das funktioniert und wie wir als
Staat diesen Transformationsprozess begleiten. Insofern
hat das Ganze eine motivierende Rolle.
Es hat darüber hinausgehend aber auch ein Stück weit
eine gesellschaftspolitische Rolle. Seit vielen Jahrzehnten
ist die Stahlindustrie quasi der Wohlstandsgarant für
Deutschland gewesen. Stahl ist, wenn man so will, fast
eine Wohlstandsvoraussetzung für uns in Deutschland
und Europa und auch in der Welt. Und wir haben den
Beschäftigten immer wieder gesagt: Ihr seid diejenigen,
die in Person für diesen Wohlstand stehen. – Ich kann mir
nicht vorstellen, dass es ohne gesellschaftliche
Verwerfungen abgeht, wenn man vom einen Tag auf den
anderen in einer so organisierten Branche vor die
Belegschaften tritt und sagt: Gestern wart ihr noch die Garanten des
Wohlstands, und morgen steht ihr auf der falschen Seite
der Geschichte. – Das wird nicht funktionieren und viel
weitreichendere Folgen haben, als man sie jemals in
irgendeiner volkswirtschaftlichen Kennzahl wird
ausdrücken können, meine sehr verehrten Damen und Herren.
Aber bei allem Erkennen dieser Notwendigkeiten ist
eines auch klar: Wir müssen wissen, dass das nicht
voraussetzungsfrei ist, was wir hier gerade miteinander
praktizieren. Und es ist auch nicht risikofrei.
Wir haben an der, wie ich finde, sehr bedauerlichen
Entscheidung von ArcelorMittal gesehen, dass in der
Branche immer noch weitgehende Bedenken bestehen.
Sie sind mal stärker ausgeprägt, mal weniger ausgeprägt.
Der deutsche Staat, die Unternehmen, die Beschäftigten
an vielen Stellen, in vielen Unternehmen, auch in
meinem Bundesland, haben sich im Grunde genommen auf
diesen Weg gemacht. Insofern ist es jetzt unsere
Aufgabe, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die wollen, am Ende
auch können. Damit sind wir bei den
Rahmenbedingungen, die wir dafür zu setzen haben: die Infrastruktur, ein
schneller und verlässlicher Wasserstoffhochlauf, die
Energiepreise insgesamt, damit man international
wettbewerbsfähig ist, die Investitionen als solche, die es zu
tätigen gilt und bei denen wir Unterstützungsleistungen
zu organisieren haben. Es sind am Ende aber eben auch
die Märkte, die man letztendlich braucht, damit das, was
man hier betreibt, auch wirtschaftlich – in diesem Fall:
betriebswirtschaftlich – Sinn macht.
Wir sind auf dieser Wegstrecke schon sehr weit
gekommen. Viele Entscheidungen und Verabredungen sind
schon getroffen worden. Aber es ist eben auch ein
steiniger Weg, und es ist ein absolut neuer Gang, den wir hier
antreten. Deshalb ist es wichtig, sich immer mal wieder
selbst zu vergewissern: Haben alle Annahmen gestimmt,
die wir getroffen haben? Passen die Maßnahmen und
Instrumente und Verabredungen, die wir dazu getroffen
haben, letztendlich noch dazu?
Von daher bin ich fest davon überzeugt, dass jetzt,
vielleicht gerade auch aus Anlass einer solchen
einzelunternehmerischen Entscheidung, ein wichtiger Zeitpunkt
für die Branche ist, sich noch einmal mit all denjenigen,
die das ermöglichen wollen, zusammenzusetzen – das
heißt also: mit der Bundesregierung, mit den
Unternehmensspitzen, mit den Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern und gerne auch mit uns als Ländern, die ja im
Einzelnen in doch nicht unerheblichem Maße finanziell
engagiert sind –, um ganz klar alle Verabredungen für die
nächsten Phasen miteinander zu treffen. Es würde auch
einer neuen Bundesregierung gut anstehen, deutlich zu
machen, wo sie selbst sich sieht und dazu Zusagen zu
geben. Darüber hinaus ist die Frage – eine nicht
unerhebliche Frage für das Gelingen dieses Projekts – zu klären,
wie die Bundesregierung auf der europäischen Ebene
auftreten wird. Insofern hielte ich es für ein notwendiges,
aber auch starkes und richtiges Signal, wenn man noch
einmal zusammenkommen würde. Ob man das nun
„Stahlgipfel“ oder wie auch immer nennen mag, ist mir
am Ende des Tages eigentlich relativ egal. Aber man
muss zusammenkommen, sich in die Augen sehen und
klare Verabredungen treffen, wie dieser Weg, der jetzt zu
gehen ist, hinsichtlich der nächsten Schritte gemeinsam
angegangen werden kann.
Eines ist dabei wichtig, das will ich abschließend auch
sagen, weil es immer mal wieder in der öffentlichen
Debatte mitschwingt: Bei den Geldern, die wir zur
Unterstützung der Transformation der Stahlindustrie
aufwenden, handelt es sich nicht um Subventionierungen einer
an und für sich notleidenden Industrie oder irgendeiner
sogenannten Old Economy, die wir künstlich am Leben
halten wollen, obwohl es nicht klug erscheinen mag.
Nein, es handelt sich um das, was wir letztendlich als
Staat zu erbringen haben, damit diese Unternehmen in
der Lage sind, weiterhin am Markt agieren zu können,
nachdem wir die wettbewerblichen Rahmenbedingungen
aufgrund der Notwendigkeit des Klimaschutzes neu
definiert haben. Wir haben als Politik die
Rahmenbedingungen verändert. Deshalb müssen wir mithelfen, dass unter
diesen veränderten Rahmenbedingungen die
Unternehmen nicht verschwinden. Das ist das große Versprechen,
das wir als Politik gegeben haben. Wir haben nicht nur
für diese Branche, sondern auch für viele andere
Branchen die sicherlich ambitionierte Aussage getroffen: Die
Dekarbonisierung der Wirtschaft ist möglich ohne
Deindustrialisierung. – Die Stahlindustrie wird ein
prominentes Beispiel dafür sein, ob diese Aussage stimmt und ob
wir in der Lage sind, alles dafür zu tun. Wir wollen am
Ende nicht Lügen gestraft werden, sondern das
miteinander realisieren können. Die Stahlindustrie ist nicht Old
Economy. Sie wird Hightech sein, wenn wir das auf den
Weg bringen. Und wir werden damit auch
Weltmarktführer werden können.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Stahl hat
Zukunft, wenn wir das möglich machen, wenn wir uns
unserer Aufgabe bewusst sind und wenn wir gemeinsam
die Dinge weiterhin so angehen, wie das in der
Vergangenheit der Fall gewesen ist. Es ist ein guter Zeitpunkt,
sich das noch mal gegenseitig zu sagen und vernünftige
Verabredungen zu treffen. Insofern an dieser Stelle ein
Stahlgipfel. Es muss nicht mit dem Kanzler sein. Es kann
gerne auch die Bundeswirtschaftsministerin sein. Wichtig
ist am Ende nur, dass er stattfindet. – Herzlichen Dank
und Glück auf!
Amtierender Präsident Dr. Dietmar Woidke:
Herzlichen Dank, Frau Rehlinger! – Das Wort hat jetzt
Frau Neubaur für das Land Nordrhein-Westfalen. – Bitte
sehr!
Mona Neubaur (Nordrhein-Westfalen): Sehr
geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Stahl und Metall sind das Herzstück unserer industriellen
Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland
und in Europa. Ja, Stahl ist Zukunft. Stahl sichert
Wohlstand, hochwertige Arbeit und technologische
Souveränität. Stahl und Metall sind mehr als industrielle
Grundstoffe. Ohne sie keine Energiewende, keine Digitalisierung,
keine Resilienz und keine moderne Infrastruktur.
Gleichzeitig stehen wir vor einer dreifachen Herausforderung:
diese Industrien wettbewerbsfähig zu halten, schnell zu
dekarbonisieren und geopolitische Risiken im
Rohstoffhandel zu minimieren.
Mit dem europäischen Aktionsplan für Stahl und
Metalle hat die EU ein starkes Signal für faire
Rahmenbedingungen gesetzt. Unsere Entschließung bekräftigt
diesen Plan, konkretisiert zentrale Vorhaben und fordert die
Bundesregierung auf, ihn in Deutschland entschlossen
umzusetzen. Wir bauen dabei auf bewährte Erfolge auf.
Im September 2024 haben wir in Duisburg beim
Stahlgipfel den Nationalen Aktionsplan Stahl vorgestellt – ein
Schulterschluss von Bund, Ländern, Gewerkschaften,
Verbänden und Industrie, ein wichtiges Zeichen für
gemeinsamen Fortschritt. Ich kann berichten vom 4. Juli,
als ich in Duisburg dabei sein durfte, als eine
hochmoderne Stranggießanlage und ein hochmodernes
Warmbandwerk in Betrieb genommen wurden – 800 Millionen
Euro Investitionen in die Stahlproduktion, die bei
höchster Qualität, Versorgungssicherheit und Effizienz auf ein
nächstes Level geführt haben. Versorgungssicherheit,
Qualität und Effizienz: Darum geht es.
Ich möchte gerne die Kernforderungen des Antrags
noch mal zusammenfassen. Der ganz wesentliche Punkt –
meine Vorredner haben es gesagt – sind
wettbewerbsfähige Strompreise. Der Brückenstrompreis muss jetzt
endlich kommen, er muss beihilferechtlich abgesichert
und zielgerichtet umgesetzt werden. Dazu gehört die
vollständige Ausschöpfung bestehender Entlastungen und
eine Senkung der Übertragungsnetzengelte. Mit Blick auf
die heutige Debatte ist mir an dieser Stelle wichtig, dass
wir für die energieintensiven Industrien in der
Bundesrepublik wirklich Klarheit schaffen und dafür sorgen, dass
die Preise wettbewerbsfähig werden. Aber die
Ankündigung von Entlastungen für alle Verbraucherinnen und
Verbraucher, also auch für Handel, Gewerbe,
Handwerksbetriebe, reicht nicht aus. Die Bundesregierung
muss bei der Stromsteuerabsenkung so schnell
nachsteuern und sie in Umsetzung bringen, dass den
Ankündigungen auch Taten folgen. Denn wie gesagt: Ankündigungen
alleine schaffen kein Vertrauen bei Bürgerinnen und
Bürgern und auch nicht bei Unternehmerinnen und
Unternehmen.
Aber zurück zur Initiative: Wir brauchen auch einen
Schutz vor unfairen Handelspraktiken. Mitte 2026
werden die Safeguards auslaufen, und deswegen brauchen
wir einen lückenlosen Anschlussmechanismus und eine
Bundesregierung, die sich mit den Ländern in Brüssel
dafür stark macht, dass wir eine Anschlussregelung
finden.
Und drittens: Die öffentliche Beschaffung muss den
Markt für klimafreundliche Grundstoffe stärken. Die
Bundesregierung kann gut EU-Vorhaben wie den Low
Emission Steel Standard unterstützen und den nationalen
Rechtsrahmen prüfen. Und last but not least: Eine grüne
Stahlproduktion in Deutschland, in Europa braucht in der
Perspektive das grüne Molekül. Für den
kohlenstoffarmen und grünen Wasserstoff müssen jetzt pragmatische
Kriterien, unbürokratische Zertifizierungen und die
grenzüberschreitende Infrastruktur zügig und
zielgerichtet vorangetrieben werden. Genau dafür bietet der
europäische Aktionsplan ein starkes Fundament.
Wenn wir Industrie-, Klima- und Energiepolitik
kohärent miteinander verzahnen, dann hat die europäische
Stahl- und Metallindustrie eine Zukunft als globaler
Technologieführer, Innovationstreiber und Arbeitgeber.
Europe United ist eben nicht nur ein Motto. Es ist ein
Versprechen für unsere Zukunft – eine Zukunft in
Wohlstand, in Frieden, in Unabhängigkeit und Freiheit. Dafür
können wir heute den Grundstein legen. Ich bitte Sie um
die Zustimmung zu unserer Entschließung. – Glück auf!
Amtierender Präsident Dr. Dietmar Woidke:
Herzlichen Dank, Frau Neubaur!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor. – Es
gibt eine Erklärung zu Protokoll1 von Herrn Minister
Schulze (Sachsen-Anhalt).
Zur Abstimmung liegen Ihnen die
Maßgabeempfehlungen der Ausschüsse und ein Mehrländerantrag, dem
1 Anlage 4
die Länder Brandenburg und Nordrhein-Westfalen
beigetreten sind, vor.
Wir beginnen mit den Ausschussempfehlungen. Ich
rufe auf:
Ziffer 1! – Mehrheit.
Ziffer 2! – Mehrheit.
Über Ziffer 3 stimmen wir nach Buchstaben getrennt
ab:
Ziffer 3, Buchstabe a! – Mehrheit.
Ziffer 3, Buchstabe b! – Mehrheit.
Ziffer 5! – Minderheit.
Ziffer 6! – Mehrheit.
Ziffer 7! – Mehrheit.
Über Ziffer 8 stimmen wir nach Buchstaben getrennt
ab:
Ziffer 8, Buchstabe a! – Minderheit.
Ziffer 8, Buchstabe b! – Mehrheit.
Ziffer 8, Buchstabe c! – Mehrheit.
Jetzt kommen wir zur Abstimmung über den
Landesantrag:
Wer ist für den Landesantrag? – Deutliche Mehrheit.
Jetzt bitte ich um Ihr Handzeichen für alle noch nicht
erledigten Ziffern der Ausschussempfehlungen. –
Mehrheit.
Wir kommen zur Schlussabstimmung: Wer die
Entschließung, wie soeben festgelegt, fassen möchte, den
bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Mehrheit.
Damit hat der Bundesrat die Entschließung gefasst.
Damit kann ich den Tagesordnungspunkt schließen.
Ich eröffne Tagesordnungspunkt 71:
TOP 71
Entwurf eines Gesetzes zur Finanzierung von
Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen
(Länder-und-Kommunal-
Infrastrukturfinanzierungsgesetz – LuKIFG) (Drucksache 314/25)
Hier gibt es zwei Wortmeldungen. Herr
Ministerpräsident Schweitzer für das Land Rheinland-Pfalz ist der
Erste. – Bitte sehr, Herr Schweitzer!
Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz): Vielen
Dank! – Herr Präsident! Meine Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Debatte zu diesem
Tagesordnungspunkt weist eine enge Verbindung zur
Rede des Bundeskanzlers auf, die wir zu Beginn der
Sitzung gehört haben. Insofern will ich damit beginnen
und auf das Bezug nehmen, was der Bundeskanzler für
die Bundesregierung erklärt hat. Ich glaube, es ist gut,
dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten
immer wieder gezeigt haben – hier im Bundesrat, im
Bundestag, in der Bundesregierung, in der
Ministerpräsidentenkonferenz –, dass wir zusammenarbeiten können und
wollen und dass das zu guten Ergebnissen führt. Wir
spüren die Ergebnisse schon heute in unserer Sitzung des
Bundesrats. Ich glaube, es ist auch gut, dass die Länder
über Parteigrenzen hinweg deutlich gemacht haben, dass
gute Ideen des Bundes zu hervorragenden Ideen werden,
wenn sie durch die Positionierungen der Länder ergänzt
werden. Auch diesbezüglich hat das Zusammenarbeiten
hier im Bundesrat eine wichtige Rolle gespielt.
Ich halte das für etwas, das man als den Eröffnungsakt
dieser Bundesregierung bezeichnen kann, und bin nach
wie vor sehr froh darüber, dass man die Kraft gefunden
hat – noch in den letzten Tagen der vergangenen
Wahlperiode, aber schon mit Blick auf eine neu entstehende
Bundesregierung –, ein starkes Investitionsprogramm zu
entwickeln, das neben all dem, was sich vor allem mit
den Fragen der Sicherheit beschäftigt, stehen kann. Es ist
wichtig, dass wir uns immer wieder in Erinnerung rufen
und auch öffentlich deutlich machen, dass wir tatsächlich
so etwas wie ein Update für die Infrastruktur in unserem
Land brauchen. Damit meine ich die Infrastruktur in
einem sehr weiten Begriff. Ich meine die
Alltagsinfrastruktur, die die Menschen erleben, wenn sie die Kitas,
die Schulen, die berufsbildende Schulen, die
Krankenhäuser, die Universitäten sehen und erleben. Ich meine
aber auch all das, was mit der Logistik in unserem Land
zu tun hat: Brücken, Straßen, Wege et cetera. Es ist
wichtig, dass wir als Länder erreicht haben, dass in diesem
enormen Paket auch ein klarer Anteil für Investitionen in
Ländern und Kommunen reserviert ist. Denn es ist schon
angesprochen worden: Die Kommunen in Deutschland
brauchen eine noch stärkere Unterstützung. Das gilt für
den Bereich ihrer Investitionen. Das gilt aber auch für
den Bereich, der sie überhaupt erst in die Lage versetzt,
diese Investitionen auf den Weg zu bringen: die
allgemeine Finanzausstattung.
Dieses Sondervermögen kann enorme Impulse
verwirklichen. Und ich glaube, alle Länder sind, wie wir das
in Rheinland-Pfalz ja auch tun, schon dabei, Ideen zu
entwickeln, oder vielleicht sind sie sogar schon ein Stück
weiter. Ich konnte vor wenigen Tagen im
rheinlandpfälzischen Landtag in einer Regierungserklärung
darlegen, dass wir die Umsetzung des Sondervermögens
ergänzen durch ein Sofortprogramm „Handlungsstarke
Kommunen“, mit dem wir 600 Millionen Euro
Landesmittel in den kommunalen Finanzausgleich geben. Damit
halten wir unsere Kommunen in Rheinland-Pfalz in der
Lage, ihrerseits die Voraussetzungen für die
Verwaltungsprozesse und die Voraussetzungen für
Ausschreibungen et cetera zu schaffen, um die
Sondervermögensmillionen, die bei ihnen vor Ort ankommen, überhaupt
organisieren, heben und hebeln zu können.
Wir dürfen bei all dem nicht vergessen, dass wir aus
diesem politiktechnischen Bereich immer wieder
hinaustreten und deutlich machen sollten: Das alles sind Signale
an die Bürgerinnen und Bürger. Hier geht es um das
Lebensumfeld der Menschen in Deutschland, egal wo sie
mit ihrer Familie leben, in ihrem Unternehmen arbeiten.
Sie müssen auch weiterhin gut leben können. Es geht
darum, dass diese Investitionen schnell sichtbar und
spürbar vor Ort ankommen. Das ist die größte
Herausforderung, der wir uns gegenübersehen.
Wir nehmen uns natürlich vor, dass die Umsetzung
einfach und bürokratiearm läuft. Ich hoffe, dass wir das
aufgrund der gemeinsamen Verständigung über dieses
Vorhaben in der Realität auch erreichen können und es
genau so kommt. Ich bin in diesem Zusammenhang sehr
froh, dass manche Hinweise, die die Länder gegeben
haben, die auch Rheinland-Pfalz mit eingebracht hat, dass
nicht alles, was aus Bundessicht klug scheint, aus der
praktischen Sicht der Umsetzung vor Ort ebenfalls als
klug zu erachten ist, dazu geführt haben, dass nicht alles
so kommt wie geplant. Oder anders und einfacher
formuliert: Ein Gebot, dass auf keinen Fall von der
Zusätzlichkeit abgewichen werden darf, hätte vor Ort zu zum Teil
obskuren Folgen führen können. Ich denke da zum
Beispiel an eine Investition wie die Errichtung einer
Kindertagesstätte, die vor Ort in einer Kommune auf den Weg
gebracht werden soll, über die man sich in den Gremien
schon mal ausgetauscht hat und die dann, wie das eben so
üblich ist, Eingang in das Protokoll eines Rates gefunden
hat. Nach schärfster Lehre hätte man dann am Ende
feststellen müssen, dass aus Sicht des Bundesgesetzgebers
die Unterstützung eines Vorhabens wie dieser Kita nicht
mehr gewährleistet ist, weil die Ausgabe nicht zusätzlich
ist. Das wäre am Ende eine wirklich skurrile Folge
gewesen. Darum bin ich sehr froh, dass man dieses harte
Moment der Zusätzlichkeit hat entfallen lassen können.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr wichtig ist, ist, dass
wir Förderungen kombinieren können, dass also auch die
Länder und die Kommunen gemeinsam wissen: Das, was
wir schon auf den Weg gebracht haben an Förderung,
kann noch ergänzt werden durch die Bundesförderung,
um eben noch schneller all diese Investitionen auf den
Weg zu bringen.
Ich will anführen, dass wir noch weitergehen können,
was die Vereinfachung angeht. Ich bin nicht besonders
glücklich darüber, dass wir immer noch zu starke
Berichtspflichten und Bewirtschaftungsvorgaben haben.
Darüber werden wir uns noch austauschen müssen. Die
werden uns noch unglücklich machen in der weiteren
Umsetzung dieses Verfahrens.
Ich will deutlich machen, dass wir in den
Gestaltungsmöglichkeiten der Länder diese Freiheit brauchen,
die wir in Rheinland-Pfalz auch nutzen werden. Wir
werden natürlich das Thema Gebäude, Wege, Straßen,
Modernisierung von Alltagsinfrastruktur in den Blick
nehmen. Ich will aber sagen: Auch das Thema
Klimaschutz und Transformation wird ein ganz zentrales
Thema sein müssen. Aber auch Investitionen in Sportstätten
und Kultur müssen dorthin, wo die Menschen leben.
Auch das wird das Sondervermögen möglich machen.
Insgesamt, meine Damen und Herren, glaube ich, dass
wir ohne falsche Übertreibung mit diesem gemeinsamen
Paket ein ganzes Stück föderale Geschichte schreiben
und dass wir uns dieser Aufgabe bewusst sein sollten und
überall da, wo wir in Verantwortung stehen, dazu
beitragen sollten, dass die Menschen sehr schnell, sehr
wahrnehmbar sehen: Hier tut sich was. Dieses Land ist
handlungsfähig, dieses Land schafft Rahmenbedingungen, in
denen gutes Leben, gutes Investieren, gutes Wirtschaften,
gutes Arbeiten möglich ist. – Dafür können wir heute die
Voraussetzungen schaffen. – Danke schön!
Amtierender Präsident Dr. Dietmar Woidke:
Danke, Herr Ministerpräsident Schweitzer! – Das Wort
hat jetzt die Zweite Bürgermeisterin der Freien und
Hansestadt Hamburg, Frau Fegebank. – Bitte sehr!
Katharina Fegebank (Hamburg): Sehr geehrter
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das
Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“
kommt, und das ist gut so. Ich bin davon überzeugt, dass
es uns einen echten Schub geben kann, dass es ein
Aufbruchssignal ist und dass es mit Sicherheit auch dazu
beiträgt, wieder mit mehr Zuversicht auf das zu schauen,
was kommt. Ich bin sehr dankbar und schließe mich dem
Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz an, dass – der
Bundeskanzler hat es heute Morgen dargestellt – damit
auch Vertrauen einhergeht und die Länder und
Kommunen die nötige Flexibilität und Freiheit haben, die
Investitionen von 100 Milliarden Euro so einzusetzen, dass sie
dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Denn – auch
das hat der Bundeskanzler gesagt – wir wissen am besten,
was die Menschen brauchen, wo und an welchen Stellen
am besten investiert wird. Das Geld muss vor Ort
ankommen, dort, wo die Investitionsbedarfe am größten
sind. Das brauchen wir, um unsere Aufgaben dort
erfüllen zu können.
Gleichzeitig ist es natürlich unsere Aufgabe und
Verpflichtung, so wie es Unternehmen in der Regel auch tun,
die Schulden und Kredite so einzusetzen, dass am Ende
mehr dabei rauskommt, dass wir Mehrwerte schaffen,
Rendite erwirtschaften, Wachstum erzeugen, sichere Jobs
auf den Weg bringen und vor allem die Innovationskraft
stärken. Denn es geht beim Sondervermögen nicht nur
darum, Löcher zu stopfen, sondern auch darum, den
Blick in die Zukunft zu richten und Zukunft zu bauen.
Gerade haben wir ja aus Länder- und kommunaler Sicht
etwas zu diesem Spannungsfeld gehört. Es geht jetzt
darum, die Entscheidungen, die getroffen werden, auch
nachhaltig wirken zu lassen.
Das sage ich vor allem mit Blick auf ein Thema, von
dem ich hoffe, dass es künftig wieder stärker in den
Fokus rückt: die Frage des Klimawandels und dem, was
sich für uns politisch daraus ableitet. Gerade mit Blick
auf den Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen, der
Häufung von Extremwetterereignissen, wie wir sie
gerade aktuell in unterschiedlichen Teilen Deutschlands
wieder gespürt haben – Hitze, Flut, Dürre und
Überschwemmungen –, ist es so wichtig, vor Ort in den Kommunen
und in den Ländern in Klimaanpassung zu investieren.
Gepaart mit der Frage, wie sich eigentlich die
sicherheitspolitische Lage entwickelt, müssen wir ganz neu
über Widerstandsfähigkeit, über unsere Infrastrukturen,
über unsere Lieferketten nachdenken. Deshalb möchte
ich vor allem ein Schlaglicht darauf werfen, dass wir
unsere staatliche Daseinsvorsorge stärken müssen.
Versorgungsstrukturen müssen jetzt so aufgestellt werden,
dass sie in den nächsten Jahrzehnten eben
Widerstandsfähigkeit und Resilienz entwickeln. Trinkwasser,
Abwasser, Abfallwirtschaft, digitale Netze: Wir müssen robust
gegen Extremtemperaturen und Starkregen und
gleichzeitig auch Cyberangriffe und Lieferengpässe sein. Das ist
eine große Aufgabe, vor der wir stehen, neben der Frage,
wie es mit unseren Bildungseinrichtungen und der
sozialen Infrastruktur weitergeht.
Die Anpassung an den Klimawandel ist das eine. Aber
natürlich geht es auch um die Frage, wie wir ehrgeizig
weitergehen bei der CO2-Reduktion, um die Klimaziele
zu erreichen. Hier müssen wir uns die Frage stellen, wie
wir – diese Verbindung ist eben schon beim Thema Stahl
angesprochen worden – mit einem Investitionsbooster
Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, neue
Technologien mit Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion
zusammenbringen können, also auch den Klimaschutz
sehr ernst nehmen. Dafür brauchen wir massive
Investitionen in unsere Energie- und Wärmewende,
leistungsfähige Netze. Ich setze darauf, dass uns der Bund dabei nicht
im Stich lässt, sondern uns in diesen Fragen, bei denen
wir in den nächsten Jahren große Volumina aktivieren
müssen, weiterhin unterstützt.
Zu guter Letzt will ich sagen, dass ein
Investitionsbooster natürlich kaum etwas wert ist ohne die
Menschen, die vor Ort daran arbeiten. Jeder, der in der Stadt,
in der Kommune, im Land große Volumina an
Investitionen bewegt, weiß, dass das nur funktioniert, wenn die
Leute da sind, die es tatsächlich umsetzen, die schneller,
die zuverlässiger planen. Jeder, der mit solchen Projekten
zu tun hat, weiß, dass oft das investive Geld da ist, aber
am Ende die Menschen fehlen, die mit ihrer Expertise
oder überhaupt da sind, um Dinge auf den Weg zu
bringen. Deshalb ist es so wichtig, die Planungs- und
Projektsteuerungskosten förderfähig zu machen – für ein
Sondervermögen, das unser Land, unsere Städte, unsere
Kommunen voranbringt, nicht im Gestern versickert,
sondern wirklich die Kraft hat, unser Land fit für morgen
zu machen. – Vielen Dank!
Präsidentin Anke Rehlinger: Vielen Dank, Frau
Kollegin Fegebank!
Es liegen keine weiteren Wortmeldungen vor.
Wir kommen zur Abstimmung. Es liegen Ihnen die
Ausschussempfehlungen vor.
Ziffer 1! – Mehrheit.
Ziffer 2! – Mehrheit.
Ziffer 3! – Mehrheit.
Ziffer 4! – Mehrheit.
Ziffer 5! – Minderheit.
Ziffer 6! – Minderheit.
Ziffer 7! – Minderheit.
Ziffer 8! – Mehrheit.
Ziffer 9! – Mehrheit.
Ziffer 10! – Mehrheit.
Ziffer 11! – Minderheit.
Ziffer 12! – Minderheit.
Ziffer 13! – Minderheit.
Ziffer 14! – Minderheit.
Ziffer 15! – Minderheit.
Ziffer 16! – Minderheit.
Ziffer 17! – Minderheit.
Ziffer 18! – Minderheit.
Ziffer 19! – Minderheit.
Ziffer 20! – Mehrheit
Ziffer 21! – Minderheit.
Ziffer 22! – Minderheit.
Ziffer 23! – Mehrheit.
Ziffer 24! – Mehrheit.
Ziffer 25! – Mehrheit.
Ziffer 26! – Mehrheit.
Ziffer 27! – Minderheit.
Ziffer 28! – Minderheit.
Ziffer 29! – Minderheit.
Ziffer 30! – Mehrheit.
Ziffer 31! – Minderheit.
Ziffer 32! – Mehrheit.
Ziffer 33! – Mehrheit.
Ziffer 34! – Mehrheit.
Ziffer 35! – Mehrheit.
Ziffer 36! – Minderheit.
Wunschgemäß stimmen wir Ziffer 37 zunächst ohne
die eckige Klammer im ersten Satz ab:
Bitte Ihr Handzeichen für Ziffer 37 ohne die eckige
Klammer! – Mehrheit.
Jetzt bitte Ihr Handzeichen für die eckige Klammer! –
Mehrheit.
Ziffer 38! – Mehrheit.
Damit entfallen die Ziffern 39 und 41.
Ziffer 40! – Mehrheit.
Ziffer 42! – Mehrheit.
Ziffer 43! – Mehrheit.
Ziffer 44! – Mehrheit.
Ziffer 45! – Mehrheit.
Ziffer 46! – Minderheit.
Ziffer 47! – Mehrheit.
Ziffer 48! – Mehrheit.
Der Bundesrat hat entsprechend Stellung genommen.
Ich rufe Tagesordnungspunkt 46 auf:
TOP 46
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen
Parlaments und des Rates zur Schaffung eines
Rahmens für die Stärkung der Verfügbarkeit von und der
Sicherheit der Versorgung mit kritischen
Arzneimitteln sowie der Verfügbarkeit und der
Zugänglichkeit von Arzneimitteln von gemeinsamem
Interesse und zur Änderung der Verordnung (EU)
2024/795
COM(2025) 102 final
(Drucksache 204/25, zu Drucksache 204/25)
Es liegt eine Wortmeldung vor, und zwar die des
Herrn Ministerpräsidenten Rhein aus Hessen.
Boris Rhein (Hessen): Verehrte Frau Präsidentin!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der eine oder
andere wird sich noch erinnern: Anfang 2023 konnten
Eltern für ihre Kinder in der
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- part_of_vorgang → Amtliche Mitteilungen (Bekanntgabe gemäß § 23 Abs. 1 Geschäftsordnung BR)
- part_of_vorgang → Ansprache des Bundeskanzlers (Ansprache)
- part_of_vorgang → Benennung eines Mitglieds des Kuratoriums des Deutschen Instituts für Menschenrechte (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung eines Mitglieds für den Beirat bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Benennung eines stellvertretenden Mitglieds des Kuratoriums der Stiftung "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Änderung des Jugendschutzgesetzes zur Abschaffung des begleiteten Trinkens" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Bürokratieabbau und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates für einen "Bau-Turbo für die öffentliche Hand" zur Flexibilisierung des Vergaberechts (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Sofortprogramm Frühkindliche Bildung" (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Technologieoffene Energieerzeugungsmengenziele statt Flächenziele für Windenergie" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Tierschutz bei Tiertransporten und beim Export von Nutztieren in Drittstaaten sicherstellen" (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Umsetzung des europäischen Aktionsplans für Stahl und Metalle zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Deka (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates "Verbraucher beim Online-Einkauf schützen - Schnelle Maßnahmen im Zusammenhang mit Angeboten aus Drittstaaten (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Entschließung des Bundesrates zur Regelung einer Alleineröffnungsbefugnis für Taschengeldkonten bei gemeinsamem Sorgerecht (Ausschusszuweisung)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des GAP-Direktzahlungen-Gesetzes (Durchgang)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des Kulturgutschutzgesetzes (1. KGSGÄndG) (Durchgang)
- part_of_vorgang → Erstes Gesetz zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (Durchgang)
- part_of_vorgang → Fünfundzwanzigste Verordnung zur Änderung von Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gedenken an den ehemaligen Präsidenten des Bundesrates und Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt Professor Dr. Wolfgang Böhmer (Ansprache)
- part_of_vorgang → Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2025 (Haushaltsgesetz 2025 - HG 2025) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz über haftungsrechtliche Erleichterungen für ehrenamtliche Vereinstätigkeit (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Vierten Protokoll vom 18. September 2023 zur Änderung des Vertrags vom 27. Oktober 1956 zwischen der Bundesrepublik Deutschlan (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Abbau datenschutzrechtlichen Gold-Platings im Wettbewerbsrecht (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zum strafrechtlichen Schutz von Persönlichkeitsrechten vor Deepfakes (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zum Vertrag über die Errichtung, den Betrieb und die Weiterentwicklung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) - Vertrag z (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung der Regelungen über die zulässige Miethöhe bei Mietbeginn und zur Änderung anderer Gesetze (Durchgang)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung der Strafprozessordnung - Absenkung der Hürden für eine audiovisuelle Vernehmung von minderjährigen Zeugen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung der Strafprozessordnung - Beschränkung der Laienverteidigung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung der Strafprozessordnung - Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für den Erlass eines (Sicherungs-)Unterbringungsbef (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Asylgesetzes zur Verfahrensbeschleunigung durch die erweiterte Möglichkeit der Zulassung von Rechtsmitteln und d (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Baugesetzbuchs (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Bundeskleingartengesetzes (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien und des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Flexibilisierung von haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen außeruniversitärer Wissenschaftseinrich (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1) (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes zum Zwecke der Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen von Luftfahrtunternehmen bei der Abfert (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Marktorganisationsgesetzes (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes sowie weiterer Vorschriften (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches - Erhöhung der Sicherheit im Bahn-, Schiffs-, Luft- und Straßenverkehr (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches - Strafrechtlicher Schutz gemeinnütziger Tätigkeit (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Feststellung des überragenden öffentlichen Interesses für den Ausbau von Telekomm (Durchgang)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes durch die Regelung der Errichtung und des Betriebs einer Rettungsinfrastruktur für (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → ... Gesetz zur Änderung des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Anpassung der Befugnis zur Datenerhebung bei Kontaktpersonen im Bundeskriminalamtgesetz (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Anpassung des Batterierechts an die Verordnung (EU) 2023/1542 (Batterierecht-EU-Anpassungsgesetz - Batt-EU-AnpG) (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Anpassung von Regelungen über den polizeilichen Informationsverbund im Bundeskriminalamtgesetz sowie zur Einführung der Erlaubnis (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Ausführung von Artikel 109 Absatz 3 Satz 6 und Satz 7 des Grundgesetzes und zur Änderung anderer Gesetze (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Begrenzung der Halterpflichten bei der Überprüfung von Führerscheinen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur besseren Bekämpfung von Mietwucher (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Erweiterung der Möglichkeiten der Abschiebungssicherung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen (Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz - LuKI (1. Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur frühzeitigen Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Umsetzung von Vorgaben der Richtlinie (EU) 2023/2413 für Zulassungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz und dem Wasse (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Verbesserung des strafrechtlichen Schutzes von Kindern (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Verlängerung der Fristen im Investitionsprogramm Ganztagsausbau (Durchgang)
- part_of_vorgang → Gesetz zur Veröffentlichung von Informationen über unbekanntes Geld- und Wertpapiervermögen Verstorbener (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Reg (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Mitteilung der Kommission: Erhöhung der Verteidigungsausgaben im Stabilitäts- und Wachstumspakt K(2025) 2000 endg.; Ratsdok. 7672/25 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Personelle Veränderungen im Beirat für Ausbildungsförderung nach § 44 Bundesausbildungsförderungsgesetz (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Personelle Veränderung im Beirat für Ausbildungsförderung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Rechnung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 2024 - Einzelplan 20 - (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Sechstes Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (Durchgang)
- part_of_vorgang → Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Festlegung und Anpassung der Bundesbeteiligung an den Leistungen für Unterkunft und Heizung für das Jahr 2025 (Bundesbeteilig (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Verordnung zur Vereinfachung der Durchführung und Genehmigung klinischer Prüfungen (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz für die Ernennung eines Bundesanwalts beim Bundesgerichtshof (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Zulassungsdokumente für Fahrzeuge und die in den nationalen Fah (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2014/45/EU über die regelmäßige technisc (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnungen (EU) 2021/694, (EU) 2021/695, (EU) 202 (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/2115 in Bezug auf das Konditio (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2023/1542 in Bezug auf die Pflichte (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2024/1348 in Bezug auf die Anwendun (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2024/1348 in Bezug auf die Erstellu (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Rahmens für die Stärkung der Verfügbarkeit von u (BR-Sitzung)
- part_of_vorgang → Wahl der zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der Europakammer (Wahl des Vorsitzenden der Europakammer)
- part_of_vorgang → Wahl einer Schriftführerin (Wahl)
- part_of_vorgang → Zweite Verordnung zur Änderung der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (BR-Sitzung)
- spoke_in ← Alexander Schweitzer (Rede)
- spoke_in ← Andreas Bovenschulte (Rede)
- spoke_in ← Andreas Handschuh (Rede)
- spoke_in ← Anke Rehlinger (Rede)
- spoke_in ← Anna Gallina (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Boris Rhein (Rede)
- spoke_in ← Britta Müller (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Cansel Kiziltepe (Rede)
- spoke_in ← Carsten Schneider (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Christian Meyer (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Dirk Schrödter (Rede)
- spoke_in ← Dörte Schall (Rede)
- spoke_in ← Florian Herrmann (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Friedrich Merz (Rede)
- spoke_in ← Gerald Heere (Rede)
- spoke_in ← Gitta Connemann (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Grant Hendrik Tonne (Rede)
- spoke_in ← Hendrik Wüst (Rede)
- spoke_in ← Josefine Paul (Rede)
- spoke_in ← Judith Gerlach (Rede)
- spoke_in ← Katharina Fegebank (Rede)
- spoke_in ← Kaweh Mansoori (Rede)
- spoke_in ← Kristina Sinemus (Rede)
- spoke_in ← Lydia Hüskens (Rede)
- spoke_in ← Manfred Pentz (Rede)
- spoke_in ← Manuela Schwesig (Rede)
- spoke_in ← Marion Gentges (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Markus Söder (Rede)
- spoke_in ← Michael Ebling (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Michael Schrodi (Rede)
- spoke_in ← Miriam Staudte (Rede)
- spoke_in ← Mona Neubaur (Rede)
- spoke_in ← Nancy Böhning (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Nathanael Liminski (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Nicole Hoffmeister-Kraut (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Nicole Razavi (Rede)
- spoke_in ← Olaf Joachim (Rede)
- spoke_in ← Oliver Krischer (Rede)
- spoke_in ← Peter Hauk (Rede)
- spoke_in ← Silke Gorißen (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Silvia Breher (Rede)
- spoke_in ← Simone Oldenburg (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Stefan Evers (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Stefan Gruhner (Rede)
- spoke_in ← Sven Schulze (Rede)
- spoke_in ← Thekla Walker (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Thomas Jarzombek (Rede)
- spoke_in ← Thomas Strobl (Rede)
- spoke_in ← Thorsten Bischoff (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Tobias Goldschmidt (Rede (zu Protokoll gegeben))
- spoke_in ← Werner Schwarz (Rede)
- spoke_in ← Winfried Kretschmann (Rede)
- spoke_in ← Wolfgang Blank (Rede (zu Protokoll gegeben))